Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

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Bowster
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Bowster »

Hat sich bei den Bogendesigns für primitive Flightbögen bereits eines als besonders vorteilhaft herauskristallisiert? Ich baue gerade an Einem fürs Flightschiessen(Osage, ungarisch, vollpyramidal mit Querschnitt wie Warbow, ca 6/8, mit 29cm steifen Enden, 40cm biegender Bereich, steifer Griff ca 15cm), Auszug wahrscheinlich maximal bloss 25-26". Die Absicht ist, danach noch jede Menge anderer Designs zu bauen. Ab Oktober habe ich dann wieder auch ein bißchen mehr Zeit. Und ich hoffe immer noch, dass sich jemand findet, mit einer ebenen 500m Wiese, der zum Flightturnier einlädt.
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Blacksmith77K
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Blacksmith77K »

Bowster hat geschrieben:Hat sich bei den Bogendesigns für primitive Flightbögen bereits eines als besonders vorteilhaft herauskristallisiert?
David Brunetta's genius Skele-Tip Bow, winning a new world record in the 50# primitive composite class of 347 yards plus 1 foot!!!
David Brunetta's genius Skele-Tip Bow, winning a new world record in the 50# primitive composite class of 347 yards plus 1 foot!!!
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

76" Yew Warbow (ELB) 135#@32"
74" Yew Warbow (ELB) 105#@32"



...and several yew warbows...
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Rotzeklotz
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Rotzeklotz »

Bowster hat geschrieben:Hat sich bei den Bogendesigns für primitive Flightbögen bereits eines als besonders vorteilhaft herauskristallisiert?
Die Frage würde mich auch interessieren, also "was macht einen Flightbogen zum Flightbogen". Rein intuitiv, mit dem Hintergrundwissen von bestenfalls Grundschulphyik, würde ich sagen, das Moellegabet-Disign bietet sich an. Dabei müsste doch einiges an Energie, die bei zu leichten Pfeilen vom Bogen verkraftet werden muss, durch die Beschleunigung der steifen und rel. schweren Nadeln aufgenommen werden...somit sind leichtere Pfeile möglich?! Nur ein erster Input von einem Ahnungslosen, der den Faden nicht komplett verfolgt hat...wahrscheinlich seid ihr schon viel weiter ::)
Zuletzt geändert von Rotzeklotz am 02.09.2015, 21:24, insgesamt 1-mal geändert.
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shokunin
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von shokunin »

Haaaaaaalt!
Nix weiter zu Bögen... >:(
Jetzt machen wir noch FOC der Pfeile durch... :P

Wenn ein Pfeil gleicher Gesamtdichte vorne eine Uranstange drin hat ...und dann der gleiche eine Uranstange hinten bei der Nocken eingeschoben... >:)
Gleiches Volumen und Gewicht... anderes FOC...

Ok, evtl eher nicht... am Ende fliegen die vielleicht nicht gleich... ::)



Also dann... weiter im Text,

...aber vorher

Gali & Heidjer, danke für Eure Abschlussbilanz :)

Naja irgendwo ist das ja alles wie aus der Erfahrung erwartet - was jeder an Vorteil erwartet aus mehr Gewicht oder Masse ist dann wohl etwas Gefühlssache... wäre cool gewesen da 'ne Rechnung zu haben wo so der genaue Kipp-Punkt ist, aber so ist auch verständlich und gibt wenigstens etwas nettes Tüftel-Potential.
Und wenn der Winkel wirklich fix ist, dann ist das auch 'ne brauchbare Ansage. Dann muss man da einfach zusehen, dass man ihn auch trifft, und braucht nicht nach irgend einem magischen Optimalwinkel "für meinen Bogen" zu suchen.

Gruss,
Mark
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Rotzeklotz
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Rotzeklotz »

Ok, dann bitte ignorien :P Vllt kann man das ja in einem seperaten Faden diskutieren
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fatz
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von fatz »

@Blacksmith77K
interessant, dass der so flach ist. Ich haett jetzt vermutet, dass dicker, also sowas wie ein ELB, Vorteile bringt, weil du fuer
den gleichen Bumms weniger Holz brauchst (wegen der 3. Potenz mit der die Dicke eingeht) und damit dann weniger Masse
unuetz beschleunigt werden muss. Ich war gedanklich da eher in die Richtung unterwegs die der Bowster eingeschlagen hat.

Allerdings versteh ich den kurzen Auszug nicht. Die Energie, die der Bogen dem Pfeil mitgibt ist das Integral der Kraft ueber
den Auszug. (Fuer nicht Mathematiker: die Flaeche unter der Kraft-Auszug-Kurve). Die Kraft ist zwar dynamisch nicht so gross
wie statisch, aber das aendert am prinzipiellen Zusammenhang nichts: Je laenger angeschoben wird, desto schneller wird's.

Kennt jemand den Grund warum man das so kurz macht? Spine?
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Sateless »

Die einfachste Methode nen Pfeil leichter zu machen, ist in der Mitte durchsägen ;)
Das ist schon ein ziemlich wichtiger Faktor in der turnierklasse bis 50lbs.
Hast beim Pfeil ja selber postuliert, dass die Pfeilgeschwindigkeit halt nicht nur irgendein Faktor ist, sondern der wichtigste.
Die Flachen Wurfarme sind dort ja weniger tragisch, da das Mehrgewicht nicht außen, sondern sehr griffnah ist. Außerdem bekommt man so noch etwas zusätzliche Biegung was die steifen Tips ermöglicht.

