Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Threads und Präsentation zum 7. Saplingbow-Turnier
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AlexM
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von AlexM » 22.01.2015, 12:28

Firestormmd hat geschrieben:Danke für den Zuspruch bisher!

Meine Arbeitszeit an dem Bogen bisher war übrigens maximal eine Stunde. Am längsten hat wohl das Entrinden gedauert, aber uch nur, weil ich meine Malerspachtel nicht gefunden habe und ich deswegen ganz vorsichtig mit einem Taschenmesser gemacht habe. Dadurch, dass der Stamm nur 2,5-3cm dick war, geht alles sehr schnell und leicht. Bei Stämmen über 5cm dauert alleine das Form geben viel länger.

Ein 20cm Reststück, was ich zur Kontrolle auf die kalte Heizung meiner Wohnstube gelegt habe, ist übrigens ganz schön zerrissen. Ich werde den Bogen also nun häuffiger auf Risse kontrollieren und die Fadeouts und die Enden vorsorglich nochmal mit Leim einschmieren.

Grüße, Marc


Bitte was? So kurz nur? Welches Werkzeug hast du dafür verwendet? Hast du schon eine angepeilte Leistung?

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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Firestormmd » 22.01.2015, 14:38

Werkzeug bisher:

* Fiskar-Astsäge zum Absägen
* Taschenmesser zum Entrinden
* Pfeil-Ziehmesser für alle Messerarbeiten
* Kunz-Schweifhobel um die Ziehmesserspuren ein wenig zu glätten

Das frische Holz lässt sich mit dem scharfen Ziehmesser traumhaft schön schneiden. Das geht wie durch Butter. Ausserdem war der Stamm sehr dünn. Viel weg zu schneiden gab es ja noch nicht.

Leistung habe ich noch keine angepeilt. Wenn es um die 40# wird bin ich zufrieden. Der Bogen ist ja recht dünn und schmal, deshalb fühlt sich der Bodentiller momentan sehr weich an. Mal sehen wieviel er beim trocknen zulegt. Ausserdem wird er ja noch etwas gekürzt. Aber die Eberesche ist nicht unbedingt das dichteste Holz.

Grüße, Marc
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Firestormmd » 26.01.2015, 07:46

Als nächstes habe ich mit der Ziehklinge den Bogenbauch verrundet. Dabei habe ich einfach alle Kanten weggenommen. Das hat etwa 5-10 Minuten gedauert:

Bild

Der Rohling ist auch noch schön gerade geblieben:

Bild

Dannach ging es ans Biegen der Wurfarmenden. Ich wollte eigentlich schöne Recurves reinbiegen, allerdings hatte ich im Recurvebereich auf beiden Seiten noch einen Ast in dem Bereich. Es war also von vornherein fraglich, ob das gutgehen sollte. und was soll ich sagen, es ging nicht gut. Aber, da der Rohling mit 1,8m lang genug war, konnte ich ihn trotzdem retten.

Hier die Vorbereitung zum Recurvebiegen. Man kann den Ast am Ende des geplanten Recurves schon gut sehen:

Bild

Dann 1 Stunde in den Dampf. Meine ersten Versuche mit Eberesche habe ich mit 30 Minuten dämpfen gemacht, und die waren sehr erfolgreich. Hier wollte ich auf Nummer sicher gehen:

Bild

Damit der Bogen sich beim Dämpfen auf dem Topf nicht wegdreht, habe ich ihn am Ende mit einer Spezialvorrichtung fixiert:

Bild

Nach einer Stunde schnell aus dem Dampf in die Biegevorrichtung und mit aller Kraft krum gebogen. Den Ast hat es mittig aufgespalten und somit eine Knickstelle erzeugt:

Bild

Am Rücken ist er ein bisschen eingerissen. Vermutlich war das Tip noch zu dick. Aber egal, die Stelle kommt es weg:

Bild

Der zweite WA ging da etwas besser zu biegen. Ich habe dann alles weggekürzt, was verunstaltet war und es sind zwei schöne Flips übriggeblieben:

Bild

Bild

Beim zweiten Wurfarm hat sich dann auch etwas abgespalten. Das habe ich später mit Epoxy aufgefüllt und mit einer Leinenschnur fest an den WA gewickelt. Das sollte halten:

Bild

Jetzt trocknet der Bogen ein paar Tage, um sich von dem Dampf zu erholen.

