Temperrohr

Sammlung von Bauanleitungen zum Thema Bogenbau
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the_Toaster (✝)
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Temperrohr

Beitrag von the_Toaster (✝) » 26.07.2009, 20:57

Ich habe mal was skizziert...

Ein Temperohr.

Man nehme:

Ein Flexrohr vom Bau, frisch aus dem Abfallcontainer stibitzt. Schön aus Edelstahl mit 120 mm Außendurchmesser und über drei meter Länge.
Ein Stahlblech verzinkt mit 1000 X 600 X0,5 mm.
Ein Thermostat mit einem Stellbereich von 50 bis 350°C.
Ein Fühlerthermometer mit einem Messbereich bis 200°C
Steinwolle 40 mm stark.
Alukaschiertes Klebeband.
Eine Unterputzsteckdose.
Ein Kunststoffgehäuse.
Eine Spanplatte 1000 X 350 X 16 bis 19 mm stark oder was ähnliches was rumliegt.
Evtl. PVC Rohr.
Diverse Kleinteile wie Schrauben, Pocknieten, Kabel usw...

So möchte ich das Rohr bauen:

Vom Flexrohr habe ich ein 90 cm langes Stück abgeschnitten, daraus baue ich das Grundmodul, wie in der Zeichnung.
Wenn ich lange Stücke tempern möchte stecke ich an das Konstrukt ein weiteres, ähnlich aufgebautes, Rohr an.

Das Trennblech ist 85 cm lang und steht etwa fünf cm heraus, dadurch bekomme ich eine Überlappung um das Zusatzteil anstecken zu können. Hinten im Rohr hat es 10 cm vom Ende Abstand, damit die Luft herumzirkulieren kann. Das Ende wird mit einem Blech verschlossen. Dort kommen zwei Löcher rein, wodurch die Fühler des Thermostaten und des Thermometers reinkommen.
Alles wird mit Pocknieten befestigt.
Die Steinwolle wird um das Rohr gewickelt mit Aluband fixiert und komplett umwickelt, damit sich die Wolle nicht auflöst.

Bei der Elektrik bin ich mir sicher was ich tue, aber bei der Wärme nicht.
Ich bin mir nicht ganz sicher, wie die Temperaturverhältnisse sein werden, aber wenn die Steinwolle genug isoliert denke ich mir, dass sich die Wärme halbwegs gleichmäßig verteilt.

Hat jemand Ahnung, ob das außen nicht wärmer als 50°C wird, wenn es im Inneren maximal 200°C warm wird?
Macht es Sinn die Konstruktion in ein PVC Rohr zu stecken um die Wolle mechanisch zu schützen?
Was haltet Ihr von dem Konstrukt?
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Temperrohr klein.jpg
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kra
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Re: Temperrohr

Beitrag von kra » 26.07.2009, 21:52

Das ähnnelt sehr meinem eigenen Plan - von daher gehe ich sehr davon als, das es klappt  ;D ;D

Dir 40mm Steinwolle sollten reichen, in meiner ersten Variante haben 40mm Weichfaserplatten gereicht (haben nur selber angefangen zu brennen... ???

Zur Wärmeverteilung: ich plane, die Heißluft durch das äußere Rohr einzublasen und durch das innere Rohr mit dem Holz zurückzuleiten. Damit bin ich mir ziemlich sicher, eine gleichmäßige temperaturverteilung hinzubekommen.
Da das innere Rohr "frei schwebt" werde ich durch das äußere Spaxschrauben drehen, die das innere Zentriert halten. Die Thermofühler schiebe ich auch seitlich durch Löcher ein.

Als Isolierung will ich Alukaschierte Steinwolle verwenden - hab die im Lüftungsbau mal gesehen. Vor frei fliegendem Faserstaub habeicheinfachrespekt. Im Notfall wirds noch mal mit ner dicken (1/10mm) Alufolie kaschiert.
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Bogenede

Re: Temperrohr

Beitrag von Bogenede » 27.07.2009, 13:16

Macht das Rohr stehend.

Eine Temperaturmessung ist nicht unbedingt nötig wenn ihr ne feine Nase habt ( eventuell die Frau einspannen zum riechen, denn Frauen können das besser :-)  ).

Wenns leicht nach verbranntem Gras riecht sofort aufhören ( das dürften so um die 175 Grad sein ).

Tempern fertig
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Commerz
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Re: Temperrohr

Beitrag von Commerz » 27.07.2009, 15:57

Hallo,
ich hab bei mir mal gemessen bei wieviel Grad ich tempere. Es waren 165°C. Hab ein Thermomethder was bis 380°C geht 8)
Das was Spinewert sagt kann ich bestätigen es riecht dann nach qualmendem Gras. An den Stirnseiten kocht das Harz aus, das kann man sehen.

