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RE: Schellack
Verfasst: 30.06.2004, 11:31
von doralf.vom.wald
Original geschrieben von LotlBotl
Als Schuppen? Du meinst doch sicherlich Schallplatten, oder? ^^
Nee, Nee, wenn dann Schellackplatten, sonst würde es ja Schallack heißen. Oder wie?
Besteht aus ausgepressten Läusen und Terpenen (Baumharzen) und wurde/wird im Musikinstrumentenbau gerne verwendet. Heute hauptsächlich bei der Restaurierung von alten Instrumenten. Zudem hat das Material den besonderen Klangcharakter.
Äh? Also doch Schallack....8-| :-( jetzt bin ich doch ganz durcheinander.
Egal, eignet sich super zum Pfeilschäfte lackieren.;-)
Auf guten Gelingen. Apropos Schallplatten, die ollen Dinger aus Vinyl eignen sich super als Ziel. Demjenigen der ins Loch trifft wird königlich gehuldigt :anbet :anbet
Doralf
RE: RE: Schellack
Verfasst: 30.06.2004, 11:59
von Mongol
Original geschrieben von doralf.vom.wald
Original geschrieben von LotlBotl
Auf guten Gelingen. Apropos Schallplatten, die ollen Dinger aus Vinyl eignen sich super als Ziel. Demjenigen der ins Loch trifft wird königlich gehuldigt :anbet :anbet
Doralf
Blasphemie (außer bei Modern Talking-Scheiben)!!!
Du nimmst ja auch nicht deinen Bogen als Schürhaken ;-)
RE:
Verfasst: 30.06.2004, 12:01
von Netzwanze
Original geschrieben von LotlBotl
Jetz ma im Ernst:
Altöl ist schlecht!
Nicht benutzen!
...
Wer hat hier irgendwas von Altöl geschrieben???
Es wurde Hartöl erwähnt, das ist aber was ganz anderes.
Verfasst: 30.06.2004, 14:28
von LotlBotl
Hab nur gemeint, dass Altöl schlecht ist.
Ich muss ja auch ein bisschen beim Thema bleiben...
Stichwort Altöl
Verfasst: 30.06.2004, 17:37
von tipiHippie
Helft bitte mal einem Alzheimerpatienten auf die Sprünge bitte:
Als Tipibewohner steh ich nicht nur auf auf die Behausung, sondern auch auf den (mitunter etwas seltsamen) Humor der Roten Brüder.
Irgendwo in der Bogenbauliteratur gibt´s eine nette Anekdote über einen alten Indianer, der nach den Stammesgeheimnissen in puncto Bogenbau gefragt wurde. Er verriet dem (natürlich WEISSSEN!) bereitwillig das Geheimnis aller Geheimnisse: Der Bogenstave sollte mit Altöl behandelt werden, ABER: das Öl MUSS aus einem Chevy sein, Baujahr UNBEDINGT vor 1965 und Motorleistung nicht unter 300 000 Meilen
Natürlich gibt´s Idioten die das glauben... ist halt typisch rothäutiger Humor.
Leider weiß ich nicht mehr wo genau ich das gelesen hab... vielleicht kennt ja einer die Story und weiß wo sie genau steht, würds gern nochmal im Original nachlesen.
Ist zwar OT, aber ich dacht mir halt, wenn hier schon über Altöl geredet wird...
Lass dich umarmen, öliger Bruder!
Verfasst: 30.06.2004, 18:21
von Taran
Die Geschichte liebe ich auch! Aber ich habe Alzheimer wie du. Kommen aber eigentlich nur ein paar Quellen in Frage: TB, TBB und PA.
RE:
Verfasst: 30.06.2004, 23:12
von groby
Original geschrieben von carpenter
Ich habe die Pfeile jahrelang mit Bootslack lackiert. Da halten die Federn auch mit UHU-hart super drauf.
Hier muss man die Spitzen und vor dem lackieren drauf haben ,
Momentan sprühe ich den Crown-Dip mit einfachem Sprühlack vom Baumarkt und öle den Rest des Schaftes zwei - dreimal mit Hartwachsöl von Osmo. Dieses zieht super schnell ein und trocknet auch schnell, so sind die drei Durchgänge in 2 Tagen lackiert mit Zwischenschliff. Die Spitzen können nachträglich angebracht werden, da das Oel im gegensatz zum Lack fast nicht aufträgt.
Kleben der Federn geht wieder mit UHU-hart.
Carpenter
Bootslack ist ein Extrem-Beispiel.
Er bietet extremen Schutz vor fast allem.
Er braucht zum aushärten extrem lange.
Er hat die extrem dickste Schichtdicke.
Er wird eigentlich nur durch eine befahrbare Bodenbeschichtung getopt.
Als alternative zum Bootslack sollte man den Farblosen Acryl-Lack von Clou testen. Er ist nicht ganz so extrem. Eignet sich auch als Schutz für Beizen.
Ach noch etwas bei deckenden und farblosen Beschichtungen macht es durch aus Sinn, die Hinweise zur Grundierung zu beachten. Durch die Verdünnung oder der Verwendung wird die Verankerung der Beschichtung im Holz verstärkt.
Man kann, ist aber nicht zwingend.
Und nicht zuvergessen,
Qualität kostet Geld.
Beachtet man dies nicht, so wird das u.U. mit Pinselspuren oder Farbtropfen bestraft.
Gilt auch für die Pinsel.
