Die Wölfe sind da...

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Spanmacher
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Spanmacher » 12.10.2015, 18:21

So was Ähnliches dachte ich mir schon.
Danke für die Informationen.
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

Barisat
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Barisat » 12.10.2015, 18:30

Hallo

Ich bitte um Vergebung für meine emotionale Reaktion bei diesem Thema. Das passiert mir andauernd, wenn ich sehe, höre, lese, das ein Tier sinnlos getötet wurde. Ich bin halt ein Natur-Mensch, wie wohl die meisten hier.
Ich hab meinen Beitrag editiert und entschärft. Ihr habt recht. War unnötig und gehört nicht hier her. Ich werde es mir merken und mich künftig zurückhalten, was meine Ablehnung gegenüber den Hobby-Jägern angeht.

Gruß

Barisat >:)
MEINE NACHBARN HÖREN HEAVY METAL - OB SIE WOLLEN ODER NICHT!

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Wilfrid
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Wilfrid » 12.10.2015, 18:38

jedenfalls rauschts deswegen mächtig im Blätterwald, obwohl nichts weiter bekannt ist, als das am Sonnabend oder Sonntag (10/11. 10.2015) ein toter Wolf mit einber Schußverletzung von einem "Pilzsucher" gefunden wurde und das Tier scheinbar erst kurz vor dem Finden verstorben ist.
http://www.ad-hoc-news.de/wieder-ist-ein-wolf-in-brandenburg-erschossen-worden-ein--/de/News/46353413

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Mandos
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Mandos » 12.10.2015, 22:09

Zu dem Bericht in der SZ:
Aus ganz genau diesem Grunde gehört ein Jagdschein nicht an jeden vergeben! Die Jagd sollte nur denen vorbehalten sein, die beruflich damit zu tun haben, sprich ausschließlich den Förstern. Deren Gewehre gehören amtlich beschossen und die Kratzer auf den Projektilen gehören, wie die Waffen und jede einzelne Patrone selbst, registriert, damit Missbrauch sofort aufgedeckt und mit aller Härte bestraft werden kann.



Ich möchte nicht über Jagd diskutieren, aber gerne sachlich Falsches richtig stellen.

1. Jede legale Waffe wurde vom Beschussamt geprüft.

2. Nach deiner Logik haben Förster auch nichts mit Jagd zu tuen, weil es Fleisch ja im Supermarkt gibt.

3. Wildtiere gibt es nicht nur im Wald, sondern auch im Feld. Nach deiner Logik sollen Staatsforste ja jagen dürfen, um Wildschaden an Bäumen zu verhindern (so schließe ich jedenfalls). Was ist dann mit Wildschweinen?

In Zeiten wie diesen, in denen man sein Fleisch im Supermarkt kaufen kann, sollte die Jagd, wenn überhaupt, nur dazu dienen, kranke Tiere aus dem Bestand zu nehmen, bzw. um Überpopulationen zum Schutz anderer Arten im Zaum zu halten. Ansonsten sollte man die Natur einfach mal in Ruhe lassen. Nichts reguliert die Natur besser als die Natur selbst!


Und der Strom kommt aus der Steckdose. Ich habe selten so gelacht wie eben.

Es gibt keine Natur mehr in Deutschland. Es ist alles KULTURlandschaft.

Und die Flächeneigner haben zu entscheiden, ob sie ihre Fläche bejagen (lassen) möchten oder nicht. Alles andere beschneidet die Eigentumsrechte nur weiter.

Ich werde es mir merken und mich künftig zurückhalten, was meine Ablehnung gegenüber den Hobby-Jägern angeht.


Glaub mir, es wird selten so viel gemetzelt wie bei Jagden auf staatlichem Boden. Rehe und Hirsche werden in den Staatsforsten allzu oft als Schädlinge angesehen. Hauptsache das böse knospenfressende Reh ist tot. Egal, wenn der Schuss gerade die Keule zerlegt hat. Fleisch gibts ja im Supermarkt, oder wie wars noch mal?

