Abschussgeräusch dämpfen

Fragen zu Boegen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Bogenbau.
Betelgeuse
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Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Betelgeuse » 01.09.2016, 09:25

Hallo werte Forenmitglieder
Ich hab mir vor geraumer Zeit einen Nergal vom Herrn Clemens bauen lassen, ein toller und schneller Bogen.
Ich mag den Bogen sehr, einzig er knallt beim Abschuss, und das sehr penetrant.
An der Standhöhe liegt es nicht, auch nicht am Spine des Pfeils. (hab ich beides sowohl mit meinem "vereinsausbildungsleiter" und dem Herrn Lenze in Uetze durchgetestet)
Die Wurfarme sitzen auch ziemlich fest in den Aufnahmen.
Das geräusch klingt wie wenn man beim zerlegten Bogen mit den wurfarmen aneinanderstößt, also schon nach Bogen, nicht nach Pfeil.
Kein Vibrieren oder langes geschepper wie bei manchen Fitabögen, es ist halt kein "zonk", sondern ein "zack", und das recht laut.
Der Peter Lenze meint, das kommt, wenn die Sehne beim Abschuss auf die Recurves aufschlägt, manche sind dabei laut, manche nicht, könne man wohl nur mit silencern was dran ändern. Ich kenne zwar auch vereinsbögen mit der halben zugstärke, die auch laut(er) sind, das machts für mich aber nicht besser, ich möchte gern, dass mein Bogen leise ist.
Was meint ihr dazu?
Mit welchen silencern habt ihr die besten Ergebnisse erzielt (Leisungsverlust zu Geräuschdämpfung)
Grüße aus dem sonnigen Hannover
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Bowster
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Bowster » 01.09.2016, 10:24

ein bisschen was bringen Silencer immer, ich mache die übrigens meist aus dem selben Material wie die Sehne, Standhöhe ändern kann auch ganz viel bringen.

Ralph
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Ralph » 01.09.2016, 10:39

Hallo Betel....,

wenn sämtliche anderen Parameter stimmen, würde ich auch einmal den Bogenbauer fragen....

Ungeachtet dessen ist der Gedanke, dass das Geräusch durch das Aufschlagen der Sehne auf den Recurves verursacht werden könnte, nicht fernliegend:
Bei vergleichbaren Auflage- bzw. Kontaktflaechen kommt das auch vor, wie zum Beispiel bei stark retlexen Bogen der Mingzeit (Hesteller Mariner) oder - um Extremfälle zu nennen - bei den Sehnenbruecken von chinesisch-mandschurischen o.koreanischen Bogen. Dort "knallt" das dann richtig und man versucht diesem Phänomen - wie auch der Gefahr der Sehnenbeschaedigung durch Scheuern an diesen Stellen - entweder durch entsprechendes, daempfendes Material der Bruecken wie Babus oder Gummi oder mittels Aufkleben von Filz o.Fleece Herr zu werden.

Daher solltest Du Dir ggf. zwei dünne Filzstreifchen besorgen u. diese unter dem Sehnenverlauf mit elastischem Kontaktkleber wie z. B. Pattex aufkleben. Das sollte den Gerauschpegel erheblich vermindern, ohne Leistungsverlust zu verursachen. Hat ein Bekannter von mir mit seinem Mariner Ming-Bogen z. B. auch schon so praktiziert.

Ich hab die Sehnenbruecken meiner Chinesen ebenfalls mit Filz beklebt.

Das Ergebnis ist, dass Du das Geräusch zwar nicht ganz eliminierst, jedoch erheblich von einem nervend-lautem "Patsch" zu einem ertraeglich leisen "Flupptsch" modifizierst.

