Jahresring angekratzt

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Outdooranarcho
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Jahresring angekratzt

Beitrag von Outdooranarcho » 16.02.2020, 16:37

Hallo Leute,

ich bin neu in diesem Forum und meine Erfahrjng im Bogenbau hält sich auch sehr in Grenzen.
Aber wie es scheint habe ich beim Herausarbeiten eines Jahresrings den Zielring angekratzt :( . Zum Gück aber nur an der Seite.
Meine Frage: Kann ich das so lassen, kann ich da evtl. Mit Leim o.ä. fuschen, muss ich das seitlich wegschleifen (oder raspeln) oder muss ich jetzt sogar einen kpl. Jahersring wegnehmem?

Im Voraus schonmal vielen Dank,
Euer Outdooranarcho 😉

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fatz
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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von fatz » 16.02.2020, 16:51

Foto
Haben ist besser als brauchen.

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Rotzeklotz
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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von Rotzeklotz » 16.02.2020, 16:53

Zeig doch mal ein Bild, dann kann man mehr sagen. Käme jetzt drauf an, wie weit mittig die Verletzung geht. Wenns wirklich nur an der Seite ist, sollte das kein Problem sein. Die Kanten werden ja z.B. auch mehr oder weniger stark verrundet, wobei zwangsläufig der Jahresring beschädigt wird.

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Hieronymus
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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von Hieronymus » 16.02.2020, 17:49

Die Holzart und die Daten des Bogens wären auch nicht schlecht.
«Eines Tages wird man offiziell zugeben müssen, daß das, was wir Wirklichkeit getauft haben, eine noch größere Illusion ist als die Welt des Traumes.»
Salvador Dalí

Outdooranarcho
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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von Outdooranarcho » 23.02.2020, 22:00

Mit den Fotos hochladen ist schlecht, weil man nichts erkennen kann. Habs aber nochmal genau unter die Lupe genommen. Ich denke mal, das bekomme ich wieder rausgeschliffen. Die Macke ist nur sehr winzig und am Rand.
Es ist übrigens ein englischer Langbogen aus Esche, bzw. Soll er werden.

smergol12
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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von smergol12 » 24.02.2020, 15:00

schlechte Idee englischer langbogen und esche

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TorstenT
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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von TorstenT » 24.02.2020, 15:26

smergol12 hat geschrieben:
24.02.2020, 15:00
schlechte Idee englischer langbogen und esche
Wenn man das schon so in den Raum wirft, sollte man auch erläutern, warum, oder nicht? ;)
Esche ist nicht besonders drucktolerant und daher eher für breitere und flachere Bogendesigns geeignet. Ein ELB hat aber ein ziemlich hohes Profil mit D-förmigem Querschnitt - Esche könnte da mit hoher Wahrscheinlichkeit Stauchbrüche bekommen. Wenn Du natürlich ein besonders gutes Stück mit dicken Jahresringen und möglichst hohem Spätholz-Anteil hast, könnte es vielleicht klappen... ...ich würde tendenziell aber davon abraten. Zudem fällt bei einem breiteren Rücken eine kleine Verletzung des obersten Rückenringes nicht so sehr ins Gewicht, wie bei dem schmalen ELB-Design.
Zeig doch mal ein Foto von der Stirnseite Deines Staves.

LG
Torsten

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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von Neumi » 24.02.2020, 17:04

Das Problem bei Esche ist eigentlich nicht eine besonders schlechte Drucktoleranz, sondern viel mehr die Tatsache, dass bei Esche das Verhältnis Zugfestigkeit zu Druckfestigkeit bei ca. 3/1 liegt. Der Bogenrücken ist also regelmäßig viel zu stark für den Bauch.

Also baut man am besten aus einem Esche-sapling, also mit stark gerundetem Rücken oder wenn es ältere Esche ist (also rückenseitig flacher) mit starkem trapping rückenseitig und hält den Bauch möglichst flach. Das hat aber zur Folge, dass so ein engl. Langbogen durch den flachen Bauch sehr unangenehm zu greifen ist. Bei einem warbow wäre das ein slap-sided Profil.
Wenn man ein typisches Profil eines engl. Langbogen mit rundem Bauch baut, ist der Bogen praktisch von Beginn an gebrochen.