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locksley
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von locksley » 12.10.2015, 22:38

So jetzt genug zum Thema Jagd. Noch ein Posting zu diesem Thema und ich mach hier dicht. Es ist nun mal so, dass, dieses Thema aus den genannten Gründen nicht erwünscht ist. Locksley
Ein grosser Mann wird weder vor dem Kaiser kriechen, noch einen Wurm zertreten (Benjamin Franklin)

Wenn das Atmen schwieriger waere, haetten wir weniger Zeit um Unsinn zu reden.

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd (Sprichwort)

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von eddytwobows » 13.10.2015, 09:48

71-Stunden-Ahmed hat geschrieben:Moin Moin,

was neues vom Wolf, leider nichts gutes.

Brandenburg: Pilzsucher findet erschossenen Wolf

http://www.sz-online.de/nachrichten/pilzsucher-entdeckt-erschossenen-wolf-3220708.html

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Pilzsucher-entdeckt-erschossenen-Wolf


@Ahmed...
Danke für´s posten... :)


@Barisat...
Danke für diesen erfrischenden Bericht aus erster Hand einer direkten Begegnung... :) :)

Barisat hat geschrieben:Hallo Allerseits

Ich habe mal zusammen mit einem Kumpel bei seinen Eltern in Polen ein paar Tage Urlaub gemacht und bin dort beim Spazieren gehen ganze zwei mal Wölfen begegnet. Beide male haben wir uns nur kurz angesehen und sind weiter unserer Wege gegangen. Die Tiere waren so unglaublich schön, voller Stolz und Anmut und ich war erstarrt - vor Faszination, Ehrfurcht und Demut vor der Schöpfung der Natur! Sonst ist überhaupt nichts passiert. Die Eltern meines Kumpels laufen denen da ständig über den Weg und es ist nie was passiert. Die Tiere sind scheu und halten sich von Menschen fern.
Ist gar nicht so lange her, da las ich in der Boulevard-Presse was von "Wolf im Blutrausch tötet mehrere Schafe!" (Das war wohl die gute BILD, welche natürlich zuerst mit den toten Schafen sprach...)
So etwas macht kein Wolf. So was machen nur durchgedrehte, entlaufene Hunde. Ich kenne mich da etwas aus. Ich bin mit Schäferhunden aufgewachsen und wir haben die gut drei Jahrzehnte gezüchtet und voll ausgebildet. (Schutzhund, Such- und Fährtenhund, etc.)


@all...
Nochmals an dieser Stelle...:

BITTE keine Meinungsäußerungen zum Thema Jagd oder Verhalten von Jägern, es soll in diesem Thread
in erster Linie "nur" darum gehen, entsprechende Berichte über Wolfssichtungen, Begegnungen und
dem dort dargestellten Verhalten der Wölfe gehen...

Ich weiß, daß das so einigen (u.a. auch mir selber...) verdammt schwer fällt,
hier das eine oder andere mal NICHT mal kräftig gegen die ganzen Panikmacher,
Wolfsgegner und Schnellschützen "vom Leder zu ziehen",
allerdings nützt das hier an dieser Stelle leider nicht sehr viel, im Gegenteil... :'( :)

Der Gesetzgeber HAT den Wolf ganz klipp und klar unter Artenschutz gestellt und das Zuwiderhandeln,
sofern ein entsprechender Täter ermittelt und dingfest gemacht werden kann,
unter entsprechend empfindliche Strafe(n) gestellt, was ja schonmal ein Anfang und positiv ist... :)

Somit bleibt uns hier nur eines, nämlich entsprechende Berichte sammeln / posten, sich an Schilderungen,
wie z.B. an der von Barisat, zu erfreuen und ansonsten einfach Augen u. Ohren offen zu halten...

