Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

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Mike W.
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von Mike W. » 20.02.2013, 08:43

Zur herausragenden Stellung des Menschen in der Evolution muß gesagt werden, das die Entwicklung leider progressiv verläuft.
"Leider" deshalb, weil sie unsere Aufnahmefähigkeit, die sich nicht im gleichem Maße entwickelt, irgendwann überfordert.
Das birgt die Gefahr von Fehlern, bei der Anwendung, nicht mehr überschaubarer wissenschaftlich/technischer Möglichkeiten.

Das Beispiel von Etb mit den Kindern im Sandkasten und dem Feuerzeug überzeugt mich nur teilweise.
Dabei geht es m.M.n. mehr um Respekt für die Bereitschaft sich über Regeln hinweg zu setzen.
Gib einem anderen Kind ein scharfes Messer und es bekommt die gleiche Aufmerksamkeit.

Wilfried's Ausführungen zur Lautverständigung bei Tieren haben mich sehr interessiert und auch dazu gebracht über dahingehende eigene Beobachtungen nachzudenken.



Die Faszination des Feuers sehe ich wie Rabe in fief verwurzelten instinktiven Überlebensanforderungen.
Zuletzt geändert von Mike W. am 20.02.2013, 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
55" Hybrid 54#@29"
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Das Heute ist das Morgen von Gestern, nur ohne Illusionen!
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Ravenheart
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von Ravenheart » 20.02.2013, 10:38

Genni hat geschrieben:Denn die Frage wäre ja jetzt noch, warum quasi nur der Mensch das Feuer so studieren und später nutzen konnte, und nicht welche von den anderen Menschaffen?



Nun, ganz einfach: Weil der Homo XX nun mal einen Evolutionsvorteil hatte! Er hatte eine höher entwickelte Intelligenz, damit auch die Kreativität, über Gelerntes hinaus Neues zu entwickeln, und das was ihn ganz besonders über das Tierreich erhob: die Fähigkeit, sich anzupassen, und das sogar so weitgehend, dass er seine Instinkte (hier: Angst vor dem Feuer) beherrschen konnte, wenn dies vorteilhaft war.

Diese Fähigkeiten hatten (und haben) die anderen Primaten bisher nicht erlangt.
(Letzteres beherrschen Schimpansen allerdings bereits ansatzweise! Es gibt durchaus Individuen unter ihnen, die sich einem angreifenden Leoparden entgegen stellen und ihn mit Gegenständen bewerfen, anstatt auf den Baum zu flüchten! Noch ein paar Jahrtausende, und wenn wir sie LASSEN, werden sie den selben Weg beschreiten wie wir! "Planet der Affen" ist realistisch!)

Rabe

PS: Eines darf man AUCH nicht vergessen: Vieles ist schlicht GLÜCK! Ich WETTE, es gab da mal eine Höhle, in der das Weibchen Uhggl den Rottenführer Ugluck fragte: "Wieso hast Du Uggle erschlagen?" und er antwortete "Der ging mir mit seinen dauernden klugscheißerischen Erfindungen einfach auf den Sack! Räder! Wer braucht den so was?"

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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von Yumiya » 20.02.2013, 11:04

Ich finde es immer interessant was dabei herauskommt, wenn "die Krönung der Schöpfung" über "die Krönung der Schöpfung" nachdenkt. - "Gehirn, ein Organ, mit dem wir denken, dass wir denken." <Ambrose Bierce>

Wie schade, dass wir keinen objektiven Beitrag zum Thema aus der Sicht der "Anderen" erhalten können.

Yumiya

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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von eddytwobows » 20.02.2013, 11:20

Genni hat geschrieben:.../...
Denn die Frage wäre ja jetzt noch, warum quasi nur der Mensch das Feuer so studieren und später nutzen konnte, und nicht welche von den anderen Menschaffen?
Gruß, Felix :)


Genni, Evolution ist eine Sache, die über einen für uns Menschen absolut nicht erfaßbaren und beobachtbaren Zeitraum hinweg abläuft...

