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Re: No.11 Osage Orange

Verfasst: 21.12.2010, 18:08
von Blacksmith77K
Das ist stabilisierte Pappelmaser. Und zu dem Rückenring: an einem WA, im äusseren Drittel bin ich an einer Stelle auf den darunterliegenden durchgebrochen.
An der Stelle ist der Ring aber auch dünn wie Backpapier!

Re: No.11 Osage Orange

Verfasst: 21.12.2010, 18:19
von Ravenheart
... die Ringe im Anschnitt sehen gar nicht SO dünn aus....

Ich würde noch einen runter nehmen, zumal wenn der ohnehin schwächer werden DARF....

Die Overlays können ruhig drauf bleiben, hör' einfach 1 cm vorher auf...

Fange an der dünnen Stelle an, und arbeite Dich von da in beide Richtungen weg.
Stelle die Zeihklinge so steil wie möglich, so dass sie gerade so greift, und arbeite mit ganz wenig Druck...
Ziehklinge_dünne_Ringe.JPG
Beginne am Rand, lege den nächsten Ring auf 3 - 5 cm Länge am Rand frei, und hebe dann schmale Späne immer von der Seite weg, bis Du am gegenüberliegenden Rand angekommen bist.
Lasse dabei ruhig Reste des Frühholzes erst mal drauf. Ist der ganze WA so freigelegt, nimmst Du die Frühholz-Restschicht mit Schleifpapier oder der Ziehklinge runter.... (das geht nun auch in Längsrichtung mit längeren Strichen...)

Rabe

Re: No.11 Osage Orange

Verfasst: 21.12.2010, 18:28
von Blacksmith77K
ravenheart hat geschrieben:... die Ringe im Anschnitt sehen gar nicht SO dünn aus....

Rabe
Sag das net. ;)

Guck hier:
ST834469.JPG
EDIT: Habe den Ring übrigens runterbekommen. Piddelkram... :P

Re: No.11 Osage Orange

Verfasst: 21.12.2010, 18:43
von Ravenheart
...ja, übel...

Vorteil: Die sind SO dünn, das KANN eigentlich gar nix abheben... ;)

Dennoch: Mit dem richtigen Anstellwinkel der Klinge geht auch das! Siehe Skizze oben.....

Rabe

Re: No.11 Osage Orange

Verfasst: 21.12.2010, 18:52
von tomtux
das wäre beim herausforderungsstave ein aussergewöhnlich dicker ring.

der anschnitt sieht auch nicht wirklich schlecht aus, da geht schon noch was.

Re: No.11 Osage Orange

Verfasst: 23.12.2010, 21:28
von tecumtha2008
Die Ziehklinge ist fuer OSAGE ORANGE ein weniger geeignetes Werkzeug zum Rausarbeiten eines Jahresringes.
Schneller und besser geht es mit einem mittelscharfen Ziehmesser ($15 hier im Baumarkt). Der Grund ist, dass man mit dem Ziehmesser praktisch dem Verlauf eines Fruehholzringes folgt. Dieses Fruehholz gibt ein charakteristisches Geraeusch von sich, wenn man in ihm bleibt. Da hoert man schon ob man richtig ist. Mit der sehr scharfen Ziehklinge, kann man den Spalteffekt entlang der Spaetholzschicht schlecht nutzen und man schneidet auch eher mal in einen Spaetholzring ein. Als Bogenbauer hat man mit Osage den Vorteil, dass man fast mit jedem Scheiss davonkommt. Andere Hoelzer sind da nicht so fehlerverzeihend....
Mit OSage kann man auch kuerzere Boegen ohne zu grosses Bruchrisiko in Angriff nehmen.
Auszug X2+ Grifflange ist problemlos machbar. Wenn der Bogen stark schlaegt, evtl. den Tipbereich etwas schmaler machen...
Vom Stave zum Bodentiller braucht man rund 2-3 Stunden, es sei denn man hat sehr grosse Aeste drin. Aber mit Astholz geb ich mich eh nicht ab, dafuer ist mir meine Zeit zu kostbar.

Re: No.11 Osage Orange

Verfasst: 24.12.2010, 00:19
von Hochgaertner
Bin ja Laie, habe bisher 11 Bögen aus Osage gebaut. Einer ist bisher gebrochen. Der hatte griffnah einen durrchgebrochenen
Ring. Zunächst hielt er. Als ich ihn griffnäher biegen ließ, hat es, obwohl mit Sehne belegt, geknackt - als mein Schwiegersohn in spe damit schoss. Habe ihn dann am Deckenhaken ausgezogen und dann ...