Kaya Windfighter reparieren

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
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conti03
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von conti03 » 03.02.2016, 15:45

Wohl gesprochen von Ralph.
Jede Schöpfung ist ein Wagnis.
C. Morgenstern

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grumpf
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von grumpf » 03.02.2016, 15:48

Die Sehnenplätchen sind der Schwachpunkt, entweder sie fliegen schnell ab oder halten ewig.
Der Weg zum Händler wäre der Formal korrekte. Der schickt den Bogen in die Niederlande und bekommt ihn auch nur geklebt zurück.
Ich habe meinen damals gefragr, ob ich selber kleben darf (dauert 10min) und er hat weniger Aufwand.
Wie groß ist Deine Frau? Meine Tochter mit Ihren knapp 1,60m und unser anderes Mädel im Verein (ähnlich groß) haben keine Probleme. Am Anfang ist es nur ungewohnt.
Wichtig spanne nur nach Anleitung auf, also Wurfarm zwischen die Beine (notfalls den Bogen nicht parallel zum Boden einklemmen, sondern leicht nach oben laufen lassen) und nicht den Griff am Hintern haben.

VG Jens

P.S: Ralph war schneller.
Beim Bogenschießen sollte auf geeignete Kleidung geachtet werden. ;)

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Eberesche
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Eberesche » 03.02.2016, 18:17

Hallo,
die Kleberfrage wurde ja geklärt.

Zum Aufspannen: Die von Benzi verlinkte "Anleitung" ist für einen Recurve brauchbar (für den sind solche Spannschnüre auch gedacht), beim KTB lieber so wie es der Hersteller empfiehlt.

Hier gibt es das Ganze in größeren Bildchen: >> klick <<. Erfordert etwas Übung, klappt aber dann jedes Mal besser.

Wichtig ist, dass man so beide Enden der Sehne sicher platzieren kann. Erst oben Sehne einhängen, rechten Daumen drauf und fixieren, dann durchsteigen, oberen Tip mit der Hand nach vorne schieben und unteren Tip mit dem linken Knie, Sehne mit der linken Hand unten einhängen, das Öhrchen falls verdreht glatt ziehen und in die Mitte des schwarzen Gummiteils schieben, dann die Sehne straff werden lassen. Wenn die Sehne oben oder unten seitlich am Wurfarm vorbei rutscht, macht das Bogen und Mensch unter Umständen großes Aua.

Das Risiko des Verdrehens ist klein, wenn die Sehne keine Chance bekommt quer zum Wurfarm zu ziehen. Der Bogenrücken und die Wurfarminnenseite sind gerade, man kann sie also ohne große Probleme jeweils flach am Körper anliegen lassen bzw. gerade in die richtige Richtung schieben.

Im Unterschied zu dem Herrn auf dem Bild platziere ich den Bogen eher waagerecht zum Boden, dann muss ich mich zum Einhängen unten nicht so tief bücken. Nicht wundern, es ist Absicht dass das rechte Bein nicht am Bogengriff drückt, sondern an der Innenseite der Wurfarmmitte. Nur der untere Wurfarm wird zwischen den Beinen gebogen, beim anderen schiebt man nur mit der Hand den Tip nach vorne.

Abgesehen von dem Sehnenschemelproblem ist der Windfighter ein toller Bogen. Viel Spaß damit!

Gruß
Anna
Zuletzt geändert von Eberesche am 03.02.2016, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.

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Squid
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Squid » 03.02.2016, 18:17

Shokunin: Nichts für Ungut, aber wir sind hier schlicht und einfach nicht in Asien.

Wenn ich hier was kaufe, dann hat das zu funktionieren. Egal ob Ramschware oder High-End Produkt. Und wenn irgendwas zerbröselt, dann muss das eben behoben werden. Auch wenn es nur 20 Cent kostet.
Und ja: Hat der Verkäufer Mist verkauft, dann zahlt er eben den Versand von vielen €. Übrigens auch die Versandkosten des Kunden. Soll er halt keinen Mist liefern.

Was das aber mit Bogensport / Bogenbau zu tun hat , ist mir nicht klar. Das gilt überall und ist Gesetz und kein bürokratisches Fass. Und das is auch ganz gut so, denn ich habe immer recht wenig Lust, erst mal die Heizspiralen im neuen Föhn zu richten, bevor ich brandfrei die Haare trocknen kann.

PS: Dass ich das mit einem Tropfen Pattex ganz privat beheben würde muss ich wohl nicht erwähnen... ;)
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.