Nach momentan allgemein anerkannter Theorie gingen den sehr frühen Menschenaffen in einem weitläufigen, aber trotzdem relativ isolierten Bereich "die Bäume aus", d.h. es kam zu einer allmählichen Versteppung / das Habitat / der angestammte Lebensraum mitsamt den reichhaltigen Nahrungsquellen schrumpfte und wurde zu Savanne, OHNE das die dort lebenden Menschenaffen-Gattungen langfristig eine Ausweichmöglichkeit hatten, so das sie dadurch gezwungen waren, allmählich von Baum- zu Steppen -/ Savannenbewohnern zu werden, wenn sie nicht verhungern wollten...

Und wenn man das Überleben will, dann MUSS man ZWANGSLÄUFIG a :
Seine Ernährungsgewohnheiten ändern und dem jeweiligen Angebot anpassen und b :
Sich auf seine Hinterbeine stellen, weil man ansonsten keinen Überblick über das mehr als "Mannshohe" Gras kriegt und ziemlich schnell die Überlebenswichtige Orientierung bei der Nahrungssuche verliert...
Und für so etwas muß Menschenaffe schon verflucht zäh sein..."survival of the fittest" halt...

Beispiel...:
Primat A richtet sich bei der Nahrungssuche öfters auf, erkennt dadurch eine potentielle Nahrungsquelle und kann sie Nutzen oder erkennt dadurch eine potentielle Gefahr und kann ihr ausweichen, wodurch er in beiden Fällen überlebt, zu seiner Horde zurückkehrt und damit die Gelegenheit hat, sich zu vermehren und seine Veranlagung nebst intelligenz weiterzugeben...

Primat B macht weiter wie gewohnt, d.h. auf allen vieren und entdeckt dadurch weder die Nahrungsquelle noch die Gefahr, überlebt nicht oder kehrt schlicht und einfach nicht zurück und fällt daher mitsamt seiner stärker ausgeprägten, vierbeinigen Veranlagung aus der Weiterentwicklung seines Stammes / seiner Horde heraus...

Wie oft und vor allem wieviele dieser frühen Menschenaffengattungen oder Stämme diesen Evolutionären "Sprung" oder besser "Stand up" nun vollzogen haben, ist unbekannt, genauso, wie es unbekannt ist, wieviele Gattungen / Stämme es NICHT geschafft haben, trotz Ihres "Stand-Ups" lange genug zu überleben und damit überhaupt erst die Chance zu kriegen, sich entsprechend weiter zu entwickeln...

D.h. diejenigen Gattungen, die es nicht geschafft haben, sich rechtzeitig den veränderten Lebensbedingungen in diesem rel. isolierten Bereich anzupassen, starben schlichtweg aus oder wurden zur Beute Ihrer bereits weiterenwickelten Artgenossen, je nachdem...

Und diejenigen Menschenaffen ähnlichen Arten, die sich AUßERHALB dieses rel. isolierten Lebensraums entwickelt hatten, fehlte einfach der Evolutionäre Druck, sprich die Notwendigkeit, Ihr möglicherweise durchaus vorhandenes intelligenzpotential in die entsprechende Richtung zu entwickeln...

Es gibt darüber eine recht interessante Dokureihe, leider weiß ich den Titel nicht mehr...läuft aber rel. regelmäßig entweder auf N24 oder Phoenix... ich meine "Odysee des Menschen" oder so ähnlich...

M.M.n. sind z.B. Schimpansen auf dem besten Weg, sich in Richtung Homo zu entwickeln... nur fehlt dort bis jetzt noch der ausschlaggebende Druckfaktor, der diese Gattung sozusagen "aus Ihren Bäumen holt" und sie endgültig "auf Ihre Füße stellt"...

