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Wurfarmmitte (WAM)
Verfasst: 14.04.2005, 15:22
von Dustybaer
Noch ein kleiner Hinweis (vielleicht hast Du es ja auch selbst gelesen): Der Hauptbogen scheint besonders stark in der WAM bauchseitig belastet (komprimiert) zu werden, d.h. such einen aus der in diesem Bereich kraeftig genug ist. Es waere ja schade wenn Du bei einem guten Bogen den Bauch ruinierst.
Rat
Verfasst: 14.04.2005, 18:23
von Taran
Judson Bailey rät, den penobscot in der WA-Mitte eher steif zu tillern, weil sich das beim "Zuschalten" des kleinen Bogens gibt.
Daher entwickeln Penobscots ihren Set auch meistens in der WA-Mitte.
Ein Paddlebow-Profil müsste da doch helfen, oder?
Und neues von Stickbow:
Penobscotbilder
Man beachte die sehr weit vom Wurfarmende entfernten inneren Nocken. Finde ich eigentlich nicht gut...
Verfasst: 14.04.2005, 19:58
von Dustybaer
Und es sieht so aus als wären die Beiden im Griffbereich zusammengedübelt.
Es wäre interessant zu sehen ob dieser Bogen so viel effizienter ist als ein 69" 55lbs Langbogen um den Mehraufwand zu rechtfertigen.
Ich dachte einer der Gründe für dieses Design sei einen kürzeren Bogen bauen zu können aber die Jungs scheinen recht lange Hauptbögen zu bauen.
@ Taran
Mit Paddlebow meinst Du einen Bogen der in Wurfarmmitte am breitesten ist, so in etwa wie ein Sudbury, richtig?
Ja
Verfasst: 14.04.2005, 20:14
von Taran
Oder sogar noch breiter. Manchmal ist im engl. Bereich auch von "lenticular shape", also einer Linsenform die Rede, da muss man aber aufpassen, weil sich das oft nur auf den WA-Querschnitt bezieht.
Es ging definitiv nicht um kürzere Bögen. Dafür wäre Sehnenbacking viel besser.
Warum?
Verfasst: 14.04.2005, 20:52
von Archiv
Original geschrieben von Taran
Es ging definitiv nicht um kürzere Bögen. Dafür wäre Sehnenbacking viel besser.
Warum überhaupt dieses abgefahrene Design? Durchgesetzt hat es sich offensichtlich nicht, oder die Penobscot waren die einzigen, die solche Bögen bauen konnten.
wg. Sehnen: sehnenbelegte Bögen hat es im Osten anscheinend so gut wie garnicht gegeben. War ja wohl auch nicht nötig, so extrem kurze Bögen zu verwenden, wie etwa bei den Prärievölkern.
Warum also diese doppelten Bögen? Schutz vor Bruch? Möglichkeit der Anpassung des Zuggewichts? Höhere Pfeilgeschwindidkeit?
:-( :-( :-(
Warum? Warum nicht?
Verfasst: 14.04.2005, 21:14
von Taran
Wie im Forum schon erwähnt, gibt es nur die Theorie von Judson Bailey. Er erwartete höhere Pfeilgeschwindigkeiten und wurde enttäuscht, den Grund habe ich in dem Geschwindigkeits-Thread dargelegt. Er meint, es ginge darum, schwere Pfeile (die im Waldland durch Äste weniger abgelenkt werden) verschießen zu können. Das tut der Penobscot wohl bemerkenswert gut: Pfeile mit höherem Gewicht fliegen kaum langsamer als leichte.
Der MicMac war angeblich ein reiner Kriegsbogen.
Verfasst: 14.04.2005, 22:12
von Tower
Sehnenbelag hat was mit der Witterung zu tun. In der Region um Maine ist das nicht so der Bringer wegen der Feuchtigkeit. Mit dem richtigen Know-How kann man zwar auch Sehnenbelag Feuchtigkeitsresistent machen, aber das war nicht jedem Volksstamm gegeben. Den Eskimos eigenartigerweise aber schon.
