Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
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kra
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Re: Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Beitrag von kra » 05.01.2009, 11:39

;D ;D

Und in diesem Fall ist die Chance sehr groß, das bei Abschuß die Selfnocke aufplatzt. ???
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

RubenAryala
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Re: Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Beitrag von RubenAryala » 05.01.2009, 21:46

Ich habe mich jetzt entschlossen, eine neue Sehne zu drechseln. 14 Stränge und dann noch eine riesige Mittenwicklung scheint mir übertrieben. Ich mache eine mit deutlich weniger von alledem, die dann wahrscheinlich 10 gramm leichter ist. Damit schlage ich zwei  Klappen mit einer Fliege, weniger bis keine Klemmung und 10 gramm weniger auffe Sehne, das gibt mindestens wenn nicht noch mehr an Geschwindigkeit.

Was hindert einen eigentlich daran, eine ungerade Strangzahl zu wählen ? Ich schwankte gerade zwischen 8 und 10 Strängen, wieso eigentlich nicht 9 Stränge ? Ein Strang-Ende an jedem Ohr, was macht das schon, gewickelt sowieso werden es muß.

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Heidjer
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Re: Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Beitrag von Heidjer » 05.01.2009, 22:18

Die Tradition oder das Symmetrie Gefühl. ;D
Bei 9 Strang bietet sich auch eine Dreifachgespleiste an. ;)

Gruß Dirk
Zuletzt geändert von Heidjer am 07.01.2009, 01:00, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.

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Re: Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Beitrag von RubenAryala » 06.01.2009, 09:37

Sach det nich. Die Wissenschaft hat festgestellt, daß das Schönheitsempfinden des Menschen die Symmetrie anstrebt. Aber wenn ich es ganz unauffällig mache, wird es doch wohl keiner merken. Alle werden denken "oh, welch kräftige 8-Strang-Sehne". Andere werden denken, "Ah, so eine schön schlanke 10-Strang-Sehne".  ;D

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Re: Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Beitrag von RubenAryala » 13.01.2009, 16:00

Ich habe eine 7-Strang-Sehne (Endlossehne) aus Spectra gemacht. Bei den Ohren habe ich je vier Fäden B50 mit umwickelt, an der Mittenwicklung deren zwei. Die Ohren sind schon dick und rund und daher habe ich keine Bedenken, daß die Sehne den Bogen put machen wird. Die Mittenwicklung ist jetzt so, daß die GoldTip nur ganz leicht einnocken, die Fichtenholzpfeile hingegen überhaupt nicht. Die Mittenwicklung erstreckt sich auch nur über 10 cm. Die ganze Sehne ist derartig leicht, daß ich schon recht gespannt darauf bin, ob und wie sich die beschriebenen Veränderungen auswirken.

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Re: Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Beitrag von Artifex » 26.07.2015, 22:39

Würde gerne dieses Thema noch mal kurz erwärmen. Habe bislang Bohning Classic Nocks auf allen unseren Pfeilen verwendet (also Holzpfeile). Die Klemmkraft entspricht bei dem oft erwähnten Maß wo sich der Pfeil bei leichtem zupfen an der Sehne bereits löst.
Nun hab ich mir zu Testzwecken mal Carbonpfeile besorgt (CrossX 600 volle Länge) bei denen allerdings die Nocken sehr eng sind. Es kommt richtig so ein kleines "zonk" wenn man den Pfeil einnockt. Man muss die Sehne (mit senkrecht nach unten hängendem Pfeil) schon ca. 5-6cm ziehen und loslassen bis sich der Pfeil löst. Gleich vorweg - das passt mir nicht und muss ich irgendwie ändern.

Aber kurz zu meiner Frage: Der Pfeil "schläg" beim Abgang von der Sehne irgendwie aus, ich kann das nur so beschreiben wie wenn ein Pferd mit den Hinterbeinen nach oben ausschlägt. Dadurch geht er viel zu tief. Verändere ich die Nockhöhe zu meinem für Holzpfeile gesetztem Nockpunkt nach unten ODER nach oben wird es nicht besser, es wird noch schlechter, der Pfeil schlägt noch mehr aus.

Kann dies auch rein durch die sehr starke Klemmkraft bedingt sein und gar nicht so sehr von der Nockpunkthöhe?
Bzw. die Carbonis sind ungekürzt, schauen also ca. 10cm über den Bogen hinaus. Könnte das auch noch ein Grund dafür sein?
Der Spine scheint zu passen, die Pfeile passen mir auf der Scheibe nur in der Höhe absolut nicht verglichen mit meinen Holzpfeilen. Ich weiß grad nicht wo ich ansetzen soll. Länge oder Nocke.

Danke, Artifex

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Re: Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Beitrag von Heidjer » 27.07.2015, 19:24

Bei der Nocke, eine klemmende Nocke kann den besten Ablass ruinieren. ;)


Gruß Dirk
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Re: Klemmnocken: Wie fest ist noch tolerabel ?

Beitrag von Artifex » 10.08.2015, 21:47

Spät aber doch, habe erst jetzt Ergebnisse.
Danke für den Tipp, am Wochenende habe ich die größeren Nocken getestet. Der Abgang des Pfeils ist besser aber zufrieden war ich noch immer nicht. Was ich offensichtlich aber total unterschätzt habe sind Vanes über Shelf. Sogar diese Minivanes mit nur 2" machen Probleme am Shelf.
Wenn ich dann nun alle Pfeile von Vanes auf Federn umgebaut hab werd ich auf Freude mit den Carbonis haben.
lg, Artifex

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