Mike W. hat geschrieben:.../...
Das Beispiel von Etb mit den Kindern im Sandkasten und dem Feuerzeug überzeugt mich nur teilweise.
Dabei geht es m.M.n. mehr um Respekt für die Bereitschaft sich über Regeln hinweg zu setzen.
Gib einem anderen Kind ein scharfes Messer und es bekommt die gleiche Aufmerksamkeit.
.../...


Mike, ich habe dabei nicht konkret an einen Sandkasten gedacht, der stand in diesem Zusammenhang eher als Synonym für eine weitestgehend isolierte und von "Regeln" sowie von äußeren Begebenheiten unbeeinflußte Gruppe...

Und Kindern in dem Alter deswegen, weil sie in einem gewissen Maße zwar durchaus schon fähig sind, soziale Verhaltensweisen zu zeigen, sie selbsttätig zu Entwickeln und einigermaßen intelligente Schlußfolgerungen zu ziehen, auf der anderen Seite jedoch noch nicht weit genug sind, um die sich dabei über einen gewissen Zeitraum kurzfristig entwickelnde zwischenmenschliche Gruppendynamik allzusehr durch bereits indoktriniertes oder abgeschautes Verhalten zu verfälschen...

Besser wären natürlich noch etwas jüngere Kinder, nur sind DANN wahrscheinlich die motorischen Fähigkeiten und die Kraft in den Händen doch noch zu sehr eingeschränkt und noch nicht weit genug entwickelt, um ein Feuerzeug tatsächlich auch zu benutzen und zum brennen bringen zu können...

Eine Gruppe von Kindern unter diesen Bedingungen könnte aufgrund Ihres Entwicklungsstandes und daher in Ihrem allgemeinen Verhalten wohl am ehesten einer Gruppe / Horde Homo erectus nahekommen...

Obwohl ich nicht daran Zweifel, daß das ganze durchaus auch mit einer ausgesuchten Gruppe von pupertierenden Halbstarken, oder sogar "Erwachsenen", die in einem entsprechend rückständigen sozialen Umfeld aufgewachsen sind / ein entsprechend rückständiges, soziales Umfeld gewohnt sind, funktionieren könnte... ;) :D :D
(der letzte Satz war ironisch gemeint, nur zur Sicherheit... ;) :D )

LG
etb

Edit...:
Da war der Rabe (also der Admin / Mod... ;) :D :D ) schneller und dann
stellenweise auch noch bei gleicher Ausführlichkeit kürzer und knapper... ;) :)

Edit II ...:
Ravenheart hat geschrieben:.../...
(Letzteres beherrschen Schimpansen allerdings bereits ansatzweise! Es gibt durchaus Individuen unter ihnen, die sich einem angreifenden Leoparden entgegen stellen und ihn mit Gegenständen bewerfen, anstatt auf den Baum zu flüchten! Noch ein paar Jahrtausende, und wenn wir sie LASSEN, werden sie den selben Weg beschreiten wie wir! "Planet der Affen" ist realistisch!)
Rabe

.../...

Ich empfehle hierzu noch die Lektüre des amerikanischen SF Autors "David Brin"...
Sein beschriebenes Uplift-Universum, bzw. seine in diesem von Ihm geschaffenen Universum spielenden Romane befaßen sich sehr eingehend mit der Thematik, Rassen, bzw Spezies, die in Ihrem Entwicklungsstadium weit genug vorangeschritten sind (z.B. Schimpansen...), durch gezielte genetische Veränderung auf die Stufe von Intelligenten Werkzeugmachern und damit letztendlich zu einer den Weltraum befahrenden Rasse / Bruder-Spezies zu heben / zu liften...
Das Volumen einer Minute ist gleich Universal ist gleich die liegende Acht. A. Be.
Die Perversitaet des Universums strebt einem Maximum zu.
Alles was schiefgehen kann wird auch zwangslaeufig schiefgehen. Larry Niven

jab2
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von jab2 » 20.02.2013, 12:52