Ralph
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Betelgeuse
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Betelgeuse » 02.09.2016, 13:23

Klingt soweit plausibel
meinst du, die komplette Sehnenrinne der Recurves zu filzen oder nur die letzte Kontaktstelle auf standhöhe, also da wo das Aufschlagen "fertig" ist?
für letzteres hab ich im Shop sogar solche Gummipinökel gesehen, welche so aussehen wie die Sehnenbrücken meines Mongolen, und so auf/unterhalb der Recurves geklebt werden sollen, dass die Sehne auf Standhöhe gerade anliegt. Soetwas mal schnell aus Filz (viel leichter als gummi) nachgemacht wäre den Versuch auf jeden Fall wert.
Mit dem Gedanken etwas zwischen Sehne und Recurve zu klemmen (die Sehnenrinne ist da ja nicht umsonst) kann ich mich im Moment nicht so ganz anfreunden.
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Ralph
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Ralph » 02.09.2016, 14:26

Hallo Betel,

ich denke, dass es reichen dürfte, dort, wo, wie Du schreibst, „das Aufschlagen "fertig" ist auf vielleicht einem Zentimeter bis in Richtung Tip den Filz aufzukleben. Das ist auch eine Sache des Probierens.
Dass man dabei auf die Sehnenrinne klebt, wird nicht das Problem sein:
Du müsstest den Filz nur dünn genug ausführen, aufkleben, richtig austrocknen lassen und dann den Bogen ein bis zwei Tage aufgespannt stehen lassen. Die Sehne wird den Filz, sofern er nicht zu dick ist, derart in die Rille pressen, dass die Rille dann wieder zum Vorschein kommt und ihre Funktion - Sehnenführung - weiterhin erhalten bleibt. Nach einigen Schüssen - und damit verbundenem Zusammenstauchen des Filzes, wird sich dieses verstärken. Dies gilt umso mehr, als dass Du -wie vorbeschrieben - die Rille ja nicht auf der gesamten Länge zuklebst.

Sieh mal hier bei diesen Bogen gibt es keine Sehnenrinne:
http://www.cinnabarbow.com/marinerbows/closeups/mingmoon1/201306_MingMoon1Strung.JPG

http://www.cinnabarbow.com/marinerbows/decoration/IMG_1299.JPG

und trotzdem gab es nach dem Aufkleben des Filzes keine Probleme, wie vielleicht das von Dir befürchtete Abgleiten der Sehne (o. k. ... die Wurfarmenden sind auch etwas breiter...).

Eine richtig dicke, "künstliche Sehnenbrücke" mittels Filz oder Gummipstubbel o. ä. würde ich nicht konstruieren. Dadurch nimmst Du dem Bogen zum einen Leistung. Zum anderen wäre diese hier auch nicht nötig: Diese Bauteile brauchen die besagten Bogen, damit die Sehne nicht an den schmalen Siyahs vorbeigleitet oder der Bogen wegen der Länge der Siyahs sonst umschlagen würde. Der Nergal hat jedoch keine solch langen Siyahs bzw. keine solch schmalen Siyahs wie etwa ein Koreaner oder Chinese. Und er hat zur Führung der Sehne die Sehnenrinne, welche diese Bogen nicht haben (und die Du ja auch nicht vollständig zukleben solltest).

Der Filz wir i. Ü. nicht ewig halten; Du wirst ihn ab und zu erneuern müssen.

Ungeachtet dessen: Um sich abzusichern, solltest Du den Bogenbauer selbst noch einmal fragen, ob das Knallen normal ist. Das kann ich nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass dieses Phänomen bei den angesprochenen Chinesen und Koreanern bauartbedingt auftritt. Nicht, dass hier eine andere Ursache vorliegt und man mit dem Filz bloß an einem Symptom herumdoktert - während sich die Ursache der „Krankheit“ andernorts ggf. bogeenvernichtend manifestiert.

Mach doch einfach mal ein Photo und berichte von den Ergebnissen.

Ralph
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Snake-Jo » 02.09.2016, 14:34

Betelgeuse hat geschrieben:meinst du, die komplette Sehnenrinne der Recurves zu filzen oder nur die letzte Kontaktstelle auf standhöhe, also da wo das Aufschlagen "fertig" ist?


Ich würde zuerst mit einer Minimallösung operieren, also zunächst die Aufschlagstelle eruieren und dort dann max. 1 x 2 cm Moosgummi oder Tischtennisschläger-Belag aufkleben mit zweiseitigem Teppichklebeband. Filz geht sicher auch, aber Moosgummi halte ich für effektiver. Falls das keinen Erfolg bringt, so -wie von Ralph beschrieben- weiter verfahren.