Verfasst: 15.04.2005, 09:28
von Ravenheart
...bedenken muss man auch, dass ein zusätzliches Stück Holz wesentlich leichter zu beschaffen ist, als Sehnen und Leim! Unter Naturvolk-Bedingungen, meine ich natürlich!!
Rabe
Beschaffung
Verfasst: 15.04.2005, 10:26
von Taran
Dann lebe ich unter Naturvolk-Bedingungen *g*
Die Frage ist aber auch - was ist mehr Arbeitsaufwand bzw. was kostet mehr Zeit?
RE:
Verfasst: 15.04.2005, 10:54
von Archiv
Original geschrieben von Tower
Mit dem richtigen Know-How kann man zwar auch Sehnenbelag Feuchtigkeitsresistent machen, aber das war nicht jedem Volksstamm gegeben. Den Eskimos eigenartigerweise aber schon.
Auf den ersten Blick erscheint das eigenartig, wenn man aber etwas länger nachdenkt ist es logisch. Sie waren damit konfroniert alles und immer vor Feuchtigkeit schützen zu müssen, sich, die Boote die Ausrüstung usw. Da haben sich über die Jahrhunderte Techniken entwickelt, die in anderen Regionen nicht primär nötig waren.
liebe Grüße benzi
Vorteile....
Verfasst: 15.04.2005, 11:14
von Karly
Also für mich sind die Vorteile Klar zu erkennen.......
Ich habe die gleichen Geschwindigkeiten bei einem Höheren Pfeilgewicht...
Irgendwer hat mal gesagt das die Energie mit masse mal Geschwindigkeit errechnet wird.
Ergo.. wen ich meine Geschwindigkeit nicht Steigern kann..warum auch immer...
Steigere ich meine Energieabgabe durch ein höheres Pfeilgewicht.
Daraus resultiert dann eine Effektivere Art der Jagd. ( Naturvolk und so, also nix Supermarkt und Metzger)
Ob da ein Backing mit Sehnen den gleichen Effekt gehabt hätte wage ich zu bezweifeln....
Lasse mich aber gerne vom gegenteil überzeugen.
Ich werde das mal mit meinem geschwindigkeitsmesser vom Ballern Testen.....
so mit verschiedenen Pfeilgewichten ....
Ich habe nämlich auf mein BambuBuchenbogen ein Konterbogen aus BambusEsche mit Traditionellen Kabelbindern draufgemacht....

Verfasst: 15.04.2005, 11:17
von Tower
@ Karly:
Ich habe nämlich auf mein BambuBuchenbogen ein Konterbogen aus BambusEsche mit Traditionellen Kabelbindern draufgemacht....
Bitte poste doch mal einige Bilder von dem Modul!!!!!
Penobscot
Verfasst: 15.04.2005, 13:31
von Meckimac
Das Thema Geschwindigkeit hatten wir schon. Ich kann supjektiv sagen, daß der Penobscot deutlich schneller ist und dadurch auch eine flachere Flugbahn hat. Schwere Pfeile wirft er sehr schnell, weshalb der Penobscot als Lamitbogen mit Glas in Amiland als Jagdbogen eingesetzt wird.
Gruß Lutz

RE: Beschaffung
Verfasst: 15.04.2005, 13:33
von Ravenheart
Original geschrieben von Taran
Dann lebe ich unter Naturvolk-Bedingungen *g*
Echt? Du kochst Deinen Leim aus abgeschabten Hautresten selber??
;-)
Rabe
Neee....
Verfasst: 15.04.2005, 14:54
von Taran
.... für mich ist ein Stück Holz leichter zu beschaffen als Sehnen und Leim (s.o.).
Wenn ich's nicht zu heiß biege, stinkt's auch nicht!