ich habe vor einem Jahr mit dem Bogenbau begonnen und stellte zu Beginn einen Haselnuss-Flachbogen her, der 26# Zugkraft besitzt.
Nun wollte ich mir einen stärkeren Bogen bauen und ging nach einer Anleitung des „Bogenbauer-Buches“ vor in welchem der steinzeitliche Bogen des Typus „Tybrind Vig“ beschrieben steht. Anstatt Ulme verwendete ich jedoch Esche. Mein Bogen kam auf eine Länge von 178 cm. Die geplante Auszugslänge lag bei 30“, das angestrebte Auszugsgewicht bei 45#.
Nachdem ich ihn auf eine Standhöhe von 15cm brachte schoss ich einige Pfeile mit drei viertel der geplanten Auszugslänge wobei ich schon teilweise ein leichtes Knaxen hören konnte.
Ich wollte am Bogen nicht mehr wegnehmen, um mein Zielgewicht zu erreichen. Bei zwei dritteln des geplanten Auszuges hatte ich zu diesem Zeitpunkt in etwa 30#.
Beim Messen der Zugkraft krachte der Bogen ungefähr 8 cm vor der geplanten Auszugslänge.
Ich stelle mir folgende Fragen:
Ist Esche ungeeignet für diese Bogenform?
Habe ich den äußeren Jahresring unzureichen ausgearbeitet / falsch gewählt?
Hierzu ist zu sagen, dass ich mir einen Escherohling online bestellte, dieser hatte eine Tiefe von ung. 10Cm was mich anfangs wunderte. Der äußerste Jahresring war bereits freigelegt, ähnlich wie auf dem beigefügten Beispielbild. Diese Jahresringe standen recht dicht beieinander (ca. 2-3 mm). In tiefer gelegenen Schichten wären die Jahresringe deutlich dicker geworden. Hätte ich bis zu diesen abtragen müssen?
Fragen über Fragen – ich bin auf eure Antworten gespannt
Viele Grüße, Andi