Ich denke das gerade das Thema Götter , Religion , Spiritualität und soziales Gruppenverhalten bei all diesen Gleichungen zu kurz kommt !
Die älteste Religionsform überhaupt der Schamanismus hat den Menschen seit jeh her begleitet und Opfergaben ,Visonen mentale Zwiesprache mit der Natur den Tieren als auch den Toten brachte eine Gesellschaftliches Verhalten zu Tage welches jegliches Menschliches Verhalten prägte bis hin zur Kultur in Form von Musik Malerei Tanz Kunst sowie Medizin und vorab eben die Werkzeug und Waffenherstellung , das hängt alles miteinander zusammen und es ist völlig unerheblich ob heute ein Mensch an Götter glaubt oder nicht , unsere Vorfahren taten es , sie glaubten an Naturgötter , an ein bzw viele übergeordnete Wesen , an die Stimmen der Ahnen und der Geister , an Zeichen in und von der Natur .....

Das kann man nicht abstreiten und das sollte man auch nicht übergehen , es ist der Kern des Menschlichen Daseins und seiner Entwicklung und sei es nur das der ewige Traum vom Fliegen den Menschen auch beflügelte um es als Metapher für alle Träume und Visonen zu nehmen !

Das ist Teil des Fundaments der Menschlichen Entwicklungsgeschichte und zwar ein ganz wesentlicher Teil !

Es gibt viele Realitäten und Ansichten wie auch Blickwinkel und das Weltbild unserer frühesten Vorfahren war ein ganz anderes als das des sogenannten zivilisierten Arteisten ! Problem auch heute ist das es an gleichmut und Akzeptanz fehlt dahingehend das es eben einfach verschiedene Blickwinkel und Mentale Ansichten gibt und genau das beherrscht auch heute das Weltgeschehen wie kaum etwas anderes !
Viele Religionen und Philosophien haben sich entwickelt und im Menschlichen Dasein manifestiert und der Twist gerade aus den monoteistischen Religionen ist seit Jahrhunderten ein permanenter Brandherd für Kriegerische Auseinandersetzungen neben der Gier und dem Drang nach Eroberung und Beute !

Traurig aber auch wahr ist das sich die Menschen sowohl hoch entwickelt als auch zivilisiert benehmen aber zugleich auch schlimmer als in der Steinzeit ! Heute leben mehr Menschen als Jemals gestorben sind und wir alle haben alle Möglichkeiten die Welt so einzurichten wie es sinnvoll wäre aber das tun wir nicht , der Mensch hat es eben mental noch nicht kollektiv auf eine höhere Ebene gebracht sondern zu einem zu großen Teil eher in neue Abgründe in vielem seines handelns , sowohl im einzelnen als auch im Kollektiv ! :-[

Die Fähigkeit sich geistig von dem Rest der Welt abzukoppeln ist vielleicht das gesegnete Fundament als auch der Fluch des Menschen ! Um sich mental von der Natur abkoppeln zu können bedurfte es des Glaubens an etwas höherem , es ist die Selbstfindung durch das vorherige selbst verlorengehens , vielleicht auch das was im AT bei der Story von Adam und Eva angesrissen wurde ! Der Mensch lebt mit und kämpft zugleich gegen die Naturkräfte und genau das ermöglichte ihm sich auch gegen seine Instikte zu verhalten und genau daraus lernte er , daraus entstammt vielleicht die Fähigkeit mit Hilfe der Hand und des intelektuellen Potentials fortschreitend zu lernen !
Dies scheint der entscheidene Schnitt zwischen Menschlichem und tierischem Verhalten zu sein ! Das Bewußtsein .
Dafür haben wir aber auch enorme Einbußen auf der instinktitiellen Ebene hingenommen und genau das ist die Entwicklung in der sich der moderne Mensch gerade befindet , er koppelt sich zunehmend ab und konzentriert sich immer mehr auf technischen pragmatismus in einem Selbstweihräucherungswahn bei dem er jeglichen Glauben beerdigt und sich selbst zur Gottheit erklärt , dieses handeln wird er ebenso bereuen wie die ewige Buhlerei darum welche Religion die einzigst wahre wäre ! Das alles ist das Grab das sich der Mensch selbst schaufelt und das ist eben die Kehrseite dieses fazinierenden Wesens !

