Chanten Zweiholzbogen build-along

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Bogenbas
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von Bogenbas »

Einfach gleichmäßig dick über die ganze Länge. Mir ist aber auch klar dass es dir um authentisches Aussehen geht. Daher musst du selbst wissen, wie weit du in der Dicke runter willst. Ich sag dir nur wie weit runter du gehen kannst. Naja theorätisch müssten sogar 15mm gehen aber das passt ja dann garnicht mehr zu deinem Chantenbogen.
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Neumi
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von Neumi »

Bogenbas hat geschrieben: 05.06.2026, 17:43 Mir ist aber auch klar dass es dir um authentisches Aussehen geht.
Ja wie ist es denn überhaupt mit der Authentizität der verschiedenen Siyah-Varianten. Ich konnte bis jetzt kein Foto eines Originalfundes finden.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von benzi »

Für die Chanten haben wir ja die Fotos von Grigorii Matveevich Dmitriev-Sadovnikov (1912-1915).... puh bis den Namen korrekt abgeschrieben hatte...🤣
Screenshot_20260605-194753_Gallery.jpg
Funde anderen Ethnien werden im Artikel von Ragnar Insulander aufgelistet...
Screenshot_20260605-194031_Gallery.jpg
Liebe Grüße
PS aber Du hast Recht, es gibt bei den Funden nur einen Siyah, bei dem Fund aus Kärsämäki, da ist das Ende 3,5cm dick und 7mm breit, Junkmanns Seite 375
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von Neumi »

Danke, was Junkmanns zeigt, ist kein Siyah, sondern aus den beiden Laminaten rausgeschnitzt, so sehe ich das.
Bei der Liste der Funde steht nicht dabei um welche Art Fundstück es sich handelt.
Also sind die 6 gezeigten Siyah reine Spekulation?
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von benzi »

Der Begriff Siyah ist Türkisch und ohnhin hier etwas unpassend... im finnischen Original Text von Insulander steht örats, was mit Ohren übersetzt werden könnte...(deepl).... Ludwig Seitz hat es mit Siyah übersetzt, ich habe ja schon öfter von steifen Enden geschrieben, die steifen Enden, die am Ende des Rückenlaminats aus diesem bestehen, in der Regel aus Birke, werden den Sami zugeordnet und können gerade oder recurve sein.
Die 6 Arten der Verbindung stammen von
A. Insulander 1995
B. Adler 1902
C-F Sirelius 1919

Spekulation von mir:
Die logische Entwicklung scheint mir zu sein, dass zuerst in ein gerade Stück Birke ein Stück druckfestes Nadelholz eingepasst wurde, dann wurden diese Enden recurve gebogen und dann entwickelten unterschiedliche Ethnien unterschiedliche Methoden um die steifen Enden aus anderen Hölzern ansetzen zu können.. was eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich gebracht haben dürfte..

Liebe Grüße
PS ob die Enden der Laminate bei angesetzten steifen Enden tatsächlich ebenfalls gebogen waren, was auf Sirelius zurückgeht und was fatz hier ja als technisch plausibler beschrieben hat, weiß ich nicht, aus den Bilder von Dmitriev-Sadovnikov von 1912 bis 1915 geht hervor dass es bei den Ostjaken nicht der Fall war..
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von benzi »

Der Bogen hat mittlerweile die ersten Schüsse überstanden... allerdings noch mit relativ kurzem Auszug... bevor ich ihn voll ausziehe möchte ich erst die Schwachstelle entlasten...35-38@28" reichen mir auch völlig... bei den ersten Schüssen fand ich Leistung und Handschock zufriedenstellend...
Von den ursprünglich 16cm Reflex sind noch 6cm übrig, sprich die WAs sind gerade und der Reflex beschränkt sich auf die Recurves
Liebe Grüße
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von benzi »

Mir ist ein Fehler unterlaufen... der Original Text ist Schwedisch nicht Finnisch... 🙈

Liebe Grüße
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von fatz »

benzi hat geschrieben: 06.06.2026, 15:36 Spekulation von mir:
Die logische Entwicklung scheint mir zu sein, dass zuerst in ein gerade Stück Birke ein Stück druckfestes Nadelholz eingepasst wurde, dann wurden diese Enden recurve gebogen und dann entwickelten unterschiedliche Ethnien unterschiedliche Methoden um die steifen Enden aus anderen Hölzern ansetzen zu können.. was eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich gebracht haben dürfte..
Da diese Boegen ganz klar einer oestlichen Bogenbautradition folgen (vulgo: Reiterbogen) halte ich das fuer sehr unwahrscheinlich. Also erst einen Langbogen aus 2 verschiedenen Hoelzern und dann spaeter Ohren/Siyahs/Wasauchimmer dranbauen, die komischerweise genau so aussehen wie die von Voelkern die tausende km weiter oestlich wohnen. Die Bogenform haben die schon so mitgebracht und dann auf ihre Gegend adaptiert. Nebenbei gehoeren die samischen Sprachen zur finnisch-ugrischen Sparchgruppe, kommen also genau da her wo man auch solche Boegen schoss.
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Re: Chanten Zweiholzbogen build-along

Beitrag von benzi »

Ich denke nicht,dass sich unsere zwei Gedankengänge widersprechen, das eine ist die technische Entwicklung, das andere sind die kulturellen Einflüsse, die diese Entwicklung prägen....
Fenno-Ugrian_people.png
Verbreitungsgebiet der Finno-ugrischen Sprachen, die Chanten, hier Khanty, finden wir am südöstlichen Rand, sie sind wiederum in zwei Gruppen eingeteilt, die wiederum unterschiedliche Bogenbau Traditionen pflegen

Liebe Grüße
PS interessant auch, dass die Ungarn dazugehören... erklärt vllt auch einiges der aktuellen Tagespolitik..🤔
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