90-100# Osmane 120cm

Themen zum Bogenbau
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Hieronymus
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Hieronymus » 03.12.2018, 23:03

Und weiter geht´s....

Heute konnte ich einiges erledigen. Ich habe den Rahmen grob auf Maß gebracht und habe das Horn, sowie den Rahmen verzahnt und angepasst. Anschließend wurde bei tropischen Temperaturen das Horn aufgeleimt. Ich hoffe es hält alles...
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Die Maße auf den Rahmen gezeichnet
IMG_20181203_144600.jpg
Nochmals die Flucht überprüft
IMG_20181203_145428.jpg
Rahmen mit ewtas Überstand ausgeschnitten
IMG_20181203_154408.jpg
Horn leicht gewölbt verzahnt
IMG_20181203_191104.jpg
Mal wieder grundiert mit 10%tigem Hautleim
IMG_20181203_214310.jpg
Fast fertig , nur noch die eine Seite wicklen...

Jetzt darf er trocknen...

Gruß Markus
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Snake-Jo
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Snake-Jo » 04.12.2018, 18:28

Ich habe bisher nur plane Flächen verzahnt...
Sieht aber gut aus bei dir. Ich kann den Vorrednern nur beipflichten bzw. weiß da auch nicht mehr. Mit Ausnahme zu den Wekzeugen:
Ich würde den Schraubstock von den Stahlbacken befreien und dafür Holzbacken einsetzen. Diese dann noch mit dickem Rindsleder bekleben. Da kann man dann ca. 1-2 Jahre mit arbeiten, ohne dass es Druckstellen im Bogen gibt.
Die Zahnhobelklinge würde ich nicht so weit herausragen lassen bzw. mit einer Höhenführung versehen.

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Hieronymus
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Hieronymus » 18.12.2018, 19:50

Snake-Jo hat geschrieben:
04.12.2018, 18:28
Ich würde den Schraubstock von den Stahlbacken befreien und dafür Holzbacken einsetzen
Da sind Holzbacken mit Rindleder drum ;) . Nur sind die leider nach über 40 Bögen und noch viel mehr Staves entrinden relativ durch. Da müssten dringend neue drauf...aber irgendwie komme ich nicht dazu ::)

So es ging ein wenig weiter.

Ich habe den Bogen nochmals in der Flucht kontrolliert und ihn auf die endgültige Breite gebracht. Der Celik habe ich aus Geweih erstellt und angepasst, sowie das Horn zu de Seiten verrundet. Den rest mache ich nach Weihnachten, da ich erst dann dazu komme die Sehnen aufzubringen.

IMG_20181216_211039.jpg
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Gruß Markus
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Nightbow » 30.12.2018, 14:12

Tolles projekt endlich traut sich ein daumenschütze an ein reales Zuggewicht auch wen es noch ein relativ schwacher osmane ist wird das wen alles klapt ein tolles stück hut ap. wen er dan zu stark ist melde dich ich nehm in dir ap bevor er irgendwo an einer wand hängen bleibt.
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Hieronymus » 04.01.2019, 09:30

So und weiter geht's.

Ich konnte den Rahmen endlich auf Maß bringen und ihn formen. Die Siyahas wurden mit einem 3mm starken Büffelhornstück verstärkt.Die Tage kommt die erste Sehnenschicht drauf.

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Gruß Markus
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Hieronymus » 05.01.2019, 19:05

Und weiter geht's... :)

Heute wurde das eingeklebte Horn der Siyahas versäubert und auf dem Rücken/ Horn mit dem Sägeblatt Rillen aufgebracht. Danach gings unter den Heizstrahler zum Grundieren. Danach kam der Sehnenbelag drauf und er wurde mumifizert ;D Jetzt hängt er im Keller zum Trocknen.
IMG_20190105_104417.jpg
Rillen aufbringen
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Rillen aufbringen
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Beim grundieren
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So hängt er im Keller bei 18°C und 55-60% Luftfeuchte
In ein paar Tagen kommt die nächste Schicht drauf.

Gruß Markus
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Tom Tom » 05.01.2019, 19:27

Machst du mitlerweile immer noch mehrere Schichten Sehne oder eine dicke ?
Sieht übrigens nicht gaaaaaaaaaaaaanz schlecht aus :-*

lg Tom Tom
Zeit ist eine durchaus relative Angelegenheit

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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Hieronymus » 05.01.2019, 19:48

Tom Tom hat geschrieben:
05.01.2019, 19:27
Sieht übrigens nicht gaaaaaaaaaaaaanz schlecht aus
;D wart nur du frecher Lümmel. ;D

Die Sehnen mach ich lieber in min. 2 Lagen. Bei diesem Osmanen kommt eine letzte Deckschicht drauf mit der ich den geraden Rücken erzeuge.

