Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

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Becknbauer
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von Becknbauer » 16.12.2019, 13:47

Ich würde den einfach auf die Seite oder Rückseite deines anderen Vierkantholzes festzwingen.
Gruß Wolfgang/Beck ' n ' Bauer

Nein, ich bin weder FC Bayern noch Fußball Fan.

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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von lordwimsey » 16.12.2019, 13:55

Becknbauer hat geschrieben:
16.12.2019, 13:47
Ich würde den einfach auf die Seite oder Rückseite deines anderen Vierkantholzes festzwingen.
Brilliant! :D

(Warum komm ich nicht auf sowas...)

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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von schnabelkanne » 16.12.2019, 13:56

Servus, ich hab meine Hasel nie eingespannt und es hat auch immer geklappt, wenn er sich etwas verzieht hast du ja eh noch genug Material um das Auszugleichen.
Lg Thomas
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von Ravenheart » 16.12.2019, 14:14

zum Thema verdrehter Hasel guckst Du:
viewtopic.php?f=16&t=21568&p=382172#p382172

Rabe

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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von schnabelkanne » 16.12.2019, 16:56

O.T. Ist schon beeindruckend was die alten Hasen so alles draufhaben, vor allem die Präsentationen sind toll.
Thomas
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von lordwimsey » 05.01.2020, 21:11

Hallo zusammen,

ich hoffe, Ihr hattet schöne Feiertage und seid gut ins neue Jahr gekommen!
Ich habe heute am ersten Haselast weitergeschnitzt.

Jetzt, wo das Holz trockener ist, kann man es mit dem Ziehmesser in ganz feinen Spänen abhobeln.

Ich habe mich nach der Anleitung in diesem Wikibook gerichtet und zuerst mit einer Schnur die Mitte am Griff markiert.
Danach habe ich mir die Seitenlinien auf den Bauch gemalt. An den Fadeouts wollte ich gern 45mm breit bleiben, und dann ab 60% (also bei ungefähr etwas weniger als 60cm aus der Mitte) auf etwa 1cm Breite.
klein_IMG_20200105_142548.jpg

Den Verlauf habe ich dabei am Markkanal orientiert.
Das hat leider dazu geführt, dass am einen Ende der Rücken nicht mehr "parallel" zum Bauch ausläuft. Bitte bedenken, ich bin noch gut 2-3mm von den gemalten Seitenlinien weggeblieben, darum wird der Misstand am Ende nicht ganz so krass sein. Dennoch bin ich gespannt, ob der Wurfarm sich beim Tillern verdrehen wird.
klein_IMG_20200105_142651.jpg
klein_IMG_20200105_142712.jpg
An ein paar Stellen (vergessen zu fotografieren) ist die gewünschte Breite von 45mm gerade so auf Höhe des Markkanals erreichbar. Wenn ich den Arm hier auf eine geringere Dicke (lt. Wiki wollte ich 25mm anpeilen) reduziere, wird die Breite auch weniger werden, weil der Radius am Rücken so klein ist. Bin gespannt, wohin das führt...

Das andere Ende sieht besser aus.
klein_IMG_20200105_142828.jpg
Jetzt, wo der Bogen immer dünner wird, wirkt der Reflex ziemlich krass.
klein_IMG_20200105_142836.jpg
Der andere Ast lagert, trocknet noch etwas weiter.

Bis dahin schöne Grüße,

Peter

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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von fatz » 05.01.2020, 22:18

Bogen auf der Rueckenseite nicht auf der Bauchseite aufzeichnen. Nur so kannst du der Mitte (hoechster Punkt) richtig folgen
Zuletzt geändert von fatz am 06.01.2020, 08:56, insgesamt 1-mal geändert.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von Kemoauc » 06.01.2020, 02:20

Aye,
der reflex sieht noch echt unproblematisch aus, der ist ja quasi "über Alles". ;D
Fratz den mal ab ca 2/3 WA-Länge auf den Markkanal runter, das macht das Trocknen leichter.
Ansonsten sieht er ja echt gut aus ;)
Grüßle,
Kemoauc
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von schnabelkanne » 06.01.2020, 09:08

Servus, ja der Reflex der durch das Trocknen entsteht geht beim Tillern (Bodentiller)ja wieder zurück.

Lg Thomas
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von lordwimsey » 06.01.2020, 16:28

Hallöchen,

danke für die Tips!

Den ersten Ratschlag habe ich bei Ast #2 direkt angewandt:
Ich habe die Mittellinie entlang des "Kamms" diesmal auf den Rücken gemalt. ;D

Ich habe eine Frage, die ich gern stellen möchte:
In manchen Quellen (YT-Videos hauptsächlich) wird empfohlen, den Griff um einen halben Zoll nach unten zu verschieben. Ist das notwendig? In dem Wikibook, dem ich versuche zu folgen, steht davon nichts.
Ich müsste jetzt also die Wurfarme unterschiedlich auslegen, um das zu realisieren, denn die derzeitige Griffmitte ist gleichzeitig die Mitte des ganzen Rohlings.
IMG_20200106_135434.jpg
IMG_20200106_135425.jpg
IMG_20200106_134402.jpg

Danke und Gruß,
Peter


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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von lordwimsey » 06.01.2020, 19:58

Ravenheart hat geschrieben:
06.01.2020, 16:49
Guckst Du:
viewtopic.php?f=15&t=12727&p=209305#p209305

Rabe
Hi,

das ist ein toller Beitrag, danke für den Link!
Ich werde dann den unteren Wurfarm entsprechend 15mm kürzer planen.

