Osage Viertelstamm

Themen zum Bogenbau
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klaus1962
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von klaus1962 » 24.09.2010, 12:46

"Winkelschleifer mit Kettensägenscheibe" ist eine gute Idee.
Du wirst bei dem harten Holz aber wahrscheinlich ein paarmal nachschleifen müssen, bis Du durch bist.
Aber paß blos auf, das Ding ist relativ gefährlich. ... und Schutzbrille bzw. Holzfällerhelm nicht vergessen !

Gruß
Klaus
-----------------
... der durch die Kettensägenscheibe schon eine Menge Holz in den Augen hatte.


PS: es gibt mittlerweile auch richtige Kreissägeblätter (mit HM-Zähnen) für die Flex)

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Markus
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Markus » 24.09.2010, 12:50

Ich habe keine Ahnung vom Osagesägen, aber ich rate Dir dringenst, bei solch schönem Holz nur an einer leistungsfähigen Bandsäge zu sägen. Kreissäge wäre mir persönlich zu anfällig für falsch auslaufende Schnitte (eigene leidvolle Erfahrung) zumal der Stamm nicht exakt gerade ist.
Ich würde auch nicht von beiden Seiten einsägen, sondern nur von einer Seite aus einen durchgehenden Schnitt machen.
Geh zum Schreiner, Tischler, Zimmermann in der Nähe, gib ihm 25 € und/oder einen Kasten Bier und sage ihm, was er wie sägen soll. Du wirst es nicht bereuen. Es sei denn, Du hast wirklich Erfahrung im Stammaufsägen.

Spalten - wenn Du es kannst, kann's gehen. Andernfalls hast Du hinterher evtl. nur 3 statt 6 staves.

Viel Erfolg!

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Squid
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Squid » 24.09.2010, 12:57

Ist auf jeden Fall die sicherste Methode!
Nix wär doch blöder, als wenn von dem Trumm am Ende dann ein einzelner Rohling übrig bliebe... :o
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.

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kra
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von kra » 24.09.2010, 13:01

Ich würde auf jeden Fall auf Nummer sicher gehen und auf weniger aber bessere Staves zielen:
Lieber 4 oder 5 gute Staves aus dem Stamm als 4x Murks und 5x "naja, geht so" Stücke.

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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Chirion » 24.09.2010, 13:27

Nun ein wenig Holz zersägt hab ich schon in meinem Leben (auch Haut Muskel und Knochen wenns was hilft :-) nein bin nicht Jack the Ripper aber im zivilen Arzt), und mein Bruder der mit mir gemeinsam dem Bogenbau verfallen scheint ist gelernter Schreiner, Holz ist mir nicht fremd hab Freihand mit der Oberfräse entlang des Faserverlaufs Totholz an Bonsais nachgebildet nur das Ding ist halt ein wenig großer :-)
Aber ich denk ich werds mit in der Mitte spalten versuchen und dabei vorsichtig vorgehen und beidseitig gut Keile einsetzten, ach ja spalten sollte mann doch von Krone Richtung Wurzel leider hab ich das Schild "oben" an dem Ding noch nicht gefunden, hat da wer eine Idee wie ich das feststellen könnte?
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von klaus1962 » 24.09.2010, 13:55

Ich kann Dir beim Spalten zwar nicht mit Rat zur Seite stehen, aber mach mal dabei ordentlich viele Fotos.
Wenns gut wird und Acker zustimmt, wär das sicher was für das HowTo Board.
Ich hätte bis jetzt noch keine gute Doku über "kunstvolles" Spalten gefunden.

Holzspalten klingt vielleicht einfach, ist es aber, glaub ich, nicht wirklich. Besonders bei schwierigen Hölzern.
... und unser Ziel ist hier ja nicht unbedingt Brennholz. ;)

Gruß
Klaus

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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Chirion » 24.09.2010, 14:02

Fotos kann ich natürlich machen hoffe nur es wird daraus nicht ein "how not to do" :-\ Beitrag.
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Galighenna » 24.09.2010, 15:01