Wahnwitzig dabei ist das das eigentlich völlig überflüssig ist aber da kann der Mensch anscheinend nicht aus seiner Haut , jedenfalls nicht als Kollektiv ! Genau davon wird aber die menschliche Zukunft abhängen , schafft er in Kollektiver Mehrheit den nächsten Bewußtseinssprung oder nicht ? Es sieht nicht gut aus ::)
Es scheint das die Menschheit erst nach der nächsten Globalkatastrophe eine neue Chance dazu erhält falls überhaupt denn alle Hochkulturen sind untergegangen und es gibt kein bestechenden Grund warum dieser Trend abreißen sollte !
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von eddytwobows » 20.02.2013, 13:43

Sehr ergreifend, aaber...ziemlich...ach egal, ich kneifs mir...oder auch nicht... ;) :D :D

@jab2...

Wer Tag und Nacht konzentriert mit Überleben, sprich mit der Nahrungssuche und der Angst nicht selber zu Nahrung zu werden und dem daraus resultierenden, praktischen Verhalten, beschäftigt ist, hat m.M.n. kaum Zeit und Geist dafür, einen wie auch immer gearteten Mystizismus zu entwickeln...zumindestens nicht, wenn er vorhat, so lange wie nur irgend möglich satt und einigermaßen sicher zu überleben...

Noch was zur Entwicklung des Menschen...aber auf Wissenschaftlicher / Evolutionärer Basis... ;)
Hominisation Wikkipedia

Google Buch "Wo hat Prometheus das Feuer gelassen...

Und hier noch was zum Schamanismus Wikkipedia

LG
etb
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von jab2 » 20.02.2013, 13:55

Damit kann ich jetzt nichts anfangen , gerade unter dem Wikilink wird das doch bestätigt was ich geschrieben habe zum Thema Schamnismus und allen Überlieferungen Funden und Deutungen nach war das ein fundamentaler Teil des Alltags unserer Vorfahren was sich auch bei allen Resten von Naturvölkern finden lässt die der zivilisierte Mensch noch studieren konnte bis er die fast alle ausrottete !

Zudem ist die Aussage verwirrend das die Zeit dafür nicht da wäre , Spiritualität ist dauerhaft vorhanden in dem Leben unserer frühen Vorfahren , bei jedem Handgriff präsent ! Egal ob bei der Herrstellung einer Speerspitze gleichzeitig die Ahnen mental angerufen wurden das diese besonders erfolgreich sein möge bei der anstehenden Jagd oder Kleidung die schützen soll genäht wurde oder um Hilfe für Verletzte die Naturgeister angerufen wurden und Opfergaben und Rituelle Opferungen vorgenommen wurden , egal was , Spirituelles denken war permanent präsent !

Es ist keine Frage darum ob jemand Zeit hat in die Kirche zu gehen und genau das meinte ich damit das heute völlig das Verständnis dafür fehlt wie sehr der frühe Mensch mit seinem Blickwinkel und seinem Weltbild verwurzelt war , das können wir heute nur erahnen uns aber nicht konkret vorstellen wenn wir es nicht selbst ansatzweise leben !

Fundament seit je her war ein spiritueller Führer einer Gruppe , der Medizinman , Schamane oder wie wir es heute auch immer benennen mögen ! Ein ganz entscheidendes Faktum das zugleich das Fundament ist für eine strategische Gruppenverhaltensoptimierung oder wenn man so will die Anfänge einer Befehlskette die taktisches Verhalten einer Gruppe in komplexer Form überhaupt erst ermöglicht !

Der frühe Mensch hat das nicht geteilt oder differenziert , alles zusammen war seine realität genau so wie einige Überlieferungen der Nordamerikanischen Ureinwohner , Australische Aborigines etc etc ganz klar die Aussage vertreten das die Traumwelt ebenso real ist wie das was wir als greifbare Realität definieren , der moderne zivilisierte Mensch neigt dazu das zu zerreißen und zu differenzieren aber der frühe Mensch hat das gar nicht getan in seinem denken und handeln !

