Dann sehen sie von der Seite aus wie ein liegendes "D" und werden dann auch D.Bogen genannt. Also D-Bogen und D-Profil unterscheiden
Robinienholz aus dem Wald
Die Indiane (z. B.: die Cherockee) bauten daraus "Langbögen" mit flachem Bauch und Rücken, die teilweise im Griff mitbiegen.
Dann sehen sie von der Seite aus wie ein liegendes "D" und werden dann auch D.Bogen genannt. Also D-Bogen und D-Profil unterscheiden
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Dann sehen sie von der Seite aus wie ein liegendes "D" und werden dann auch D.Bogen genannt. Also D-Bogen und D-Profil unterscheiden
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
Ach ja, das mit den Förstern...
Da heben wir ja auch unsere Zwänge ;( .
Wir müssen grundsätzlich das Holz einer "bestmöglichen" Verwendung zuführen.
Wenn da also ein Stapel Grubenholz liegt (Verwendung als Stütze im Bergbau und ich bekomme dafür 40.-€ / fm, dann kann ich dir keinen fm für 20 verkaufen. Wenn ich Furnierholz für 500 € verkaufen kann, wird es eben noch teurer, wenn du gerade diesen Stamm haben willst.
Aber es gibt zum Glück immer Holz, was in diese Sortimente nicht hineinpasst.
Da setzt man vernünftiger Weise den Brennholzpreis an. Der liegt bei mir so zwischen 4 und 6 € pro rm. Zu beachten habe ich auch, dass ich mindestens 5.-€ auf meinen NN-Zettel schreiben muß, weil die Buchungskosten sonst höher als der Preis sind.
Da heben wir ja auch unsere Zwänge ;( .
Wir müssen grundsätzlich das Holz einer "bestmöglichen" Verwendung zuführen.
Wenn da also ein Stapel Grubenholz liegt (Verwendung als Stütze im Bergbau und ich bekomme dafür 40.-€ / fm, dann kann ich dir keinen fm für 20 verkaufen. Wenn ich Furnierholz für 500 € verkaufen kann, wird es eben noch teurer, wenn du gerade diesen Stamm haben willst.
Aber es gibt zum Glück immer Holz, was in diese Sortimente nicht hineinpasst.
Da setzt man vernünftiger Weise den Brennholzpreis an. Der liegt bei mir so zwischen 4 und 6 € pro rm. Zu beachten habe ich auch, dass ich mindestens 5.-€ auf meinen NN-Zettel schreiben muß, weil die Buchungskosten sonst höher als der Preis sind.
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
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das Holz aus dem Wald...
..auf jeden Fall einsacken, wenn
- (wie snake-jo schreibt) die KERN-Ringe breit genug sind,
- und kein Drehwuchs vorliegt.
Ich habe auch schon einen D-Profil LB gesehen (von Bowina!); der hatte keine Stauchrisse, auch akzeptables Stringfollow, aber den "berüchtigten" Riss an einem winzigen Ast...
Ansonsten ein schönes Holz und auch angenehm zu bearbeiten, besonders mit der Ziehklinge!
Tipp: Splintholz noch im grünen Zustand so weit entfernen, dass nur ein Splintring stehen bleibt! Das geht leichter, und das Holz trocknet schneller, erhöht allerdings auch die Gefahr von Split-Längs-Rissen (daher in den ersten Tagen täglich kontrollieren; treten Längsrisse auf, die Oberfläche doch wieder mit Klarlack überziehen).
Bogen daraus würde ich (trotz einiger anders gelungener Beispiele) mit flachem Bauch arbeiten.
Robinie lässt sich auch hervorragend dämpfen/biegen!
Mein letzter Robinienbogen war ein Kinderbogen, gerade mal 1,10m lang, 25# bei 21". Maße Griff/Sehnenkerbe: Breite ca. 20 / 12 mm, Dicke ca. 15 / 8 mm Geht ab wie "Schmidt's Katze"...
Von einem anderen Robinien-Kinderbogen (mit Recurves) gibt es demnächst Bilder!
Rabe
- (wie snake-jo schreibt) die KERN-Ringe breit genug sind,
- und kein Drehwuchs vorliegt.
Ich habe auch schon einen D-Profil LB gesehen (von Bowina!); der hatte keine Stauchrisse, auch akzeptables Stringfollow, aber den "berüchtigten" Riss an einem winzigen Ast...