@Toaster: Zeichnen kannst Du gut :)
Bin mir nur bei der Isolation nicht ganz sicher ob das reicht das man innen 200°C und außen dann nur 50°C.
Meiner Meinung sind die 200°C auch zu hoch. So 170-180°C müssten doch reichen oder?
Steht da vielleicht was in dem Reflexbuch drin?
Gruß --Commerz

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Re: Temperrohr

Beitrag von the_Toaster (✝) » 27.07.2009, 17:15

@ Commerz: Ich bemühe mich...  ;D
Aber gut ist das nicht, eher, wie sagt der Brite so schön... Tolerabel.

Ich bau ja so ein Ding nicht nur um teures Holz in Kohle oder Asche zu verwandeln.
Genau so wenig wie ich nur wegen einer Sache in den Keller gehe, möchte ich das Temperrohr für verschiedene Aufgaben nutzen können.
Deshalb die Temperaturregelung.
Bei 100 - 110°C kann ich Holz erwärmen um es biegen zu können.
Bei 150 - bis 160°C kann ich Holz und Bambus dann kontrolliert tempern bzw. Bambus zum Biegen erwärmen.

Und falls ich auch mal ein Baguette backen will, kann ich auch das...  ;D

Die 200°C sind eine Sicherheitsstrecke für das Material. Ist eigentlich sogar etwas knapp bemessen. Die Heissluftpistole schafft ja angeblich 500°C. Das muss das Material also abkönnen.
Das Edelstahl des Flexrohres schmilzt bei 1300°C und die Steinwolle ist mit 1000°C zertifiziert. Das ist also genug Luft nach oben. Was mir da noch ein wenig Sorge macht ist der Rest des Materials. Den muss ich vor der Hitze schützen, damit mir die Bude nicht abfackelt.
Da ein Backofen aber auch nicht viel anders aufgebaut ist, als das was ich vorhabe und ein solcher Backofen ohne Probleme in eine Küche eingebaut werden kann, deren Spanplattenmaterial ja ziemlich gut brennbar ist, gehe ich eigentlich davon aus, dass die 40 mm Steinwolle locker ausreichen um die Umgebung vor Zerstörung zu schützen.
Es reicht übrigens aus, das Rohr ein paar Grade schräg aufzustellen um den Kamineffekt zu erhalten.
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Bogenede

Re: Temperrohr

Beitrag von Bogenede » 28.07.2009, 12:37

Also nochmal zur Klarstellung:

Bambus tempern geht NUR im Temperaturbereich von 160 - 170 Grad.

Bei niederer Temperatur tempert nix, bei höherer Temperatur verbrennt Bambus.

Holz trocken biegen bei 50 - 100 Grad, je nach Holzfeuchte.

Aufrecht hinstellen ist wichtig wegen des Kamineffekts, da hat "the_Toaster" recht.
Denn heisse Luft geht nach oben und umspült nicht bei liegendem Rohr das Backwerk.
Thermostate mit Fühler aus einem alten E-Herd / Backofen gibts am Strassenrand für umme.

Zum "aufrecht hinstellen" eine Schelle aus Metall, drei Beine dran geschweisst, fertig. Das macht jeder Heizungsbauer oder Schlosser in 5 Minuten. Deshalb machte ich das Rohr aus Kaminofenrohr und nicht aus Flexrohr.

Warum denn dann isolieren ?

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kra
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Re: Temperrohr

Beitrag von kra » 28.07.2009, 12:59

Ein wenig "Einspruch" - Tempern ist immer eine Funktion aus Zeit und Temperatur.
Und wenn das Rohr eben liegt und du mit einem HLP in das äußere Rohr hineinbläst und duch das Innere abziehen läßt, hast du auch bei liegendem Rohr ein Ümspülen des Temperguts. Kamineffekt ist nicht notwendig. Was hilft ist, das bei senkrechtem Rohr das Probestück eingehängt werden kann und nirgends aufliegen muß. Ist aber eher eine marginale Verbesserung.

Wenn man zudem die Auslaßöffnung sehr klein macht und das äußere Rohr isoliert, erreicht man schneller die Betriebstemperatur und kommt mit wenig Luftzufuhr aus (und damit weniger Strombedarf für die HLP)
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Re: Temperrohr

Beitrag von the_Toaster (✝) » 28.07.2009, 16:22

Ein weiterer Grund zur Isolierung:

Ich bin Innenstadtbewohner ohne Zugang zu einer großen Werkstatt, einem Balkon oder einem Garten mit Terrasse.
Ich habe zwar einen Raum in dem ich werkeln kann, aber so richtiger Schweinkram geht da halt nicht.
Also isoliere ich das Temperrohr auch, um die Brandgefahr zu reduzieren und die Belästigung für die Nachbarn zu reduzieren.