Verfasst: 01.07.2004, 07:50
von carpenter
Nachtrag:
Wir haben am Platz neben den 3D-Tieren auch Stramitscheiben und selbstgebaute Scheiben mit Dämmplatten vom Baumarkt. Die geölten Schäfte gehen ohne grosse Probleme mit Stramit + 3D. Die mit Bootslack gehen auch noch mit Stramit + 3D. Acryllack war bei Stramit "immer" mit vielen Resten behaftet. Bei den Dämmplaten haben alle Holzschäfte Probleme mit dem Anhaften von Resten. Wobei auf einem anderen Vereinsgelände (anderer Verein) werden andere Dämmplattten eingesetzt die auch für Holzschäfte super gehen.
Zum Ölen nehme ich ein Stück Schwammrest, das ich in einem alten Marmeladenglas aufbewahre so das es nicht hart wird.
Carpenter
Ü-Ei...
Verfasst: 01.07.2004, 17:17
von tipiHippie
@Carpenter
Zum "Unterwegs-Ölen" eignet sich hervorzüglich ein schwammgefülltes Ü-Eigelb mit zwei Löchern in ungefähr Schaftstärke.
Wurde mal in einer älteren Ausgabe der TB vorgestellt; allerdings mit silikonspraygetränktem Schwämmchen für Alupfeile.
Weil so ein Plastik-Ü-Eigelb bei Selfbogenschützen und A-tischisten irgendwie unpassend wirkt, hab ich dem Karteileichenjürgen zu seinem vorletzten Geburtstag soe ein Ölschwammüeigelb in Leder eingenäht; hängt jetzt immer griffbereit an seim Köcher und erregt allgemeines Interesse wenn er seine Pfeile einischiebt. Erzählt dann immer was von einem geheimen indianischen Ritual...
Clou-Wasserbeize, Leinöl & Kerzenwachs
Verfasst: 01.07.2004, 18:55
von shirywook
Hallöle!
Also, ich benutz' schon seit Längerem wasserlösliche Clou-Beize (1 Pulvertütchen ergibt 250 ml, ungefähr 2,50 Euro bei OBI) in allen Farben. Nach der Trocknung reibe ich den gebeizten Schaft SEHR großzügig mit Leinöl ab (auch im Bereich der Federn) und lasse das dann zwei Tage lang einziehen.
Nach dem Befiedern & Wickeln nehme ich eine schlichte weiße Haushaltskerze, reibe die einfach kräftig über den gesamten Bereich zwischen Wicklung und Spitze (der hat auch irgendeinen richtigen Namen, glaub ich...

) ), so dass der lose Wachs in Striemen und Krümeln dran kleben bleibt.
Anschließend reibe ich mit einem weichen Geschirr-Handtuch SCHNELL über den ganzen gewachsten Bereich. Nach ein paar Sekunden wird das Wachs dadurch erhitzt, verwischt und bildet am Ende eine wunderbar dicke, feste, stark glänzende und fast transparente Wachsschicht, die auch prima lange hält.
Ist sie dann schließlich doch merklich dünner geworden, wird der Vorgang wiederholt - und ab diesem Zeitpunkt verwandelt sich der Wachs nach ca. 50 Schuss (auf Stroh) in eine Art polierte, wasserdichte Lackoberfläche, die auch nicht mehr runtergeht, sondern im Gegenteil mit der Zeit immer dichter wird.
nicht schlecht,,,
Verfasst: 02.07.2004, 01:57
von Ravenheart
...nur ist ne Haushaltskerze nicht aus Wachs, sondern aus Stearin (Gemisch von Stearin- und Palmitinsäure, die bei der Säurespaltung von Fetten entsteht, und für die Herstellung von Kerzen und Kosmetika, ferner in der Seifen- und Lederindustrie verwendet wird).
;-)
Rabe
Verfasst: 02.07.2004, 20:57
von LotlBotl
Ich benutz Wachskerzen. Die hab ich mal billig bekommen. Die sind für mich meine normalen Haushaltskerzen. Und sie haben eine weiße Farbschicht drumrum.
Vielleicht hat er ja auch sowas???
Verfasst: 05.07.2004, 16:29
von Tyriel
Also, ich glaube, die letzten Kerzen waren direkt aus Talg... Meist sind'S einfach die ganzganz billigen, die man bei McGeiz findet. Falls die aus sind, zehre ich aus einer großen Stummel-Sammelkiste meiner Eltern, die die vor 30 Jahren oder so mal angelegt haben...
Ist also bunt gemixt, und meiner Erfahrung nach auch nicht gar so wichtig, weil das beschriebene Verfahren bisher mit allen Kerzenarten funktioniert hat, die mir unter die Finger kamen.
(Achso - dieser Nick hier ist mein zweiter bei FC - shirywook ist der andere. Sorry...

) )
Verfasst: 05.07.2004, 16:54
von Nacanina
@Tipie
das ist eindeutig J. Hamm. Ich kenne es. Es kann nur in: Bogen und Pfeile,
oder in der TBB stehen.
Es geht auch (wider erwarten!) mit einfachem Leinöl.
Ich klebe erst die federn und öle dann.
Moosmännchen ölt einen haufen Schäfte und befiedert später. geht auch.
Wachs und Schellck sind alleine nicht wasserfest!
Verfasst: 05.07.2004, 22:11
von Archiv
@Nacanina
Wie?
Du fährst einen Oldtimer Chevy mit Leinöl:). Das funktioniert????:D