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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von fletchershans » 05.09.2016, 18:30

ich kenne den Bogen nicht, aber für alle mit demselben Problem:

Ich klebte mit UHU Endfest früher eine Gummiplatte auf die Kontaktfläche Mittelstück-Wurfarm, um das Geräusch zu mindern. Sodann klang er wie ein geschraubter Oldie ;D

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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Fichtenelch78 » 05.09.2016, 18:54

..das Sehnenmaterial und die Bauart der Sehne macht auch einiges aus. Meiner Meinung nach sind gespleiste Sehnen mit unterfütterten Öhrchen aus "Wisperstring" die leisesten. Sehnedämpfer können wirklich viel bringen. Aber ab einer gewissen Größe bzw. Gewicht "bremsen" sie auch den Bogen. Sprich ...er wird langsamer. "Gummipuffen" auf Wurfarme kleben finde ich keine elegante Lösung. Ich würde da eher in Richtung Standhöhe und Sehne schauen.
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Betelgeuse » 05.09.2016, 22:04

Die Sehne ist eine gespleißte FF. Die Kontaktfläche Mittelstück-Wurfarm hatte ich auch im Auge, vor allem da zum Ende des Abschusses enorme Kräfte auftreten, die auch die Wurfarme anheben können, da diese ja auch nur auf zug nach hinten fest sind.
Eine Whisperstring hatte ich testweise mal drauf, brachte aber nur wenig, aber immerhin überhaupt einen Unterschied.
All zu viel werd ich aber nicht herumdoktern, schießen tut er schließlich so wie er jetzt ist absolut klasse.
Ich werd wohl mal ne lage Fahrradschlauch in die Wurfarmaufnahme packen, dann den Moosgummi am Recurveende mal probieren, und dann auch mal nen "Beaverpuff" basteln (hab noch nen Häschenfell übrig), und schauen welche Einzelmaßnahme und dann welche Kombi das beste Ergebnis erzielt.
Soweit der Plan.
Morgen noch mal im Status Quo auf die schießbahn, und am Freitag werd ich mal den Fahrradschlauch einplanen.
Ich halt euch auf jeden Fall auf dem Laufenden.
Danke für die tollen Ideen! :)

Grüße
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Betelgeuse » 08.10.2016, 18:17

Also
Toilettenpapier in der Wurfarmaufnahme veränderte überhaupt nichts.
Schaumgummidämpfer am Ende der Sehnenführung brachte auch keinen Effekt.
Die Entdeckung, dass ich im Anker den Sehnenverlauf mit der Zughand leicht verdrehe und eine vermeidung dessen brachte etwas.
Eine Whisperstring brachte ebenso etwas.
Ich werd mal schauen ob ich probehalber an Beaverpuffs komme.
Eine Endlossehne statt einer flämisch gespleißten könnte auch was bringen, da der Sound recht eindeutig von den Recurves zu kommen scheint.
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Fichtenelch78 » 08.10.2016, 20:28

Eine Endlossehne ist meiste lauter als eine gespleißte. Eine Endlossehne dehnt sich quasi gar nicht beim erreichen der Standhöhe. Eine gespeißte dämpft, bauartbedingt, diesen "Schlag" etwas.
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von mK » 09.10.2016, 10:05

Mach einfach mal ein paar Fäden Sehnengarn oder Wolle in die Sehne. Das dauert nur wenige Minuten und du siehst bzw. hörst sofort ob es etwas gebracht hat.
Ich habe hier auch so einen lauten Recurve. Moosgummi auf die Auflagen der Wurfarme hat ein wenig gebracht. Wirklich ruhig wurde der Bogen dann mit Silencern aus Fleece. Der minimale Verlust an Geschwindigkeit ist für mich absolut irrelevant. Wichtiger ist mir ein ruhiger Bogen.
HJM Langbogen 68" 50#@28"
Falco Trophy Carbon 64" 48#@28"
Peter Nemeth Farao 62" 43#@28"
Bearpaw Quick Stick 60" 45#@28"
Samick Lightning 60" 45#@28", 40#@28", 35#@28"
---