Und, wenn sich die Gelegenheit ergibt, in der Öffentlichkeit oder gegenüber direkt betroffenen Personen
(oder denen, die meinen, direkt betroffen zu sein... ;) ), mit denen man ins Gespräch kommt,
Aufklärung zu betreiben und auch mal dezent auf diesen Thread und
die hier verlinkten Artikel / Tabellen (z.B. v. NABU) hinzuweisen... :)

Danke... :) :)

LG
etb
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Wilfrid » 13.10.2015, 15:28


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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von eddytwobows » 13.10.2015, 15:51

Da kann ja wohl irgendetwas, entweder an der Schilderung des Jagdpächters, am Untersuchungsergebnis
der Forensik oder an der Auslegung und Darstellung desselben durch die Polizei, nicht so ganz stimmen, oder... ??? ???

LG
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von fatz » 13.10.2015, 16:01

Du hast Darstellung durch die Zeitung vergessen. Jedesmal wenn ich die Hintergruende zu einem Zeitungsbericht
gekannt habe, war ich froh wenn Ort und beteiligte Personen so eingermassen richtig waren....
Haben ist besser als brauchen.

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Wilfrid » 13.10.2015, 16:29

ich finde es erschreckend, das man jeden interessantenArtikel selber nachrecherchieren muß weil an manchen Dingen so überhaupt nix stimmt

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von eddytwobows » 13.10.2015, 16:54

fatz hat geschrieben:Du hast Darstellung durch die Zeitung vergessen. Jedesmal wenn ich die Hintergruende zu einem Zeitungsbericht
gekannt habe, war ich froh wenn Ort und beteiligte Personen so eingermassen richtig waren....


Naja, ist wohl schon richtig, aaaber...

Entweder hat dann die Pullizei von der Zeitung abgeschrieben, ohne sich die Mühe zu machen, eine direkt vom
meldenden Jagdpächter gemachte Aussage aufzunehmen oder eine selbige inhaltlich korrekt zu formulieren oooder...
...die Zeitung hat eine solche formulierte Aussage ungefiltert von der Polizei übernommen... ???

Aber das macht beides (...die öffentliche Darstellung durch Polizei und Zeitung, ob jetzt mit oder ohne direkte Aussage des meldenden und das hiervon völlig abweichende Ergebnis der forensischen Untersuchung...) irgendwie auch nicht wirklich besser...

Geradezu ein Festmahl für jeden Verschwörungstheoretiker... :( ;) ;D ;D Bild Bild Bild

LG
etb
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Wilfrid » 13.10.2015, 17:16

Naja, das IWZ hat einen recht frisch verstorbenen Wolf untersucht. An inneren Blutungen durch einen Verkehrsunfall o.ä. verstorben mit Metallähnlichen Gegenständen in Magen und Speiseröhre.

Eigentlich ist ein Wolf etwas größer, wenn man den mit dem Auto erwischt, geht man schon wegen der Versicherung zur Polizei.
Das gibt nämlich ein kaputtes Auto, son Tier wiegt schließlich über 30 kg.
Gut, außer man war besoffen, dann nicht. Alles einwenig seltsam, auf jedenfall wohl nicht mit dem nötigen Ermittlungsdruck bei der Polizei

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shokunin
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von shokunin » 14.10.2015, 08:49

Ich wollt’ mich hier ja raus halten… :-\
es ist schon emotional genug, und da ich kein Jäger bin und auch mit oder ohne den Wolf gleichermassen gut leben kann…
ist es mir eigentlich auch Wurst.

Aaaaber mal zum berichteten Vorfall…

Ok, ein Jäger findet also im Nachbarrevier ein verendetes Tier und wittert sofort die grosse Sensation… :P
Eine Wunde… aber keine Austrittswunde… AH! Ein Steckschuss also…
Ja, oder halt nur eine x-beliebige Verletzung, denn er weiss ja faktisch gar nix dazu, ohne das Tier seziert zu haben
…was ihn aber nicht davon abhält neben der Polizei sofort auch die Zeitung zu informieren.
Die wiederum berichtet dann seine “fachmännische” Meinung als sei es erwiesen. War aber eben bloss unqualifiziertes Gerede... :-X

Die amtliche Untersuchung ergibt dann später: Oooops! Unfall!
So revidiert nun eben die Zeitung ihren ursprünglichen Bericht …aber schon wieder schreien hier Leute ohne jede Kenntnis der Fakten “Da ist doch was faul”.

