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Re:
Verfasst: 07.03.2010, 21:58
von Ravenheart
So, hab's gecheckt:
Das Standhöhe-Bild ist korrekt!
Beim Auszug-Bild halte ich ihn anscheinend tatsächlich zufällig gerade anders herum;
(das mach ich tatsächlich manchmal bei Bogen mit mittiger Grifflage, so lange die Seite noch nicht definitiv festgelegt ist...)
Hätte ich mich hier aber nicht mehr dran erinnert...
Na was soll's...
Rabe
Re: "Schulterbogen" vom Bogenbauertreffen
Verfasst: 20.05.2010, 22:15
von Ravenheart
Muetze hat geschrieben:
Der Vergleich mit dem HickHickRec von Botjer interessiert mich auch. Wann wird der veröffentlicht?
So, wie versprochen berichte ich:
Wir haben den Test in Neubrunn durchgeführt!
1. Passe: je 2 x weitgehend identische Pfeile von Botjer (für meinen Bogen/Auszug eigentlich zu lang; mein Auszug is kürzer!!)
2. Passe: Jeder seine "üblichen" Pfeile (je 2x)
3. Passe: Jeder noch einen "Flight"-Pfeil (keine "echten" nur je einen, der besonders weit fliegt!)
Tobi (entman) hat dabei seitlich von uns gestanden, und drauf geachtet, dass die Abschusswinkel etwa gleich sind (wir haben nebeneinander und gleichzeitig geschossen!)
Ergebnis:
ALLE Pfeile von Botjers Hick-Hick-Flip (
http://www.fletchers-corner.de/index.php?topic=12839.0) lagen weiter als meine.
Die Abstände meiner Pfeile zu Botjers kürzestem Schuss waren etwa:
1. Passe: (überlange von Botjer) 25 - 30m
2. Passe: (Standardpfeile) ca. 20m
3. Passe: (Flight) 10 - 15m
Bei Botjer war die Staffelung der Passen untereinander im Grunde ähnlich, so dass man sagen kann: Botjers Laminat-Bogen schießt ca. 25 - 30 m weiter!
Rabe
PS: Zum "Abrunden" hat der entman dann noch ein paar aus seinem 55#-Border-LB rausgesemmelt; die lagen noch mal ca. 20 - 25 m weiter als Botjers weiteste..
Re: "Schulterbogen" vom Bogenbauertreffen
Verfasst: 20.05.2010, 22:52
von acker
Das Ergebnis finde ich sehr interessant !
Rein gedanklich habe ich beide Bogen relativ gleich auf gesehen ->
Einmal mit Hebel und einmal mit arbeitendem reflex
Also wie begründet sich der doch krasse Unterschied?
Wir haben ja so eine pie mal Holzauge - Formel die uns sagt 1m Weite = 1 fps
Ich habe mir beide Bogen nochmals angesehen und mir ist folgendes aufgefallen.
Der arbeitende reflexbereich im HHF v.Botjer ist in etwa 2mal so groß wie der Hebel an Rabes Molle .
Wie schwer ist Dein Bogen Rabe ?
Botjers HHF wiegt 421g = war das Brutto oder Netto ? ( also mit Deko und finish oder ohne )
Der Bauch an Rabes Bogen ist Linsenförmig ?
An Botjers ist er grade mit gerundeten Kanten ?
Die erzielte Weite würde mich auch interessieren um vergleiche anstellen zu können.
Vermutung:
Ich bin immer noch der Meinung das sich die beiden Designs nicht so groß unterscheiden sollten in der Leistung, im Gegenteil, der Molle mit dem Hebel müßte ggf sogar die Nase vorn haben.
Ich denke, wenn der Hebel die gleiche Länge wie der reflex bei Botjer hätte müßten beide Bogen gleich auf liegen bzw sehr dicht beieinander.
Gruß acker
Re: "Schulterbogen" vom Bogenbauertreffen
Verfasst: 21.05.2010, 00:04
von Botjer
Zu Ackers Fragen: Das Gewicht des HickHickFlip liegt bei 421g mit Finish ohne Deko.
Der Bauch ist flach mit gerundeten Kanten.
Geschossen habe ich nur mit meinen Standartpfeilen (79cm/31" lang, 27,2g/420gr, 5" Befiederung), leichtere (Flight-)Pfeile hatte ich leider nicht dabei.
Man darf bei dem Ergebnis nicht vergessen:
Der HickHickFlip hat durch die geflippten Enden und den Perryreflex eine Vorspannung von ca. 7,5 cm, der Schulterbogen hat wahrscheinlich geringen Set, bestenfalls ist er einfach gerade.
Durch die pyramidale Frontansicht sind die Wurfarmenden recht leicht, ich vermute in Relation zum Gesamtgewicht des Bogens leichter als bei Rabes Bogen.
