Mythos Bambusyumi

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benzi
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von benzi » 08.08.2010, 19:26

Rackhir hat geschrieben:
..... egal ob Kyu , Offenen oder Sempai Meisterschaften.

Gruß

Uwe


könnt Ihr bitte die Unterschiede für nicht Kyudoka erklären?!

danke benzi
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Rackhir
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von Rackhir » 08.08.2010, 19:39

Bei den Niedersachsenmeisterschaften werden immer 20 Schuß gemacht.

20 Treffer habe ich auch noch nicht gesehen, aber Jürgen Lüpping hat
z.B. 2006 mit 18 Treffern gewonnen.

2009 bei den 2. Kyu Meisterschaften Turgul Richter mit 15/20 Treffern.

2009 bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften hat Berlin
mit 44/60 Treffern gewonnen, Ok sind nur 73,3% Trefferquote

In Deutschland:

Kyumeisterschaften: Kyudoka mit 3. bis 1.Kyu (Kyu=Schülergrad)
Offenenmeisterschaften: Kyudoka ab 3. Kyu bis 4. Dan
Sempaimeisterschaften: Kyudoka  ab 5. Dan

Gruß

Uwe
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Ashibumi
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von Ashibumi » 09.08.2010, 09:08

Yabusame hat geschrieben:
...wo der Bogen Mittel zum Zweck ist und eine reine Diskussion über den Yumi mit Kyudo selbst eigentlich schon nichts mehr zu tun hat.

Ja richtig, deswegen ist die "Yumi im westlichen Zusammenhang schießen wollen" auch eigentlich eher was für nicht Kyudoka...

Das ist im Wesentlichen auf die Heki-Kyudo-Botschaft von Inagaki Sensei zurück zu führen.
Inagaki Sensei hat sehr deutlich darauf hingewiesen, dass das wahre Kyudo für ihn Kyujutsu bedeutet, also die technische Durchführung - für ihn war die Umsetzung der Heki-Technik Grundbedingung.

Um das zu erreichen braucht man viel Zeit, Wille und Kampfbereitschaft gegen das eigene Ego - wie hilfreich kann hier ein Bambusbogen sein?
Wenn es darum geht die Technik zu erlernen bzw. zu vervollkommnenden und dies eigentlich tägliche Übung erfordert, was selten erreicht werden kann, dann mache ich doch das worauf es ankommt und verschwende keine Zeit für Dinge die sicher schön und interessant sind aber von der eigentlichen Übung abhalten.

Das ist natürlich die puristische Sicht eines Heki-Schützen - ....

Die tausend Diamanten sein lassen: Der Bogen, der Pfeil sind unwichtig. Das Ansehen der Schützin auch. Es zählt nur der Schuss und nicht der Treffer...

Und weil das Problem geschoben
...wer schiebts...?
und nicht behandelt wird, wird es irgendwann einen Heki-Kyudo-Bund geben müssen
b
ezogen auf Japan und den ANKF...?

oder Heki ist nicht mehr existent - dafür gibt es dann aber viele schöne Bambusbögen.

die gab es schönerweise auch schon ohne Schulen Streit... ;D

ashibumi
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von Yabusame » 09.08.2010, 09:35

Rackhir hat geschrieben:Bei den Niedersachsenmeisterschaften werden immer 20 Schuß gemacht.

20 Treffer habe ich auch noch nicht gesehen, aber Jürgen Lüpping hat
z.B. 2006 mit 18 Treffern gewonnen.

2009 bei den 2. Kyu Meisterschaften Turgul Richter mit 15/20 Treffern.

2009 bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften hat Berlin
mit 44/60 Treffern gewonnen, Ok sind nur 73,3% Trefferquote

In Deutschland:

Kyumeisterschaften: Kyudoka mit 3. bis 1.Kyu (Kyu=Schülergrad)
Offenenmeisterschaften: Kyudoka ab 3. Kyu bis 4. Dan
Sempaimeisterschaften: Kyudoka  ab 5. Dan

Gruß

Uwe


Ja und ich kenne jemanden sehr persönlich, der hat bei einer deutschen Meisterschaften mal 19 Treffer gemacht und mit der Mannschaft 49 ..........das sind Ausnahmen ::)

Wir müßten uns mal auf eine eindeutige Brechnungsgrundlage einigen, bei Berlin handelt es sich z.B. um eine Landesauswahl.
Wie wäre es mit der Kyudo-Bundesliga, dort sind doch i.d.R. ca. 70 Treffer (von 108 Schuss) für den 1. Platz ausreichend.
Das sind ca. 65 %, davon ziehem wir 10 % ab, weil keine richtige Wettkampfsituation und ein Streichergebnis für eine höhere Quote sorgt und schon sind wir unter 60% ;D.

