So, die Expertenmeinung ist da!
"Hallo Achim,
eine Bestimmung anhand von Fotos ist nicht immer einfach….
Wir sind inzwischen zu der Meinung gekommen, dass es sich nicht um einen Goldregen, sondern um eine Späte Traubenkirsche (Prunus serotina) handelt, ein kleiner Baum, der aus Nordamerika eingeführt wurde und sich hier aggressiv ausbreitet.
Gründe:
· das im Querschnitt gelbe Holz: Goldregen soll nicht gelb, sondern weißlich sein, die Traubenkirsche ist deutlich gelb mit rotem Kernholz
· die deutlichen Querstriemen auf der Rinde, die der Goldregen so nicht hat.
Die späte Traubenkirsche stinkt stark, wenn man die Rinde abschält, soll ein cyanidhaltiger Stoff sein, der als effektiver Fraßschutz funktioniert (laut einer Beschreibung ist das quasi ein Blausäure-Mantel für die Pflanze).
Aber eindeutiger wäre das Gehölz anhand der Blätter zu bestimmen….
Reichen Dir die Angaben?
Beste Grüße
Ulrich & Annick"
Nachdem sie den Stauch nach ersten Telefonaten und oberflächlicher Betrachtung auch erst für Goldregen hielten sind sie, wie oben zu lesen, abschließend umgeschwenkt auf Prunus Serotina - die Späte Traubenkirsche.
Durch den Tipp und nochmaliger Internetrecherche glaube ich, daß sie das Problem der Bestimmung abschließend gelöst haben. royales lag da richtig

.
Hier mal der link, der die Art am besten beschreibt. Vor allem die Rindenfotos auf der Seite sind passend (auf anderen durchaus nicht übereinstimmend!)
http://www.arboristik.de/baeume_Prunus%20serotina.html
Hier auch eine Seite mit einem tauglichen Holzfoto (leider nur sehr klein):
http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... IQ9QEIMjAE
Ist auch giftig und hat wertvolles Holz - ich glaube, daß es für den Bogenbau gut taugt - erste Biegetests verliefen sehr positv.
Die Knospen in der Vase scheinen sich auch langsam zu entwickeln, aber ich habe das Gefühl, daß es nur noch von peripherer Bedeutung ist.
Jedenfalls hat sich meine Hartnäckigkeit ausgezahlt.
LG @ all,
Achim
...niemals noch hängte sich die Wahrheit an den Arm eines Unbedingten!...
F.W.Nietzsche