Nur so ein paar chaotische Gedanken dazu. :)
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von fatz »

Sateless hat geschrieben:Die einfachste Methode nen Pfeil leichter zu machen, ist in der Mitte durchsägen ;)
schon klar, aber ein halber Pfeil wird nur halb so lang angeschoben. Da seh ich jetzt noch keinen Vorteil. Oder hab ich da
einen Denkfehler?
Ich hab neulich auf einer Daumen-Bogen-Seite so eine Art Schiene gesehen, mit der man kurze Pfeile verschiessen kann.
Ich find's nur grad nimmer. Ist sowas erlaubt?
Edit: das war's http://bogen-daumenring.de/pfeilschienen-2/
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Galighenna »

Also wenn wir das mit dem Pfeilgewicht erstmal so stehen lassen und uns mal kurz dem kurzen Auszug zuwenden:

Ich denke, durch den Kurzen Auszug erreicht man auch bei leichten Pfeilen einen guten Wirkungsgrad. Je mehr sich die Wurfarme bewegen müssen, sprich desto größer die Strecke ist die das Holz auch innerlich zurücklegen muss, desto mehr Energie geht für die innere Reibung und Verforumung des Materials drauf, die dem Pfeil dann bei seinem Flug fehlt. Ich schätze auch hier wird es einen Optimal-Punkt geben, zwischen kurzem Auszug, minimalem Pfeilgewicht und gutem Wirkungsgrad, da sich alle drei Faktoren gegenseitig negativ beeinflussen und irgendwo befindet sich der Schnittpunkt dieser drei Faktoren.
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Sateless »

Ach das hochosmanische tong-ah (ist koreanisch), das ist in der Klasse afaik nicht erlaubt.
hier mal 3 Übersichten ^^ http://www.teamusa.org/usa-archery/events/rules
Sind halt die US-Regeln für den Wettkampf auf dem Great Salt Lake.
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von locksley »

Die Schiene nennt sich "Siper" und war zumindest nach dem was mir bekannt ist im osmanischen Flightschiessen gebräuchlich und erlaubt. Wie es heutzutage mit dem Reglement aussieht weiß ich nicht. Dirk hat weiter vorne im Thread beim idealen Flightpfeil, den er bauen würde auch schon den Sipereinsatz erwogen.
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von killerkarpfen »

Galighenna hat geschrieben:Also wenn wir das mit dem Pfeilgewicht erstmal so stehen lassen und uns mal kurz dem kurzen Auszug zuwenden:
...Je mehr sich die Wurfarme bewegen müssen, sprich desto größer die Strecke ist die das Holz auch innerlich zurücklegen muss, desto mehr Energie geht für die innere Reibung und Verforumung des Materials drauf, die dem Pfeil dann bei seinem Flug fehlt. ....
Da ist vor Allem die Rückstellgeschwindigkeit der Wurfarme. Irgend wann ist Schluss, auch bei einem Leerschuss brauchen die Zellen eine gewisse Zeit bis sie sich zurückgeformt haben. Wenn die maximale Geschwindigkeit erreicht ist und die Masse (Pfeil) gleich schnell fliegt wie die Sehne schnell ist nützt der weitere Weg nichts mehr.
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von shokunin »

Auf dem Photo hat er auch noch gute 4 Zoll zu ziehen. Ich hätte angenommen das Bild zeigt nicht den vollen Auszug, und dass der Hinterkante Bogen ist. Dann ist er auch nicht mehr so kurz, oder?

Und Photo ist sicher nicht ganz einfach ...man hält so 'nen extrem-belasteten Bogen ja auch nicht lang. Da muss man mit 'ner normalen Kamera schnell abdrücken. Wenn der den vollem Auszug mal erreicht hat, ist der Pfeil weg ehe man "Klick" sagen kann.

Gruss,
Mark
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Heidjer
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Heidjer »

Nun, der Reihe nach.

@ Bowster, mir stände vom 1.11.2015 bis zum 15.03.2016 ein Flugplatz mit 600m Runway (max 800m freie überschaubare Strecke) ohne zeitliche Einschränkung (Winterpause) zur Verfügung, ich habe aber nicht die Zeit irgendwas größeres zu organisieren.
Ein kleinerer Rahmen, nur an einen Samstag ginge, da könnten dann 5-6 Leute auch gerne am Freitag anreisen und am Sonntag abreisen und in der Bogenhalle in Bergen campieren, am Sonntag noch Parcours schiessen oder so. Nur muß dann die Verpflegung geregelt werden. Kosten nur An-Abreise, Essen und kleine Spende 3-5 € an den Fallschirmsportverein Hannover. ;)
Am Samstag können dann gerne soviele schießen wie auf 30m Breite dann stehen können.

@ Mark, FOC muß sein, ein möglichst kleiner positiver. ;)
Bis zum Scheitelpunkt der Flugparabel spielt er keine große Rolle, danach würde ein negativer unweigerlich spätestens zum Überschlag führen und ein zu großer positiver die Spitze des Pfeiles schnell nach unten ziehen. Ideal wäre ein FOC der die Spitze langsamer nach unten bewegt wie es die Parabel vorgibt, so das die "Nase" des Pfeiles 1°-2° höher wie der Flugweg steht und es zu einen Anstellwinkel wie bei einer Flugzeugtragfläche kommt. Das würde den Pfeil noch ein paar Meter reiten lassen. ;)


Gruß Dirk
Ein Pfeil, den Schaft gemacht aus der Pflanzen hölzern Teil, versehen mit eines Vogels Federn und einer Spitze, aus der Erde Mineral, wird von der Natur gern zurückgenommen.
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Bowster
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Re: Flight schiessen mit Primitiv-Bögen

Beitrag von Bowster »

@Heidjer: Danke für das Angebot, ist zwar 760km von mir entfernt, interessiert mich trotzdem sehr, um die Jahreszeit hätte ich zumindest auf jeden Fall Zeit.
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