Was soll da faul sein…?

Als jemand, der schon einen nächtlichen Wildunfall hatte, kann ich sagen: es geht sehr schnell und dann stehst Du im Dunklen mitten auf der Strasse, deine Scheinwerfer zeigen nach vorne und das Wild ist 50m hinter dir…
Da wird nur schnell geschaut, ob man das Tier noch findet, etwas auf der Fahrbahn liegt usw,… und dann nix wie runter von der Strasse, ehe einem noch einer hinten rein rauscht.
Und ob nun Wolf oder Hund oder der wilde Watz …naja, das kann man eben mitunter in der Situation nicht klar sagen - besonders wenn das Tier nur gestreift wurde und weiter lief.
Der Schluss, es liegt offensichtlich irgendeine eine "Verschwörung der Wolfshasser" vor, weil kein Bericht vorliegt, dass vielleicht jemand nachts auf einer nahe gelegenen Landstasse ‘nen Wolf gestreift hat,… ist IMHO schlichtweg an den Haaren herbei gezogen.
Es ist eben zu 99% sicher ein Wildunfall,…
...den aber eine interessierte Lobby gern zum Skandal aufblasen wollte. :o
Das ist hier wohl eher die Story.
War aber leider nix und wird auch im 2. Anlauf nix werden.

Was uns das Ganze aber zeigt, ist dass das Thema derart emotional ist, dass beide Seiten den Boden der Rarität verlassen haben.

Auf der Einen Seite haben wir eben die “Wolfsgegner”… und ich persönlich denke nicht, dass das primär “Jäger” sind. Was ich an Jägern kenne sind verantwortungsvolle naturverbundene Menschen. Auch sehen die Natur und Wild eher pragmatisch… was nicht stört ist gern gesehen… nur was als Gefahr oder Schädling auftritt wird eben bekämpft. Dem Jäger ist der Wolf im Zweifelsfall egal oder er ist sogar ein spannender Teil der Natur. Die Jäger werden allerdings z.B. von den Landeignern für jederlei Wildschaden verantwortlich gemacht, und der Druck Reviere aggressiv zu bejagen kommt auch von dort. In der Forstwirtschaft wird z.B. das Rehwild als Schädling gesehen - das geht aber nicht vom Jäger aus. Die meisten Freizeitjäger können/wollen gar nicht so viel schiessen wie ihnen vorgegeben wird - rein schon weil der Absatz für's Fleisch fehlt. Wild ist erstaunlich schwer zu vermarkten, weil man spezialisierte Fleischerbetriebe braucht.
Ich denke prinzipiell steht “der Jäger” dem Wolf neutral gegenüber. Der ist weder “Konkurrent” noch ist der Jäger für Schäden verantwortlich, der Wolf ist ja geschützt.

Wolfsfeinde findet man wenn z.B. in der Landwirtschaft, wo man auch die “Rehwildhasser” findet, die dem Jäger für jeden Verbiss-Schaden ‘ne Rechnung für 50-irgendwas Euro servieren um ihn daran zu erinnern, dass ER verantwortlich ist für den Schaden, den “Sein” Wild in ihrem Wald anrichtet…

Das sind die Einen…

und die Anderen sind die Mammas, Papas, Opas….