Gruß Markus
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Hieronymus » 11.01.2019, 09:42

So hier ging´s weiter.


der Bogen hat seine 2. Sehnenlage erhalten und wurde erneut mumifiziert(Ich hätte bei den Ägypter was werden können ;D )
Bei der dritten und letzten Lage werde ich das Gummi so nicht mehr verwenden können, da ich diesmal einen geraden Rücken anstrebe. Ich habe da was im Kopf wie es gehen könnte, aber das seht erst beim nächsten mal ;)
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wieder mal am grundieren
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Erst die Seiten aufbauen
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Neumi » 11.01.2019, 11:06

Moin, ich hätte da mal ne Frage. Ich hatte vor ein paar Wochen einen Sehnenbelag angefangen um das Prozedere mal zu testen. Ich habe gewartet bis der Leim geliert war und dann das Hosengummi schön fest um den Bogen gewickelt. Da ich schon beim aufbringen der Sehnen gemerkt hatte, dass zuviel Leim auf dem Rücken ist, habe ich dann nach erfolgter Wicklung den Rücken mit der HLP auf niedriger Stufe erhitzt (eben nur so warm, dass der Leim nicht kaputt geht). Ziel war, dass der überschüssige Leim durch das Gummi herausgedrückt wird. Das hat soweit auch gut funktioniert und es kam ne ganze Menge Leim raus. Nur hatte ich dann später (nach ca. 2 Std.) das Problem, dass der Hosengummi ziemlich fest mit dem Holz verklebt war (im Bereich der Sehnen hatte ich dieses Problem seltsamerweise nicht). Jetzt frage ich mich natürlich ob es normal ist, dass der Hosengummi so extrem am Holz fest klebt.
Danke - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Elbenberger » 11.01.2019, 12:07

Markus,auf die letzte Lage habe ich nach dem mumifizieren je einen Streifen 3 mm dickes Polycarbonat mit Leimklemmen auf die Wurfarme gedrückt .Die Polystreifen an den Enden anwinkeln ,sonst gibt es Absätze.
P1010922.jpg
@ Neumi, nachwärmen ist eine gute Methode um das Hosengummi mit zu verkleben, ist mir anfangs auch passiert ,hab den Gummi nur in Fetzen runter bekommen.
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Hieronymus » 11.01.2019, 13:04

@Neumi , normal ist das nicht. Da der Leim sich durch die Gummifasern gedrückt hat, hast du deinen Gummi mit dem Belag und dem Holz verbunden . Wie Gerd schon geschrieben hat darfst du nach dem Wickeln den Leim nicht mehr erwärmen. Zuviel Leim verhindert man durch gutes ausstreichen mit den Fingern. Ich mache es so wie Karpowicz es beschrieben hat. Ich wiege den Bogen , teile das Gewicht durch zwei (bei z.B. 320g ergibt das 160g) . Die 160g durch die Anzahl von Schichten (nehmen wir mal 3 an, dann ergibt das ca. 53,5g) Die 53,5g soll die ganze Lager wiegen inkl. Leim, um das Verhältnis 1/3 Horn, 1/3 Holz, 1/3 Leim+Sehnen ungefähr zu halten. Wenn ich die 53,5g also durch 2 teile , habe ich 26.75g was je der Leim und die Sehnen wiegen sollen. Also mache ich mir 35g Leim zurecht(ohne Wasser) und 35g Sehnen, die ich gleichmäßig auf die Wurfarme verteile. Somit habe ich ein wenig Kontrolle über die Leimmenge und bei der Rechnung sollte immer was übrig bleiben. So werden die Wurfarme immer schön gleichmäßig. Ich hoffe es war verständlich.

@ Gerd , werden da die Seiten nicht trotzdem nach unten gedrückt? Wenn du den streifen unter das Gummi packst , müsste es besser gehen. Der Streifen müsste allerdings die selbe Breite haben wie der Bogen.


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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von fatz » 11.01.2019, 13:09

@Neumi: Ich hab das letztes Jahr so aehnlich gemacht um die Rohhaut auf meine Fichte zu pappen. In meiner Werkstatt war's einfach zu kalt um das richtig zu machen. Allerdings hab ich mit Fahradschlauchstreifen (2 Streifen aus einem Schlauch) gewickelt. Der Gummi ging prima wieder runter, trotzdem beim Erwaermen der Leim auf allen Ritzen gelaufen ist.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Elbenberger » 11.01.2019, 13:37

Markus die Kanten werden schon rund, aber der größte Teil der Fläche wird eben.
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Re: 90-100# Osmane 120cm

Beitrag von Hieronymus » 11.01.2019, 14:00

@Fatz das ist in dem Fall was anderes. Der Leim kommt nur durch die Klebefuge und nicht vollflächig wie beim Sehnenbelag. Der Fahrradschlauch ist komplett geschlossen und mit Talkum eingepudert, da kann kein Leim durch das Gewebe kommen. Der Vorteil des Hosengummis ist ja , dass es nicht Luftdicht ist und der Sehnenbelag gut trocknen kann. Beim Fahrradschlauch kann der Belag nicht richtig abtrocknen und die Gefahr ist groß, dass der Belag zu schimmeln beginnt(je nach Witterung). Ich würde immer das Hosengummi vorziehen. Beim verkleben mit Epoxidharz bin ich beim Fahrradschlauch, da er aus den oben genannten Gründen große Vorteile bei der Verklebung hat. Aber auch da würde ich nicht vollflächig wickeln.

@Gerd ok.. gut zu wissen. Ich werde noch eine andere Methode probieren. Mal sehen ob das klappt.

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