bei der länge deines bogens (180cm, von nock zu nock, oder?) kannst du ruhig eine steife griffpartie einbauen. der bogen schiesst dann ruhiger und mit weniger handshock, vorausgesetzt es wird richtig getillert. dein auszug sollte dabei zw. 27 und 29 zoll liegen, sonst müsstest du kürzen oder "verlängern". versuch mal einen 10cm langen griff, 2cm breit und 4cm tief, und lass den bogen dann vom griffende aus, auf einer länge von 8-10cm, breiter werden, bis er die maximale breite von 5cm erreciht hat. esche neigt zum stringfollow, darum schadet es nicht wenn der bogen so breit ist. das ergibt dir dann einen arbeitenden wurfarm von 75-77cm. wie stark soll dein bogen werden? wenn er über 50 pfund haben soll, dann sollte der wurfarm in der mitte noch mind. 4,5cm breit sein um sich dann zum nock hin auf 1,4cm zu verjüngen. die letzten 14-17cm sollten dann noch extraschmal (1,5cm/1,6cm), dafür etwas tiefer gestaltet werden und sich nur sehr wenig krümmen. das erhöht den schiesskomfort enorm. noch eins: ich bin bei meiner antwort davon ausgegangen, dass du einen flachbogen bauen willst. falls ich mich unklar ausgedrückt habe, frag ruhig nach!
viel spass beim bauen und schiessen,
gian-luca
hallo Neophyte,
mein flacher
ich hab vor einem jahr einen solchen bogen gebaut.
guckst du!
allerdings mit getaperten wurfarmen.
heißt iroquoi, hat 42#@28" und wirft 30-35# pfeile sehr gut. handschock ist minimal. ich würde beim nächsten mal ein rohaut-backing draufgeben und die tipps leichter machen. besonders schnell ist der bogen nicht. das kann aber auch an der sehne liegen - auch selbstgemacht aus artificial sinew (three rivers archery) aber als mein dritter selbstgebauter war und bin ich sehr zufrieden damit.
guckst du!
allerdings mit getaperten wurfarmen.
heißt iroquoi, hat 42#@28" und wirft 30-35# pfeile sehr gut. handschock ist minimal. ich würde beim nächsten mal ein rohaut-backing draufgeben und die tipps leichter machen. besonders schnell ist der bogen nicht. das kann aber auch an der sehne liegen - auch selbstgemacht aus artificial sinew (three rivers archery) aber als mein dritter selbstgebauter war und bin ich sehr zufrieden damit.
?^^^^^^? AE?OU ?^^^^^?
"Die Geschichte von Bogen und Pfeil ist die Geschichte der Menschheit."
"Die Geschichte von Bogen und Pfeil ist die Geschichte der Menschheit."
farbfolge
die oberflächenveredelung des bogens war recht aufwändig:
den fertig getillerten bogen habe ich an den tipps bis zur mitte der wurfarme mal erst mit dunkelroter beize eingelassen. dann vom griffstück bis zum mittleren wurfarm beidseits mit zitronengelber beize.
- beides richtig schön nass (spiritusbeize)
dann habe ich einen weichen lappen genommen, in spiritus gertränkt und die beiden beizen ineinander "verwischt". da ist dann an den übergängen orange draus geworden.
nach dem trocknen habe ich den ganzen bogen mit stahlwolle abgerubbelt. dann an den tipps jeweils auf einer länge von 20cm mit rotem acryllack-spray lackiert. an den eibentipps sofort wieder abgewischt!
dann, nach dem trocknen den übergang zur roten beize mit stahlwolle geschliffen. dabei habe ich geachtet - "zungen" zu schleifen, also laaaange übergänge wie "fjorde" in den lack zu kriegen.
dann habe ich den ganzen bogen mit zaunlasur "eiche" 3 mal eingelassen, jedesmal mit zwischenschliff mit stahlwolle.
zum abschluss habe ich poliert.
hier in etwas besserem licht.
mal ganz
das holz hat im zurückliegendn jahr sehr stark nachgedunkelt, die farben sind immer kräftiger geworden. der bogen sieht jetzt richtig "antik" aus. :-)
den fertig getillerten bogen habe ich an den tipps bis zur mitte der wurfarme mal erst mit dunkelroter beize eingelassen. dann vom griffstück bis zum mittleren wurfarm beidseits mit zitronengelber beize.
- beides richtig schön nass (spiritusbeize)
dann habe ich einen weichen lappen genommen, in spiritus gertränkt und die beiden beizen ineinander "verwischt". da ist dann an den übergängen orange draus geworden.
nach dem trocknen habe ich den ganzen bogen mit stahlwolle abgerubbelt. dann an den tipps jeweils auf einer länge von 20cm mit rotem acryllack-spray lackiert. an den eibentipps sofort wieder abgewischt!
dann, nach dem trocknen den übergang zur roten beize mit stahlwolle geschliffen. dabei habe ich geachtet - "zungen" zu schleifen, also laaaange übergänge wie "fjorde" in den lack zu kriegen.
dann habe ich den ganzen bogen mit zaunlasur "eiche" 3 mal eingelassen, jedesmal mit zwischenschliff mit stahlwolle.
zum abschluss habe ich poliert.
hier in etwas besserem licht.
mal ganz
das holz hat im zurückliegendn jahr sehr stark nachgedunkelt, die farben sind immer kräftiger geworden. der bogen sieht jetzt richtig "antik" aus. :-)
?^^^^^^? AE?OU ?^^^^^?
"Die Geschichte von Bogen und Pfeil ist die Geschichte der Menschheit."
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- Ravenheart
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Wellen folgen
Geht die Welle in Richtung Bauch, unbedingt erst mal folgen, sonst wird er da ja zu dünn.
Geht die Welle in Richtung Rücken, erst mal GERADE durchziehen , denn meistens biegen die Bereiche etwas stärker, und man hat ne Schwachstelle, wenn man gleich folgt. Abtragen kann man immer noch beim Tillern, wenn die Stelle zu steif ist... Oft ist das aber gar nicht nötig, jedenfalls nicht stärker, als bei ganz linearen Staves..
Rabe
P.S.: "snakey" ist ein Bogen, der Wellen in seitlicher Richtung hat, ist er aber vom Bauch her gesehen gerade, nur von der Seite her gesehen wellig, ist es halt ne Welle, aber noch kein Snakebow...
Geht die Welle in Richtung Rücken, erst mal GERADE durchziehen , denn meistens biegen die Bereiche etwas stärker, und man hat ne Schwachstelle, wenn man gleich folgt. Abtragen kann man immer noch beim Tillern, wenn die Stelle zu steif ist... Oft ist das aber gar nicht nötig, jedenfalls nicht stärker, als bei ganz linearen Staves..
Rabe
P.S.: "snakey" ist ein Bogen, der Wellen in seitlicher Richtung hat, ist er aber vom Bauch her gesehen gerade, nur von der Seite her gesehen wellig, ist es halt ne Welle, aber noch kein Snakebow...