Bleibt die Frage, was uns das eigentlich sagt.
Orientiert man sich an Heki, so ist eigentlich ein 1:1 -Wettkampf erforderlich.
Bei der gegenwärtigen Traininssituation läuft aber auch das auf ein Glücksspiel hinaus.
Vor diesem Hintergrund ist es eigentlich gut, dass Wettkampfergebnisse keinen hohen Stellenwert haben.

Grüße
Yabusame




Du wirst, wenn Du einen Schnitt bei 20-Schuss-Wettbewerben über die letzen 5 Jahre machst auf ca. 60% kommen. Ich weiß. diese
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von Rackhir » 09.08.2010, 09:47

Ich gebe Dir recht, wenn Du meinst, daß 70% bei der Trainingssituation schon das Maximum ist.

Um eine höhere Trefferquote zu bekommen, müßte man sicher täglich ca. 100 Schuß machen.

Die Frage ist halt wieviel Zeit man in sein Hobby investieren kann und will.

Gruß

Uwe
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von benzi » 09.08.2010, 10:03

Yabusame hat geschrieben:
....oder Heki ist nicht mehr existent ...

Grüße
Yabusame



ich denke genau in dieser Befürchtung liegt die Ursache für die sehr emotionale Diskussion.
Wer Angst hat, dass etwas lieb gewonnenes untergeht, kämpft um dessen Erhalt.

Ich denke die Bambusbogen gab es schon vor der Schulen!  ;D

Und viele hundert Jahre wurde mit Bambusbogen begonnen zu üben, weil es keine modernen Materialen gab.

benzi

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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von Tyrdal » 09.08.2010, 10:06

Holz gabs schon  ;D

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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von benzi » 09.08.2010, 10:32

ein paar Worte zu Euren Trefferquoten:

nach einen knappen halben Jahr autodidaktischem Schiessen mit dem Glasyumi denke ich:

bei einmal pro Woche üben sollte jeder nach ca einem Jahr in der Lage sein 20 Schuss auf die Scheibe zu bringen, also 100%

Warum dass meiner Ansicht nach nicht gelingt liegt nicht an fehlenden Übungseinheiten, sondern an der mentalen Einstellung im Wettkampf.

Dieser Bogen und diese Technik sind mehr wie alle anderen Bogentypen und Techniken, ein Spiegel der Psyche.......

benzi
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von Rackhir » 09.08.2010, 10:58

Benzi wenn es doch so einfach wäre.

Im Kyudo wird auch nach dem richtigen Zielen gesehen, d.h. wenn Du bei einer
kontrolle mit dem Pfeil nicht auf Ziel bist weil Du wegen zu langsamen drehen des Bogens
links daneben zielst, wird Dir der Treffer aberkannt.

Aber ich gebe Dir recht, im Wettkampf habe ich immer ca. 12% weniger Treffer als im Training
und das ist halt eine reine Kopf sache.

Gruß

Uwe
Zuletzt geändert von Rackhir am 09.08.2010, 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von benzi » 09.08.2010, 11:10

Rackhir hat geschrieben:
.. wenn Du bei einer
kontrolle mit dem Pfeil nicht auf Ziel bist weil Du wegen zu langsamen drehen des Bogens
rechts daneben zielst, wird Dir der Treffer aberkannt.

Gruß

Uwe


das ist eine echt spannende Antwort, weniger wegen Euren Regeln, als viel mehr wegen der technischen Details dahinter:

wenn ich den Bogen zu spät drehe wird der Pfeil nach rechts abgelenkt um das zu verhindern müßte ich weiter links halten, Du schreibst "rechts" warum?

