Pfeil-Salto

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
ArnieMcGee
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Re: Pfeil-Salto

Beitrag von ArnieMcGee » 19.01.2018, 12:06

Phuuh, das sind ja nun einige Faktoren, die einen Pfeil derart ausbrechen lassen können.

Allerdings kann ich nun wirklich mit Wahrscheinlichkeit sagen, dass es am Nockpunkt / am Bogen liegt.

Den fehlermachenden Schützen und die Pfeile kann ich (für meinen Einzelfall) ausschließen, denn die Schützen die ich mir angeschaut haben haben eigtl ihre Bögen demonstrieren wollen. Sprich erst hat er fünf sechs Pfeile durch einen abgefeuert, ging zur Scheibe, zog sie raus, nahm einen anderen Bogen und selbes Procedere mit denselben Pfeilen. Gleicher Schütze natürlich.

Und da geschah es. Aus einigen Bögen kamen die Pfeile wie Gewehrkugeln, aus einigen gabs dann das Ausbrechen nach oben.

Ich danke vielmals für all die Info :)

knutreichold
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Re: Pfeil-Salto

Beitrag von knutreichold » 06.07.2019, 13:14

Sorry, wenn ich hier noch eine blöde Frage stelle:
da ich ohne Bogenhandschutz und ohne Pfeilauflage schiesse, habe ich absichtlich den Nockpunkt einen knappen cm höher gesetzt, damit die Feder mir nicht den Bogen-Daumen (schiesse Daumenzug) streift. Meine Pfeile brechen öfter seitlich aus und stecken schräg in der Scheibe, vom lösen, aber ein "Reiten" habe ich noch nicht beobachtet. Hab auch kein Video gemacht... liegt das normale Flugverhalten an den grösseren Federn?
LG Knut
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Re: Pfeil-Salto

Beitrag von Ravenheart » 08.07.2019, 10:04

Seitliches Ausbrechen kommt durch falschen Spine oder unsauberes Lösen.

Rabe

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Re: Pfeil-Salto

Beitrag von Esmar » 31.07.2019, 16:33

ja ... seitliches Ausbrechen und wenn dann auch noch der Pfeil schräg nach rechts oder schräg nach links in der Scheibe steckt, ist meist in einem zu niedrigen oder zu hohen Spine begründet.
Während ein zu niedriger Spine (oder zu weicher Pfeil) durch Kürzen des Pfeiles oder durch Senken des Pfeilgewichtes geringfügig korrigiert werden kann, kann bei einem zu hohen Spine nur mehr eine Korrektur durch ein höheres Pfeilgewicht erreicht werden ... d.h. wenn du einen zu niedrigen Spine beim Verlassen des Pfeiles erkennst, hast du etwas mehr Optionen und wäre wünschenswert,bei zu hohem Spine, da greifst du am Besten zu einem Pfeil mit nierdrigerem Spinewert und beginnst das Spielchen von vorne ...

... und da bin ich auch dabei, dass wenn der Pfeil reitet (nach oben und unten wackelt) ist meist der Nockpunkt falsch gesetzt ... hier beginnst du beim Setzen des Nockpunktes bei einem zu hohen Nockpunkt ( .... nun weisst du ja 100 %-ig, dass der Nockpunkt zu hoch ist ..) und arbeitest dich beim neuerlichen Setzten des nächsten Nockpunktversuches etwas niedriger ... und auf einmal ist das Reiten vorbei ...

... und wenn der Nockpunkt mal richtig sitzt, gehst du das Problem Pfeil zu hoher oder zu niedriger Spinewert an ... und dann findest du den zu deinem Bogen passenden Pfeil ... der dann gerade wie eine Gewehrkugel rausgehen sollte ....

Viel Freude beim Probieren ... Suchen ... und Finden

Esmar

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Re: Pfeil-Salto

Beitrag von Kemoauc » 14.08.2019, 22:09

HI,ArnieMcGee,
für zu hohe Spine-Werte zumindest bei Holzpfeilen kann man auch vorsichtig mit ner Ziehklinge und etwas Kratzen den Spinewert nach unten korrigieren. Oder auch schleifen. Denn, falls die Pfeile schon ausgewogen sind, verändert dies das Gewicht der Pfeile wesentlich weniger,als eine schwerere Spitze oder gar ein angespleißter Vorschaft. Für Pfeile gelten hinsichtlich der Biegesteifigkeit die gleichen Gesetze ,wie für einen Bogen, nur sind natürlich die Dimensionen etwas kleiner. 0,25mm von einem 10/32"@65#-Schaft abzunehmen,kann diesen evtl. schon wabbelweich machen.Da hift nur rantasten.Und am Besten VOR dem Finish und dem Lackieren. ;)
Grüßle,
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Re: Pfeil-Salto

Beitrag von Kemoauc » 14.08.2019, 22:48

Es gibt aber auch Schäfte, die wirklich Grütze sind, d.h. sich auch noch nach oben oder unten biegen und je nach Lage ein komplett verschiedenes Verhalten zeigen. Die reiten und schwänzeln immer. Da empfiehli es sich ,den (statischen) Spine mal aus verschiedenen Winkeln zu messen. Einfach um 90 Grad drehen und messen, und dann nochmal und nochmal... sind die Abweichungen zu groß und in jeder Lage anders,sind sie reif zur Würstchenerwärmung -- die Schäfte werden nie was Gescheites. ;D
Ist nur meine Meinung,
Grüßle,
Kemoauc
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