Wenn es um unsere Kinder geht, dann werden sogar “normale” Menschen hysterisch… die Gefahr von Verkehr, Gen-Mais bis Laktose und Weizenmehl lässt sonst rationale Menschen rabiat werden.
Hier haben wir nun die “Gefahr Wolf”, die nun neben all den Horden von Kinderschändern auch noch in unseren Wäldern lauern…
Hysterische Eltern/Grosseltern sind viel wahrscheinlichere Kandidaten für Übergriffe auf Wölfe (sollten sie tatsachlich mal nachweislich stattfinden) als Jäger.
Die Mehrheit, der im Umlauf befindlichen Feuerwaffen, ist in den Händen von Sportschützen, Sammlern oder eben einfach unregistriert irgendwo im Schrank “noch vom Opa”…
Auch da ist es wahrscheinlicher, dass jemand der nicht jagdlich geschult und registriert ist mal mit dem .22er in en Wald geht, als dass ein ausgebildeter Jäger mit einer registrierten Waffe einen Wolf tötet (und ihn dann auch noch im Revier liegen lässt ??? ).

Wie schon gesagt, ich sehe da eine Hysterie auf beiden Seiten - bei denen, die den Wolf als Gefahr sehen und bei “Wolfsromantikern"…

Viele Menschen romantisieren die Natur und das Wild … nicht so sehr “der Jäger”, drum wird er da gern in die Rolle der Barbaren gesteckt. Er ist es nicht - er ist halt unemotional… aber was soll’s…

Aber man nüchtern betrachtet… als Beispiel...

Ich hab’ ein Rattennest in meinem Kompost-Haufen entdeckt….
Hmmmm,… im Garten, nahe am Haus, wo die Kinder spielen, die gehen mir an die Mülltonne, Vogelhäuser,…und die vermehren sich…
Was tun…? Fallen? Gift…? Oder halt lassen…?

Die Ratte hat das Pech keine Lobby zu haben, denn sie hat keine mystischen grauen Augen und ist kein Ehrfurcht-erregendes Tier. Der Wolf hingegen wird hier ja z.B. als “Stolz” beschrieben. Der Wolf kann faktisch nicht “stolz” sein. Er hat keine menschlichen Wesenszüge. Die sind ihm von uns angedichtet. Es ist unsere Emotion die da spricht, denn der Wolf ist schön, romantisch usw. All, die Geschichten, Legenden, die Verwandtschaft zu unserem treusten Gefährten, dem Hund…
Die Ratte hingegen ist immer schon ekliges Seuchen-bringendes Ungeziefer… auch wenn, zoologisch betrachtet, die Ratte auch ein tolles, schönes und intelligentes Tier ist...

Wir reagieren hier mitunter extrem emotional … wer wäre nicht gern in einer Welt ohne Zecken…? Die sind hässlich und eigentlich nur störend…
…aber je grösser, schöner und romantischer das Tier wird, desto mehr Emotion investieren wir in es. Es wird uns quasi zur “Person", es ist dann "stolz", majestätisch und was nicht alles…
Ist ja auch gut und schön, wieso auch nicht…

Was aber wenn ein solches Tier dann doch als Schädling auftritt… vielleicht sogar als Gefahr… und uns unseren Lebensraum streitig macht?
Was dann?

Wenn die Ratte sich in unsere unmittelbare Umwelt begibt, dann sehen wir sie als Schädling und potentielle Gefahr und das war’s.
Den Wolf hingegen romantisieren viele so sehr dass, egal was er tut, er nie Schädling oder Gefahr sein könnte…

Da wird dann jeder der auch nur sagt: "…und was wenn…?” zum Wolfsfeind.