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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von Yabusame » 09.08.2010, 13:05

Ashibumi hat geschrieben:Die tausend Diamanten sein lassen: Der Bogen, der Pfeil sind unwichtig. Das Ansehen der Schützin auch. Es zählt nur der Schuss und nicht der Treffer...

ashibumi



Nun, das ist Shomen-Ansicht, mit Heki-Augen betrachtet ist ein korrekter Schuss immer ein Treffer!!!!
Beides gehört zusammen, ein durchschlagender Schuss ohne Treffer ist genau so unbefriedigend wie ein schwacher Schuss mit Treffer.

Und weil das Problem geschoben

...wer schiebts...?



Die Nennung von Personen oder Gruppen ist hier nicht erlaubt und nur mal so zu Überlegung: Wer es bis zum 5.DAN gebracht hat, dem sind die Kosten im Wert eines Kleinwagens entstanden - wie groß ist dessen Interesse?
Die Problem-Schiebung haben aber im Prinzip alle zu verantworten, auch die, die sich in Bequemlichkeit vor Auseinandersetzungen drücken und zuschauen.
Inagaki Sensei wollte die Anbindung an die ANKF nicht, das ist Fakt!!!

und nicht behandelt wird, wird es irgendwann einen Heki-Kyudo-Bund geben müssen

...bezogen auf Japan und den ANKF...?


Das bezog sich auf D, in Japan ist die HEKI RYU INSAI HA inbesondere durch einige Universitäten gefestigt (da gibt es auch keine Stil-Vermischung), wie der Zusammenhalt da untereinander ist, entzieht sich aber meiner Kenntnis.
Heki wird aber nach Aussage eines jap. Lehrers bei der jüngeren Generation wieder mehr geschätzt.


Grüße
Yabusame
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von benzi » 09.08.2010, 13:16

Yabusame hat geschrieben:Heki wird aber nach Aussage eines jap. Lehrers bei der jüngeren Generation wieder mehr geschätzt.

Grüße
Yabusame


das ist doch eine schöne Aussage die dazu beitragen könnte etwas weniger Emotionen in die "Schulstreits" zu legen.....

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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von Yabusame » 09.08.2010, 13:19

benzi hat geschrieben:ein paar Worte zu Euren Trefferquoten:

nach einen knappen halben Jahr autodidaktischem Schiessen mit dem Glasyumi denke ich:

bei einmal pro Woche üben sollte jeder nach ca einem Jahr in der Lage sein 20 Schuss auf die Scheibe zu bringen, also 100%

Warum dass meiner Ansicht nach nicht gelingt liegt nicht an fehlenden Übungseinheiten, sondern an der mentalen Einstellung im Wettkampf.

Dieser Bogen und diese Technik sind mehr wie alle anderen Bogentypen und Techniken, ein Spiegel der Psyche.......

benzi


@benzi,

wenn Dir das gelingt, spendiere ich Dir einen Bambus-Yumi Deiner Wahl ;D

Bedingung ist allerdings das von Rackhir schon genannte korrekte Zielbild, der Pfeil muss vor dem Abschuss genau auf die Scheibenmitte zeigen.

Alle anderen 199 Fehler sind geschenkt ;D

Falls hier Wetten erlaubt sind:
Ich wette er schafft max.10 Treffer, mehr nicht - wer hält dagegen?



Grüße
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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von benzi » 09.08.2010, 13:39

die Wette gehe ich nicht ein, weil:

ich arbeite seit Jahren an meiner "mentalen Stärke" mehr oder weniger erfolgreich, nach dem 6 oder 7 Treffern würde mein Kopf mir solche Streiche spielen, dass ich vermutlich noch nicht mal mehr den Bogen ausziehen könnte.....  ;D

was ich sagen wollte war: da kann ich 1000 Schuss pro Tag machen, dadurch allein ändere ich das nicht

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Re: Mythos Bambusyumi

Beitrag von the_Toaster (✝) » 09.08.2010, 13:57

Da hilfts vielleicht wenn du von Deinem Pferd runtersteigst und im Stehen schießt...

Ich drücke dir die Daumen.
Es hat keinen Sinn zu versuchen einen Sinn im Versuchen des Menschen zu erkennen.

Es ist traurig zu glauben, dass der Mensch stets schlecht sei.

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