Anfängerfragen Haselnuss

Themen zum Bogenbau
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MrCanister123
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von MrCanister123 » 21.04.2020, 13:42

@ fatz: Bist schlecht drauf heute :D :P
I wurd stark und groß durch Spätzla mit Soß

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F'al Gran
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von F'al Gran » 21.04.2020, 14:16

Hallo und ein herzliches Willkommen auch von mir! Ich wünsche dir viel Spaß beim Bogenbau und einen fruchtbaren Austausch hier im Forum.
Zur aktuellen Diskussion trage ich nur soviel bei, dass das was hier gesagt (geschrieben) wurde schon Hand und Fuß hat und auch beherzigt werden sollte, auch oder gerade wenn es schwer fällt.
Ach ja eines noch, ich befestige meine Rohlinge, wenn ich keinen Schraubstock mit Werkbank zur Verfügung habe, auf einem Sägebock mit einem Spanngurt.
Hätte, hätte, Moppedkette...

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fatz
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von fatz » 21.04.2020, 15:51

MrCanister123 hat geschrieben:
21.04.2020, 13:42
@ fatz: Bist schlecht drauf heute :D :P
Ganz und gar ned. Aber das ist nun mal Regel Nummer 1. Wenn der Ruecken hin ist, hilft nur Jahring runter (von Ausnahmen wie EIbe mit papierduennen Ringen reden wir erst spaeter) und das geht bei Hasel eher schwer bis gar ned = Brennholz
Und Angeschnitten ist angeschnitten. Ein bissl schwanger gibt's auch ned.
Haben ist besser als brauchen.

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Neumi
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von Neumi » 21.04.2020, 19:37

fatz hat geschrieben:
21.04.2020, 15:51
Und Angeschnitten ist angeschnitten. Ein bissl schwanger gibt's auch ned.
Da stimme ich prinzipiell zu (bei dem schwangeren Teil voll und ganz) ;D :D . Aber ich hab da einen Bogen mit haselbacking das aus dem Stamm geschnitten ist. Da sind die Fasern durchschnitten. Allerdings ist auf diesem Bogen ein ziegenrohhaut-backing drauf, ohne war mir zu riskant. Und der Bogen hat immerhin um die 75# und ist nur ca. 150cm lang (ohne siyahs).
Aber trotzdem gilt ganz klar: Der rückenring MUSS unbeschädigt sein. Den erwähnten Bogen sehe ich mehr als Ausnahme bestätigt die Regel.
Aber ich wollt halt auch mal gackern 🤘😂😎😂
Grüße - Neumi
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Dongelong
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von Dongelong » 21.04.2020, 19:42

Hi und Willkommen im Forum, Illya.

Da dein Haselast erst 4 Tage geschnitten ist und der Rücken doch sehr ramponiert aussieht hol dir einen neuen -> du verlierst nur 4 Tage Trocknungszeit.

Beim Nächsten suchst du einen ohne Äste und wenn da doch einer (kleiner) sein sollte, nicht plan raspeln. Lieber etwas stehen lassen. Und auf keinen Fall den Rücken neben dem Ast anraspeln! So sieht es auf deinem Foto aus wenn ich die hellen Stellen richtig erkenne.

Um die Zeit zum trocknen wirst du nicht herumkommen. Sonst wird das nix gescheites.

Nutz die Zeit und bau dir z. B. Einen Tillerstock oder irgendwas um dein Holz zu befestigen. Das hilft dir beim späteren Bogenbau.
Mangels Werkstatt tuen es zur Not Schraubzwinge, Spanngurt und Co. Alles was klemmt ist möglich. Achte darauf das du dein Holz nicht quetschst!

Deine künftigen Fotos kannst du direkt in den Beitrag einfügen. Dann bleiben sie dauerhaft erhalten und man sieht bereits in der Miniatur was relevant zu betrachten ist.

Zu deiner Bildqualität ist zu sagen: Um so besser das Bild umsomehr kann man erkennen und auch umsomehr Hilfe wirst du bekommen. (P. S. Der Fatz ist nicht "böse" der ist nur direkt.... 😜 Und er hat doch recht)

Gruß
Dongelong
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von Illya » 21.04.2020, 21:25

Oh, also ist er schon anfällig dafür durchzubrechen? Wie macht man das denn wenn er da Äste hat?
Kann ich nicht den zweiten Jahresring darunter nehmen? Der Ast ist ja dick genug

Ich versuch morgen ein besseres Foto zu machen

Und das mit den Verletzungen: Da sind die Federn über meine Hand geschrappt, also die Kiele am Anfang. Wie verhindere ich das denn? Der Pfeil geht doch dann immer über meine Hand. Dachte ich muss einfach nur Handschuhe anziehen

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fatz
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von fatz » 21.04.2020, 21:56

