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Re: Bezugsquellen für Materialien
Verfasst: 13.10.2026, 07:03
von Hieronymus
TDErdmann hat geschrieben: ↑11.10.2026, 14:36
Die Straußenfarmen in der Gegend (Schleswig-Holstein) habe ich schon angeschrieben, aber entweder keine oder eine negative Antwort erhalten, da das Auslösen der Sehnen dem Schlachter zu aufwändig erschien.
Lieber Gruß aus Kiel
Thorsten
Du musst dem Metzger sagen, das du die Sehnen vom Unterschenkel zu den Zehen meinst, da sind 5 Sehnen drin. Er braucht dir nur das Sehnenbündel in voller Länge heraus zu lösen der Rest machst du selbst. Die meisten Metzger meinen nämlich die kleinen Sehnen von den Oberschenkel!
LG Markus
Re: Bezugsquellen für Materialien
Verfasst: 13.10.2026, 16:43
von TDErdmann
Erstmal ein dickes DANKE an alle, die hier beigetragen haben.

Das hilft erstmal weiter.
- PufaCraft (vietnamesische Wasserbüffel) habe ich angeschrieben, aber noch keine Antwort erhalten.
- Ich frage mal unseren Jäger; ich dachte bisher, dass Reh-Sehnen zu kurz sind. Und Rotwild haben wir hier rund um Kiel echt wenig...
- Ich schreibe nochmal die Straußenfarmen an und präzisiere, was ich genau brauche.
- Auch bei Kauknochen.de frage ich mal an.
Ich werde die verschiedenen Wege ausprobieren und hier berichten; vielleicht hilft es anderen.
Herzlichen Dank & Gruß aus Kiel
Thorsten
Re: Bezugsquellen für Materialien
Verfasst: 14.10.2026, 10:18
von Indie12
Reh ist nicht zu kurz, nur die Ausbeute ist bei den filigranen Tieren geringer. Ich fand Reh immer sauberer auszulösen als Hirsch. Und falls du nicht aus Ekel sondern wegen Aufwand/Fertigkeit vorm selbst rausschneiden zurückschreckst: das ist supereasy und geht schnell, wenn du nicht jedes Fitzelchen auslöst sondern wirklich nur die Achillessehne.
Re: Bezugsquellen für Materialien
Verfasst: 15.10.2026, 21:09
von TDErdmann
Danke Indie12. Ekel ist nicht das Problem. Ich fände es sogar gut/spannend, den Prozess (auslösen & trocknen) selber zu machen.
Vielen Dank für den Hinweis, dass es easy ist.
Mal sehen, wo ich die ganzen Rehläufe herbekomme.
Eine Frage stellt sich mir aktuell noch: Wohin mit den Resten?
Unsere Müllabfuhr findet es wahrscheinlich nicht lustig, wenn oben aus der Tonne ein Bund Rehläufe und ein Bund Straußenbeine herausguckt - so Blumenstrauß-mäßig...
Re: Bezugsquellen für Materialien
Verfasst: 15.10.2026, 22:24
von Anasazi
Aus den Knochen vom Reh lässt sich auch einiges herstellen, ebenso aus dem Fell und den Hufen.ö
Wenn ich mich nicht irre, habe ich mal was von M. KLEK gelesen, wo er den Bau einer Tasche aus den Häuten von vier Läufen (incl. Hufen) beschreibt und auch diverse Knochenarbeiten aufzeigt (Pfeilspitzen, Angelhaken, Ahlen).
Re: Bezugsquellen für Materialien
Verfasst: 15.10.2026, 22:55
von Indie12
Wild, die Tasche. Und Geschmackssache

Wie wohnst du? Stadt, Land, Miete, Eigenheim? Ich denk da findet sich ne Lösung. Im Zweifel ist das glaub auch im Müll nicht verboten. Musst ja nicht gleich ne Tonne vollmachen, so easy ists dann auch wieder nicht
Re: Bezugsquellen für Materialien
Verfasst: 16.10.2026, 02:35
von Anasazi
Ist ne alte Tradtion einiger nordamerikanischer Natives - deer legbag oder hoofbag (teilweise wird die Haut so aufbereitet, dass sie auch ungegerbt verwendet werden kann und damit es gefällt oder auch repräsentiert, wurden die Tasche auch oft mit quillwork und beadwork verziert.
..und sie sind im Grunde ein klassisches Synomym dafür, dass alles von der Jagdbeute auch verwertet wurde.
Bevor die Reste der Mülltonne landen würde ich die Teile, wenn ich sie nicht komplett nutzen möchte, in Absprache mit dem Jäger auf seinen Luderplatz bringen - dann haben wenigstens noch andere Waldbewohner was davon.
Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters.... das ist oft so in der Kunst wie im Handwerk....