Der Wolf ist lernfähig und er lebt, entgegen seiner Gewohnheit (wenn wir annehmen der Wolf meidet den Menschen wenn er kann), heute hier in relativ dicht besiedelten und intensiv genutzten Gebieten… und der Wolf ist ja mobil, das birgt zu minderst ein Konfliktpotential.
Da zu sagen: “der Wolf tut nie einem Menschen etwas…” ist ebenso gefährlich wie die Meinung “der Wolf ist einfach gefährlich”.
Beides ist eine Verzerrung, denn der Wolf ist eben nicht prinzipiell gefährlich, er kann aber zur Gefahr werden denn er lebt heute hier nicht mehr so wie er es historisch gewohnt war.
Da müssen beide Seiten einen offenen Geist bewahren und niemand sollte sich hinter irgendeiner Angst oder Ideologie verschanzen. Die Zeit wird zeigen was kommt und man wird pragmatisch und nicht emotional reagieren müssen falls es Probleme gibt und der Wolf sich z.B. zu stark an den Menschen gewöhnt und seine Scheu verliert etc.
Da kommt dann eben "der Jäger" ins Spiel, denn der hasst weder das Wild, noch romantisiert er es...


Das war’s dann eben doch mal auch von mir zum Thema Wolf… :P


...und weil ich gerade da bin >:) …noch ein Rundumschlag, der mir hier im Thread schon geraume Zeit in den Fingern juckt… :-\


Mal prinzipiell zu all diesem Gelabere bez “die Jäger” und "die Zeitungen" und "die Polizei”…. die gibt es genau so wenig wie es “die Deutschen” gibt, oder "die Bogensportler”.

Ein “Bogensportler” hat 500m von hier im städtischen Wildpark Anfang dieses Jahres ein Stück Rehwild getötet und sich mit nur einer Portion Fleisch aus der Keule davon gemacht. Den Rest liess er liegen. Die Tötung lief ab, indem er das Tier mit 3 Pfeilen zu Boden brachte und ihm dann die Kehle durchschnitt weil es immer noch lebte.
Möchte sich irgendjemand hier neben diesem Typen als "Bogensportler" beschrieben sehen...?
Das mal zum Thema “DIE Irgendwas”… Mit “Die” und “Ihr" und “Wir” sollte man vorsichtiger umgehen als viele hier es tun.


Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von eddytwobows » 14.10.2015, 10:33

@Mark...

Tut mir leid, aber Dein Post wimmelt geradezu vor subjektiven Ansichten, Vermutungen, Spekulationen und,
was eigentlich noch viel schlimmer ist, er verzerrt die hier bereits genannten Fakten.

1. Es wurde keine "Gegendarstellung" oder "revidierte Meldung" von einer Zeitung gedruckt.
Wenn Dir eine solche bekannt ist, dann poste oder verlinke sie bitte.

2. Die von Dir genannte "revidierte Meldung" wurde nicht von der Zeitung veröffentlicht, sondern stammte,
wie ja unschwer zu erkennen ist, wenn man den von Wilfrid geposteten Link anklickt und durchliest, direkt von der Polizei.

3. Dem meldenden Jagdpächter Sensationsgier zu unterstellen, halte ich jetzt mal, besonders in Anbetracht Deines
nachfolgenden Plädoyers über die angebliche emotionslosigkeit / Neutralität des Jägers / der Jägerschaft
gegenüber dem Thema / dem Wolf, für mehr als nur Unglaubwürdig...
WENN (...ist jetzt meine persönliche Meinung...) es einer Personengruppe in Deutschland zuzutrauen ist,
bei einem Tier einen Steckschuß von einer durch einen Verkehrsunfall bedingten Verletzung zu unterscheiden,
abgesehen von einem Tierarzt, der Polizei etc. , dann sind das wohl die Jäger...


4. Es stand m.M.n. nirgendwo etwas davon, daß es sich um das Nachbarrevier gehandelt hat...
Bitte Aufklärung darüber, wo Du diese information entnommen hast.

5. KEINER hat hier geschrien : "...da ist doch etwas faul...!" oder sich in wilde Verschwörungstheorien über Wolfshasser
ausgelassen, KEINER hat hier oder sonstwo versucht, die unzweifelhaft bestehenden Ungereimtheiten zu einem Skandal aufzublasen...
Es wurde lediglich darauf hingewiesen, daß das Untersuchungsergebnis sehr stark sowohl von der Beschreibung des
meldenden wie auch von der veröffentlichten Beschreibung der Zeitung abweicht und das die Beschreibung des Vorfalls
in der offiziellen Webside der Polizei annähernd den exakt selben Wortlaut und Inhalt hat und daß so etwas
geradezu ein "Festmahl" für jeden Verschwörungstheoretiker darstellt...

