Training: Thema Muskel-Erwärmung

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
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Andreas83
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Training: Thema Muskel-Erwärmung

Beitrag von Andreas83 » 26.11.2015, 21:01

Hallo, ich versuche mich mal hier ein wenig mit dem Training an sich auseinanderzusetzen.
Anfangen möchte ich hier erstmal mit der Erwärmung bei Bedarf gehts dann weiter.

Auch hier gilt viele Wege führen nach Rom und es ist alles bitte immer an die eigene Leistungsfähigkeit anzupassen.

Da ich Physiotherapeut bin wird das meiste aus der Sportmedizin kommen.

Aufbau eines (fast)jeden Trainings im Sport (Ausnahme z.B. Schach):

- Erwärmung
- Haupteil ( hier kann das Krafttraining, Ausdauertraining aber auch das Bogenschießen selber usw. stehen)
- Abwärmen

Erwärmung

Arten der Erwärmung:
> allgemeines Aufwärmen
> spezielles Aufwärmen

allgemeines Aufwärmen (Kritischer Punkt vor dem Bogenschießen da ich in einer Zielsportart meist einen ruhigen Puls braucht)

Ziel: Ehöhung der Körperkern- und der Muskeltemperatur (künstliches Fieber)
Warum? Anstieg der Stoffwechselvorgänge pro Grad Temperaturerhühung um ca. 13%

Physiologische Auswirkungen
> gesteigertes Herz- und Atemzeitvolumen
> technische Lernprozesse, Koordination, motorische Präzision sind verbessert
> gesteigerte Belastbarkeit der Gelenke
> Verletzungsprophylaxe
> Beschleunigung der Kotraktionsbereitschaft um ca. 20% bei 2 Grad erhöhter Körpertemperatur
> gesteigerte Durchblutung

Spezielles Aufwärmen

> Einarbeiten in die speziellen Belange der jeweiligen Sportarten
> Anpassen an Besonderheiten der Umgebung
> bedarfsgerechte Umverteilung des Blutes

Dynamisches Dehnen eignet sich bei gut trainierten Sportlern eher für den
Einsatz vor, statisches Dehnen für den Einsatz nach einer Trainingseinheit.

Bei bedarf lässt sich das ganze noch weiter ausführen, Umfang/ Intensität, Dehnen.

Konstruktive Kritik und Vorschläge sind erbeten.

Viele Grüßen Andreas

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Blacksmith77K
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Re: Training: Thema Erwärung

Beitrag von Blacksmith77K » 26.11.2015, 21:37

Vielleicht bin ich jetzt etwas platt in meiner Ausdrucksweise, aber WAS hast du vor? ???
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

76" Yew Warbow (ELB) 135#@32"
74" Yew Warbow (ELB) 105#@32"



...and several yew warbows...

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Spanmacher
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Re: Training: Thema Erwärung

Beitrag von Spanmacher » 26.11.2015, 21:41

Ich finde, dass Du da ein interessantes Thema anschneidest.

Für mich, der ich ausschließlich Langbogen aus Vollholz schieße, stellt sich das Thema "Erwärmen" allerdings ein bisschen anders dar.
Langbogen aus Vollholz sind ja bekanntlich Sensibelchen.
Deswegen müssen sie vor jedem Einsatz wieder langsam auf Dehnung gebracht werden. Vielfach wird das als "Warmziehen" bezeichnet.
Die Raucher unter den Bogenschützen ziehen ihren Bogen eine Zigarettenlänge lang warm. Ich, als Ex-Raucher, mache das fünf Minuten lang.
Bei dieser Übung beanspruche ich so peu á peu genau die Muskelgruppen, welche ich dann auch zum Schießen einsetze. Genügsam, wie ich nun mal bin, reicht mir das völlig aus.

Mir kommt gerade der leise Verdacht, dass mein Bogen empfindsamer ist, als ich...... ???
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Andreas83
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Re: Training: Thema Erwärung

Beitrag von Andreas83 » 26.11.2015, 21:43

Ganz einfach, in vielen Beiträgen liest man übers Trainig, vor allem Muskelaufbau und so, da diese Information weit verstreut sind, dachte ich es mal auf einen Punkt zu bringen aber bevor ich mich mit Speziellem wie Superkomensation, Kraftpyramiede, Muskelarten, Krafteinteilung usw auseinandersetze, wollte ich mal vorne anfangen warum und wieso Erwärmung, immerhin wird es nach meiner Erfahrung von vielen Ignoriert.