Deshalb wird hier auch vieles völlig abstrakt interpretiert und genau darum denke ich das gerade das Thema Götter , Religion , Spiritualität und soziales Gruppenverhalten bei all diesen Gleichungen zu kurz kommt da wir aus unserer interpretaion die wahre Gewichtung dessen gar nicht erfassen können !

Wir sind noch nichteinmal in der Lage die Überzeugungen und ansichten der Vorfahren zu begreifen die vor wenigen hundert Jahren herrschten wie zb im Mittelalter , der Mensch war zu dieser Zeit weder schlauer noch dümmer und er vertrat Ansichten über die wir heute nur den Kopf schütteln und genau wird man in nicht ferner Zukunft auch über unser jetziges Zeitalter machen , wie konnten die damals nur ???

Im Vergleich zu dem was wir heute machen und zulassen erscheint der hexenhammer ja noch verhältnismäßig harmlos wenn man mal wirlich drüber nachdenkt , alleine schon die präsens von Atomaren Waffen und die nutzung der Kernenergie mit der ungeklärten Frage der Endlagerung zeigt doch wer hier wirklich noch Verrückter ist , im Verhältnis könnte man doch glatt behaupten das Tomás de Torquemada dagegen absolut gutmütig war !
Bild

Nicht zuletzt war der holländische Tupenwahn im Gegensatz zu dem was unsere heutige Tagespolitik da so verzapft nur ein fehlgeschlagener Kindergeburtstag und von Kampfdrohnen , Biowaffen , Genexperimenten oder dem ewigen Vernichtungswahn der Islamisten um Isralel will ich gar nicht anfangen !
Zuletzt geändert von jab2 am 20.02.2013, 14:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von Genni » 20.02.2013, 14:27

Da muss ich jab2 Recht geben.
Der Mensch hat von Anfang denke ich eine wie auch immer bezeichnete Art von Religion/Mythen/Glauben/was auch immer... entwickelt, einfach um zum Beispiel irgendwelche Naturphänomene zu erklären, zum Beispiel nen Blitz.

@Rabe: Die Tatsache, dass der Mensch diesen Vorteil hatte, erklärt nicht WARUM er ihn hatte, allerdings denke ich, ist deine Idee vom Glück die wahrscheinlichste, in Verbindung mit dem von eddy, welcher Primat wieder kommt und welcher nicht, so hat sich das vermutlich über die Jahre herausgebildet. Kling plausibel, Problem teilweise schon mal gelöst ;D

Die Religion an sich spielt natürlich eine Rolle, in der allgemeinen Entwicklung des Menschen, nur würde ich sagen, dass es dann wiederum auf die Art der Religion und sonstige Einflüsse und Zeit ankommt, was da hinterher bei raus kommt.
Und DAS wiederum, lässt sich kaum, oder nur teilweise nachprüfen, "Wie es damals denn jetzt genau war".

Gruß, Felix
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von jab2 » 20.02.2013, 14:39

Die Frage ist doch was ist dämlicher ?

Speerspitzen zu Opfern um Jagdglück von höheren Wesen zu erhalten .
Frauen an Bord bringen Unglück .
Wir brauchen ein Wachstumsbeschleunigungsgesetz .

?
na ? dämmerts ? ;D
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von eddytwobows » 20.02.2013, 15:07

Also so langsam driftet das hier in eine ekelerregende esoterische Richtung ab...!!

