Die Wölfe sind da...

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benzi
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von benzi » 05.03.2015, 12:01

@Crosser ich sehe auf Deinem userpic einen Hund... wieviele hast Du?

liebe Grüße benzi
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Crosser
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Crosser » 05.03.2015, 12:08

Ich hatte bis zum letzten Jahr zwei...musste meinen alten Appenzeller aber letztes Jahr gehen lassen.
Der Hund auf dem Bild ist einer aus dem Tierschutz, mit dem ich lange gearbeitet habe und der nun,
nach Jahren im Tierheim, hoffentlich ein neues Zuhause gefunden hat.

Gruß
Crosser
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von benzi » 05.03.2015, 12:16

gefragt hatte ich deshalb, weil mMn bei jedem einzeln gehaltenen Hund die Familie das Rudel ersetzt und zwar für den Hund durchaus zufriedenstellend... ich denke bei einem Esel, der bereits als Fohlen daran gewöhnt wurde mit Schafen und Hunden zu leben, ersetzen diese die Herde durchaus ebenso zufriedenstellend.

Toll an der Sache finde ich, dass dadurch Esel bei uns wieder eine sinnvolle Aufgabe erhalten!

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Esel in Tibet 2012....

liebe Grüße benzi
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Crosser » 05.03.2015, 12:31

Naja, den meisten Hunden reicht eine menschliche Familie eben nicht ausschließlich. Den Kontakt mit ausgesuchten Artgenossen halte ich da für unabdingbar. Hunde, die verlernt haben, mit Hunden umzugehen, machen einen guten Teil meiner Kundschaft aus.
Glücklicherweise arbeiten viele der Schäfer mit mehreren Eseln, was ich sehr begrüße. Als erstes Zitat hatte ich allerdings den Einzeleselhalter erwischt.
Dass die Esel einen neuen Job erhalten, da bin ich ganz bei dir.
Einzelne Individuen einer Rasse durch Entzug von innerartlichen Sozialkontakten mit anderen Tierarten zusammenzubringen, sehe ich allerdings immer kritisch.
Gruß
Crosser
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Felsenbirne » 05.03.2015, 12:35

benzi hat geschrieben:Toll an der Sache finde ich, dass dadurch Esel bei uns wieder eine sinnvolle Aufgabe erhalten!


Du denkst jetzt aber nicht an Politker oder? D ;D

Im Ernst. Oft sind Lösungen so einfach und für alle Beteiligten zufriedenstellend umsetzbar, dass man sich wundert warum den ewig gestrigen überhaupt Gehör geschenkt wird. Zumindest ist es doch eine Versuch wert.
Außerdem finde ich auch, dass sich der Mensch auch ein wenig zurücknehmen kann. Stichwort Autoverkehr. Dann muss man eben langsamer fahren. Wenn hier eine Treibjagd veranstaltet wird, beschwert sich auch keiner über die erhöhte Gefahr von Wildunfällen, die dann nachweisslich von Jägern verursacht wird.
Gruss Matthias

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von benzi » 05.03.2015, 12:43

sehr positiv ist mir eine Stelle im aktuellen BUNDmagazin (1/2015 Seite 25) aufgefallen:

Für immer mehr Menschen ist die Herkunft und Qualität ihres Essens von großer Bedeutung. Viele ziehen und ernten ihr Gemüse wieder selbst. Oder machen den Jagdschein, um sich mit gutem Fleisch zu versorgen. ...


Jagd und Naturschutz sind kein Widerspruch!

liebe Grüße benzi
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Krolm02 » 05.03.2015, 12:48

Crosser hat geschrieben:Naja, den meisten Hunden reicht eine menschliche Familie eben nicht ausschließlich. Den Kontakt mit ausgesuchten Artgenossen halte ich da für unabdingbar.


Dieser Aussage können Herr Pelz und ich nur entschieden zustimmen.

Apropos Esel - n alte Bekannte von mir hat nen andalusischen Riesenesel - der steht mit ner gemischten Pferdegruppe zusammen - klappt prächtig! Ist zwar kein innerartlicher Sozialkontakt, aber immerhin die gleiche Gattung. Schafe sind da wahrscheinlich ne andere Hausnummer.

suf
K02 und Herr Pelz

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von benzi » 05.03.2015, 13:10

@Crosser ich gebe Dir darin völlig Recht, dass Hunde die nur unter Menschen leben, das Sozialverhalten mit Artgenossen ein Stück weit verlernen.... zum Verhalten meiner Rottweilerhündin gehört klar eine Rangordnung "auszufechten", lautstark und beeindruckend... aber in 9 Jahren ohne ernsthafte Verletzung anderer Hunde. MMn gehört das zum Verhalten eines Hundes dazu, wird in unserer Gesellschaft aber zunehmend nicht mehr verstanden und dadurch nicht toleriert... wie ist Deine Meinung dazu?

liebe Grüße benzi
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von kra » 05.03.2015, 14:31

Sag mal, its das schon neun Jahre her mit Justy? Da fällt mir die Kinnlade runter....

Sag ihr nen ganz lieben Gruß!!
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– George Bernard Shaw

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Spanmacher » 05.03.2015, 14:54

Felsenbirne hat geschrieben:Außerdem finde ich auch, dass sich der Mensch auch ein wenig zurücknehmen kann.


Diese Meinung teile ich. Ich denke dabei an geländegängige Fahrräder. Ihr Besitz sollte nicht den Zwang beinhalten, den Wald an jeder Stelle zu durchqueren. Das stört doch nur empfindlich. Mehr, als ein Wolf am Ortsrand.

