Brennholz oder aus Fehlern lernen

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AlexM
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von AlexM » 30.08.2015, 17:01

Rotzeklotz hat geschrieben:Ja und Nein
Der Clou an dem Zeug ist ja, dass es extreme Biegeradien verträgt - 32 Auszug bei 1,6m Länge wäre hier z.B. locker drinne, wahrscheinlich ist auch noch deutlich kürzer möglich. Wenn du das Zeug im ELB-Design verwurschtelst, wirds wirklich ein langsamer Bogen. Schön kurz gebaut kann Rattan aber eigentlich mit jedem Holz konkurrieren oder es sogar deutlich übertreffen. 180, 190 fps sind bei gut gebauten Rattanbögen glaube ich keine Seltenheit.



Kann ich bestätigen, meiner hat 195 fps auf dem Schießstand gemessen. Hat aber auch 60# auf 28". Weiter zu ziehen traue ich mich kaum :).

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Kemoauc
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von Kemoauc » 01.09.2015, 01:07

Hi,Fatz,

fatz hat geschrieben: Das eine Ende hab ich gedaempft (ging wie erwartet nicht ganz so gut).


Siehst Du richtig. Bei Hartriegel brauchts brutalere Methoden. Mein Tip: Ein Spargelkochtopf und das zu biegende Ende mal ne Stunde oder länger kochen. Dann ganz schnell in die vorbereitete Biegeform und ca. 10-20% überbogen darin einspannen. Das meiste biegt sich zurück und mit etwas Glück hat man es richtig getroffen.

fatz hat geschrieben:... den Rest mach ich wenn ich beim Endzuggewicht angekommen bin.


Machs lieber gleich. Bei Hartriegel bedeutet fast jeder 10-tel Millimeter weniger kurz vor Tillerende ein signifikantes Absacken des äquivalenten Zuggewichts. Nachher hast Du kein Fleisch mehr übrig und der Bogen wird schwächer, als Du angepeilt hast.
Diese Straße bin Ich mit Hartriegel auch schon ein paar mal gefahren.

Nur meine Meinung.

Gruß von der Nachtschicht,

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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von fatz » 01.09.2015, 07:10

Ok. Im Moment bin ich eh noch mindestens 7-8 Pfund zu hoch
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von Kemoauc » 01.09.2015, 17:48

Hi, Fatz,
Ja, Du hast noch Fleisch, meiner Überschlagsrechnung zufolge (bei Deinem angepeilten Zuggewicht) sogar eher 10-15#.

Ich schätze, Dein Bogen landet derzeit bei 32" Auszug bei etwa 70#. Für den durchschnittlichen Bogenschützen also schon ein ziemlich kräftiges Hartbrot.
Ich persönlich würde mir erstmal die zahlreichen und gut illustrierten Beiträge von Ravenheart zu schiefen und verdrehten Wurfarmen zu Gemüte führen und dann erst handeln.
(Ich denke da an dieses Männchen auf zwei unterschiedlich starken Federn stehend..)

Möglicherweise musst Du, um die Schieflage zu beseitigen, den jeweiligen WA auch etwas "schief" nachschneiden, um die Verdrehung zu beseitigen.
Das wiederum ist mit Materialverlust verbunden, was natürlich den Bogen schwächt.

Deshalb meinte Ich: Machs gleich.
Dann musst Du nachher den Bogen nur noch gleichmäßig schwächen (falls überhaupt noch nötig) um auf dein angepeiltes Zuggewicht zu kommen.

Hab die Links zwar gerade nicht auf Lager, aber da hilft Dir die SuFu oder eins der anderen Forenmitglieder sicher weiter.