Grüße,
Peter

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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von lordwimsey » 09.01.2020, 09:46

Hallo zusammen,

zu Beginn hatte ich mir ja vorgenommen, den Bogenbau nicht zu sehr zu theoretisieren und mich "einfach" an einen Plan zu halten.
Ich habe dennoch gestern Abend noch mal den Abschnitt zur Mittellinie im FC-Wiki durch gearbeitet.
( https://www.bogensportwiki.info/index.p ... auf_suchen )
Zuerst am Ast #2, der ja noch Originalbreite hat.

Die erste Mittellinie am Scheitel entlang ist am unteren/dickeren Ende sehr gerade und oben ein wenig geschlängelt.
Mittellinie 2 (Endpunkt zu Endpunkt mit Schnur) verläuft im dickeren WA identisch zum Scheitel (bis auf 2-3mm an einer Kurve), am Griff ca. 4mm daneben.
IMG_20200108_223632.jpg
IMG_20200108_223621.jpg
IMG_20200108_223651.jpg
IMG_20200108_223657.jpg
IMG_20200108_234942.jpg
(Die eher durchgehende Linie ist L1 (Scheitel), die kleinen Striche daneben sind L2 (Schnur))

Beide Äste sind noch 1,90m lang.
Wenn ich oben noch etwas abschneide (je nach angestrebter Gesamtlänge), wird die Punkt-zu-Punkt Linie (Linie 2) am Griff noch näher zum Scheitel rutschen.

Bei einigen Punkten der Anleitung bin ich mir nicht so sicher über die Interpretation.
Wenn ich die Breite alle 10cm am Ende symmetrisch um Linie 1 verschiebe, warum soll ich sie dann zuvor um Linie3 anzeichnen?
Mir fällt kein Unterschied im Ergebnis ein, wenn ich es sofort von L1 aus anzeichne. Welchem Zweck dient also L3?
Ich habe das jetzt so verstanden, dass Linie 3 zur Kontrolle der Sehnenlage und zur Ermittlung der Nockpunkte dient, sollte sie zu stark von L1 abweichen (bzw. um die Abweichung überhaupt festzustellen).

Bei Ast #1 hatte ich ja ein Ende ziemlich verhunzt, weil ich in der Breite dem Markkanal anstatt der Scheitellinie gefolgt bin. Ich glaube, wenn ich den WA etwas kürze und recht schmal an der Nock werde,
könnte da aber noch was draus werden.
IMG_20200108_230422.jpg
IMG_20200108_230446.jpg
IMG_20200108_230700.jpg
IMG_20200108_230733.jpg
IMG_20200108_230434.jpg
Zumindest verläuft die L2 mittig durch den Griff:
IMG_20200108_230454.jpg

Zur Länge:
ich habe unterschiedliche Vorschläge für die Längenauslegung gefunden.

Laut Youtubevideo von Adamusminor/Selfbower (für Anfänger) Länge = 2x (Auszug+2cm Puffer)* + Fadeouts + Griff, aber max. 1,90m.
Den Auszug habe ich mit einem Rundstab mit aufgesteckter Pappe versucht zu messen.
Ich lande bei Versuchen an versciedenenTagen bei etwa 80 bis 83cm. Mir kommt das sehr viel vor, zumal ich nicht besonders groß bin (1,82m).
Ob das plausibel ist, kann ich nicht so recht sagen. Ich bin ja (noch) kein Bogenschütze. Viel hängt von der Haltung ab.
Demnach würde ich jedenfalls bei 1,90m landen. (2x (0,83m + 0,02m) + 0,1m + 0,14m = 1,92m also max. 1,90m)

Die Empfehlung im Wiki (nicht explizit für Anfänger, sondern "passt fast immer") ist 1,70 - 1,75m.

Meine Überlegung war dahingehend, dass ein längerer Bogen weniger Krümmung braucht, um auf den Auszug zu gelangen und daher haltbarer/"sicherer" ist.
Der Nachteil, dass dafür mehr Masse an den Armen die Leistung des Bogen schmälert, ist mir nicht allzu wichtig. Ich würde mich zwar sehr über einen brauchbaren Bogen freuen,
aber mein erstes Ziel ist, dass er erstmal funktioniert.
Darum würde ich einfach ca. 1,80m ansteben. Einwände sehr willkommen!

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Roby-Nie
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von Roby-Nie » 09.01.2020, 12:56

Kürzer machen geht immer, länger machen nimmer.

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fka
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Re: Anfängerfragen zum ersten Bogen aus Hasel im Ruhrgebiet

Beitrag von fka » 09.01.2020, 15:18

32 Zoll Auszug sind schon viel, wo ankerst du denn? Am Ohr?

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