Zielscheibe schmilzt?

Selbstgebaute Ausrüstungsgegenstände wie Armschutz, Köcher, etc.
Robin Hut
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Zielscheibe schmilzt?

Beitrag von Robin Hut »

Neulich habe ich in meinem Verein meinen Zielsack (Folie in Jutesack) vorgestellt.
Dabei kam die Frage auf, wie das denn nun ist mit dem Schmelzen des Kunststoffs beim Abbremsen des Pfeils im Material.

Deshalb würde mich interessieren:
Was denn allgemein unter schmelzen/brennen des "Zielmaterials" zu verstehen ist?
Ist das ganze ein Märchen?
Ob überhaupt jemand schon geschmolzenen Kunststoff vom Pfeil kratzen musste?
Ob die Flugeigenschaften des Pfeils verändert werden?
Warum das bei Ethafoam angeblich nicht der Fall ist?
Steinmann

Beitrag von Steinmann »

In meinen mit Plastikfolie ausgestopften Jutesack habe ich noch nie Probleme mit ( Schmelz) Rückständen gehabt. Meine Pfeile sind geölt und nicht lackiert. Ein Freund schießt lackierte Pfeile auf dem gleichen Sack - ebenfalls ohne Probleme. Bei Ethafoamscheiben kommt es hin und wieder vor das Rückstände am Pfeil haften. Eigentlich immer dann wenn ich ausgerechnet eine Klebefuge der Scheibe ( die ist aus mehreren Stücken zusammengeklebt ) treffe. das geht aber ohne großen Aufwand mit dem Fingernagel wieder ab. Ich sehe aber bei keinem der Materialien große Nachteile.
Sicherlich können Rückstände am Pfeil theoretisch die Flugeigenschaften ändern, allerdings ist mir das in der Praxis noch nicht aufgefallen. Ich werde aber auch nicht gut genug schießen um so eine These unterstützen zu können.
Lumpi
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Beitrag von Lumpi »

Hi,
ich hab ab und an mal geschmolzene Kunststoffreste an den Pfeilen kleben.
Allerdings NUR bei Alupfeilen, wenn ich mal mit dem Compound meinen Schießsack zerlege.
Bei Holz hatte ich noch nie geschmolzene Reste an den Pfeilen.
Ich denke mal es liegt an der Geschwindigkeit und am Material der Pfeile, Alu erwärmt sich schneller und leitet die Wärme nicht schnell genug ab.
Probleme mit anderen Flugeigenschaften habe ich aber noch nicht bemerkt.
Nach zwei, drei Schüssen auf eine Strohscheibe sind sie wieder sauber.

Gruß
Lumpi:-)
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locksley
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Beitrag von locksley »

Meiner ERfahrung nach gibts bei Holzpfeilen von Holzbögen geschossen auch keine Probleme. Mit anderen Materialien habe ich keine Erfahrung. Aber die Pfeile müssten schon verdammt schnell unterwegs sein und abprupt gestoppt werden, um das Plastik zum schmelzen zu bringen.

Ich kenns halt von Turnieren, daß Compounder 3-D Tiere aus Kunstoff voll durchschlagen ohne Verklebungen.

Bei Holzpfeielen ist eher das Pfeilgewicht und sie Spitzenform entscheidend um Durchschlagskraft zu erzielen die Pfeilgeschwindigkeit reduziert sich ja dadurch und erzeugt m. E. nicht genug Reibungshitze.
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Wenn das Atmen schwieriger waere, haetten wir weniger Zeit um Unsinn zu reden.

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd (Sprichwort)
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Beitrag von Ravenheart »

... bei Styropor (Polystyrol) ist es an die Regel, dass Reste, auch an Holzpfeilen (ausnahme: frisch geölte), "festbraten".

Bei PU - Schaum (Polyurethan) ist die Gefahr, bedingt durch die Materialeigenschaften, geringer.

Auch bei Folienresten dürfte das Material eine Rolle spielen; allerdings ist die Gefahr grundsätzlich geringer, da sie ja, auch fest gepresst, immer noch eine gewisse innere "Beweglichkeit" haben, und somit ein Stück "mitgehen" können, was die Reibung reduziert...

Bei Schaumstoffmatratzen konnte ich das noch nie beobachten, allerdings hab ich die auch noch nicht mit nem Compound beschossen...
Mach ich demnächst mal...
;-)

Rabe
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Beitrag von Vardaephel »

Meine Erfahrungen mit eigens gestopften Schiesssäcken, gefüllt mit Schrumpffolie, sind relativ positiv im Verhältnis zu anderen Materialien. Generell stoppen nachgiebige Materialien die Pfeilpenetration ja besser als statische. Wenn der Sack also nicht total prall gefüllt ist, gibt die Folie der Spitze an der Eintrittstelle nach (im Idealfall ohne zu reißen), und die Wucht verteilt sich relativ gleichmäßig auf alles Umliegende. - Da kann dann auch nicht viel schmilzen. - Entsprechend leichter lassen sich die Pfeile dann auch ziehen, da sie für gewöhnlich nur wenige Schichten durchdringen. So zumindest die Erfahrungen mit meinem 42-Pfünder.