Was beim spalten wirklich prima hilft ist, einfach mit der Kreissäge einen Schnitt machen. Der muss ja nicht durchgehen. Bei der Stärke ist das eh nicht drin. Aber der Schnitt führt quasi den Spalt durchs Holz...
Ansonsten, wenn man merkt, das der Spalt nach links oder rechts abhaut, dann nimmt man eben die zweite oder dritte SCHARFE! Axt und setzt einfach da wo der Spalt eigentlich lang laufen sollte, noch ein mal an. Dann bekommt man zwar manche Fasern die quer rüberlaufen, aber die kann man dann mit dem Beil zerteilen und alles wird gut. Das hab ich bei meiner Eberesche auch so gemacht. Ich glaube da hab ich insgesamt 3x am Rücken angesetzt und zum Schluss einfach die restlichen Fasern, die die Hälften noch zusammenhielten mit dem Beil "durchgeschnitten"
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand

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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Chirion » 24.09.2010, 15:19

Hab mit meinem Bruder gesprochen er meint er wird auf jeden Fall am Sonntag seine Zimmermannsaxt aus dem vorigen Jh. mitbringen die hat eine 25cm lange Schneide, so sollte der erste Spalt schon mal durch den ganzen Stamm hindurchreichen und gleichmäßig entstehen, ob das mit der Kreissäge am Rücken vorschneiden in dem Fall so gut geht ? Der Faserverlauf ist bei dem Stamm mit der Kreissäge nicht gut zu verfolgen. mit einer weiteren Axt nachzukorrigieren wenn der Spalt abzuweichen droht ist sicherlich eine gute Idee ist aber wirklich verflucht hartes Holz.
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Ravenheart » 24.09.2010, 15:48

Gerade bei Eibe läuft der Spalt auch gerne raus, Ulme ebenso...
Ich bringe ihn dann immer mit der Japansäge (Langholz-Zahnung) wieder "in die Spur"...

Ansosnten würde ich hier so vorgehen:

Teil abspalten,
Spitze des "Keils" an der Bandsäge absägen,
Rest wieder Spalten,
dann wieder sägen...

Etwa so:
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Osage.JPG

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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Chirion » 26.09.2010, 22:43

Heute war also der große Tag hier die ersten Bilder, es gibt noch eine Menge anderer Bilder vom genauen Ablauf
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spaltung7.jpg
mein Bruder beim ersten Schlag
spaltung11.jpg
beim einschlagen der Keile
spaltung13.jpg
es ist vollbracht
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Chirion » 26.09.2010, 22:47

wir haben dann den einen Achtelstamm weiter verarbeitet das is dabei rausgekommen, den 2. Achtelstamm haben wir vorerst mal ganzgelassen
Dateianhänge
spaltung16.jpg
die beiden tieferen Staves werd ich erst teilen wenn ich den Jahresring freigelegt hab dann kann ich besser beurteilen wo der Schnitt sitzen soll
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Chirion » 26.09.2010, 22:57

Nochmals vielen Dank an alle die mit ihren zahlreichen Ratschlägen dabei behilflich waren das Ding zu zerteilen, ich werd euch aus dem laufenden halten was weiter mit dem Holz geschieht
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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von acker » 27.09.2010, 00:02

Das sieht lecker aus :) ::)
Gruß acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.

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Re: Osage Viertelstamm

Beitrag von Chirion » 30.09.2010, 22:21

Und nochmals guten Abend zusammen

ich hab vom ersten Stave (der innere des bisher zerlegten Achtels) den Jahresring freigelegt und die Seiten mal dem Faserverlauf entsprechend gesäubert so sieht der jetzt aus
ossy2.jpg
ossy1.jpg


Jetzt frag ich mich wie mach ich weiter, ist ja ein wenig snaky, damit sollte klar sein was der obere und untere Wurfarm wird die länge ist 190cm ich würd gern eine Langbogen mit leicht reflexen Wurfarmenden draus machen eher mit flachem Profil die Länge sollte so 68 Zoll betragen und 54-58# wären mein Ziel, wie geh ich das am besten an? In der Mitte ist auf der einen Seite ein Ast den muß ich ins Griffstück einbauen, liege ich richtig das sich daher das Griffstück nicht allzuviel mitbiegen sollte?
ossy4.jpg
Zuletzt geändert von Chirion am 30.09.2010, 22:25, insgesamt 1-mal geändert.
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