Bild:

Das fertige noch unisolierte Grundmodul des Temperohres.
Es ist in der Mitte durch ein verzinktes Stahlblech unterteilt.
Die fordere Muffe dient dazu ein Ansatzstück an das Rohr anstecken zu können.
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Grundmodul unisoliert klein.jpg
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Re: Temperrohr

Beitrag von Bogenede » 28.07.2009, 20:53

the_Toaster schrieb: isoliere ich das Temperrohr auch, um die Brandgefahr zu reduzieren und die Belästigung für die Nachbarn zu reduzieren.

???????????????????

Brennt Dein Flexrohr oder ist es entflambar ? Dann wirfs weg

Ist die Belästigung für die Nachbarn weniger wenns Rohr isoliert ist ? Der Geruch bleibt, egal ob isoliert oder unisoliert.

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Re: Temperrohr

Beitrag von the_Toaster (✝) » 28.07.2009, 21:14

Ne, das besteht aus Edelstahl und das Blech im inneren aus verzinktem Stahlblech.
Ich denke, dass brennt nur unter einer reinen Sauerstoffathmosphäre und etwa 5000°C, dann aber mit großem Effekt.
Die Isolation reduziert die Brandgefahr für die Gegenstände in der Umgebung und die Verletzungsgefahr, weil das Rohr an der Oberfläche noch recht kühl bleibt. Wie beim Backofen, den kann man außen auch noch anfassen, obwohl er innen 200°C hat.
Der Geruch reduziert sich, da die Temperaturregelung dankt der Isolierung zuverlässiger funktioniert. Das Gesamtsystem neigt weniger zur Übersteuerung und zum Pendeln, wodurch das Tempern zuverlässigere Ergebnisse liefert. Die Isolierung soll nämlich auch Hitze und Kältenestern entgegenwirken, die das Werkstück an einer Stelle fast verbrennen und an anderer Stelle noch zu weich lässt.
Nebenbei will ich mich eben nicht nur auf meine Nase verlassen. Die arbeitet im Herbst nämlich recht unzuverlässig.

Bisher habe ich aber, was das Temperaturverhalten und die Isoliereigenschaften der 40 mm Steinwolle angeht, immer noch wenig konkrete Informationen erhalten.
Weiß denn wirklich NIEMAND genaueres?
Kein Heizungsbauer hier?
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Re: Temperrohr

Beitrag von the_Toaster (✝) » 14.08.2009, 18:26

So, heute habe ich es endlich geschafft mit einem Kumpel Steinwolle vom Baumarkt zu holen.

Das Ergebnis seht Ihr unten.

Die Steinwolle liegt anderthalb mal um das Rohr herum.
Um das drumzuwickeln habe ich einen ziemlich steifen Teppich umgedreht, die Stahlwolle auf die Kante gelegt und darauf dann auf die Kante das Rohr. Das Ganze habe ich dann wie ein Sushi zusammen gewickelt und dann erst an mehreren Stellen mit dem Aluklebeband umwickelt, damit das erstmal zusammen hält. Dann habe ich, wie im Foto zu sehen, das ganze Rohr mit dem Band mehrfach umwickelt.
Mal sehen ob das so klappt, wie ich mir das denke.
Wenn das nicht genug isoliert wickle ich noch eine Lage drumherum, das macht dann drei Lagen Steinwolle. Das müsste dann reichen. Jetzt muss ich aber erstmal gucken, dass das Ding nicht stinkt oder kokelt.

Edit

Ich habs ausprobiert.
150°C hält das Ding gut und die Wärme verteilt sich auch gleichmäßig. Direkt unter der Alubandwicklung entsteht noch ein Wärme von rund 75°C. Also habe ich noch eine zweite Lage drumgewickelt.
So ein Fühlerthermometer ist doch was feines...  :D

Jetzt werde ich mir erstmal neues Aluband kaufen müssen, das ist nämlich bei der Wickelaktion drauf gegangen.
Die Enden werden noch abgedeckt.
Und dann kommen die anderen beiden Rohre dran.

Und wenn ich damit fertig bin gehts zum Bogenbau.
Mühsahm ernärt sich das Eichhörnchen...
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Grundmodul isoliert klein.jpg
Zuletzt geändert von the_Toaster (✝) am 14.08.2009, 20:27, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Temperrohr

Beitrag von the_Toaster (✝) » 21.08.2009, 10:54

So.

Das Temperrohr ist fertig. Siehe Fotos.

Kosten insgesamt ca. 100 Euro.
Das geht natürlich auch billiger. Mir kam es aber auf gute Funktionssicherheit und gute Benutzbarkeit an.

