Erste Gehversuche

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mschiller
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von mschiller » 07.12.2022, 09:11

Nach dem der Bogen fertig ist und ich mich mit einem gemischten Satz an Pfeilen ans einschießen gemacht habe sind nun ich die Pfeile zum Bogen endlich fertig...

Da mein Auszug extra lang ist mussten auch die Pfeile selbst hergestellt werden. Ohne Befiederungsgerät oder anderer Hilfsmittel hat es ein wenig gedauert. Dafür, so denk ich, können sie sich sehen lassen. Kritik und Anregungen gerne erwünscht!

Bambus Schaft 100cm von Arrowfordge
Klebespitze: 100 grain
Befiederung: Truthahn 5" Mittelalter Cut
Nock: Selfnock mit eingeklebten Bambus Spießen
Gewicht: 37 -42 Gramm
Länge: Spitze bis Nock Boden: 36,5"
Cresting: Acrylfarbe handgemalt (müssen noch über lackiert werden)

Eigentlich hätten es ja zwölf werden sollen, aber nach dem ich ein halbes Dutzend fertig hatte juckte es mich so dermaßen in den Fingern das ich ein paar geschossen Pfeile werfen mußte. Die erste Runde noch nicht bei voll Auszug, bei der zweiten Runde hab ich dann den letzten Pfeil bis zum Vollauszug gezogen. Das war's dann,die Sehne hat mir den Pfeil der Länge durch den Nockboden gespalten. Über die Hälfte der Länge, genau durch die Mitte - Schrott 😳. Danach erst mal alle Pfeile fertig und jeden Pfeile gewickelt!

Denke die Wicklung, mit Mittenwickwlgarn und mit Kleber versiegelt, sollte reichen. Oder was meint ihr? Hab ein klein wenig Schiss vor dem nächsten Vollauszug 😰.
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benzi
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von benzi » 07.12.2022, 23:30

Du hattest keine Wicklung an der Bambus selfnocke?

Gut, dass alle Deine Finger noch heil zu sein scheinen... 😊
"Du hast den Verstand verloren, weißt Du das?" "Dafür hab ich ein Leben lang üben müssen"
(Peaceful Warrior, Film)

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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von mschiller » 09.12.2022, 16:50

Ja leider nicht, in einem Thread, ich denke es war aus der Baumbuspfeil Trickkiste, hab ich gelesen das darauf manche verzichten. Naja was soll ich sagen, erster Bogen, erste Pfeile und jede Menge Fettnäpfchen - Newbie halt! aber aus fehlern lernt man(n) ja bekanntlich. ja Ich bin auch froh das mir nicht in der Hand steckt!

Aus schaden wird man Klug und bei der nächsten Bestellung order ich einen neuen Schaft. Spitze und Federn hab ich noch daheim...
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kra
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von kra » 10.12.2022, 14:52

Schicke Pfeile sind's mgeworden ;D .
Wegen der fehlenden Wicklung - mach dir nichts draus. Den Fehler habe ich auch zuerst gemacht - mit exact demselben Ergebnis ;D .
Als Wicklungsgarn kann man fast alles verwenden, vom Mittenwicklungsgarn n bis zum feinsten Seidenfaden den die Rutenbauer für ihre Angeln verwenden. Hängt ganz von der jeweiligen Geduld ab, was man nimmt.

Sehr gut bewährt als vom Aufwand her noch "vernünftige" Variante hat sich bei mir feines Polyester Nähgarn erwiesen. Schau mal bei den Kyudo-Pfeilen, da gibt es Beisliele, die einem das Wasser im Munde zusammen laufen lassen 8) - Vom Aufwand her aber etwas heftig. Nur so als Bsp. was machbar ist schau mal hier
“Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die Normalen gebracht haben.”
– George Bernard Shaw

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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von mschiller » 12.12.2022, 20:06

