Der perfekte Schuss

Bogenschiessen in der Praxis, mediterran, Daumentechnik u.a.
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Sperber
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Re: Der perfekte Schuss

Beitrag von Sperber »

Irgendwann im Herbst dies Jahr, es ein milder Abend und nach dem Schiessen im Parcour wollte ich noch schnell ein paar Pfeile auf die 18m Scheibe machen bevor es ganz dunkel wurde. Ganz wichtig: der Mond stand schon am Himmel! ;) 1. Schuss gelöst, entspannt, gutes Gefühl die Ringe waren nicht mehr zu erkennen aber im weißen war der Pfeil nicht. 2. Pfeil das gleiche gute Gefühl, durch die Dunkelheit war die Umgebung fast ausgeblendet. 3. Pfeil ausgezeichnetes Gefühl, die Pfeile waren definitiv nicht zu sehen. Dann der Gang zur Scheibe und kurze Fassungslosigkeit, zum Glück kamen Zeugen dazu: alle Pfeilschäfte berührten sich in der 12! Die Gruppe hätte in ein Schnappsglas gepasst und das kleine Kreuz in der neuen Scheibe war komplett weg. Völlig gestoked und grinsend habe ich den Tag beendet wohl wissend, dass ich mit einem #40 Selfbow und Holzpfeilen wahrscheinlich diese Passe im Leben nicht wiederholen werde. Aber nächsten Herbst bei ähnlichem Wetter und Mondschein werde ich es wieder versuchen ;D
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Quercus
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Re: Der perfekte Schuss

Beitrag von Quercus »

Ich würde meine "perfekten" Schüsse in dreii Kategorien unterteilen.

1. Die Schüsse, die einfach genau dahin treffen, wo man sie hinhaben will. (Teilweise aber nur durch Zufall)

2. Die Schüsse, bei denen einfach das Gefühl stimmt. (Die müssen aber nicht zwingend genau im Ziel sein.)

3. Die Schüsse, bei denen Punkt 1. und Punkt 2. zusammentreffen. (Kommt mei mir eher selten vor.

Ach ja, dann gibt es natürlich noch die Schüsse die perfekt sind, um von ihnenzu berichten. Mei Freund meine mit meinem Bogen mal einen Hochschuß abgeben zu müssen. (Er schießt normalerweise nicht). Ich konnte gar nicht so schnell HAAAAALT!!!!!!! rufen, da war es schon geschehen.

Nun hat sein VW-Polo ein 11/32 Guckloch im Dach. ;D ;D


QS
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Brandy
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Re: Der perfekte Schuss

Beitrag von Brandy »

Sperber hat geschrieben: Irgendwann im Herbst dies Jahr, es ein milder Abend und nach dem Schiessen im Parcour wollte ich noch schnell ein paar Pfeile auf die 18m Scheibe machen bevor es ganz dunkel wurde. Ganz wichtig: der Mond stand schon am Himmel! ;) 1. Schuss gelöst, entspannt, gutes Gefühl die Ringe waren nicht mehr zu erkennen aber im weißen war der Pfeil nicht. 2. Pfeil das gleiche gute Gefühl, durch die Dunkelheit war die Umgebung fast ausgeblendet. 3. Pfeil ausgezeichnetes Gefühl, die Pfeile waren definitiv nicht zu sehen. Dann der Gang zur Scheibe und kurze Fassungslosigkeit, zum Glück kamen Zeugen dazu: alle Pfeilschäfte berührten sich in der 12! Die Gruppe hätte in ein Schnappsglas gepasst und das kleine Kreuz in der neuen Scheibe war komplett weg. Völlig gestoked und grinsend habe ich den Tag beendet wohl wissend, dass ich mit einem #40 Selfbow und Holzpfeilen wahrscheinlich diese Passe im Leben nicht wiederholen werde. Aber nächsten Herbst bei ähnlichem Wetter und Mondschein werde ich es wieder versuchen ;D
Sperber
Wow! Aber wenn Du es "nochmal versuchen willst" dann wirds sicher nix. Sowas passiert weil Du ohne Druck und ohne irgendwas hin bist. Du hast einfach geschossen, einfach so - hast weder gedacht noch "gezielt" noch sonstwas ;-)
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Sperber
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Re: Der perfekte Schuss

Beitrag von Sperber »

ja genau und ich habe die ersten Treffer nicht gesehen deswegen waren die beiden nächsten Pfeile nicht unter Leistungsdruck sondern ganz frei geschossen. Für einen Fita -oder Compoundschützen wohl nichts besonderes für uns Holzbogner sicher schon.
Gruß Sperber
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Brandy
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Re: Der perfekte Schuss

Beitrag von Brandy »

Genau! Kenn ich schon auch in gewisser Weise. Man geht irgendwo hin, nimmt nen Pfeil, schiesst mal so - zack - Mitte der Mitte. Die darauf folgenden Schüsse erfolgen a) mit Leistungsdruck und b) mit Hirn ("ah, wart - so und so hatte ich geschossen, jetzt mach ichs noch besser und zwar so und so")

Es ist glaube ich kein Fehler wenn man nach einem WOW-Schuss das Schiessen beendet. Zumindest eine Pause macht.
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Galighenna
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Re: Der perfekte Schuss

Beitrag von Galighenna »

Ja das sehe ich genauso. Zu gute Leistungen erzeugen bei "normalos" eigentlich immer einen Leistungsdruck im Kopf. Profi-Sportler haben doch genau deswegen meistens sowas wie einen Mental-Trainer oder sowas, damit die, bei dem enormen Leistungsdruck bei Weltmeisterschaften oder so, dem Druck gewachsen sind.

Genau DAS ist meiner Meinung nach das, was den wirklich absoluten Spitzensportler ausmacht. Nicht umsonst wird in vielen Disziplinen und ganz besonders in asiatischen Sportarten, oftmals mehr der Geist als der Körper Trainiert.

gruß
Gali
Übel übel sprach der Dübel,
als er elegant und entspannt
in der harten Wand verschwand
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