Ein Ende musst ich um 10cm, das andere um 4 cm kürzen. Dadurch musste ich den Bogen drehen und der obere WA ist nun der untere. Da der Bogen mit 1,8m aber viel zu lang angelegt war, bin ich immer noch im grünen Bereich. Ich mache das immer so. Bogen länger gestalten, als eigentlich geplant ist, die Recurves biegen, verunglückte Stellen kürzen, zweiten Recurve biegen und auch dort alles wegschneiden, was nocht schön aussieht. Dabei sollte eigentlich immer ein schöner Bogen rauskommen. Bei mir hat es zumindest schon zwei mal geklappt. ;)

Grüße, Marc
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Gornarak » 26.01.2015, 07:58

Kleb dir mal ein Stück Leder auf deine Biegelehre. Dann verhinderst du, dass sich das Muster in den Bogenrücken prägt.

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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Firestormmd » 26.01.2015, 08:38

Hab noch garnicht gekuckt, ob sich da was abzeichnet, aber du hast Recht, ich muss da mal was draufkleben :)

Grüße, Marc
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Laurinus » 26.01.2015, 13:11

Wenn man solch dicke-und schmale Wurfarmenden in eine solch extreme Form zwingt, müssen sie fast zwangsläufig einreissen(ausser Manau...).
Es funktioniert ganz gut, wenn man den Recurveabschnitt vor dem Dämpfen über die ganze Länge tangential einsägt. So biegt man quasi nur zwei dünnere Leisten.Nach dem Trocknen kann man dann die zwei"Lamellen" mit Epoxi(o.ä.) verkleben, so das es wieder"ein Stück" wird...
Vielleicht hat jemand eine Skizze parat?

Gutes Gelingen!
Gruss, Laurinus

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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Heidjer » 26.01.2015, 18:50

Ja, laminierte Wurfarmenden geht, ist aber beim Saplingturnier nicht erlaubt, wollte ich schon öfter machen. ::)


Gruß Dirk
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Benedikt » 26.01.2015, 18:52

Also als ich den acker im CHat gefragt hab, hat er gemeint, dass sei ok ???
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von alfred33 » 26.01.2015, 19:24

Wenn in einer Ausschreibung steht bis 120 PS dann sind 130 PS Motoren nicht zugelassen.
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Benedikt » 26.01.2015, 19:38

Bei der Dicke war der Radius einfach zu extrem, dazu der Ast....
Knack :P
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Bowster » 26.01.2015, 19:45

Ich habe mit Eberesche ja keinerlei Erfahrung, aber zumindest der Ast an dieser Stelle war zu viel.

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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Firestormmd » 27.01.2015, 09:40

Ja, der Ast war zu viel und der Bereich mit 2x1,5cm sicher auch viel zu dick. Aber es liegt alles noch im grünen Bereich. Deshalb habe ich den Rohling ja auch absichtlich länger gelassen. :)

Warum so ein aufgeschnittener und gebogener Tip nicht erlaubt sein sollte, enzieht sich aber meiner Kenntniss. Ist ja auch nix anderes, wie ein aufgeleimtes Griffstück und sogar vom selben Holz, sogar vom selben Baum, sogar von der selben Stelle. :)

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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Laurinus » 27.01.2015, 10:23

Seh ich auch so!
Sollte geklärt werden...

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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Heidjer » 27.01.2015, 13:39

Also wenn laminierte Wurfarmenden dieses Jahr erlaubt sind, dann bitte gleich freigeben, noch könnte ich meine Pflaume zu einen Recurve umarbeiten. ;D ;)

Also acker und Squid, Eure Meinung ist gefragt, ist das Einsägen der WA-Enden zum Zweck des Biegens und neu Laminierens erlaubt oder nicht?


Gruß Dirk
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Re: Saplingbow 7, Firestormmd - Eberesche

Beitrag von Firestormmd » 27.01.2015, 14:32

Vielleicht sollte das mal im Hauptfaden diskutiert werden, damit es hier nicht untergeht. ;)

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