Die Fotos sind nicht gefaket.
Als ich die Fotos machte, was das Rohr gerade in Aktion.
Eingestellte Temperatur in dem Moment 180°C.
Der Thermostat hat eine Schalthysterese von ca. 12 - 15°C, so dass die Temperatur zwischen ca. 175 und 188°C pendelt.
Sind alle drei Rohre zusammen gesteckt, kann ich etwa 2,5 m lange Latten tempern.
Die Heissluftpistole braucht dann ca. 10 Minuten um 160°C im Rohr zu erreichen.
Das Thermometer wird nur zur Einstellung des Thermostaten und zur Überprüfung benötigt. Läuft das Rohr erstmal kann man es herausziehen und abschalten.

So aufgebaut kann man das Temperrohr mehr oder weniger unbeaufsichtigt arbeiten lassen, solange man sich in der Werkstatt oder in der Wohnung befindet.

Edit:

Ich habe in die Baumscheibe, auf dem die Pistole liegt noch ein paar Nägel eingeschlagen, gegen die die Pistole dann anliegt. Das verhindert, dass sie aus dem Rohr rutscht.
Außen wird das Rohr etwa Handwarm.
Um Temperaturen bis 100°C zu nutzen reicht es die Pistole in Teillast laufen zu lassen.
Das Abschlussblech erfüllt zwei Funktionen:
Zum einen ist es genau auf den Durchmesser der Pistole angepasst und verhindert dadurch, dass Kaltluft an der Pistole vorbei mit in das Rohr gezogen wird. Zum zweiten führt das Prallblech die ausströmende Luft zur Seite, so dass die Pistole nicht kaputt geht und es hält die Wärme im Rohr.
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Temperrohr fertig Detail klein.jpg
Temperrohr fertig totale klein.jpg
Zuletzt geändert von the_Toaster (✝) am 21.08.2009, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Temperrohr

Beitrag von Commerz » 21.08.2009, 11:27

Sieht gut aus. Bin schon gespannt auf Deine ersten getemperten Bambusleisten. Die Pistole würd ich irgenwie sichern. Die vibriert sonst und fällt evtl raus.
Nach 10min hat aber nur die Luft 160°C Du musst bedenken wenn da Holz drin ist dann muss das ja auch erstmal aufgeheizt werden. Ich halte 30min für realistischer bis auch der Kern die gewünschten 160°C hat.
Ist bei einem Braten im Ofen ja auch nicht andres. Der brauch auch schon mal 3 Std ;)

Dein Temperrohr ist aber so das höhste Level was man selbst bauen kann. Da muss ja ein guter Yumi bei rauskommen :)
Ich wünsch Dir viel Glück. Ist echt klasse geworden
Gruß <--Commerz--<<--

P.S. ich seh gerade Du hast die Pistole schon gesichert ::)

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Re: Temperrohr

Beitrag von the_Toaster (✝) » 21.08.2009, 11:49

Klar muss der Braten was länger im Rohr bleiben...  ;D

Laut ner Anleitung bei Youtube brauchts um ein Backing zu tempern, vier Stunden bei 160°. Ob das jetzt allerdings Farenheit oder Celsius sind weiß ich aber nicht.
Immerhin sind 160°F nur 70°C...

http://www.youtube.com/watch?v=IbPJEeHLvIA


Ich habe bisher mit nem Reststück mal rumprobiert.
Bei 160°C bleibt der Bambus auch nach einer Stunde schön caramelfarbig. Bei 180°C wird der nach gut 1,5 std. langsam gut kakaobraun.
Die Frage ist nun, ob der Typ in dem Film Farenheit oder Celsius meint...

Wer tempert sollte eines grundsätzlich beachten:

Vor der Weiterverarbeitung, vor allem solcher, die mit Biegebelastung verbunden ist, sollte man das Material mindestens eine Woche liegen lassen.

Zum Schluss:

Das Rohr packt Material von bis zu etwa 4 mal 6 cm Höhe und Breite.
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Re: Temperrohr

Beitrag von Commerz » 21.08.2009, 12:34

Hallo Toaster,
in diesem Video stellt er seine Heatbox vor http://www.youtube.com/watch?v=kiSix9Ohj-0&feature=channel_page

er beschreibt wie das Ding funktioniert und erklärt das das höchste was er erreicht hat 200° waren.
Daher gehe ich von Fahrenheit aus, denn bei 200°C verbrennt das Holz doch schon.

Das er den Bambus 4 Std bei "nur" 70°C lässt ist auch verständlich denn er will Feuchtigkeit verlieren. Als er den Bambus raus holt ist dieser noch gelb und nicht caramellfarben.
Du willst aber tempern da sind dann 160°C schon richtig.
Soweit meine Einschätzung. Alle Angaben ohne Gewähr :)

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