@kra danke für die Blumen, auch wenn vermutlich bald nur mehr die Hälfte fliegen wird (weil vom Newbie verschossen) soll es ja was gleich schauen. und es beruhigt zu hören das man nicht der einzige ist dem so was passiert ist. Und danke für den Link, die Pfeile sind echt der Hammer, aber das ist mir zu viel Glitzer an den Kyudo-Pfeilen. Die Feder Form hingegen ist sehr schick. Ich denke mein nächster Satz bekommt mehr Farbe. da folgen sicher noch einige. Macht echt Spaß Pfeile zu bauen (Ich hoffe meine Holde liest das nicht ;D )

Bei dem halben Dutzend Holzpfeilen für meinen Sprössling hab ich witziger weise dran gedacht. Der bekam eine schöne Wicklung aus Hanf.

Jetz mal krankheitsbedingt pausieren und den Bogen meiner Holden fertig bekommen dann komm ich sicher auch irgendwann dazu die Pfeile zu werfen und den Bogen richtig einzuschießen. Es Juckt so sehr wenn man neues Material hat und nicht einsetzen kann. Arrrr :D
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von Bogenbas » 13.12.2022, 11:00

Die gleiche Erfahrung hab ich auch machen müssen. Bei mir hats aber zusätzlich die Mittenwicklung aufgeschlitzt. :-[

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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von mschiller » 07.01.2023, 16:59

so es geht weiter, Feiertage vorbei und endlich wieder alle Gesund.
zum Jahreswechsel war ich mit meinem Sohn dann auch endlich am Parcours in Mattersburg und konnte den Bogen noch ordentlich einschießen - endlich ;D

Mittlerweile hat der Bogen, wie von Jo prophezeit, ordentlich Set bekommt und ich liege an beiden WA enden bei Rund 3,5" - 9cm. Ich Frage mich nun ob sich das irgendwann einpendelt bei einem Maximalwert oder ob ich was dagegen machen kann.
Ich inhaliere gerade die TBB Band 2 und frage mich ob eventuell arbeitende Recurves die Lösung meines Problems sein können. Da ja zum einen die Sehne wieder weiter vor wandert, und zum anderen sich ja auch der Sehnenwinkel im Vollauszug verringern würde.

Ich Frage mich aber ob das jetzt mit fertigen Tiller noch möglich ist oder sinn hat. Beziehungsweise dann durch die "verlorene" Länge der Set eventuell noch stärker zunehmen wird? oder wird das dann durch den veringerten Sehnenwinkel ausgeglichen. Eine Banane mag ich auch nicht zu schießen haben ;D ::)

Da ich noch nie Recurves gemacht hab, Was meint ihr dazu?
Länge der Recurves, Radius, Dampf oder doch besser Hitze
Snake-Jo hat geschrieben:
26.11.2022, 09:39
Noch ein Hinweis: POPE gibt in einem seiner Bücher an, dass ein Langbogen aus Eibe 5-10% länger sein sollte als der Schütze .
Bei einem Hickory-American-Flat reicht wahrscheinlich Körperlänge. Aber wie man sieht, kommt man durchaus in den zu großen Sehnenwinkel und der Set nimmt automatisch zu.
Wenn ihr mir hier mit euren Erfahrungswerten und Tipps helfen könntet wäre das Super. Mag mein Erstlingswerk nicht mit doofen Fehlern zu Brennholz verarbeiten. Dafür schießt er zu gut.
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von schnabelkanne » 07.01.2023, 20:05

Ich würde die WA etwas tempern und dabei leicht rückwärts spannen, etwas refelex. Ist die einfachste Lösung, bei Recurves kann viel schiefgehen.
Lg Thomas
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von mschiller » 07.01.2023, 20:49

schnabelkanne hat geschrieben:
07.01.2023, 20:05
Ich würde die WA etwas tempern und dabei leicht rückwärts spannen, etwas refelex. Ist die einfachste Lösung, bei Recurves kann viel schiefgehen.
Lg Thomas
War auch eine Möglichkeit über die ich nachgedacht hab, hab dann aber hierzu im Forum gelesen das der Set erneut kommt. Und ich denke das wird bei mir nicht viel anders sein da ja der zu große Sehnenwinkel immer noch vorhanden ist. Oder bringt ein getemperter Reflex einen so dauerhaften Effekt.?