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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von Betelgeuse » 27.11.2016, 00:49

Ich wollte seit geraumer Zeit schon mit dem Bogenbauer deswegen und auch wegen ein paar anderer Sachen kontakt aufnehmen.
Doch ist dieser egal über welches Medium nicht zu erreichen gewesen.
Nun ist auch noch seine Website offline.
Hat jemand ne Ahnung was mit dem K-H Clemens passiert ist?
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von ffump » 07.02.2017, 14:51

Hallo Betelgeuse,

ich habe auch seit ein paar Wochen einen Nergal.
Er ist im Auslieferungszustand nicht gerade leise, hört sich aber nach meinem Dafürhalten nicht ungesund an.
Mit Pfeilen an der unteren Gewichtsgrenze ist der Bogen lauter als wenn die Pfeile 20 Grain schwerer sind.
Mit selbstgebauten Silencern aus Wolle habe ich ihn so leise bekommen, dass es fast unheimlich war :) .
Das ging allerdings etwas auf die Geschwindigkeit.
Daraufhin habe ich die Silencer so gekürzt, dass es für mich der beste Kompromiß war.

Auf jeden Fall habe ich den Bogen mit den Silencern wirklich extrem leise bekommen.

Ansonsten wäre es hilfreich, wenn Du Daten bzgl. Zuggewicht, Pfeil ( Marke,Spine, Länge, Insert Spitzengewicht usw.) nennen würdest.

Unsauberer Ablass macht den Bogen bei mir auch lauter; eine schöne Korrekturhilfe :) .

Ich denke, dass es auch mit der Performance des Bogens zusammenhängt. Ich habe noch keinen Recurvebogen geschossen, der die Pfeile so effektiv raushaut ( gefühlt- nicht gemessen).

Mit freundlichen Grüßen

ffump

baxmann
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Re: Abschussgeräusch dämpfen

Beitrag von baxmann » 11.03.2017, 10:54

Betelgeuse hat geschrieben:Ich wollte seit geraumer Zeit schon mit dem Bogenbauer deswegen und auch wegen ein paar anderer Sachen kontakt aufnehmen.
Doch ist dieser egal über welches Medium nicht zu erreichen gewesen.
Nun ist auch noch seine Website offline.
Hat jemand ne Ahnung was mit dem K-H Clemens passiert ist?


Hallo Betelgeuse,
Abschussgeräusche beim Bogen haben oft ihre Ursache in der verwendeten Sehne oder besser Sehnenmaterial. Leider ist In keinem der Beiträge erwähnt, welches Sehnenmaterial geschossen wird.
Dazu muss man generell den "Arbeitsweg" einer Sehne kennen. Auf der Sehne lastet die volle Zug-Kraft des Bogens in Ruhestellung des Bogens. Beim Auszug des Bogens wird die Zugkraft der Sehne bis zum Erreichen des Ankerpunktes deutlich entlastet. Mit dem Lösen des Schusses schnellen die Wurfarmspitzen zurück, die Sehne gibt den Pfeil frei, wenn die Standhöhe erreicht ist. Jetzt wirken die Wurfarme abrupt schlagartig auf die Sehne und bauen - da sie in Ruhestellung kommen - die volle Zugkraft des Bogens auf die Sehne wieder auf.
Je stärker der Bogen, desto stärker die Schläge auf die Sehne.
Einflußgrößen für eine Geräuschdämpfung sind die Anpassung der Standhöhe (Auswirkung gering) Einsatz von Sehnendämpfern (Auswirkung eher gering) etc.
Wesentlich größer ist der Einfluss entsprechendes Sehnengarn und vor allen Dingen die richtige Strangzahl zu verwenden.
Evtl. geben uns die Forenteilnehmer zu diesem Thema noch bekannt, welche Bogenstärke, welches Sehnengarn mit welcher Strangzahl eingesetzt wurden.
Gruß

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