Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Alles zum Thema Pfeilbau.
benz

Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von benz »

willkommen Löwenherz,

die Idee ist gut, Herr Takahashi stellt über den Schaft auf dem Grill einen Schamottstein, der eine Nut hat, also wie ein U-Stahl den Schaft abdeckt, ich denke der reflektiert die Hitze und die Erwärmung geht dadurch schneller und gleichmäßiger.

lG benzi
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walta
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Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von walta »

willkommen im forum und guten appetit. erfahrungsgemäss ist verbrannter bambus nicht sehr schmackhaft.

will sagen: wenn bambus so heiss wird das man ihn nur noch kurz angreifen kann sind sie wie gummi, ein bischen mehr werden sie schwarz. da reicht bereits ein teelicht.

also: immer fest wenden wenn du grillst

:-)

grüsse
walta
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der am anfang schwarze pfeile geschossen hat :-)
Panthertatze_alt

Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von Panthertatze_alt »

Danke für die Willkommensgrüsse.
Ich denke auf dem Grill kann ist die Hitze gleichmässiger und besser zu kontolieren als über einer Kerze.Vor allem kann man dann einen grösseren Bereich richten.
MfG Löwenherz
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Ravenheart
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Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von Ravenheart »

Löwenherz hat geschrieben: Vor allem kann man dann einen grösseren Bereich richten.
DAS ist aber nicht unbedingt von Vorteil!

Gerade der Bereich um die Nodien ist deutlich steifer/sperriger als der Teil dazwischen.

Ist er über eine größere Länge weich, ist es fast unmöglich, die Nodien zu biegen - man biegt stattdessen den Rest und erhält so eine S-Form...

Ich erwärme daher lieber über der Heißluftpistole, und erhitze so, wenn ich still halte,  nur einen 2-Finger breiten Abschnitt. Da geht das Richten dann besser - finde ich.

Rabe
Panthertatze_alt

Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von Panthertatze_alt »

Ich dachte an den Bereich zwischen den Nodien. Wenn man da Zentimeter für Zentimeter richtet, hat man nicht dann erst Recht mehrere "S" Formen hintereinander? Das ist mei Gedanke. Kann aber auch sein, dass ich mich irre.Klar ist es besser die Nodien punktuell zu richten
MfG Löwenherz
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walta
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Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von walta »

der gedanke ist schon richtig. ist vielleicht einen versuch wert. allerdings ist bambus auch zwischen den nodien nicht gleichmässig krumm - und mit einer kleineren wärmequelle kann man den gebogen bereich gezielt erwärmen. du richtest den schaft nicht zentimeter für zentimeter sondern erhitzt den ganzen bereich der gebogen ist auf einmal - allerdings nur den gebogenen bereich und nicht mehr - sonst kann es passieren das sich der gerade gerichtete bereich wieder verbiegt.

grüsse
walta
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bambus biegen bedeutet: besonders behutsam beim biegen bleiben :-)
benz

Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von benz »

In der TB wird beschrieben dass Herr Takahashi die Nodien innen durchsticht bzw durchbohrt. Hat damit jemand Erfahrung? Habt Ihr Euch dazu ein Werkzeug gebaut?

Meine Überlegung dahinter ist, den Schaft durch Materialabtragen von innen leichter zu machen und weicher.

Ein 3-4mm starkes Rundeisen zu einem einfachen Bohrer angeschliffen sollte taugen, aber woher sowas bekommen?

danke und liebe Grüße benzi
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walta
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Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von walta »

vor langer zeit hab ich mir mal einen normalen bohrer auf ein armierungseisen geschweisst. das sind die stangen die man beim hausbauen in den beton steckt. die dinger sind ziemlich stabil und bis zu 6meter lang - keine ahnung ob es die auch so dünner gibt.
vielleicht funktioniert auch eine gewindestange aus dem baumarkt - das ist relativ fester stahl und durch das gewinde kann man das ding in einen akkuschrauber stecken und einfach in den pfeil reinschrauben - dann sind die nodien auch durch.

allerdings verstehe ich den sinn nicht so ganz. bambus ist von haus aus leicht und stabil.

grüsse
walta
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der auf einen grund gespannt ist :-)
benz

Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von benz »

walta hat geschrieben:
allerdings verstehe ich den sinn nicht so ganz. bambus ist von haus aus leicht und stabil.

der auf einen grund gespannt ist :-)
Also zum einen denke ich, dass Herr Takahashi in Japan das nicht umsonst macht, ok das ist jetzt nicht wirklich ein Grund  ;D

Zum anderen hatte ich in Bamberg die Pfeile der japanischen Bogenreiter in den Händen und die waren in der Tat sehr leicht. Die beiden Schäfte die ich nun bekommen habe, wiegen 10 Gramm mehr als ein vergleichbarer Alupfeil, also ca 45 Gramm statt 35 und das ist mir eindeutig zu viel....
Elrond
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Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von Elrond »

@ Benz
Rundstahl sollte es in jedem Baumarkt geben, sonst in einem metallverarbeitenden Betrieb nachfragen. Sogenannter Silberstahl oder ein legierter Kaltarbeitsstahl (z.B. 90MnCrV 8 Werkstoffnummer 1.2842) sollte sich gut eignen. Vorn auf halben Durchmesser anschleifen, das funktioniert.
Gruß Karsten
benz

Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von benz »

Hallo Karsten,

leider war ich VOR Deinem Beitrag im Baumarkt..... dort gab es Rundstahl nur ab 6mm. Ich hab deshalb zwei Gewindestangen verzinkt mit M4 und M5 mitgenommen.

An der M4 Stange hab ich vorne eine Art einfachen Bohrer geschmiedet.

Was meintest Du mit "Vorn auf halben Durchmesser anschleifen" ?

Die Erfindung des Spiralbohrers geschah ja nicht umsonst, sondern vor allem wegen dem Spantransport nach hinten..... Einen Rundstahl einfach anschleifen funzt glaube ich selbst bei Bambus nicht.

Mit dem M4 Stab hab ich nun die Nodien durchbohrt, anfangs dachte ich, es wäre nicht möglich genug Druck auf eine 80cm lange Welle mit nur 4mm auszuüben, aber nachdem ich die erste Nodie mit einem Spiralbohrer durchbohrt hatte, gab es genug Führung und Halt für die lange Bohrwelle.

Morgen werde ich versuchen die M5 Stange zum Aufbohren zu verwenden, denn eine merkliche Gewichts- oder Spineabnahme konnte ich leider noch nicht feststellen.

LG benzi
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Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von Squid (✝) »

Bei Bambus brauchst du m. E. keinen Spantransport. Denn die Rohre sind ja hohl bis auf die Nodien, so dass genug Platz für Späne vorhanden ist. Also würde es doch ausreichen, die Spitze des Rundstabs platt zu kloppen / zu schleifen und konisch zuzuspitzen, ähnlich wie ein Fliesenbohrer... oder eine klassische Pfeilspitze  ;D

Wenn man das noch härten würde, sollte das doch für viele Nodien ausreichen.

Anschliessend muss man die Pfeile halt ausschütteln...

Fliesenbohrer: http://ecx.images-amazon.com/images/I/3 ... AA240_.jpg
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
benz

Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von benz »

genauso hab ich es ja gemacht, dabei ist der Bohrkopf eben im Durchmesser größer als der Rundstab, darauf wollte ich hinaus
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acker
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Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von acker »

Hallo,
Warum so kompliziert?
Billigbohrer kaufen - verlängerung anschweissen- plan schleifen-Löcher bohren - fertisch.

Billigbohrer sollte es wirklich sein, weil der stahl dann vermutlich nit so der beste sein wird, wegen der Schweißbarkeit.

Ansonsten gibt es noch Balkenbohrer im gewünschten Durchmesser- allerdings meist nur 32cm lang
Gruss acker
Der junge Mensch lernt, was die Erwachsenen wissen und verlernt was er als Kind gewusst hat.
benz

Re: Wie ich meine Bambuspfeile herstelle

Beitrag von benz »

acker hat geschrieben: Hallo,
Warum so kompliziert?
meinst Du echt für 80 cent für den Gewindestab hätte ich einen Bohrer, einen Rundstahl UND ein Schweißgerät bekommen? Mist.......  ;D
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