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Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 14.10.2015, 16:39
von Bowster
mahagugu hat geschrieben:Beeindruckend!
Wenn man vom Design her mal es mit was Ähnlichem probieren möchte und kein Osage hat ,
was könnte man dann nehmen ?
Stell mir so einen Bogen in der Art vor , wie den hier vorgestellten , nur halt aus leicht erhältlicheren
Hölzern und vielleicht mit 15-20# weniger Zuggewicht um das ganze für mich durchführbarer zu machen.
Aus Hartriegel habe ich bereits ähnliche Bögen gebaut.(viewtopic.php?f=16&t=21277&hilit=Hartriegel)
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 14.10.2015, 20:47
von fatz
Erstmal: Das ich den Bogen hammergeil find, hab ich dir glaub ich eh schon gesagt. Ich find's nur sehr schade, dass ich
deutlich laengere Arme als du hab.....
Aus was sind eigentlich die Nocken?
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 14.10.2015, 21:12
von Bowster
Danke, die Nocken sind aus Wasserbüffelhorn.
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 15.10.2015, 20:13
von Osboan
Hey Bowster, geiler Bogen
Wär echt auch mal an einem Weitschusswettbewerb interessiert, meine Kleine Ulme schreit schon seit langem danach
Gutes Flightmaterial könnten auch Saplinge bieten. Sie haben im Vergleich zu den meisten kommerziell erhältlichen Schäften eine höhere Dichte, also einen kleineren Durchmesser und somit eine kleinere Stirnfläche. Ich hab schon vor ein paar Monaten mal einen Flightpfeil aus einem normalen Schneeball-Pfeil konvertiert. Der gute hat jetzt nur mehr 300 gn, was für meine 50#+ Ulme schon heftig wenig ist. Hab ihn bis jetzt noch nicht testen können, aber er ließ sich hervorragend barreln. Also falls du keinen Bambus in die Finger bekommst, versuch doch mal Schneeball, Hartriegel und co.
Grüße aus Linz (und bis bald mal hoffentlich

)
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 15.10.2015, 21:10
von Bowster
wenn Du nur mal vergleichen willst und Lust hast auf Weitschiessen und Parcoursbesuch, bist Du mir jederzeit willkommen. Die Wiese auf der ich schiesse erlaubt Schüsse bis zu 400m, und ich gehe mal davon aus, dass ich solange ich dort nur alleine, zu zweit oder zu dritt schiesse, keine Probleme bekomme.
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 15.10.2015, 22:02
von acker
Schöner Bogen ansich, aber flight ? bei gerade mal 204m Weite bei über 50# Zuggewicht? Das ist ein Diesel unter den Flightbogen.
204m mit 35# das ist gut , mehr ist sehr gut! ABER mit einer Natursehne und Holzpfeilen.
Arbeite dich weiter in das Thema ein und denke drüber nach wo die Fehler liegen im Design.
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 16.10.2015, 01:00
von SchmidBogen
Deiner Meinung ich bin, Acker.
Mehr gibts dazu nicht zu sagen.
Hoffe, dass ich mal Osboans Pfeile austesten kann.

Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 16.10.2015, 07:45
von Bowster
acker hat geschrieben:Schöner Bogen ansich, aber flight ? bei gerade mal 204m Weite bei über 50# Zuggewicht? Das ist ein Diesel unter den Flightbogen.
204m mit 35# das ist gut , mehr ist sehr gut! ABER mit einer Natursehne und Holzpfeilen.
Arbeite dich weiter in das Thema ein und denke drüber nach wo die Fehler liegen im Design.
Ich sage einfach mal, aller Anfang ist schwer,
- die 204m fanden bei moderat kräftigem Gegenwind statt.
- die Pfeile waren ganz normale Pfeile fürs Parcoursschiessen.
- bei den Pfeilen bin ich noch ganz am Anfang.
- der Bogen ist für sein Design glaube ich schon mal ganz gut, aber andere Designs stehen schon mal auf meiner Liste.
- ob das mit guter Natursehne mal was wird, da habe ich am ehesten meine Zweifel.
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 16.10.2015, 08:52
von Skua
Hallo,
Flight ist aber auch eine Disziplin, die viel Übung verlangt. Wie sehr, habe ich bei meinem ersten Flightschiessen in der Türkei gesehen. Die Slowakin Valeria stand direkt neben mir und hat mir mit dem selben Bogen und Zuggewicht (Vegh Osmane 51#/28") glatt 50m abgenommen! Obwohl ich bestimmt weiter ausgezogen habe, da ich doch etwas größer bin. Der richtige Winkel und sauberes Lösen sind da Punkte, an denen man genauso arbeiten muß wie an der Optmierung der Pfeile.
LG Skua
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 16.10.2015, 21:06
von mahagugu
@Bowster
Vielen Dank.
Hab mir den Hartriegelbogenthread durchgelesen, bin aber noch nicht mit dem anschauen und drüber
nachdenken fertig. "Cornus sanguinea" scheint ja so ziemlich ein Wunderholz zu sein ... vor allem wenn man bedenkt , dass der Sapling dünner als 5 cm war.
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 05.09.2020, 17:47
von Bowster
Betelgeuse hat geschrieben: ↑14.10.2015, 15:44
Wie lang hält denn so ein flightbogen?
Sehr schöner Mølle!
4,5mm needles, alter Falter
da darfste aber nirgends anecken, sonst gibst bruch
Diese Frage kann ich jetzt beantworten, nach ca 15000-20000 Pfeilen(die letzten 2 Jahre waren das Bambuspfeile mit einem Gewicht von 300-330gn), zeigt er jetzt heftige Ermüdungsanzeichen, massive Stauchbrüche, hat vor einem halbem Jahr begonnen und ein beginnender Riss. Set ist immer noch 2Zoll, hat nicht zugenommen, Zuggewicht bei 28" ist immer noch 51,5#, für den Sommer bei hoher Luftfeuchtigkeit noch immer normal.
Ich werde ihn aber jetzt trotzdem aus dem Verkehr ziehen, da ich diesen Bogen wirklich ganz, ganz lieb habe und ich ihn nicht sterben lassen will, üblicherweise mache ich Brennholz draus wenn es bei einem Bogen mal so weit ist, der kriegt aber einen Ehrenplatz.
Jetzt muss ich bloss noch einen neuen Lieblingsbogen unter meinen Selbstgebauten aussuchen.

Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 05.09.2020, 20:58
von Hieronymus
Ich hätte nicht gedacht , dass der so lange hält.... Mit knappe 5,5gpp sieht es für mich nicht nach Stauchbrüchen aus, sonder nach Entlastungsbrüchen hervorgerufen durch zu viel Energie im Wurfarm und leichtes überschlagen der Arme.
Auf dem Bild sieht man es sehr gut
Ich würd Epoxidharz rein und Wicklung drum mit Rückensehnen … und dann weiter geht's, bis er bricht
Gruß Markus
Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 06.09.2020, 07:12
von Bowster
Das hatte ich mir auch überlegt, aber da er handschockfrei und leise schiesst..
Andererseits, ich habe ihn mit sehr wenig Standhöhe geschossen, ich vermute mal Du hast recht und ich repariere ihn tatsächlich so wie du empfohlen hast aber ich verpasse ihm mehr Standhöhe(auch mein Handgelenk wird danke sagen) und schaue mal wie lange er dann noch mitmacht.

Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 07.09.2020, 09:38
von Ravenheart
Zu einem Flightbogen gehören auch Flight-Pfeile! Erst dann kann er wirklich zeigen, was in ihm steckt!
Kein "halber Amboss" aus Eisen an der Spitze, sondern ein "Häutchen" aus Horn oder Geweih:
download/file.php?id=41556&mode=view
und Federn max so groß wie ein halbierter Euro...
Beispiel / Vergleich:
download/file.php?id=24151&mode=view
...alles an einem gebarrelten Schaft...
Guckst Du auch:
viewtopic.php?f=13&t=21131
Was der Pfeil für einen Unterschied macht, siehe z.B.:
viewtopic.php?f=25&t=9540&start=120#p301882
Rabe

Re: "first flight", mein erster Flightbogen
Verfasst: 07.09.2020, 10:27
von Bowster
Ja, wenn es nur so leicht wäre Flightpfeile zu bauen, bisher waren meine Bemühungen nicht eben von Erfolg gekrönt.
Da er sich dann doch als haltbarer erwies als ursprünglich angedacht, entwickelte er sich zu meinem Lieblingsbogen auf dem Parcours.
Falls es mir doch mal gelingen sollte leichte und aerodynamische Pfeile zu bauen, die die Sehne auf geradem Wege verlassen, so werde ich dies hier kundtun