Zu den Hunden: Bei uns wohnen auch Hunde. Ab April d.J. werden es wieder drei sein. Es tut ihnen außerordentlich gut, in einem Rudel zu leben und ihre Einordnung in die Gesamtfamilie leidet nicht darunter.
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Felsenbirne » 05.03.2015, 15:49

@Spannmacher
hier haben wir mometan größere Probleme mit Quadfahrern die sich im Moor rumtreiben. Mit Mountainbikefahrer eher weniger, da sich hier keine Berge finden. Aber das Problem ist sicher ähnlich
Gruss Matthias

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Crosser » 05.03.2015, 15:57

Hallo benzi,
Bellen, Knurren, Körperlichkeit sind ganz normale Formen hundlicher Kommunikation. Du hast
Recht, damit kommt die heutige Gesellschaft nicht mehr gut klar.
Allerdings muss man im Einzelfall abschätzen, ob das alles im grünen Bereich abläuft oder auch
mal unangemessen wird und der Halter Kontrolle über seinen Hund ausüben sollte.
Ich bin ein großer Freund von gegenseitiger Absprache und Rücksichtnahme unter Hundebesitzern.

Gruß
Crosser
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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Spanmacher » 05.03.2015, 19:55

Wenn man weiß, wie unendlich lange ein Moor zum "wachsen" benötigt, dann sind Quadfahrer dort der Gipfel der Ignoranz!
Ich war von Beruf Feuerwehrmann und bin von daher eher friedlich gepolt. Aber wenn ich sowas lese, dann bekomme ich eine Stinkwut auf solche unterbelichteten Kaputtmacher.

Aber eben auch die Mountainbiker, die quer durch den Wald rasen, sind ein wüster Störfaktor für das Wild. Wenn ich registriere, dass Wildschweine im Fünferrudel Sonntagmorgens um 09.30 Uhr befestigte Wege kreuzen, dann frage ich mich, wer die wo aufgestört haben mag........

Die verlässliche Absprache von Hundehaltern untereinander ist sehr wichtig. Nicht zuletzt für die Verträglichkeit der Hunde untereinander. Das liegt daran, dass die Hunde sehr genau registrieren, wie ihre menschlichen Begleiter gerade drauf sind. Und da überträgt sich Unverträglichkeit sehr schnell auch von Hund zu Hund.
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Djog » 05.03.2015, 21:05

Noch mal zu den Hunden, der Hund darf nur soviel Dominanzverhalten, zeigen wie der Halter es erlaubt und hier verstehen
viele Halter nicht, wie weit das geht. Im Gegenteil, sie freuen sich über die scheinbare Furchtlosigkeit ihrer Tiere, wobei
das in vielen Fällen nur Unsicherheit ist. In einem Wolfsrudel bekommt eine Wölfin sofort eins auf die Mütze, wenn dem
Alfatier das Dominanzverhalten nicht gefällt.
Ich hatte früher immer Staffords ( die besten Hunde die es gibt ), bis gewisse Halter durch IHR VERHALTEN ein Halten
dieser Hunde fast unmöglich macht. Jetzt haben wir einen Schlittenhund und einen Hütehund aus dem Tierheim und auch
hier sieht man, wie das Fehlverhalten der Menschen den Hunden arg zugesetzt hat.
Durch unser enges Zusammenleben mit unseren Hunden, tut einem das Bild eines erschossenen Wolfes in der Seele weh
und ich kann dem Jäger nur ein ähnliches Schicksal wünschen.
Djog

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Re: Die Wölfe sind da...

Beitrag von Squid » 05.03.2015, 21:33

Gnihihihihi....
@Djog
Vor einigen Jahren saß ich in der Bahn. Und las ein Buch während ich mit nem MP3-Player behängt war.
Eine junge Frau nebst Hund - vulgo: ziemlich scharfes Teil nebst Köter - setzte sich mir gegenüber hin und Wauwi nahm Kontakt zu meiner nicht benutzten Hand auf. Wer jetzt was versautes denkt: Klemmts euch, eine Hand war am Buch, die andere hing so rum und wurde von Hundi beschnüffelt.
Naja, so als langjähriger Tierbesitzer (diverse) denkt man oft nicht lange nach und reagiert auf Kontakt. Ich habe also "ab fönf ohhrrrr fönfödvärrrzäg zoröckgepuschelt". Hundi freute sich und ging in den Knabber- und spielmodus über.
Also schön, das Buch kam weg und Wauwi bekam meine volle Aufmerksamkeit.
Und wie ich das Viech so bepuschel und an seinen Ohren ziehe und er sich freut und auch mal - vorsichtig - das Maul einsetzt, frage ich das Frauchen: "Was ist das eigentlich fürn Hund?" - Antwort: "American Stafford".

KREISCH... PANIK... NOTARZT...
... (Denk): "Warum tut eigentlich nix weh, derweil das (17 Monate alte) Objekt des Bösen auf meinem Dauemen herumgnibbelt, während ich an seinem Ohr ziehe?"

Hm.
Hmmmm.
Hmmmmmmmmmmmmmm.

Übersetzung:

Mist, ich bin tot.
Wieso lebe ich noch?
OK, gehen wir mal in den Kommunikatonsmodus über.

Weiteres folgte.

Will sagen: Klar sind das tolle Wauwis. Ich kotze jedesmal, wenn Luden-Ede meint, die armen Dinger so zu versauen.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.

Gesperrt