Eibe Stämmchen

Hölzer, Kleber, etc.
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SadaMoto
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Eibe Stämmchen

Beitrag von SadaMoto » 30.11.2022, 09:05

Guten Tag werte Bogenbauer.

Mir wurden gestern zwei Eibenstämmchen 1,7-1,8m geschenkt und ich würde gern versuchen Bögen daraus zu bauen.

Zunächst würde ich gern wissen ob ihr die Dinger für tauglich haltet und wenn ja wie ich sie trocknen sollte. Mit oder ohne Rinde und Spalten oder ganz lassen?

Mit ist klar das ich eigentlich mehr Kernholz bräuchte als diese stämmchen hergeben aber ich werde es wohl der Erfahrung wegen dennoch probieren.

Vielen Dank schonmal.
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Hieronymus
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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von Hieronymus » 30.11.2022, 09:16

Auf dem Bild kann man nicht wirklich was erkennen...

LG Markus
«Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.»
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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von SadaMoto » 30.11.2022, 09:26

Hatte Probleme mit der Dateigröße habe das Bild nochmal geändert, jetzt sollte mehr zu sehen sein, die Stämme sind so etwa 8cm Dick.
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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von Spanmacher » 30.11.2022, 09:46

Nun, ein Bild von den Jahrringen mit beigelegtem Lineal wäre durchaus hilfreich für eine Bewertung.
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von Snake-Jo » 30.11.2022, 13:05

Ja, bzw. noch mehr: Nahaufnahme Querschnitt, Äste und einmal längs geschaut.
Und wohl: Man kann durchaus große Bilder anhängen, sollte aber nicht das Handy-Foto 1:1 übernehmen, da ist meist eine
Datenmenge dabei, die nicht mit der Bildqualität übereinstimmt. >:(

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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von SadaMoto » 30.11.2022, 17:11

So hat bisschen gedauert und in der Zwischenzeit konnte ich mich auch zum trocknen der Eibe informieren.

Hab erst die Fotos gemacht und dann erst gelesen eventuell mach ich gleich noch welche aber ist schon dunkel und ich muss die ins Licht tragen :D

Das aufteilen den Stamms beginnt kurz vor den abgesägten stellen und halte ich für nicht so schlimm.(?)
Dateianhänge
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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von Spanmacher » 30.11.2022, 17:24

Meine vorsichtige Ersteinschätzung: Da würde ich elegante Flachbogen draus zu bauen probieren. Es zeigt sich das Bild einer typischen Parkeibe.
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von schnabelkanne » 30.11.2022, 21:54

Servus, ich hab vor ein paar Jahren einige Eibenäste ausgesägt, die haben sich alle extrem verdreht.
Ich würde sie mit Rinde trocknen nur die Enden versiegeln und später aufsägen, dauert halt etwas länger.
Lg Thomas
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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von Hieronymus » 30.11.2022, 22:40

schnabelkanne hat geschrieben:
30.11.2022, 21:54
ich hab vor ein paar Jahren einige Eibenäste ausgesägt, die haben sich alle extrem verdreht.
Das tun sie auch, wenn du sie später heraus schneidest. Pro Ast gibt es max. 2 gute Bögen, es sei denn, sie sind nicht gerade...
Ich würde sie Halbieren... denn ich hatte schon Eibe, die unter der Rinde gegammelt hatte.

Gruß Markus
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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von SadaMoto » 01.12.2022, 11:05

Ich könnte ja einen von beiden Teilen und dann mal sehn ob es sich verdreht.
Aber sollte ich es spalten oder sägen hab gelesen das Spalten von Eibe kann problematisch werden und das sägen ist ja nie das gelbe vom Ei.
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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von Neumi » 01.12.2022, 13:50

Drehwuchs ist bei Eibe selten. Solche dünnen Stämmchens trocknet man am Stück in der Rinde.
Wenn du so einen dünnen Stecken teilen willst, dann grundsätzlich sägen. Verzug nach dem teilen kommt bei Eibe meistens daher, dass vorhandenes Druckholz ignoriert und der Stecken falsch geteilt wird. Auf dem 3. Foto erkennt man jede Menge Druckholz.
Grüße - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von schnabelkanne » 01.12.2022, 16:00

Servus, fürs spalten sind die zu dünn und auf jeden Fall mit Bandsäge aufschneiden egal ob sofort oder später. Vermutlich hab ich nicht aufs Druckholz geachtet (s. Neumi) beim Aufsägen, mir hat es alle verdreht. Na ja wieder was gelernt.
Lg Thomas
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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von Tom Tom » 01.12.2022, 16:38

So auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen...

Ich sehe hier mehr oder weniger krumme Äste einer männlichen Garteneibe.
Das Kernholz ist teilweiße gräulich, einiges an Druckholz ist zu sehen und gerade ist auch was anderes.

Klar kannst du da einen 30-40# Bogen mit viel Glück und Erfahrung draus bauen, aber ich würde mir das nicht antun.

Du schreibst selber das du gerne Erfahrung sammeln möchtest, deshalb mein Tipp:
Übe an diesen Stücken mal das abtragen von Jahrringen und wie sich Eibe beim bearbeiten verhält.
Für den Anfang würde ich mir Holz suchen das mit deutlich weniger Frust einen deutlich besseren Bogen abgibt.

Ich will dir dein Holz wirklich nicht schlecht reden, aber schön ist was anderes :-[

lg Tom Tom
Zeit ist eine durchaus relative Angelegenheit

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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von Spanmacher » 01.12.2022, 20:59

Sag ich doch!
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Re: Eibe Stämmchen

Beitrag von SadaMoto » 02.12.2022, 10:20

Alles gut Tom Tom ich habe ja nach euren Meinungen gefragt :)

Und ich baue sowieso nur Bögen mit maximal ~45# weil das für mich reicht.

Lasse die Eibe erstmal trocknen und versuche dann Bögen daraus zu bauen Fehlschläge und Probleme gehören eben dazu.
Außerdem wurden mir beim letzen Bogen den ich hier gezeigt habe auch einige Probleme vorhergesagt die bis jetzt aus blieben.
(Wäre zu kurz für die auszugslänge und der angeleimte Griff würde sich ablösen und mein Urushi ‘backing” gegen die Trocknungsrisse sei sowieso wirkungslos)

Trotzdem bin ich dankbar für jeden der sich die Zeit nimmt mir helfen zu wollen und verstehe auch wie schwer so eine Einschätzung aus der Ferne sein kann.
Christian S. 定元

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