gespleißte Pfeile

Fragen zu Pfeilen zum Bogenschiessen. Keine Fragen zum Pfeilbau.
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Kugoda
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gespleißte Pfeile

Beitrag von Kugoda » 10.01.2024, 22:27

Moin,

ich habe da mal eine technische Frage zu dem Flugverhalten gespleißter Pfeile.
Der Schaft selbst ist aus Fichte, der Vorschaft nach dem Bruch aus Kirschholz. Spleiß hat bisher gehalten, das ist nicht das Problem.
Die Flugbahn des bisher einzigen geschossenen und gespleißten Pfeiles war doch recht eigensinnig: Auf 30 Metern Distanz keine Stabilisierung im Flug. Spitze hatte eine weitgehend grade Flugbahn während die Nocke in Form eines Korkenziehers auf die gesamte Distanz getrudelt hat. Zu den Details:
Pfeillänge: 32 Zoll
Spitze: 80 grain
Pfeil: 11/32 und 400 grain, 45-50# Spine
Federn: natur 4 Zoll
Vorschaftlänge ohne Spleiß: maximal 2 Zoll
Bogen: 40 lb selfbow bzw. Rolan Snake 26 lb
Auszug: 29 Zoll (mediteran) oder 31 Zoll (Thumb release)
IMG_20240110_220350.pdf
(1.2 MiB) 71-mal heruntergeladen
Das einzige was mir dazu einfällt, wären tatsächlich längere Federn.
Werde demnächst nochmal die kürzlich gefixten Pfeile schießen mit den oben genannten Werten. Der erste Pfeil hat den Weg unter die Grasnarbe gefunden und wart nie wieder gesehen...

Gruß Stefan

Finvara
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Re: gespleißte Pfeile

Beitrag von Finvara » 11.01.2024, 17:15

Hallo,
ich vermute das Problem liegt in der einseitigen Verklebung der Spließes.
Dadurch entsteht eine Unwucht. Besser wäre wahrscheinlich eine vierer Verbindung von Hartholzpitze und Pfeilschaft.
Gruß Finvara

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fatz
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Re: gespleißte Pfeile

Beitrag von fatz » 11.01.2024, 17:21

Wenn dann isser eher krumm. So unterschiedlich ist die Dichte der beiden Hoelzer nicht. Kann man aber mit den Infos nicht rausfinden
Haben ist besser als brauchen.

Finvara
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Re: gespleißte Pfeile

Beitrag von Finvara » 11.01.2024, 17:34

Stimmt, das könnte eher sein.
Auf jeden Fall werden neue Federn da nicht helfen. Solche Pfeile kann man nur ausmustern.

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Re: gespleißte Pfeile

Beitrag von kyudodetmold » 11.01.2024, 18:04

Wie sieht es mit dem FOC aus? Wie unterscheiden sich die Schwerpunkte der Pfeile? Auch unterschiedliche Gewichte der beiden verwendeten Holzarten können durch diese (einfache) Spleißart zu einer verschobenen Schwerpunktlage (auch in der Achse) führen. Dreht sich der Pfeil problemlos auf dem Handteller?
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Re: gespleißte Pfeile

Beitrag von schnabelkanne » 11.01.2024, 19:48

Ich habe auch Pfeile aus Fichte mir Birne und Kirsche gespleisst, mit Schrägspleiss und die fliegen sehr gut, auch auf kurze Distanz.
Ich schiesse damit oft auf mein selbstgebautes Hochbett aus zölligen Brettern um zu zeigen dass die Pfeile das aushalten. Allerdings hab ich schwerere Spitzen drauf, 125 grain, Spine ist ca. 50#.
Lg Thomas
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Re: gespleißte Pfeile

Beitrag von kra » 11.01.2024, 20:06

Bis zum Arrow-Fix gab es kaum einen anderen Spleiß mit vertretbarem Aufwand. Und die Pfeile sind in aller Regel sauber geflogen.
Und so groß ist der Gewichtsunterschied zw. Kirsche und Fichte auch nicht, das sich der Schwerpunkt massiv aus der Achse bewegt. Mit größerer Federfläche sollte es deutlich besser werden.
Btw, wenn "nur" der Schwanz trudelt deutet das imho eher auf falschen Spine oder Nockpunkt hin. Außerdem täuscht das Auge ganz gerne.
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

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Re: gespleißte Pfeile

Beitrag von Kugoda » 11.01.2024, 21:11

Danke für die Hinweise. Werde mal schauen, was ich daraus mache.

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Re: gespleißte Pfeile

Beitrag von Atheos » 16.01.2024, 20:52

Denke, dass sich der Spinewert und natürlich auch der dynamische Spine verändert hat. Der Spleiß sieht sauber aus und ich spleiße selbst auf diese Art und hatte noch keine Probleme...
Das Bogenschießen war so einfach, bevor wir alle anfingen nachzulesen, wie wir es tun sollen.

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