Was Du jetzt ja auch, m.M.n, sehr eindrucksvoll und unzweifelhaft durch Deine bereits o.g.
wilden Spekulationen, Vermutungen und Unterstellungen in Deinem Post bewiesen hast...


6. Dein Vergleich zwischen Ratte und Wolf hinkt ganz gewaltig, er läuft quasi schon auf drei Beinen...
Die Ratte hat eine geradezu exponentielle Vermehrungsrate von mehreren hundert nachfolgenden Tieren
im Jahr, von denen JEDES bereits nach weniger als 6 Monaten ebenfalls wieder Geschlechtsreif ist
und sich zu vermehren beginnt...
Der Wolf zieht jedoch nur alle zwei Jahre um die zwei Welpen auf...

7.Deine übrigen Ausführungen und Meinungen sind zwar ohne Zweifel Interessant und Aufschlußreich
(z.B. Deine persönliche Erfahrung mit der Wildunfall-Situation bei Nacht),
gehen jedoch im Kontext Deines Emotionsüberladenen Post´s leider ziemlich am eigentlichen Thema
und Sinn / Zweck diesesThreads vorbei...

8.Ich hatte keine 7 Post´s vorher, ebenso wie locksley, darum gebeten, keine weiteren Äußerungen über die Jagd
oder Verhalten der Jägerschaft etc. mehr zu machen, außerdem...:

.../...Ich weiß, daß das so einigen (u.a. auch mir selber...) verdammt schwer fällt,
hier das eine oder andere mal NICHT mal kräftig gegen die ganzen Panikmacher,
Wolfsgegner und Schnellschützen "vom Leder zu ziehen",
allerdings nützt das hier an dieser Stelle leider nicht sehr viel, im Gegenteil... :'( :)


...hatte ich, m.M.n. relativ deutlich, darum gebeten, sich mit emotionsgeladen Post´s zurückzuhalten... ??? ??? ???

Ich würde Dich deswegen hiermit höflichst bitten, Dir Deinen Post nochmal selber zu Gemüte zu führen
und Deine dort gemachten Aussagen / Meinungen / Spekulationen zum einen auf Fakten und zum anderen
auf das Wesentliche Thema des Threads, WENN ES GEHT, EINIGERMAßEN EMOTIONSFREI !!
zu beschränken und dem Thema anzupassen... :)

Danke... :)

Edit...:
(Weil ich nämlich ehrlich gesagt, nicht so die große Lust habe, einem unserer Mods schon wieder
auf den Sack gehen zu müßen, um (D)einen Post ganz oder in Teilen löschen zu lassen...also bitte...
Aber vielleicht sieht es bei mir nach einer dritten Tasse Kaffee und einem Frühstück diesbezüglich
auch wieder anders aus... ;) :) )

LG
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Markus
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Markus » 14.10.2015, 11:39

Sacht ma - müssen wir Moderatoren uns Eure Beiträge alle durchlesen?
Ich habe weder Zeit noch Lust, eine ausufernde Diskussion um des Kaisers Bart zu lesen und vermute, dass es den Kollegen ähnlich geht.
Zumal von Usern, die schon sehr lange hier aktiv sind und die Gepflogenheiten kennen.

Ergo - denkt vor dem Absenden nochmals über Eure Beiträge nach, kürzt ggf. raus und (schmeisst den Beitrag dann in die Tonne ;D ) oder schickt meinetwegen ab.

Danke.

Und so am Rande - wenn uns das zu viel wird, ist so ein Faden ruckzuck dicht. Auch wir sind nur in unserer Freizeit hier.

Gruß,
Markus

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