Projekt: Bambusyumi in Form bringen

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Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von benzi » 09.03.2015, 20:31

hallo zusammen!

ich habe vor ein paar Jahren einen ca 30 Jahre alten Bambus Yumi von Ittousai gekauft.
Der Bogen lag nun 2 Jahre in einem feuchten kühlen, aber frostfreien Kellerraum und hat dort 32,5 cm Reflex (Ura-sori) angenommen (als normal gelten heute ca 20 cm)... früher wurden allerdings mWn Yumis mit deutlich mehr Ura-sori gebaut..

Ich hab nun shokunin gebeten mir beim weiteren Vorgehen zu helfen und nach Absprache tut er dies nun in diesem thread, damit noch mehrere Schützen in Zukunft was davon haben...

was bisher geschah:

ich hab den Yumi an mehren Tagen hintereinander, aus dem kühlen Keller in einen warmen Raum gebracht und nachdem der Bogen temperiert war, ihn auf einem Fliesenboden gelegt, beide Enden auf weichen Teppichen und dann den Griff langsam nach unten gedrückt, in dieser Postion habe ich ihn bis zu 5 Minuten gehalten, nach drei oder vier Tagen mit diesem Vorgehen, habe ich ihn aufgespannt und die Form nun hier dokumentiert:

yumiform1.jpg

yumiform2.jpg

yumiform3.jpg

yumiform4.jpg


das Vorgehen gliedert sich mMn in drei Teile:

1. die aktuelle Form beurteilen
2. die gewünschte Form festlegen
3. die Maßnahmen zur Korrektur erlernen und durchführen

soweit von mir....

liebe Grüße benzi
Zuletzt geändert von benzi am 10.03.2015, 10:39, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Projekt Bambusbogen in Form bringen

Beitrag von shokunin » 10.03.2015, 09:27

Also ich finde die Form soweit sehr gut für einen Bogen der lange nicht geschossen wurde.

Wenn Du Urazori auf 20 bis vielleicht 23cm reduzieren kannst dann wäre der so schon schiessbar. Er muss halt etwas stehen und ich würd' ihn auch immer wieder mal ziehen wenn er eine Zeit lang gestanden hat. Aber nie gleich nach dem Aufspannen ziehen...

Wie gesagt, eigentlich ist der Bogen schon ok so, denke ich, den muss man halt mal bewegen und sehen wie die Form sich dann im Gebrauch verhält.

Ich würde evtl Oh-goshi (das ist der Reflexe Bereich unterhalb des Griffes) ganz minimal weicher machen - dann wird Hime-Zori (der reflexe Bereich am oberen Bogenende) etwas betont.
Kann sein es ist nur das Bild aber der Abstand Sehne zu oberem Klangholz sieht etwas groß aus. Ist der Bogen in den Bildern eigentlich auf seiner normalen Standhöhe...?


Also, ich würde wie folgt weiter vorgehen...
- Den Bogen mal ein paar Tage aufgespannt stehen lassen, evtl zwischen durch auch ein paar mal den Bogen ziehen und dann wieder abspannen und Urazori messen.
- Über Nacht ruhen lassen und am folgenden Tag nochmal Urazori messen und wieder Aufspannen
Nun (direkt nach dem Aufspannen) könnte man Korrekturen vornehmen... dann stehen lassen, so dass er sich setzt.
- am Abend den Bogen dann wieder ein paar mal ziehen, abspannen und Urazori messen und vergleichen usw...
Das Spiel würde ich machen bis der Bogen vielleicht 20-23cm Urazori hat.
Ich habe zwei Kuwabata Bögen - einen Ittousai und einen von Kuwabata Masakiyo. Ich halte beide so um 20-22cm (je nach Wetter) und die sind wunderbar schiessbar so. Ich häng' auch mal Bilder an - man könnte an beiden etwas herum tüfteln, sie schiessen aber ok.

Naja, wie gesagt, Form sieht soweit ok aus. Ich würd' eben Urazori reduzieren und schiessen - und dann eben mal drüber schauen wie die Form sich im Gebrauch verhält.

Und ein Hiki-Nari (Form im Auszug) Bild wäre dann auch evtl gut - ist ja immer auch eine Frage wie er dann biegt...