Ansonsten ein schönes Holz und auch angenehm zu bearbeiten, besonders mit der Ziehklinge!
Tipp: Splintholz noch im grünen Zustand so weit entfernen, dass nur ein Splintring stehen bleibt! Das geht leichter, und das Holz trocknet schneller, erhöht allerdings auch die Gefahr von Split-Längs-Rissen (daher in den ersten Tagen täglich kontrollieren; treten Längsrisse auf, die Oberfläche doch wieder mit Klarlack überziehen).
Bogen daraus würde ich (trotz einiger anders gelungener Beispiele) mit flachem Bauch arbeiten.
Robinie lässt sich auch hervorragend dämpfen/biegen!
Mein letzter Robinienbogen war ein Kinderbogen, gerade mal 1,10m lang, 25# bei 21". Maße Griff/Sehnenkerbe: Breite ca. 20 / 12 mm, Dicke ca. 15 / 8 mm Geht ab wie "Schmidt's Katze"...
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Rabe
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Nachtrag:
Wenn Robinie länger (mit Rinde) feucht liegt, entwickelt es einen "widerlichen" süß-säuerlichen Geruch, entstehend unter der Borke, der auch in das Holz einzieht. Der "Duft" ist sehr penetrant (hat sich, trotz untergelegter Decke, 3 Tage im Auto gehalten!), verschwindet aber nach einigen Wochen beim Trocknen. In dem Fall Borke und Splintholz unbedingt entfernen! Trotzden die ersten Wochen nicht in der Wohnung/im Keller lagern, sonst gibt es Stress mit den Mitbewohnern, hihi...
Rabe
Rabe
Interessante Tipps!
Da ich seit letzten Freitag auch ein paar Robinien-Staves zu Hause liegen habe, lese ich diesen Thread natürlich mit großem Interesse! Ich bekam einen frisch geschlagenen Stamm, der auch gleich gespalten (geviertelt) wurde.Die Stirnseiten habe ich mit Holzleim versiegelt und die Rinde dran gelassen. Das Holz liegt jetzt auf Böcken in einem nach einer Seite offenen Unterstand zum Trocknen. Wie breit die Jahresringe sind weiß ich jetzt nicht genau, ich hoffe aber, breit genug ;-)... Eigentlich wollte ich ja einen alemanischen Bogen daraus bauen, das eigenwillige Design und Profil des Bogens hat es mir einfach angetan (**)... Aber nach den bisherigen Beiträgen tendiere ich nun doch mehr zu einem Holmegard-Bogen...
Gruß, Hartmut
Gruß, Hartmut
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Longbow Alex
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auf jeden Fall!
Runder Rücken, flacher Bauch; das wirkt ja der Gefahr von Stauchrissen bei Robinie ideal entgegen! Da viele (auch ich) zudem der Meinung sind, dass man bei R. nur Kernholz verwenden sollte, erhält man schnell, gerade bei dünneren Stämmen, eine starke Rundung im Rückenbereich.
Gutes Profil dafür!
Rabe
Gutes Profil dafür!
Rabe
macht es eigentlich sinn...
den bogenbauch etwas auszukehlen? so das das profil des bogenbauches ungefähr dem des rückens entspricht. ich meine sowas mal gesehen zu haben. (nein! es war kein bambusbogen!)
"Der starke Mann trotzt dem Regen. Der kluge Mann stellt sich unter."
Filmtipp:
http://www.struckthefilm.com/
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@ Longbow Alex
@ Hunbow
es soll solche Bögen tatsächlich gegeben haben und vielleicht gibt es ja auch noch welche. Aber meinen bescheidenen Erfahrungen nach birgt diese Bauform eine mechanische Fußangel:
Ich habe zwei Bögen mit konkavem (parallel zum Bogenrücken verlaufendem Bogenbauch) gebaut - einen aus Birke und einen aus Esche - und beide sind im Druckbereich an den Bogenkanten geknickt. Es gab mächtige Stauchbrüche. Mag sein, dass ein mangelhafter Tiller dazu geführt hat, denn die Brüche geschahen beide während des Tillerns bei ganz vorsichtigen wenigen Zoll Auszug. Der Grund liegt m.E. aber darin, dass sich im Bauchbereicht die Druckkräfte an den Bogenkanten konzentrieren. Je spitzer sie zulaufen und je weiter sie vom Mittelpunkt des Bogens (in Schussrichtung) weg sind desto stärker.