Insofern hat mich das Ergebnis nicht überrascht (aber beruhigt

sonst hätte ich doch eine Menge falsch verstanden).
Obwohl das Zuggewicht beim Schuß gleich ist, erreichen die Bögen dies bei unterschiedlichen Auszugslängen. Ich habe schätzungsweise 1,5 bis 2" weiter gezogen, daraus ergibt sich auch eine längere Beschleunigung.
Insgesamt war es eher ein erster Vergleich, kein wirklicher Test. Dazu hätten wir bei gleichem Auszug auf das dann erreichbare Zuggewicht abgestimmte Pfeile (z.B. 10 gr/lb) gleicher Länge und Befiederung mit ebenso abgestimmten Sehnen gleicher Bauart durch einen Chrono schiessen müssen. Vielleicht ergibt sich so etwas ja beim nächsten Bogenbauertreffen …
Re: "Schulterbogen" vom Bogenbauertreffen
Verfasst: 21.05.2010, 00:33
von acker
Hm, mein grader Bambus/ Almendrillo im Eifelturm Design ( Andamen / Mölle dings)
ist genauso schnell wie ein starker R/D bei fast gleicher Länge und Zuggewicht.
Die Unterschiede sind minimal.
Ja , ich war von "gleichen" Pfeilen ausgegangen was zumindest das Gewicht betrifft sowie die höhe der Befiederung.
Sind da natürlich grössere Abweichungen gewesen dann ist es schwer beide Bogen zu vergleichen.
Den längeren Auszugsweg muß ich mir noch durch den Kopf gehen lassen.
Gruß acker
Re: "Schulterbogen" vom Bogenbauertreffen
Verfasst: 21.05.2010, 01:29
von Botjer
acker hat geschrieben:
… ich war von "gleichen" Pfeilen ausgegangen was zumindest das Gewicht betrifft sowie die höhe der Befiederung.
Sind da natürlich grössere Abweichungen gewesen dann ist es schwer beide Bogen zu vergleichen.
1. Passe: Sowohl Rabe als auch ich mit meinen (Standart-)Pfeilen -> HickHickFlip ca. 25 - 30m weiter als Schulterbogen
2. Passe: Rabe mit seinen Standartpfeilen, ich mit meinen, Rabes Pfeile waren kürzer (und vermutlich leichter) -> HickHickFlip ca. 20m weiter als Schulterbogen
3. "Passe": Rabe mit leichtem "Flight"-Pfeil zum Vergleich -> HickHickFlip ca. 10 - 15m weiter als Schulterbogen
Direkt vergleichbar ist eigentlich nur die erste Passe (gleiche Pfeile bei gleichem Zuggewicht), Passe zwei und drei dienten eher zur Befriedigung der Neugier.
acker hat geschrieben:
Hm, mein grader Bambus/ Almendrillo im Eifelturm Design ( Andamen / Mölle dings)
ist genauso schnell wie ein starker R/D bei fast gleicher Länge und Zuggewicht.
Die Unterschiede sind minimal.
Ich denke das ist komplizierter:
Ist der Eifelturm-Bambus/Almendrillo mit Reflex verleimt und nur im Endeffekt gerade, wie ist der Netto-Reflex des R/Ds, wie sind die absoluten Gewichte, wie ist jeweils das Verhältnis von Gewicht WA-Ende zum Rest des WAs? Und da gibt es bestimmt noch mehr …
Re: "Schulterbogen" vom Bogenbauertreffen
Verfasst: 21.05.2010, 10:14
von acker
Ja , stimmt der Eifelturm hat eine "portion" reflex beim verleimen bekommen gehabt, grade genug um nicht viel set anzunehmen -> so um 4cm ? genau weiß ich es nich mehr.- das wird sich sicherlich auswirken.
Zudem sind die schmalen enden nicht steif sondern arbeiten ein wenig mit , ich müsste dann wohl noch ein Molle in gleicher Größe bauen für einen konkreten Vergleich.
Bzw , wenn Du einen Hick Hick im Molle Design baust , an dem der Hebel so lang ist wie der reflex bereich des HHF ,- das würde auch interessant sein.
Ist doch schnell gemacht
Obs da noch mehr gibt ?
Ja bestimmt.
v Dan Perry:
"Nach der theorie des Hebels ist die Geschwindigkeit des arbeitenden Teils des Wurfarmes mit der Hebellänge zu multiplizieren ..... bis das Übersetzungsverhältnis ungünstigt wird "
Gruß acker
Re: "Schulterbogen" vom Bogenbauertreffen
Verfasst: 21.05.2010, 11:32
von Archive
Moin
Ich hatte ja schon die Ehre beide Bögen live zu sehen, aber das Ergebnis überrascht mich in de Deutlichkeit schon. Ich hätte bei dem HickHickRec nur 10m zusätzliche Weite geschätze.
danke für das Einstellen des Testes!
Gruß Mütze