Gruss,
Mark
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Kuwabata Masakiyo ...
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Re: Projekt Bambusbogen in Form bringen

Beitrag von benzi » 10.03.2015, 10:55

hallo Mark,

danke!

shokunin hat geschrieben:
Ist der Bogen in den Bildern eigentlich auf seiner normalen Standhöhe...?

nein, es sind erst 13cm.... ist es besser den Bogen mit diesem 13 cm Standhöhe ein paar Tage aufgespannt zu lassen oder lieber gleich auf volle Standhöhe (15cm . 15,5cm) gehen?

hier mal eine Grafik für die Teilbereichsbezeichungen

649px-Yumi_name_of_parts.svg.png
Quelle

liebe GRüße benzi
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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von RoLi » 10.03.2015, 14:15

Beni, ich wünsch dir, dass es gelingt. Ich habe 2x mit älteren Bögen das Gegenteil erlebt.
Ich würde ihn noch nicht auf die volle Höhe aufspannen. Ich würde ihn sich langsam gewöhnen lassen. Ich würde ihn auch noch nicht ziehen.
Bei einem neuen Bogen habe ich mitbekommen, dass er fast 6 Monate aufgespannt war, bis er von über 40 cm auf etwa 25 cm Urazori war.
Benzi, liegt der untere Sehnenknoten mittig. Mir scheint es auf dem Bild, er liegt etwas rechts.
Mit Schritten, die die Form verändern würde ich warten, bis der Bogen ein vernünftiges Urazori hat, und er voll "ausgezogen" werden kann.
Was hat Fritz E. denn gesagt? Er hatte mit mir darüber gesprochen.
Grüße
Rolf

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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von benzi » 10.03.2015, 14:49

ich bin eigentlich ganz guter Dinge was den Bogen betrifft... er wurde ja vor dem Verkauf 2012 von Kyudoka geschossen und auch von mir im Winter 2012/2013 geschossen... was mich halt sehr irritiert hat, ist die Tatsache, dass der Bogen bei meiner Lagerung 6 cm Urazori zugelegt hat (von 26cm auf 32cm)

RoLi hat geschrieben:Was hat Fritz E. denn gesagt? Er hatte mit mir darüber gesprochen.
Grüße
Rolf


ich hab leider auf meine email vom 26.2. von Fritz E. bisher keine Antwort erhalten....

@RoLi danke für Deine Hilfe!

liebe Grüße benzi
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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von Wilfrid » 10.03.2015, 14:57

Benzi, 2 Jahre kühl und nicht zu trocken lassen sich Naturmaterialien wie Holz oder Bambus "erholen".
Yumis sind ja so rein von der Technik her im Perryreflex gebaut. Naja , und bei der Menge Reflex ist der Set eben eigentlich nur ein ausgeprägter Stringfollow.

Wieviel der Bogen zu Beginn seiner Lagerzeit hatte, weißt Du nicht?

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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von benzi » 10.03.2015, 15:28

nochmal zur Geschichte des Bogens:

er wurde in der zweiten Hälfte der 1980er nach Deutschland gebracht und sehr wenig geschossen
er wurde im Dezember 2012 von anderen Kaufinteressenten und einem Kyudo Trainingsleiter geschossen... ich gehe davon aus, dass es damals keine Gewöhnungphase für den Bogen gab...
er kam im Dez. 2012 mit 26 cm Urazori bei mir an und wurde damit sofort geschossen... ich ziehe ihn allerdings nicht auf seine max. Auszugslänge
bei mir hat sich dann der Reflex in ca 2 Jahren auf 32cm erhöht...

@Wildrid ich wohne ja so wie vor 70 Jahren: ich hab mit Holzöfen beheizte Räume und ganz unbeheizte Räume... und einen kühlen, frostfreien feuchten Keller... ich hätte eher einen "Laschwerden" erwartet aufgrund der Feuchte die der Bogen in diesem Raum aufnimmt... ok ich hab ihn natürlich noch nicht geschossen...

@RoLi wo soll ich ihn im aufgespannten Zustand nun lagern?

liebe Grüße benzi
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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von Wilfrid » 10.03.2015, 16:28

Das ist Bambus, der wird nicht besonders lasch, aber erholt sich, nicht so schlimm wie Rattan, aber immerhin.