Einen ähnlichen Effekt macht ja der englische Langbogen. Je weniger druckstabil das Holz umso eher kommt es zu Stauchbrüchen. Dann ist der Bogenbauch für dieses Holz zu dick, sprich: die Hinterkante des Bogens ist zu weit von der biegemäßig neutralen Faser des Bogens entfernt. Das Holz hat dann den Hebel- und den Druckkräften nicht genug entgegenzusetzen.
Im Gegensatz zum runden Bogenbauch des Langbogens hat der konkave Bogenbauch noch weniger Matrerial im Druckbereich der Wurfarme, bricht also noch viel schneller. Aber vielleicht macht ihr ja andere Erfahrungen!?!?
@ Hunbow
es soll solche Bögen tatsächlich gegeben haben und vielleicht gibt es ja auch noch welche. Aber meinen bescheidenen Erfahrungen nach birgt diese Bauform eine mechanische Fußangel:
Ich habe zwei Bögen mit konkavem (parallel zum Bogenrücken verlaufendem Bogenbauch) gebaut - einen aus Birke und einen aus Esche - und beide sind im Druckbereich an den Bogenkanten geknickt. Es gab mächtige Stauchbrüche. Mag sein, dass ein mangelhafter Tiller dazu geführt hat, denn die Brüche geschahen beide während des Tillerns bei ganz vorsichtigen wenigen Zoll Auszug. Der Grund liegt m.E. aber darin, dass sich im Bauchbereicht die Druckkräfte an den Bogenkanten konzentrieren. Je spitzer sie zulaufen und je weiter sie vom Mittelpunkt des Bogens (in Schussrichtung) weg sind desto stärker.
Einen ähnlichen Effekt macht ja der englische Langbogen. Je weniger druckstabil das Holz umso eher kommt es zu Stauchbrüchen. Dann ist der Bogenbauch für dieses Holz zu dick, sprich: die Hinterkante des Bogens ist zu weit von der biegemäßig neutralen Faser des Bogens entfernt. Das Holz hat dann den Hebel- und den Druckkräften nicht genug entgegenzusetzen.
Im Gegensatz zum runden Bogenbauch des Langbogens hat der konkave Bogenbauch noch weniger Matrerial im Druckbereich der Wurfarme, bricht also noch viel schneller. Aber vielleicht macht ihr ja andere Erfahrungen!?!?
... let your arrows fly
Herbert
Herbert
haebbie, du hast vollkommen recht.
Schön, dass du es praktisch ausprobiert hast ;-) .
Aber auch theoretisch ist deine Ansicht fundiert und voll nachvollziehbar.
Weiß nicht mehr, wo es stand aber das trifft es oft: Zitat~
" The bow fails from the belly and breaks from the back" oder so...
Meint: die Unzulänglichkeiten des Bogenbauches führen zu Brüchen am Bogenrücken.
Ein Umstand, dem man nicht genug Aufmerksamkeit schenken kann.
Schön, dass du es praktisch ausprobiert hast ;-) .
Aber auch theoretisch ist deine Ansicht fundiert und voll nachvollziehbar.
Weiß nicht mehr, wo es stand aber das trifft es oft: Zitat~
" The bow fails from the belly and breaks from the back" oder so...
Meint: die Unzulänglichkeiten des Bogenbauches führen zu Brüchen am Bogenrücken.
Ein Umstand, dem man nicht genug Aufmerksamkeit schenken kann.
Es ist sinnlos, von den G?ttern zu fordern, was man selber zu leisten vermag. Epikur
- Snake-Jo
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jedes Holzstück ist anders
@Alex: Da ist doch schon vieles an Tipps und Tricks zusammengekommen, auch wenn die Schwaben mal wieder abgeglitten sind:p
(aber das macht die Artikel auch lustvoller).
Ja, "der Longbow!!!" DEN Longbow gibt es nicht, soweit ich weiß, ist nur der englische Longbow definiert, ansonsten ist auch der amerikanische Flatbow ein Longbow.
Wenn die Robinie sehr breite Jahresringe hat, kann man den englischen Longbow versuchen, habe auch schon einige gesehen, ansonsten siehe beim Beitrag von Rabe.
