Hier nochmals die Griffsektion und dann die Beantwortung der Fragen in chronologischer Folge.
@Steilpass: Griff: Basis ist eine Wildlederummantelung, die nun nicht zu sehen ist. Darauf eine Wicklung aus schwarzen Lederstreifen in 2 cm Breite auf Lücke, rauhe Seite nach außen für bessere Griffigkeit. In die Lücke wurde parallel eine Kordel geklebt (Ponal). Abschlussband oben dasselbe Band, nur einfach umgeschlagen. Die Streifen stelle ich an einer selbstgebauten Schneidelade selbst her.
@tomtux: Zur Astgabel.
Syringa macht immer dichotomes Wachstum, d.h. es entstehen Astgabeln zuhauf, die aber im weiteren Wachstum auch teilweise nur einseitig dominieren. In meinem Stück jedenfalls ist anhand der Maserung von einer Astgabel nichts mehr zu sehen, aber die Kurve ist sicherlich mal so entstanden.
@Commerz: Tatsächlich hat Wildpflaume auch viel Lila im Holz und ist ähnlich fest. Insgesamt aber doch anders im Verhalten als Bogen, s.u.
@Acker: Das Gewicht des Bogens ist sehr hoch, ohne Zweifel. Syringa ist ein schweres Holz und dies ist ein experimenteller Bogen und kein "Highend-Hochleistungsteil". Ich mußte auch wegen dem Snakey breiter bauen, da sonst der Bogen völlig verzieht. Ansonsten ja, das Holz schreit nach einem schmalen ELB-Bogen.
@Dirk: Kein Problem, ich bring ihn mit, sprich mich an.
@Anuk: Danke, Anke! Du kannst ihn schießen, wenn du zu unserem weltberühmten Heide-Eulen-Turnier nach Dierstorf kommst
@skerm: Ja, du hast recht. Ich hatte ja auch geschrieben: Rundbogentiller. Dieser komische Knick am Griffoberteil bringt das mit sich. Allerdings ist Syringa da völlig problemlos, weil absolut elastisch.