Springt doch einfach mal nackt, seit einer Woche ohne regelmäßige Ernährung (ausschließlich "etwas abgelagertes" rohes Fleisch und einer Handvoll Nüsse) und seit drei Wochen ungeduscht und ungewaschen, leicht beschmiert mit etwas rohen Talg u. Fettresten im Zoo ins Großkatzengehege oder laßt Euch meinethalben in der Serengeti aussetzen, mal sehen, wieviel Zeit Euch da bleibt oder wieviel Gedanken Ihr Euch über irgendwelche Mystischen Zusammenhänge macht, bevor Ihr entweder a:
sehr schnell und sehr aufmerksam zu überleben anfangt, bzw. b.: als gutverdauter Haufen Großkatzen od. ähnl. Kot das Steppengras düngt...
;) >:)

LG
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von jab2 » 20.02.2013, 15:10

Frag dich doch mal selbst wie lange es wohl dauern würde bist du anfängst zu beten ? Bild

Dat dauert keine 24h bis du in irgndeine ominöse mentale Zwiesprache wanderst ! :D

Denn es steckt drinn im Menschen und fängt damit an das du Nachts auf dem Baum vorm einschlafen denkst : Hoffentlich falle ich nicht vom Baum , hoffentlich ist der Löwe zu faul hier hochzuklettern , hoffentlich fange ich morgen einen Fisch , Oh ihr Geister meiner Ahnen schenkt mir Glück denn jetzt habe ichs nötig ...

Und das allerletzte woran du denken willst ist Friedrich Nietzsche denn der beraubt dich deiner letzten Hoffnung ! ;D

Weitergehend wirst du dich permanent im inneren Kampf befinden zwischen dem was dir dein Verstand und dem was dir dein Gefühl mitteilt , Bewußtsein und Unterbewußtsein und genau daraus resultiert dann wiederum die Frage ob du dich richtig entscheidest und da liegt es nahe zu hoffen das du das tust , so nah liegt der Mechanismus zwischen fühlen und denken am Glauben und Hoffen !

Ich könnte mir gut vorstellen das in solchen Situationen ganz schnell aus einem Artestisten ein Abergläubiger Mensch wird , ebenso wie aus jedem Parzifisten da ganz schnell das wahre Raubtier zum Vorschein kommen könnte !
Zuletzt geändert von jab2 am 20.02.2013, 15:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von eddytwobows » 20.02.2013, 15:28

jab2 hat geschrieben:Frag dich doch mal selbst wie lange es wohl dauern würde bist du anfängst zu beten ? Bild
.../...


Def. länger, als Du mit Deiner Beterei überlebst...

Und da ich weder Nitsche noch die Bibel gelesen habe oder lese werde, geht es mir um Lichtjahre am Anus vorbei, was diese Dünnschissverfasser über das Überleben in Extremsituationen anraten oder denken...

Und jetzt bitte mal wieder mal BACK TO TOPIC...

LG
etb
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von jab2 » 20.02.2013, 15:52

ist deine Hoffnung :D
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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von Genni » 20.02.2013, 16:36

@Eddy: Zum überleben ansich haben die gar nichts geschrieben ;), nur Nitzsche zerstört einem alles an Hoffnung was man sich erdacht hat :D
(Abgesehen davon finde ich es sagen wir mutig, das als Dünnsch*** zu bezeichnen, aber da hat jeder seine Meinung, wieder was um nen Krieg vom Zaun zu brechen, wenn es jemand in den Falschen Hals kriegt :D )

Okay, aber du hast Recht, wieder Back To Topic:
Mir ist noch was in den Sinn gekommen, was mit der Tatsache zu tun hat, warum Männer meistens (wenn überhaupt) Grillen, und Frauen eher kochen, zumindest laut allgemeiner Annahme.