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Re: Training: Thema Erwärung

Beitrag von Grinso » 27.11.2015, 01:23

Ich werde gerne weiterlesen in diesem Thema.

Ich arbeite auf dem Bau und finde das Bogenschiessen erst interessant, seit ich einen Bogen mit gut 50 Pfund gebaut habe. Den ja, das gibt dem ganzen eine sportlichen Aspekt. Klar, nur meine Meinung. Bitte steinig mich nicht.

Lustigerweise hat ein Kollege von der Arbeit bei mir grosse Mühe, einen 40 Pfund- Bogen ruhig zu ziehen und halten.

Nun habe ich einfach eine Frage: Warum kann jemand, der Problemlos 50kg heben kann und damit eine Treppe hochläuft keinen 50 Pfund Bogen ziehen?

so noch ein Gedanke dazu: man schiesst sich ja auch ein vor einem Turnier?? tut dem Bogen und dem Schützen gut
Was vorstellbar ist, ist auch machbar.

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Wilfrid
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Re: Training: Thema Erwärung

Beitrag von Wilfrid » 27.11.2015, 05:34

Könnte mal jemand ein m im Titel spendieren?

Nun, beim Bogenschießen werden denn doch noch zusätzlich andere Muskelgruppen benutzt. Deswegen ist das beste Traing fürs Bogenschießen, das Bogenschießen

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Re: Training: Thema Erwärung

Beitrag von ralfmcghee » 27.11.2015, 07:38

@Grinso, Wilfrid:

Das ist in der Tat eine gute Frage. Ich habe in meinem Umfeld auch beobachtet, dass Leute, die kräftiger sind als ich, meine 47#-Bögen nicht ziehen können. Einer davon schafft auch 35# nicht. Nun könnte man meinen, dass diese Leute vielleicht Kraft haben, Zugbewegungen aber nicht gewohnt sind. Ich weiß aber, dass diese Leute gut an anderen Dingen ziehen können - nur mit den Bögen kriegen sie es nicht hin.

Insofern wüsste ich auch gerne, warum das so ist.
Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht.
Der Student geht zur Mensa bis er bricht.
Mein Bogen geht auf den Tillerstock bis er bricht.

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Re: Training: Thema Erwärung

Beitrag von Wilfrid » 27.11.2015, 07:44

Erstmal falsche Technik und dann eben einfach untrainierte Rückenmuskeln. Dazu die Muskeln des Schultergürtels

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Andreas83
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Re: Training: Thema Muskel-Erwärmung

Beitrag von Andreas83 » 27.11.2015, 08:41

@Grinso, Wilfrid:

Die Antwort auf eure Fragen ist aus der Ferne nicht ganz einfach. Ich versuche es dennoch:
Zum einen wie hier beschrieben, eine schlechte Technik oder aber auch ein ungünstiger Stand, könnten dazu
führen.
Desweiteren ist das Aussehen nicht immer entscheident, hier kommt noch hinzu das wir Menschen
unterschiedliche Muskelfasertypen haben, die für verschiedene Arbeiten gedacht sind: Ein Langstreckenläufer
ist kaum in der Lage einen Sprint zu gewinnen.

Dazu kommt dann noch die Genetische Veranlagung sowie die Muskelarbeit selber: Konzentrisch ca 80%, Statisch 100%
Exentrisch 120% Kraftentfaltung.

Das Bogen schießen selber sollte nicht als alleiniges Muskeltraining gelten, da ich so ein Missverhältniss zwischen
Spieler und Gegenspieler der Muskulatur. Außerdem gibt es da noch gewisse Bowtrainer (z.B. auch Theraband)...
Es ist von grroßem Vorteil wenn der Körper über das übliche Maß an Belastung trainiert wird (gilt auch für den Beruf),
wenn ich am Tag 100 mal von einem Stuhl aufstehen muss, so sollte mein Körper mindestens 50% mehr können, so das es dann im Alltag (des Bogenschützen) dann kaum bis keine Beschwerden gibt.