Ich empfehle immer einen Bruchtest an einem kleinen Stück Holz, möglichst vom gleichen Stab: 12,5 x 12,5 x 500mm, vorne und nach 10 cm auflegen und das freie Ende abbiegen, bis es kracht, am besten mit einer Federwaage. Man erhält: die Festigkeit (Widerstand) des Holzes über den gemessenen Wert, Aussagen zum Set-Back und Art des Bruches: Bauch oder Rücken, Stauch, langfaserig, glatt etc. und natürlich bei welchem Biegewinkel (Grad) das Teil bricht.
(aber das macht die Artikel auch lustvoller).
Ja, "der Longbow!!!" DEN Longbow gibt es nicht, soweit ich weiß, ist nur der englische Longbow definiert, ansonsten ist auch der amerikanische Flatbow ein Longbow.
Wenn die Robinie sehr breite Jahresringe hat, kann man den englischen Longbow versuchen, habe auch schon einige gesehen, ansonsten siehe beim Beitrag von Rabe.
Ich empfehle immer einen Bruchtest an einem kleinen Stück Holz, möglichst vom gleichen Stab: 12,5 x 12,5 x 500mm, vorne und nach 10 cm auflegen und das freie Ende abbiegen, bis es kracht, am besten mit einer Federwaage. Man erhält: die Festigkeit (Widerstand) des Holzes über den gemessenen Wert, Aussagen zum Set-Back und Art des Bruches: Bauch oder Rücken, Stauch, langfaserig, glatt etc. und natürlich bei welchem Biegewinkel (Grad) das Teil bricht.
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gekehlter Bauch...
ist, was die Statik angeht Unfug! Hugh, der Ingenieur hat gesprochen, lach!
@haebbie: sie MUSSTEN knicken!
Es gibt nur EINEN legitimen Grund, den Bauch auszukehlen, (und auch das nur ganz wenig): Wenn man einen Holmegaard/Bodman - Typ baut, UND ein Ästhet ist, UND das Holz unregelmäßig dicht gewachsen ist.
Wenn man nämlich einen flachen Bauch/runden Rücken gebaut hat, und eine schöne, symmetrische Bogenform hinbekommen hat, und dann sich beim Tillern eine steife Stelle zeigt.
Nimmt man da nun etwas weg, wird der Bogen dort nicht nur dünner, sondern gleichzeitig auch schmaler. Das ist zwar technisch o.k., versaut aber die schöne Form. Will man das vermeiden, hilft nur das "Auskehlen" um das Ding dünner zu kriegen, ohne dass eine schmalere Stelle entsteht. Der Holmegaard/Bodman - Typ ist auch der einzige, der eine solche Form (in gewissen Grenzen) verzeiht! Denn durch den gerundeten Rücken ist die Druck/Zugbelastung in den Randbereichen geringer.
Flacher Rücken mit Kehlbauch MUSS "knittern"!
Ohne den o.a. gestalterischen "Zwang" den Bauch kehlig zu bauen wäre unverzeihlich!
Rabe
@haebbie: sie MUSSTEN knicken!
Es gibt nur EINEN legitimen Grund, den Bauch auszukehlen, (und auch das nur ganz wenig): Wenn man einen Holmegaard/Bodman - Typ baut, UND ein Ästhet ist, UND das Holz unregelmäßig dicht gewachsen ist.
Wenn man nämlich einen flachen Bauch/runden Rücken gebaut hat, und eine schöne, symmetrische Bogenform hinbekommen hat, und dann sich beim Tillern eine steife Stelle zeigt.
Nimmt man da nun etwas weg, wird der Bogen dort nicht nur dünner, sondern gleichzeitig auch schmaler. Das ist zwar technisch o.k., versaut aber die schöne Form. Will man das vermeiden, hilft nur das "Auskehlen" um das Ding dünner zu kriegen, ohne dass eine schmalere Stelle entsteht. Der Holmegaard/Bodman - Typ ist auch der einzige, der eine solche Form (in gewissen Grenzen) verzeiht! Denn durch den gerundeten Rücken ist die Druck/Zugbelastung in den Randbereichen geringer.
Flacher Rücken mit Kehlbauch MUSS "knittern"!
Ohne den o.a. gestalterischen "Zwang" den Bauch kehlig zu bauen wäre unverzeihlich!
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