Dyson
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Dyson » 03.02.2016, 21:51

Vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Hab nun leider keinen Pattex bei uns bekommen, aber dafür bestellt. So wird er am WE repariert, mal sehen ob es beim zweiten Spannen hällt und dann probieren wir mal die Beintechnik aus. :)

Barisat
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Barisat » 05.02.2016, 00:56

Hallo Allerseits, hallo Dyson

Mich würde interessieren, ob Ihr das gute Stück bei dem gleichen Händler gekauft habt, der Dir auch den Leopard verkauft hat, der keiner ist.
Falls ja, würde ich mir überlegen, ob ich mir nicht nen anderen Händler suchen sollte. Ich hätte jedenfalls so meine Bedenken, ihm noch eine dritte Chance zu geben, das Ding zu vergeigen. Das Geld wächst bei Euch denke ich auch nicht im Gemüsebeet hinterm Haus.
Falls aber doch, hätte ich auch gerne ein paar Samen davon... :D

Gruß

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Sateless
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Sateless » 05.02.2016, 01:21

Barisat hat geschrieben:Falls ja, würde ich mir überlegen, ob ich mir nicht nen anderen Händler suchen sollte. Ich hätte jedenfalls so meine Bedenken, ihm noch eine dritte Chance zu geben, das Ding zu vergeigen.


Was ist los? Die abfliegenden Sehnenbänkchen sind kein Händlerfehler, sondern treten händlerunabhängig immer mal auf, da dies schwierig zu lösen ist (starrer Gegenstand auf hartem und flexiblem Grund aufkleben ist schwieriger als andersrum) und dieser Bogen im Niedrigstpreissegment nicht die Verarbeitungssorgfalt eines Handwerkserzeugniss im vierstelligen Eurobereich haben kann. Die Dinger fliegen gelegentlich ab, halten oft ewig, und sind immer mit einer <5min "Reparatur" wieder am Wurfarm anklebbar. Wo zum Goldfisch ist da der Händlerfehler?
Ich schreibe ohne Autokorrektur lesenswerter. Du etwa auch?
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Barisat
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Barisat » 05.02.2016, 01:37

Hallo Sateless

Ist schon klar, das man im unteren Preissegment keinen Top-Bogen erwarten kann. Aber wie es scheint, passieren solche Sachen bei den Teilen öfters. Man scheint ja hier im Forum gewisse Erfahrungen mit diesem Hersteller zu haben.
Wenn ICH Händler wäre, würde ich so was gar nicht erst anbieten. Wenn da mal was buchstäblich ins Auge geht, bin ich auch derjenige, der dann unter Umständen dafür gerade stehen muss und in die Regresspflicht genommen wird. Und das kann mich dann mal eben meine Existenz kosten, mindestens aber übelst teuer werden.
Außerdem habe ich ja dann auch einen Ruf zu verlieren und der ist ja, wenn man ein Geschäft führt, von dem man leben können möchte oder muss ja nicht gerade zu vernachlässigen.
Wenn das tatsächlich der gleiche Händler wie bei dem Leo ist, spricht das meiner Meinung nach für alles Mögliche, aber nicht wirklich für Seriosität bzw. Kompetenz. Und zu so einem bringt man einfach kein Geld. Zumindest ich nicht.

Gruß

Barisat >:)
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shokunin
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von shokunin » 05.02.2016, 07:33

Also, zu allererst mal...

all die Leute hier (Kra, Grumpf, Sateless, Benzi, ich,...) die den Kaya tatsächlich geschossen haben halten das für eine absolute Lappalie, die man bei dem Bogen für das Geld auch gerne mal in Kauf nimmt.
Das ist und bleibt ein Top Bogen - vor allem für den Preis.
Und die Antwort war klar: kein wirkliches Problem, das richtet man mit 'nem Tropfen Pattex.

Die jenigen hingegen, die den Bogen offenbar nie auch nur in der Hand hatten, wissen dafür genau wer schuld ist und wer für diesen völlig inakzeptablen Mangel aufkommen muss.
Wäre ja noch schöner wenn man derartigen Schund hinnehmen müsste... wir haben hier ja Gott-sei-Dank Gesetze gegen so etwas...

Das ist hier eben auch mein Problem mit dieser pauschalen Rechtsberatung...
Da fehlt völlig die Perspektive - kein Verständnis des Produktes und offenbar auch keins für den Händler... dem würgt man sofort eine rein wenn man die Chance hat. Das Gesetz erlaubt es mir...
Mich stört hier die allgemeine Einstellung, dass man da sofort Produkt und Händler verwirft und mit dem Gesetz daher kommt... und wenn der nicht sofort in die Gänge kommt, dann wehe ihm usw. Bitte vielleicht mal bedenken, dass der Händler an so einem Bogen vielleicht 30 Euro verdient...
Die Erwartungen müssen zwar nicht dem Preis angepasst werden, auch relativ günstige Produkte müssen dem Zweck tauglich sein, aber etwas Verständnis und Leben-und-leben-lassen wäre halt nett.