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Re: Training: Thema Muskel-Erwärmung

Beitrag von Wilfrid » 27.11.2015, 09:04

Also, mit etwas Aufbau -Training und der richtigen Technik sind 75 # @32"-34 " drin ...
Das sollte zwar nicht das normale Ziel sein, aber es ist drin.
Die ganze Chose hängt nicht nur an den Muskeln, sondern viel auch am Druck auf die Gelenke und den Schmerzen, die durch die Sehne in der Hand etc. entstehen.

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Re: Training: Thema Muskel-Erwärmung

Beitrag von Spanmacher » 27.11.2015, 10:00

Jetzt aber bitte nicht alles in einen Topf werfen.

Der Thread-Titel spricht von Muskel-Erwär(m)ung und ich gehe davon aus, dass damit die Phase direkt vor dem Schießen gemeint ist.
Was inzwischen Thema ist, ist der Muskel-Aufbau für das Schießen, welcher unabhängig betrieben werden kann.

Das zweite Thema finde ich auch sehr interessant. Aber ich habe die Bitte, dass das separat behandelt wird. Das ist es wert.
Ein zu hohes Zuggewicht ist nichts anderes als Körperverletzung und verhindert darüber hinaus einen brauchbaren Trainingseffekt.

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Re: Training: Thema Muskel-Erwärmung

Beitrag von benzi » 27.11.2015, 10:06

seit ich das hier regelmäßig mache, habe ich ein deutlich besseres Gefühl für die Rückenmuskulatur und bin dann später drauf gekommen es auch als Aufwärmtraining vor dem Schiessen zu machen... besonders Übung 4 hat es mir in diesem Zusammenhang angetan...

https://wild0ducks.wordpress.com/2013/03/24/die-5-tibeter/

liebe Grüße benzi
"Du hast den Verstand verloren, weißt Du das?" "Dafür hab ich ein Leben lang üben müssen"
(Peaceful Warrior, Film)

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Re: Training: Thema Muskel-Erwärmung

Beitrag von Andreas83 » 27.11.2015, 11:47

@Spannmacher

Auch, zum einen sollte man sich immer vor dem
Schießen warm machen, egal ob Training oder Tunier.
Zum anderen aber eigentlich immer vor Körperlichen
Sportbetätigungen.
Ich gehe sogar soweit vor nem Umzug mich warm
zu machen.

Und ja es kommt nicht nur auf die Muskeln an,
Bänder, Gelenke, Bewegungsausmaß, Fehlstellungen, Verschleiß, Erkrankungen, Operationen, mentale Fähigkeiten... die Liste ist lang

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Re: Training: Thema Muskel-Erwärmung

Beitrag von Andreas83 » 27.11.2015, 20:44

Da es auch zum Teil zur Erwärmung aber vor allem zum Training gehört, hier ein paar Anregeungen zum Dehnen.

vor einer Sportlichen Belastung

> Dehnung 1 mal endradig ca 10 Sk./Muskelgruppe, eher aktive Dehnungsmethode

zur Bewegungserweiterung

> Einbeziehung verschiedener Dehnmethoden, aktiv, passiv, dynamisch, statisch
> täglich bis mehrmals täglich in Serien (5-8), Dehnungsreiz langanhaltend (über 30 Sek.)
> anschließende Kräftigung der Gegenspieler (Kraftausdauer, ca. 25 Wh,)

nach einer sportlichen Belastungen


> zur Entspannung, Tonusregulation, Bewegungserhalt
> ca. 20-30 Sek./Muskelgruppe, eher passive Dehnmethode

Dehnungsarten

aktiv: statisch oder dynamisch
passiv: dtatisch oder dynamisch

Tiefer gehende Ausführung nach Wunsch.
Um Muskeltraining würde ich dann lieber ein neues Thema aufmachen wollen, bei Bedarf.

fletchershans
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Re: Training: Thema Muskel-Erwärmung

Beitrag von fletchershans » 30.11.2015, 14:13

Was ist denn überhaupt die Frage ? Vor- und Nachteile sowie Methoden des Aufwärmens sind doch heutzutage hinreichend bekannt ...


???

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