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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von shokunin » 10.03.2015, 22:20

Hmmm…
Roli ist da wohl etwas vorsichtiger als ich… weiser durch Erfahrung vielleicht :-\
Ich hatte bislang aber eben keine Probleme mit Bögen die ‘ne Weile geruht hatten… und keine Erfahrung mit Bögen die wirklich alt sind ::)

Ich dachte schon, dass man ‘nen Bogen, der halt mal ein Jahr nicht geschossen wurde, auf Standhöhe spannen und nach ein paar Tagen auch mal ziehen kann. Der war ja bis dahin auch in Gebrauch, oder...?
Ich würd’ ihn nicht unbedingt am ersten Tag gleich aufziehen, und auch nicht unbedingt überhaupt gleich voll ausziehen, aber nach ein paar Tagen…
Aber natürlich kann man da wohl immer Glück oder auch Pech haben... :-\

Naja, ich habe bisher nur einmal einen "alten" Bogen mit 25+cm Urazori geschossen. All meine sind relativ neu. Es kommt schon vor, dass ich mal einen Bogen 6 Monate oder auch ein Jahr lang nicht schiesse, da muss ich allerdings sagen, die spann’ ich auch kaum mehr als einen Tag auf ehe ich sie schiesse. Und bis jetzt… toi-toi-toi… ::)
Da war aber auch bislang nix dabei was über 25cm Reflex entwickelt hätte. Und ich versuche schon all meine Bögen immer wieder mal zu schiessen damit das eben nicht passiert und sie beweglich bleiben. Einzig ein paar leichtere, die ich eigentlich nicht mehr schiesse, werden da etwas vernachlässigt. Da kommt es schon vor, dass sie effektiv nur vielleicht eine Woche im Jahr in Gebrauch sind um sie mal bewegt zu haben.

Naja, meinen 19er Ittousai hab’ ich jedenfalls auch heute morgen nach gut 4 Monaten erstmalig für’s Photo aufgespannt (mit 24cm Reflex) und gerade eben auch geschossen.

Den besagten alten Bogen mit auch gut 20kg und Nobi-sun Länge, was mir eigentlich zu kurz ist, hab’ ich mehr oder weniger sofort geschossen. Nach ‘ner Stunde stehen oder so. Der Bogen gehörte meinem Lehrer und war der erste Bambus Bogen den ich überhaupt in der Hand hatte.
Der hatte auch lange, unbenutzt weil zu stark, gestanden gehabt und wurde mir zum Probieren zu einem Enteki Event mitgebracht.
Naja,… erster Bambus Bogen,... 20kg, 5cm überzogen und mit leichten Pfeilen…
Glück braucht der Mensch… :P

Das gesagt, es ist sicher besser man geht es langsam an…

Aber nachdem der Bogen das Aufspannen soweit ja offenbar klaglos überstanden hat würde ich ihn nun evtl schon noch die extra 1,5cm weiter aufspannen und sehen wie er auf normaler Standhöhe aussieht und ob man da was korrigieren müsste.
Man muss ja nicht gleich irgendwas Drastisches machen, aber man könnte z.B. die Sehne oben anbinden wenn der Abstand dort dann zu gross wird - oder eine Richtbank basteln und entsprechend etwas gestützt halten...
Ich weiss nicht,... ich denke es wäre sinnvoller den Bogen gleich in eine möglichst gute Form zu bringen, und dazu muss man ihn zu mindest auf Standhöhe haben. Momentan kann man die Form leichter beeinflussen als nachdem er Wochenlang gestanden hat... :-\

Gruss,
Mark
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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von RoLi » 10.03.2015, 23:06

Mark, ich hatte wohl was falsch verstanden. Ich dachte, dass der Bogen alt ist und rum gestanden hat. Unter den geänderten Voraussetzungen hast du recht.
Benzi, meine Bögen stehen in der Wohnung, in einem Zimmer, das normal geheizt wird.
Grüße
Rolf

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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von benzi » 13.03.2015, 12:13

aktueller Stand:

direkt nach dem Abspannen, nach zwei Tagen aufgespannt auf 13cm Standhöhe: 23 cm
nach einer Nacht abgespannt: 26 cm (also so viel wie er hatte, als ich ihn 2012 bekommen habe...)

RoLi hat geschrieben:Benzi, liegt der untere Sehnenknoten mittig. Mir scheint es auf dem Bild, er liegt etwas rechts.
Grüße
Rolf


trotz der Methode die Shokunin hier gezeigt hat (danke dafür!)