Vielleicht auch noch wichtig (oder auch nicht) zu erwähnen bzgl der recurves. Der Bogen hat stehende Jahresringe (in etwa 45°).
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von schnabelkanne » 07.01.2023, 20:59

Hickory hab ich noch nicht getempert, aber bei Hasel und Esche waren die Ergebnisse sehr gut.

Ich würde beim Tempern etwas Reflex biegen, so in etwa 5 cm, dann wird er zumindest nach Belastung gerade bleiben und dann passt der Sehnenwinkel.
Nach dem Tempern unbedingt zumindest über Nacht Reflex eingespannt lassen.
Lg Thomas
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von F'al Gran » 07.01.2023, 21:31

Wie Thomas schon schrieb: keine Erfahrung mit Hickory rösten (auch nicht mit stehenden Jahresringen), mit Hasel und Esche habe ich auch dauerhafte Erfahrung gemacht. Bei letzterer habe ich aus einer nassen Nudel eine schnelle Kinderflirtsche gebaut. Hier hatte ich der Bogen mit dem Bauch nach oben eingespannt und ein Gewicht an die Nocke gehängt und mit der Heißluftpistole gegrillt.

Bei Hartriegel ist mir das nicht gelungen, der ist bösartig (lustiges Paradoxon ;D ) wieder zurückgekrochen.

Must mal probieren und bitte berichten.
Alles wird gut...
... nichts wird besser.

m(fg)²

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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von mschiller » 08.01.2023, 13:15

Danke euch,
Durch das tempern nimmt ja auch das Zuggewicht des Bogen zu, wenn ich das richtig verstanden hab. Nach dem ich bei meinem Bogen ziemlich am Limit bin mit dem Zuggewicht werde ich dann noch mal runter tillern müssen. ist es sinnvoll das vorher zu mache oder nach dem tempern. Nicht das ich den Effekt den ich durch das tempern erzielt hab dadurch wieder verliere.

Muss aber sagen das ich vom Gefühl her nach wie vor eher zu Recurves tendiere da ja auch der Sehnenwinkel kleiner wird und ich da von einer dauerhafteren Lösung ausgehe.
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von schnabelkanne » 08.01.2023, 16:20

Du kannst ja die letzten 10 cm leicht biegen/flippen geht bei Hickory mit Wasserdampf gut.
Zeig mal ein Bild vom Bogen, abgespannt und mit Auszug.
Lg Thomas
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von mschiller » 08.01.2023, 16:59

schnabelkanne hat geschrieben:
08.01.2023, 16:20
Du kannst ja die letzten 10 cm leicht biegen/flippen geht bei Hickory mit Wasserdampf gut.
Zeig mal ein Bild vom Bogen, abgespannt und mit Auszug.
Lg Thomas
Hallo Thomas, Hier mal Bilder im abgespannten Zustand und im Vollauszug. Das Foto im abgespannten Zustand ist nicht aktuell, hier lag der Bogen bei cirka 1,5" Set. ein aktuelles Foto kann ich heute spät Abend nachliefern. Bin noch im Büro.

Mit Flippen meinst das die Enden wie beim Recurve zurück gebogen werden, allerdings nicht so stark. Habe ich das richtig verstanden ??? klingt für mich nach einem gangbaren Weg. Von wie viel reden wir beim Flippen(in CM oder Zoll), also wie weit werden die enden gebogen?
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Re: Erste Gehversuche

Beitrag von fatz » 08.01.2023, 18:26

Mach nochmal ein Foto, wo du an der rictigen Stelle einnockst. Auf dem bist du viel zu tief
Haben ist besser als brauchen.

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