Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
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Nicolas Flamel
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Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Nicolas Flamel » 02.12.2023, 12:34

Hi, danke für die Aufnahme in´s Forum. Sicher gibt es häufig Anfänger-Threads aber ich habe keine FAQ gefunden und vermutlich etwas spezielle Vorstellungen. Los geht´s:
Ich möchte eher intuitiv schießen und habe eine Kreuzdominanz. Habe letztens einen 3D-Parcours besucht und dort einen Longbow für Rechshänder bekommen. Ich habe nach Gefühl geschossen und es hat auch ganz gut geklappt. Trotzdem hätte ich am liebsten einen beidhändigen Bogen, falls ich doch mal auf die andere Bogenhand umstellen möchte. Der Leihbogen hatte 30lbs, das hat mich schon ganz gut gefordert, ich bin ein großer Schlacks, aber nicht unsportlich. Vielleicht könnte sogar weniger Zuggewicht zum Anfang gut sein aber ich würde eher mal die Arme trainieren und um 30lbs einsteigen, damit ich nicht nach kurzer Dauer gleich einen neuen Bogen brauche. Ist das so sinnvoll?
Habt Ihr Tips? Ich bin aktuell bei drei Bögen hängen geblieben: Flagella Dei Langbogen 71" 26-30lbs, Flagella Dei Skythen Bogen 26-30lb oder den Langbogen Black² von Baier in 30lbs. Was meint Ihr? Langbogen finde ich eigentlich besser aber das Packmaß ist ja eine Nummer für sich ;) Darum tendiere ich fast zum Skythen, aber ich habe soge, dass der zu nervös zum Einsteigen ist und für meune Größe vielleicht zu wenig Auszug besitzt. Gibt es andere gute und erschwingliche Bögen, die sich beidhändig schießen lassen?
Teilbare klassische Langbögen habe ich keine gefunden. 1000 Dank schon mal :)

Viele Grüße Nico

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fka
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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von fka » 02.12.2023, 17:03

Hi Nico, der Rolan Snake ist ein guter, günstiger, zweihändiger Einsteiger Bogen.
Es macht keinen Sinn mit einem 30# Bogen anzufangen, wenn es dich anstrengt. Darunter leidet die Technik.
Dann lieber einen takedown Bogen mit zb ILF Aufnahme kaufen und zuerst 16-22# Wurfarme nehmen. Wenn dann die Technik sitzt und die Wurfarme zu schwach werden, neue kaufen und die alten zb auf eBay verkaufen.
Ich weiß halt nicht, ob es solche ILF Griffstücke zweihändig gibt, musst du mal selber recherchieren. Wenn du aber nicht vor hast, mediteran und Daumentechnik zu schießen, sondern dir nur unsicher bist, mit welcher Hand du ausziehen willst, würde ich eher zu Leihbögen raten oder eben der Rolan Snake in 20#... Da machst nicht viel Geld kaputt und kannst testen wie es sich besser anfühlt.
LG Felix

Nicolas Flamel
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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Nicolas Flamel » 03.12.2023, 22:04

Vielen Dank. Leider sträubt sich deer Ästhet in mir massiv gegen einen Kunststoffbogen. Ich habe mich nun für einen Flagella Jadgbogen aus Holz/Fiberglas und 26lbs entschieden. Den hatten sie vorrätig und offensichtlich auch ausgemessen (bei den Bestell-Bögen ist der Spielraum beim Zuggewicht sonst bei 26-30lbs). Ich hoffe, ich habe mich richtig entschieden. Nach meinen Recherchen glaube ich aber, das sollte ganz gut passen.