Bild

bekomme ich den Sehnenknoten nicht mittig.... kann es sein, dass das vom Bogenbauer so gewollt ist?

liebe Grüße benzi
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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von RoLi » 13.03.2015, 17:48

Der Bogenbauer wollte das sicher nicht. Der Knoten der Schlaufe sollte mittig unter dem "Zapfen " liegen. Alles was außerhalb liegt zieht den Bogen in die entsprechende Richtung. Man kann das bewusst machen, also außerhalb der Mitte, um die Form zu beeinflussen. Ob das der Bogenbauer auch machen würde ..... ?
Grüße
Rolf

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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von Wilfrid » 13.03.2015, 17:53

kommt auf den Bogen an. Manchmal macht man das, um einen Bogen zu überreden, nicht umzuschlagen/sich gerade ziehen zu lassen. Aber ich denke, ein japanischer Kollege würde das nicht machen

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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von shokunin » 16.03.2015, 07:38

Also was das Urazori angeht scheint ja soweit wieder alles im Griff zu sein...
Ich würde nun, wie gesagt, auf normale Standhöhe spannen und nötigenfalls die Form ein wenig korrigieren ...und eben wieder z.B. tagsüber stehen lassen, ein paar mal ziehen und über Nacht dann abspannen bis Urazori sich um 20cm oder vielleicht 22-23 wenn Du möchtest, einpendelt.

Das mit dem Sehnenverlauf kann ich mir momentan nicht so recht vorstellen...

Ich hab' auch z.B. Bögen, bei denen die Sehne ein wenig um die obere Nocke rutscht wenn man schiesst ...
Und wenn der Bogen stark iriki ist kann es auch mal sein, dass die Sehne zwar mittig hängt aber dann ganz leicht schräg relativ zum Klangholz verläuft...
Wenn es um ein paar Millimeter geht (und tendenziell in die richtige Richtung) dann halte ich das nicht für wirklich bedenklich. Da muss man im Gebrauch halt ein Auge drauf halten, dass nicht mehr draus wird.

Prinzipiell würde ich aber nochmal sagen: Bogen auf Standhöhe und bewegen und gezogene Form anschauen...
Dann wird man sehen ob die Form wirklich stimmt und wie er arbeitet. Kann auch sehr gut sein Sehnenverlauf ändert sich wenn der Bogen wieder aktiv wird. Man baut ja z.B. auch eine gewisse "Gegendrehung" in den Bogen ein ... nicht nur Iriki-Form, sondern auch eine leichte Drehung im Griffbereich. Die wird ja mit dem Ruhen mitunter auch verstärkt, normalisiert sich dann aber wieder im Gebrauch.

Naja, ich würd' da einfach mal sehen wie er nach einer Woche mit Aufspannen-ziehen usw aussieht...

Was das Anbinden der Sehne angeht...
Da geht es mehr um das Umschlagen des Bogens.
Wenn ein Bogen sehr viel Reflex hat, dann kann es passieren er schlägt spontan um. Ist mir mal passiert... Ich hatte einen Bogen mit gut 25cm Reflex aufgespannt und leichtsinniger Weise in der Hand um die Achse schleudern lassen - so wie wir das z.B. im Schiessen beim Teki Wari machen. Schwupp! war der Bogen umgestülpt. In dem Fall ist nix passiert, es besteht aber eine Gefahr, dass der Bogen bricht.
Anbinden der Sehne ist also eher ein Sichern gegen Umschlagen - gerade während man am Bogen herumbiegt und korrigiert z.B. - eher als eine Korrekturmaßnahme in sich. Höchstens eben wenn der Abstand oben etwas gross ist und man will ganz sachte dagegen halten... oder ich mach' das ab und zu wenn ich ein Korrekturholz an den Bogen spanne damit er oben nicht zu sehr mit dreht...
Naja...

Gruss,
Mark
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Re: Projekt: Bambusyumi in Form bringen

Beitrag von benzi » 16.03.2015, 10:46

sobald ich dazu komme den Bogen wieder langsam an die Biegung zu gewöhnen... mache ich eine neue Sehne drauf... und versuch dann Bilder vom Sehnenknoten und vom Sehnenverlauf zu machen...

gibt es einen "Trick" wie ich die Länge einer neuen Sehne bestimme ohne den Bogen 10 mal ab- und wieder aufspannen zu müssen bis die Länge stimmt?

liebe Grüße benzi
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