Vielleicht hat dies folgenden Grund:
In der Steinzeit etc, sah die Rollenverteilung ja meist so aus, dass sich die Frau um den "Lagerhalt" (sry. mir fällt keine bessere Adaption von Haushalt ein :D) und das Sammeln von Früchten, Nüssen, Wurzeln, Wasser etc. kümmerte, während der Mann für die Jagd etc. zuständig war. Und dann kam da auf einmal das Feuer. Fleisch musste ungekühlt logischerweise recht schnell verbraucht werden, um nicht schlecht zu werden, was darauf schließen lässt, das das Grillen noch vor dem Kochen existierte, indem das erjagte Fleisch schon teilweise von den Männer auf der Jagd fern ab vom Lager gegrillt wurde, um es haltbarer und leichter verdaulich zu machen. Die Frauen waren an dieser Stelle erstmal noch nicht in die Grillen/Kochen-Sache involviert.
Dann entdeckte man aber, dass sich auch andere Arten von Nahrung, zum Beispiel die von den Frauen gesammelten Nüsse, Früchte, Wurzeln, was auch immer, mit Hilfe des Feuers zu zubereiten lassen. Aber wie wir alle Wissen, ist Grillen bei dieser Art von "gesammelter" Nahrung nicht unbedingt die geeignetste Methode. So entwickelte sich nach und nach das "Kochen".
So kam es, dass das Grillen zu einer typischen Männeraufgabe wurde, um so das erjagt Fleisch zu verarbeiten und so weiter, wohingegen die "zu Hause" gebliebenen Frauen, sich zwangsläufig auf das Kochen der gesammelten Nahrung "spezialisieren" mussten.
Das könnte somit auch die Erklärung für die Abneigung auch heutiger Männer gegenüber grillenden Frauen sein:
Schon damals wurde, unter Umständen, das Kochen von den Männern als "zu Weich" empfunden. Will heißen, im Vergleich zum reinen Grillen kein so direkter Kontakt zum "mächtigen/mysteriösen/gefährlichen" Feuer, was natürlich dem Imponiergehabe komplett widerspricht, und deshalb als "nicht männlich" erachtet wurde.
In der Steinzeit vielleicht nicht mit solchen Begriffen, aber vom Prinzip her her vielleicht.
Wie gesagt, ist mir nur gerade mal so, als mögliche Hypothese in den Sinn gekommen :D

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Re: Verhaltensforscher, Zoologe, Anthropologe gesucht.

Beitrag von eddytwobows » 20.02.2013, 17:20

Kann man so oder so sehen, läßt sich halt alles schlecht beweisen...

Ich denke mal, daß es beim Grillen eher der Reiz des Feuer entfachens und der damit einhergehenden Matchdemonstration ist, was fasziniert... wer Feuer machen kann, ist halt der King und der King ist halt der, der Feuer macht... ;) :D

Oh... kann, can, können, König, King...ein mögl. Linguistischer Zusammenhang ... ;) :D :D

Andererseits ist es unwahrscheinlich, daß die Männer damals aufgrund Ihrer Jagdtätigkeit angeblich eher zum Grillen neigten, im Gegenteil...

Es wäre eher zu vermuten, daß diese dem Braten anfangs eher skeptisch gegenüber gestanden haben und mehr auf den Verzehr von Jagdfrischen Fleisch standen...

Mann > Jagd > Frischfleisch // Frau > Feuer hüten > Reste und Gesammeltes

Mann ist lange unterwegs, hat aber die Gelegenheit, frisch erjagtes zu verzehren // Frau bleibt in der Höhle und macht die Reste der letzten Jagd mittels Feuer haltbar, bis Mann mit neuer, frischer Beute zurückkehrt...

Andererseits ist das Grillen wesentlich leichter und unkomplizierter, als das Kochen oder Backen...

Dafür müßte "Mann" nämlich erst losstiefeln und Lehm oder Ton finden, um ein entsprechendes Feuer- und Wasserfestes Behältnis zu formen und zu brennen oder zumindestens ein Loch graben, um dort mit Blättern oder wiederum in Lehm eingehüllte Nahrungsmittel hineinzulegen und dann ein Feuer darüber abzubrennen...

"Alte, was soll der Sch..., ich hab mir gerade erst beie Jägerei die Hacken wundgelaufen und das Kreuz buckelig geschleppt, um das tote Viech hierher zu kriegen, mach diesen Topf Matsch Kocherei Blödsinn mal schön selber...!!" ;) :D :D

LG
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