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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Alwin.K » 05.12.2023, 15:36

Hallo Nicolas, ich kann dem Tip "Rolan Snake" eigentlich nur zustimmen.

viewtopic.php?f=5&t=33340

Und ich wäre im Traum nicht auf diesen Bogen gekommen, wenn ihn Armin Hirmer von Malta Archery nicht als Einsteiger-, Lern- und Übungsbogen empfohlen hätte.
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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Alwin.K » 05.12.2023, 16:03

Nicolas Flamel hat geschrieben:
02.12.2023, 12:34
Hi, danke für die Aufnahme in´s Forum (...) Viele Grüße Nico
Nico, ich könnte Dir aus eigener Erfahrung den Metis-Hybridbogen von Buck Trial, zum Beispiel bei Martina Berg / Bogensport Deutschland empfehlen: ein klassicher Bogen, beidhändig zu schießen, mit moderatem Zuggewicht wählbar, aus schnellem Material und mit einer schnellen Dyneema Sehne.
--> https://www.bogensportdeutschland.de/bo ... 1701787048

Wäre natürlich interessant zu wissen, wie groß Du bist. Der Flagella Dei 71" DR Storm zum Beispiel ist ganz schön groß (Langbogen halt :) ) Den Bogen habe ich mir vor drei Wochen gekauft; ich bin Flagella Dei-Fan :D
Der skythische Reiterbogen ist auch sehr schön, aber vielleicht nicht unbedingt ein Einsteigerbogen..... Aber ein urig traditioneller Bogen, keine Frage.

Wenn Du sehr groß bist (und der 71" Langbogen für Dich in Frage kommt), dann kommt vielleicht auch von der BogenSportWelt der Drake Athkins (70" oder 74") in Frage --> https://www.bogensportwelt.de/DRAKE-Ath ... ridbogen-L; beidhändig und ohne Schussfenster.

Den 60"-DR Storm Jugendbogen kannst Du bei Flagella Dei als LH, las RH, als Twin-Bow mit zwei Schußfenstern und ganz ohne Pfeilauflage bestellen: https://traditionalbowshop.com/de/lamin ... chtshandig

In einer ähnlichen Liga spielen auch bei BogenSportWelt der Drake Huntsman https://www.bogensportwelt.de/DRAKE-Hun ... ridbogen-L
und der Drake Giant Huntsman https://www.bogensportwelt.de/DRAKE-Gia ... ridbogen-L Der Huntsman hat aber eine Pfeilauflage; also LH oder RH-Bogen. Und die Drake-Bögen bei der BSW...... also vom Preis her langen die schon ganz schön zu, gerade wenn Du es als Einsteigerbogen siehst. Dann empfehle ich persönlich neben dem Buck Trial Metis bei Bogensport Deutschland dann doch wieder Flagella Dei.
Hier meine Kundenrezension:
https://www.google.com/maps/reviews/@46 ... &entry=ttu
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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Alwin.K » 05.12.2023, 16:11

...... und wenn wir bei Flagella Dei bleiben:

Der 60" Storm Jugendbogen ist als LH-, als RH- und als Twin-Bow mit zwei Schußfenstern oder auch ganz ohne Pfeilauflage bestellbar. https://traditionalbowshop.com/de/lamin ... chtshandig

Dasselbe trifft auf den 60" deflex-reflex-Storm Jugendbogen zu: https://traditionalbowshop.com/de/lamin ... chtshandig

Und zum Schluß nochmal auf den 71" DR Storm zurückzukommen: Laut Website ist er als LH- oder RH-Bogen bestellbar, aber im Kundenkontakt versicherte mir die Kundenbetreuerin Frau Kaffka, daß man mir auf Wunsch diesen Bogen auch als Twin-Bow mit zwei Pfeilauflagen baut.

So, ich hoffe, ich konnte nun zur Erweiterung Deiner völligen Verwirrung beitragen :)
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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Nicolas Flamel » 05.12.2023, 17:01

Danke für die ausführliche (n) Antwort(en). Ich bin ein eher ungeduldiger Typ und dachte, der erste Bogen ist eh zum Lernen. Darum habe ich mir kurzerhand den Flagella Jagdbogen in 71" it 26lbs mit einem Dutzend Pfeilen bestellt. Ich bin 185 cm groß, das sollte von daher passen. Ich glaube, der ist wie der Storm nur mit Holzfurnier als Top-Sheet. Da der Lagerware war (mit Zebrano, naja) konnten die das Zuggewicht genau messen, anders als bei einem Bestell-Bogen. Ich dachte, der Skythen ist für Anfäger vielleicht ein bisschen zu nervös.
Mittelfristig (Sommer) brauche ich aber noch ein Setup mit kurzem Packmaß, was nebst Familie und Gepäck ins Auto passt.