Gruß aus dem Regen,

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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von Gringo » 01.09.2015, 18:13

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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von fatz » 01.09.2015, 18:40

Mittlerweile ist noch etwas Holz runtergekommen, aber mit den 70# koenntest recht gehabt haben. Aber auch im Moment zieh
ich den noch nicht komplett (Bis ich Blackies Statur hab brauch ich noch "etwas" ;D )
Viel fehlt mit der Schraeglage auch nimmer. Die Korrektur hat ziemlich was gebracht. Ich werd das einfach nochmal wiederholen.
Trotzdem danke fuer die Tipps.
Ich waer uebrigens froh wenn es hier endlich regnen wuerde und diese verdammte Hitze ein Ende hat.
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von fatz » 02.09.2015, 21:04

Gestern hab ich nochmal die ganze Sache genau angeschaut: die Enden sind eher verdreht als krumm. Also nochmal mit
der HLP dran und gut.
Heute nochmal etwas mit der Ziehklinge dran rumgeschabt, bis ich auf 58# bei 32" war. Dann mit 240er Papier geschliffen
und mit Schleifflies drueber, bis alles schoen glatt war. Ab in den Garten, Scheibe und Pfeilfang raus und gut 50 Pfeile
geschossen. Zuggewicht geht grad noch so. D.h. ich kann's noch ziehen, aber mit dem sauber ruhighalten hapert's noch.
Egal was runternehmen geht ja noch. Tiller nochmal gecheckt: UPS! ein kleiner Knick, der da vorher nicht war. Genau
geschaut und einen kleinen Laengsriss am Bauch in einem kleinen Ast entdeckt. Der Eulenbapp sollt's richten. Hab ihn
schoen eingefoent und morgen schau ma weiter.
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von Kemoauc » 03.09.2015, 19:26

Hi, Fatz,

fatz hat geschrieben: D.h. ich kann's noch ziehen, aber mit dem sauber ruhighalten hapert's noch.


Nicht nur die Leber wächst mit Ihren Aufgaben. ;D

Viel Erfolg mit deiner Fönaktion O0 ,

Gruß aus dem nassen Süden,
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von fatz » 03.09.2015, 19:29

Hab gerade mal den Bogen auf den Tillerbaum gelegt: Die Eule haelt und der Knick ist wieder weg. PUH!! Hab schon Angst
gehabt es gaeb mal wieder Brennholz. Wenn ich in einer guten Woche vom Bergradeln wieder da bin kriegt er da noch eine
Wicklung mit Leinengarn und vorher muss er noch 5 Pfund abnehmen. Soll ich die Wicklung besser mit Holzleim oder Epoxi
verbappen? Die Oberflaeche ist noch unbehandelt.

@Kemoauc: wie zieht man einen Bogen mit der Leber? ;D
Zuletzt geändert von fatz am 03.09.2015, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von Gringo » 03.09.2015, 20:15

Ich würd die Wicklung mit Epoxi machen.

Mit Gruß
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von Kemoauc » 03.09.2015, 20:51

Hi,Fatz,
fatz hat geschrieben:@Kemoauc: wie zieht man einen Bogen mit der Leber? ;D

Wie all die Anderen auch, die Griffleber wickeln, such Dir ein passendes Stück Leber (wahlweise Rind oder Huhn) und mach dir nen Tab draus. ;D

Gringo hat geschrieben:Ich würd die Wicklung mit Epoxi machen.


Jupp, genauso.

Gruß.
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von fatz » 03.09.2015, 21:22

Aaahso! Wieder was gelernt ;D Baeh!!

Hat wer noch n Tip fuer's Finish? Wie krieg ich den Hartriegel gescheit poliert? 240er Papier und Schleifflies hat ganz gut
ausgesehen, nur hat er beim Einschiessen ein paar Tropfen Regen abgekriegt, die waren danach deutlich sichtbar.
Anfeuchten und danach nochmal schleifen?
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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von Bowster » 03.09.2015, 21:48

zeig doch mal ein paar Fotos!

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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von Gringo » 03.09.2015, 22:17

Ich nehm Hartwachsöl.
Mit Lappen oder Pinsel großzügig auftragen, 3/4 Stunde warten und den Rest der nicht eingezogen ist mit einem fusselfreien Baumwolllappen abreiben. Das 3-5 mal wiederholen, aber nur einen Auftrag pro Tag.
Durchtränkte Öllappen unbedingt Luftdicht aufbewahren wegen Selbstentzündung. Ich nehm dafür ein Weckglas.

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Re: Brennholz oder aus Fehlern lernen

Beitrag von fatz » 03.09.2015, 22:27

@Gringo:
Wie schleifst du davor?
@Bowster
Hab grad nix aktuelles und ob ich morgen noch dazu komm weiss ich grad nicht. Spaetestens in einer guten Woche gibt's Bilder.
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