Und klar wäre es ideal, wenn jeder Händler jeden Bogen eingehend prüft um derartige Probleme zu minimieren.

Die Sehnenbänkchen sind aber eben Kunststoff auf einen arbeitenden Carbonarm geklebt. Das hält nicht immer optimal, tut der Qualität des Bogens aber auch keinen Abbruch, weil es ja jeder Laie in 2 Minuten nachkleben kann.
Ich kann damit leben, man kann es aber natürlich auch vom Verkäufer richten lassen wenn man meint...

Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)

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Roby-Nie
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Roby-Nie » 05.02.2016, 07:59

@Mark: Beide Daumen hoch!

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Skua
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Skua » 05.02.2016, 09:26

Mark: beide Daumen hoch!!!

Dyson: in welcher Gegend wohnst du, so ganz ohne Baumarkt, Papiergeschäft, Bastelladen (um nur 3 mögliche Pattexquellen zu nennen)?

Grüße, Skua
Keine Hektik, wer hektisch ist macht Fehler!

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kra
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von kra » 05.02.2016, 11:27

Hier gibt es den bei Rewe, Kaufland, Baumärkten, usw. usw.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

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Heidjer
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Heidjer » 05.02.2016, 18:59

@ Mark, Daumen hoch! ;)
@ Kra, ebenso. ;)

Ich denke hier wissen einige nicht worüber sie schreiben.
Der Kaya Windfighter ist ein moderner Reiterbogen aus Korea, der einige große Vorteile hat:

1. Er hat hervorragende Wurfeigenschaften.
2. Er hat ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis, ein anderer Bogen der mit der Leistung mithalten kann, kostet mehr als das doppelte.
3. Man kann ihn schiessen wie man will, Links, Rechts, Mediterran oder mit der Daumentechnik.
4. Kaum ein Bogen hat einen so großen Auszug zu seiner Bogenlänge.

Kein Vorteil ohne Nachteil.
Der eine, jedem bekannt, sind die Sehnenbänckchen die etwas lieblos an den Wurfarm angeklatscht sind und gerne mal abfallen. Ein anderer das Aufspannen, das ein wenig Übung erfordert und dann noch der entscheidende Nachteil für mich, er sieht hässlich aus. ::)

Für den einen ein Vorteil, für einen anderen eventuell ein Nachteil, ist, dass man den Griff für sich selbst optimieren muß.

Und jetzt laßt bitte die Händlerschellte, die können ihre Preise im I-Net-Zeitalter auch nicht nach der Temperatur gestalten, die müssen ihre Preise, ihren Mitbewerbern anpassen.


Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.

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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von shokunin » 05.02.2016, 20:00

Ich muss mich korrigieren...

...Squid hat doch recht.

Erm, naja,... soweit würd' ich jetzt zwar nicht gehen, aber ich hab' mir meinen Kaya heute nochmal angesehen... und ich habe mich geirrt.

Die Sehnenbänkchen sind wohl gerade so im starren Bereich. Ich dachte die wären noch auf dem Carbon, sind tatsächlich aber auf dem Holz - also einem Teil, der wenn nur minimalst mitbiegt.
Naja, das nur der Vollständigkeit halber - die Sehnenbänkchen sind, glaube ich nun, nicht unbedingt im arbeitenden Bereich montiert...
Das ändert nix an der Sehnenbänkchen Problematik dieser Bögen, macht im Zweifelsfall das Kleben aber unproblematischer.

Gruss,
Mark
"I don't believe it!!" (Victor Meldrew)

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Dimachae
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Re: Kaya Windfighter reparieren

Beitrag von Dimachae » 05.02.2016, 20:53

Ich habe 2 von den Kayas.. den kurzen "KTB" und den "Windfighter"... Mir war vor dem Kauf bekannt, dass sie gelegentlich dazu neigen, sich von einem oder beiden Sehnenbänken zu verabschieden... Der "Windfighter" hat sich dann auch nicht lumpen lassen... Puh, was für ein Stunt... ;-) Einige Tropfen "Strong and Safe", Allohol zum entfetten, 20 Sekunden anpressen und gut war's... und hält und hält und hält..

Da wäre mir der Aufwand, den Händler wegen so etwas zu "belangen" doch zu aufwändig...
Gruß, Peter

Der Baum der fällt, macht Lärm... Der Wald wächst leise...

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