Wenn man den falschen(...) Lack benutzt, kann es schon mal vorkommen, dass der durch die freigesetzte Energie beim Aufprall (auf Ethafoam o.ä.) schmilzt, und Scheibenmaterial beim rausziehen hängen bleiben.
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mbf
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Beitrag von mbf »

Wie schon gesagt, tritt dieser Effekt eher bei schnellen als bei langsamen Pfeilen auf. Wenn ein "Radelfahrer" seine Pfeile mit 300 feet/second in eine Scheibe jagt, erwärmt sich der Pfeil im vorderen Bereich auf bis zu 250 °C. Das führt zu zweierlei: eine Spitze, die mit Heißkleber festgemacht ist, kann sich lösen (deshalb 2K-Kleber), und das Scheibenmaterial, wenn es denn Kunststoff ist, kann und wird schmelzen.

Beim Aufschlag wird die komplette kinetische Energie des Pfeils auf wenigen cm abgebaut. Und 50 - 100 J sind eine ganze Menge Wärmeenergie, zumal sie in einer Umgebung geringer Wärmeleitfähigkeit entstehen.
Der Pfeil fliegt hoch, der Pfeil fliegt weit.
Warum nicht - er hat ja Zeit!
-- Modifiziert nach einer Vorlage von Heinz Erhardt
kojote
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Beitrag von kojote »

Hallo,

auch ich habe einen Schießsack mit Folie gefüllt, ich habe nch jedem Schuß geschmolzene Folienreste an den Pfeilen (Alu) aber diese reste lassen sich leicht mit den Händen abstreifen.
Auch bei Etafoamscheiben habe ich Schmelzreste an meinen Pfeilen aber auch dies lassen sich einfach abstreifen.

Das einzige Problem was ich dabei habe, ist die statische Aufladung der Reste, die wollen einfach nicht von meinen Händen abgehen.:D :D



Gruß, Kojo
>>>Das Ziel zu treffen ist das Ziel<<<
Robin Hut
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Schmelzen

Beitrag von Robin Hut »

Danke der Antworten so vieler.
Gibt es noch weitere, billigere Schäume wie Ethafoam?
Was ist mit PU-schaum?
Oder muss ich tatsächlich die Schwimmnudeln und Schwimmbretter meiner Kinder in günstige Foamziele umwandeln?
Oder hol ich mir besser die alten Tapeten-/Tepichbodenbücher vom Raumausstatter um die Ecke?
Hat das schon mal jemand ausprobiert?
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Frank
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Beitrag von Frank »

Hallo Robin!
Die Frage, warum nur so teures Ethafoam haben sich natürlich schon die meisten gestellt und herumexperimentiert.
PU Schaum aus der Dose in irgendwas luftundurchlässiges gefüllt, hält klebt Pfeile noch zuverlässing nach Wochen fest. Ein PU-Schumklotz, der zehn Jahre alt war (aus nem Abriß) zerbröselte nach ein paar Schuß. Natürlich gibts vberschiedene Qualitäten und Härtegrade bei Montageschaum, aber da scheint noch niemand was gutes gefunden zu haben. Teppichbodenstapel oder -bücher gehen für eine Weile ganz gut, brauchen aber einigermaßen Schub.

Foliensäcke sind schon sehr gut, was Haltbarkeit (Reparierbarkeit) und Kosten betrifft. Ein einfaches günstges (ein paar Euro) Ziel läßt sich mit ner Heißluftpistole und so einer Schaumfolienschnecke fertigen, die - abgewickelt - für den Zwischenraum Estrich-Wand gedacht ist.
Steinmann

Beitrag von Steinmann »

Teppichboden ist ein gutes Ziel, leider verschliesen sich die Schußkanäle nicht wiederganz und die Scheibe ist bei einem engen Trefferbild schnell durchgeschossen.
Rednecker
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ethafoam

Beitrag von Rednecker »

hier bekommt man das original zu mehr oder weniger spottpreis - allerdings lohnt es sich nur für "selbstabholer"
man kann da ab und an mal reste abstauben...

http://www.polyfoam.de/index.htm
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Beitrag von Archiv »

Hai

@ Rednecker

Hattest du schon mal Kontakt zu denen?
Stolberg ist quasi bei mir um die Ecke.
Bisher sind wir für das Zeug immer nach Köln gefahren.
Was kostet das denn bei denen konkret?

neugierig
Michael
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...

Beitrag von Rednecker »

mir hat ein bekannter da mal was mitgebracht...
er hat die firma so im vorbeifahren entdeck und gleich an mich und mein scheibenproblem gedacht...
das ist jetzt gut 2 jahre her.... deswegen - wenns um die ecke liegt fahr halt mal hin;-)
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Beitrag von Archiv »

Hai

Das werd ich auf jeden Fall tuen.
Dachte halt du hättest aktuelle Preise.

so long
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