Dongelong hat geschrieben:
21.04.2020, 19:42
P. S. Der Fatz ist nicht "böse" der ist nur direkt.... 😜 Und er hat doch recht)
Zum ersten Teil gibt's auch andere Meinungen, zu zweiten ned ;)
Illya hat geschrieben: Oh, also ist er schon anfällig dafür durchzubrechen? Wie macht man das denn wenn er da Äste hat?
Ja. Na halt ned am Ruecken rumschnitzen, sondern nur den Ast absaegen. Wenn du eine Spachtel zum Abrinden nimmst, passiert das nicht so leicht, wie mit dem Taschenmesser.
Illya hat geschrieben: Kann ich nicht den zweiten Jahresring darunter nehmen? Der Ast ist ja dick genug
Ring abnehmen geht bei Hasel nicht (bzw. nur extrem schwer), weil der zerstreutporig ist. Bei ringporigen Hoelzern zB Esche hast du einen deutlichen Unterschied zwischen Frueh- und Spaetholz. Da geht's leichter. Ist aber eher nix zum Anfangen, weil relativ schwer und viel Arbeit, die sich nur lohnt, wenn ein auch guter Bogen dabei rauskommt, was am Anfang eher fraglich ist.
Illya hat geschrieben: Und das mit den Verletzungen: Da sind die Federn über meine Hand geschrappt, also die Kiele am Anfang. Wie verhindere ich das denn? Der Pfeil geht doch dann immer über meine Hand. Dachte ich muss einfach nur Handschuhe anziehen
Federn vorn wickeln. Wenn der Nockpunkt stimmt und untere Wurfarm ein bissl schneller als der obere ist hebt der Pfeil ab. Handschuh ist trotzdem immer angeraten. Wenn dir mal ein Pfeil beim Schuss splittert bist froh um ein bissl Leder zwischen deiner Pfote und den Spreiseln.
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von Illya » 22.04.2020, 12:56

Da hab ich gestern Abend glatt die 2. Seite nicht gesehen :o
Und was mach ich, wenn ich keinen astlosen finde? Und ob er gerade genug ist lässt sich auch nicht so leicht checken
Gibts eigentlich noch andere leicht zugängliche Bauarten für die man nicht nen ganzen Baum fällen muss? Letztens bei dem Sturm im Januar oder so ist bei uns ne Esche glaube ich entwurzelt worden, ca 8cm dick. Ob die noch da ist weiß ich aber nicht. Jedenfalls ziemlich gerade und astfrei

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Ravenheart
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von Ravenheart » 22.04.2020, 13:53

Na ja "astfrei" is ja relativ!

1. Ist ein Ast im Bogenrücken, der NICHT nahe am Rand liegt, im Durchmesser WENIGER als 1/5 des Bogenrückens and DER Stelle, kannst Du ihn einfach ignorieren. Liegt er am Rand, gehst Du vor wie unten unter 3.

2. Ist ein Ast im Durchmesser MEHR als die Hälfte des Bogenrückens and DER Stelle, kannst Du das Holz als Brennholz nehmen.
(Ausgenommen, Du hast SEHR viel Erfahrung oder das Holz ist Osage-Holz!)

3. Aste, deren Durchmesser zwischen 1. und 2. liegen, kannst Du benutzen. Dabei behandelst Du den Ast so, als wäre er ein LOCH, d.h.: Du musst den Durchmesser des Astes an der Seite oder beidseitig zu 1/2 (ja nach Astlage) ZUGEBEN.

download/file.php?id=43654&mode=view
Ausführungsbeispiele:
download/file.php?id=56288&mode=view
download/file.php?id=62763&mode=view

Rabe

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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von schnabelkanne » 22.04.2020, 14:13

Servus, Esche kannst du natürlich auch zum Bogenbau nehmen, aber wenn sie der Sturm umgelegt hat dann war sie vermutlich schon erkrankt (Eschensterben).
Such dir einen neuen Hasel, den kannst du ihn wenigen Wochen verwenden.
Stell sofort nach der Ernte Bilder rein, dann wird dir geholfen und mit etwas Glück wird ein Bogen aus dem Hasel.
Lg Thomas
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fatz
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von fatz » 22.04.2020, 20:21

Illya hat geschrieben:
22.04.2020, 12:56
Gibts eigentlich noch andere leicht zugängliche Bauarten für die man nicht nen ganzen Baum fällen muss?
Hartriegel
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F'al Gran
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von F'al Gran » 22.04.2020, 21:28

fatz hat geschrieben:
22.04.2020, 20:21
Hartriegel
Das war klar, dass du jetzt wieder aus deinem Hartriegelwald rauskommst.


Duck und weg!!!!! :P
Hätte, hätte, Moppedkette...

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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von Illya » 22.04.2020, 22:22

Ich hab jetzt einen sehr geraden, astfreien :D
Nur hab ich keinen Holzleim da, kann man das auch mit was anderem versiegeln? Nagellack oder so?

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fatz
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von fatz » 22.04.2020, 22:34

Wachs geht auch.
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Burgunder12
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Re: Anfängerfragen Haselnuss

Beitrag von Burgunder12 » 22.04.2020, 22:42

Lack oder Farbe!
Es soll nur dafür sorgen, das an den Schnittkanten nicht zu schnell die Feuchtigkeit raus geht!
Gruß Burgunder12

Der Weg ist das Ziel!
Irgendwann habe ich den Bogen raus!

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