Also baust Du am besten einen Langbogen, aber ohne das englisch. Dann kann ein Esche-Bogen richtig Spaß machen und lange halten.
Grüße - Neumi

P.S. wenn der Kratzer am Rand liegt, fällt der beim trapping eh weg.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von schnabelkanne » 25.02.2020, 09:47

Servus und wenn der Jahresring etwas dicker ist dann kannst du einen oberflächlichen Kratzer von 1 mm auch rausschleifen.
The proof of the pudding is in the eating!

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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von smergol12 » 25.02.2020, 11:17

@ torsten ich bin nicht so der erklärbär , wurde ja schon sehr sehr oft behandelt esche und englischer langbogen
Suchfunktion hilft da , es gibt ja genug Fachwissen hier und user die das gut erklären können auch wenn manches geschriebene
Blödsinn ist bei einigen usern , nicht auf das Thema hier bezogen und auch nicht an dich gerichtet

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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von Neumi » 25.02.2020, 19:55

smergol12 hat geschrieben:
25.02.2020, 11:17
auch wenn manches geschriebene
Blödsinn ist bei einigen usern...
Hilfreich und besonders nett ist so eine Aussage nicht.
Hake doch bei, Deiner Ansicht nach, blödsinnigen Beiträgen ein und schreibe warum Du es für blödsinnig hälst.
Blödsinn: UMGANGSSPRACHLICH ABWERTEND, Unsinn, sinnloses, törichtes Reden.
Grüße - Neumi
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...

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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von smergol12 » 26.02.2020, 03:07

was willst jetzt von mir hoeren :
z.b. den Nockpunkt p mal Daumen einstellen ,ist schlichtweg falsch
Nockpunkthöhe wird immer mit Rohschaft ausgeschossen wenn er passen soll alles andere ist nur ganz ganz grober anhaltspunkt
hier werden ja überwiegend selfbows behandelt bzw. handgefertigte da ist schon mal der Griff ab und an anders gesetzt und somit zb . auch der Druckpunkt oder der Tiller beider Wurfarme ist auch bei einigen schon etwas unterschiedlich ,und keine Industriebögen ala Olymp Recurve wo das nahezu immer identisch ist

oder Unteram ausdrehen und schon schiesst man sich nicht mehr an falsch ist nur eine mögliche ursache
da gibt es viel Mehr fehler die dazu führen können zb .falscher griff ,keine Rückenspannung ,kein sauberes lösen standhöhe usw..

Standhöhe beim Daumennagel oder 15 cm ist nur ganz ganz grober Anhaltspunkt , je nach Bogendesign Reflex ,deflex ,oder wie er gewachsen ist etc.. länge des bogens bogengriff usw... stimmt das nicht

gehört aber alles hier nicht hinein in diesen Thread hier

grüsse

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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von TorstenT » 26.02.2020, 07:31

Das ist doch genau, was Neumi meinte. Ich denke mal, er wollte jetzt gar nichts „von Dir hören“... ...das, was Du als Beispiele angeführt hast, wäre viel besser in den entsprechenden Threads aufgehoben. Das Forum lebt doch von einem regen Meinungsaustausch - auch und besonders, wenn jemand mehr oder eine andere Erfahrung hat.
Wenn Du etwas hier liest und Dir denkst: „Was für ein Blödsinn!“ und dann aber nicht (in höflicher Form) Deine Ansicht auch mitteilst, hat keiner was davon...
Just my two cents....

LG
Torsten

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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von Stefan73 » 26.02.2020, 08:22

TorstenT hat geschrieben:
26.02.2020, 07:31
Just my two cents....
Gefallen mir.


Viele Grüße!

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Re: Jahresring angekratzt

Beitrag von smergol12 » 26.02.2020, 12:43

solche Themen wurde hier schon 100 mal oder mehr gefragt (waren rein zufällige Beiträge da rel. frisch eingstellt ) und bei jeder 4 oder 5 frage hat wieder irgendeiner eine neue Jdee wie man sowas macht ," will praktisch das Rad neu erfinden" , da ist mir meine Zeit zu Schade und fehlt mir auch dazu, jedesmal auf solche Themen erneut einzugehen oder ständig alle beiträge zu lesen

Es gibt halt Themen die kann man drehen und wenden wie man will , da gibt es keine x 100 Möglichkeiten wie man bestimmte dinge macht oder feststellt , da braucht man nicht jedesmal ein neues fass aufmachen finde ich

p.s. das Blödsinn ist nicht böse gemeint und ich will hier auch niemanden auf die Füsse treten etc..
grüsse

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