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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Alwin.K » 06.12.2023, 19:51

Nicolas Flamel hat geschrieben:
05.12.2023, 17:01
Mittelfristig (Sommer) brauche ich aber noch ein Setup mit kurzem Packmaß, was nebst Familie und Gepäck ins Auto passt.
-->
Käme ich also wieder auf den Buck Trial Metis, oder doch den Kunststoffbogen Rolan Snake (genaugenommen Polymerkomposit, ein Kunststoffverbundmaterial) oder die beiden oben erwähnten Flagella Dei-Jugendbögen zurück - alles traditionelle 60 Zoller. Sicher - Reiterbögen sind kürzer; die längsten die MIR bisher untergekommen sind, haben 58", die kürzesten die ICH kenne so um die 47".
Ich möchte mich auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen - ich bin ja selber erst seit Juli aktiv und de facto ein Einsteiger, der gerade dabei ist, die Anfängerschuhe auszuwechseln und das Laufen zu lernen :D
Ich hab auch schon paar Erfahrungen gemacht, auch paar Fehler (aus denen man lernt). Fakt ist auch, der erste Bogen ist nicht der letzte, unter Umständen gibt man ihn auch ganz ab und er spielt nicht mal mehr die zweite Geige; dafür bei jemand anderem die erste Geige. Mein Einsteiger war ein ganz einfacher 70 Zoll Rattanlangbogen. Der schießt jetzt woanders.
Noch was zu den immer wieder aus vielen Richtungen zu hörenden Empfehlungen mit den TakeDown-Recurves, weil man da die Wurfarme wechseln kann. Das mag also nüchtern pragmatisch klingen; aber:
Bei einem Bogen spielen auch Emotionen mit, Geschmack und Vorlieben. Ein Bogen muß auch gefallen. Und mir persönlich gefallen diese TakeDown-Recurves eben überhaupt nicht
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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Mike W. » 22.12.2023, 20:24

Ein Bekannter von mir hatte sich auch so nen * Englischen langbogen* Rattanprügel andrehen lassen.
Der Spaß damit hielt sIch in Grenzen!
Das änderte sich erst als ich den gekürzt und die Enden mit der hip um nen Topf gebügelt hatte.

Fazit: gut geeignet um das Biegen mit Waren o zu üben
für den Anfänger nur bei hoher Frustratiostoeleranz brauchbar.
Zuletzt geändert von Mike W. am 22.12.2023, 20:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Alwin.K » 22.12.2023, 20:33

Mike W. hat geschrieben:
22.12.2023, 20:24
Ein Bekannter von mir hatte sich auch so nen * Englischen langbogen* Rattanprügel andrehen lassen (...)
Fazit: gut geeignet (...) für den Anfänger nur bei hoher Frustrationstoleranz
Ja, meine "Frust"-Toleranz hatte Grenzen. Nach drei Monaten habe ich ihn abgegeben. Selbst als Einsteiger waren die Grenzen des Bogens schnell erreicht und kein Fortschritt mehr zu verzeichnen. Das war dann der Punkt, als meine Frusttoleranz ihre Grenzen aufzeigte.
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Re: Welchen (klassischen) Bogen für Einsteiger

Beitrag von Mike W. » 22.12.2023, 21:35

Mein Tip
Ein günstiger Langbogen mit passenden Carbonpfeilen....

Warum?

Halte den linkshandbogen zwischen 10 und 11 uhr und ziehe bis zum Mundwinkel.
Sieh mit beiden Augen auf das Ziel....der Rest kommt von selbst..
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