Holz-RB mit Sehnenbacking
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
HIer der Vergleich der im Bogen gespeicherten Energie über das Kraft-Weg-Diagramm:
Kraft-Weg-Diagramm des Holzreiterbogens im Vergleich zu einem einfachen Holunder-Langbogen mit gleichem Zuggewicht bei 28".
Auszug in [inch], Kraft in [kg]
Kraft-Weg-Diagramm des Holzreiterbogens im Vergleich zu einem einfachen Holunder-Langbogen mit gleichem Zuggewicht bei 28".
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- Snake-Jo
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Pfeilgeschwindigkeit
Heute gemessen mit einem 10 gr pro lb Auszug-Pfeil, rund 10 Schüsse, Mittelwert
Der Holunderbogen mit 28 lb/ 28" schießt den Pfeil mit einer Geschwindigkeit von 142 ft/ sec
Der 28 lb-Holz-RB kommt man gerade auf 144 ft/sec, läßt sich aber weiter ausziehen und hat bei 30" dann 151 ft/sec.
Fazit: Der Holunderbogen ist prima, bin ich sehr zufrieden.
Beim Holz-RB machen sich die trotz Gewichtsreduktion schon optimierten Knochenenden schwer bemerkbar. Er kann die in ihm gespeicherte Energie bei weitem nicht umsetzen, auch wenn der Wert als solcher zufriedenstellend ist. Also muss nun ein gleiches Modell mit mehr Zuggewicht her.
Heute gemessen mit einem 10 gr pro lb Auszug-Pfeil, rund 10 Schüsse, Mittelwert
Der Holunderbogen mit 28 lb/ 28" schießt den Pfeil mit einer Geschwindigkeit von 142 ft/ sec
Der 28 lb-Holz-RB kommt man gerade auf 144 ft/sec, läßt sich aber weiter ausziehen und hat bei 30" dann 151 ft/sec.
Fazit: Der Holunderbogen ist prima, bin ich sehr zufrieden.
Beim Holz-RB machen sich die trotz Gewichtsreduktion schon optimierten Knochenenden schwer bemerkbar. Er kann die in ihm gespeicherte Energie bei weitem nicht umsetzen, auch wenn der Wert als solcher zufriedenstellend ist. Also muss nun ein gleiches Modell mit mehr Zuggewicht her.
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Snake-Jo, ein wirklich super Thread und wunderbar gearbeitet. Seit langem wieder mal ein Thema, das mich zum Nachdenken anregt.
Hast du schon Bilder vom Tiller des Bogens?
Hast du einen Holzreiterbogen mit Eibe oder Osage als Bauchlage?
Verleimte Siyahs aus Ahorn oder anderen leichten Hölzern könnten die Pfeilgeschwindigkeit nochmal raufsetzen, aber daran hast du ja eh schon gedacht.
Gruß
Matthias
Hast du schon Bilder vom Tiller des Bogens?
Hast du einen Holzreiterbogen mit Eibe oder Osage als Bauchlage?
Verleimte Siyahs aus Ahorn oder anderen leichten Hölzern könnten die Pfeilgeschwindigkeit nochmal raufsetzen, aber daran hast du ja eh schon gedacht.
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Matthias
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
@Steilpass: Dreifachbild vom Auszug kommt noch.
Holz-RB mit Eibe oder auch mit Kirsche habe ich schon, aber eben breit gebaut, weil meist als Selfbow mit Sehnenbelag.
Schmal gebaute wie der vorliegende sind sehr schwierig aus einem Holz zu bauen. Auch Eibe verwindet da leicht. Daher hier die zwei Lagen aus einmal Bambus und weiterhin Robinie. Osage nehme ich nicht, weil für meine vielen Versuchsbogen ist mir das zu teuer. Robinie kann ebenso zugstark sein, nur nicht so flexibel wie Osage.
Verleimte Siyahs aus Holz habe ich auch schon. Sie sind wesentlich instabiler als das feste Knochenmaterial bei gleicher Stärke. Man muss bedenken, dass die Hunnen ihre Bogen früher nicht aus Jux und Dollerei mit diesen "Beinplättchen" belegt haben.
Was hier bei meinem Bogen nicht stimmt, ist das zu den Siyahs aus Knochene passende Zuggewicht. Man kan die Siyahs so schmal lassen und trotzdem das Zuggewicht verdoppeln und dann sollte die Energieumsetzung (Wirkungsgrad) auch besser sein.
Also werde ich den Bogen längs mit einer elektrischen Sticksäge aufsägen, direkt entlang der Klebekante zum Bambus. Der mühsam aufgeklebte Sehnenbelag (eigentlich sind es 4 Schichten) bleibt mir dann an einem dünnen Holzrest erhalten. Beide Teile werden wieder plan geschliffen und es kommt noch eine zusätzliches Laminat aus Robinie mit hinein. Angestrebtes Zuggewicht: 50 lb bei 28"
Zur Zeit schiesse ich vom Pferd aus 40 lb. Die vorhandenen 28 lb sind mir zu wenig und an die Wand hängen...da ist eh kein Platz mehr.
Holz-RB mit Eibe oder auch mit Kirsche habe ich schon, aber eben breit gebaut, weil meist als Selfbow mit Sehnenbelag.
Schmal gebaute wie der vorliegende sind sehr schwierig aus einem Holz zu bauen. Auch Eibe verwindet da leicht. Daher hier die zwei Lagen aus einmal Bambus und weiterhin Robinie. Osage nehme ich nicht, weil für meine vielen Versuchsbogen ist mir das zu teuer. Robinie kann ebenso zugstark sein, nur nicht so flexibel wie Osage.
Verleimte Siyahs aus Holz habe ich auch schon. Sie sind wesentlich instabiler als das feste Knochenmaterial bei gleicher Stärke. Man muss bedenken, dass die Hunnen ihre Bogen früher nicht aus Jux und Dollerei mit diesen "Beinplättchen" belegt haben.
Was hier bei meinem Bogen nicht stimmt, ist das zu den Siyahs aus Knochene passende Zuggewicht. Man kan die Siyahs so schmal lassen und trotzdem das Zuggewicht verdoppeln und dann sollte die Energieumsetzung (Wirkungsgrad) auch besser sein.
Also werde ich den Bogen längs mit einer elektrischen Sticksäge aufsägen, direkt entlang der Klebekante zum Bambus. Der mühsam aufgeklebte Sehnenbelag (eigentlich sind es 4 Schichten) bleibt mir dann an einem dünnen Holzrest erhalten. Beide Teile werden wieder plan geschliffen und es kommt noch eine zusätzliches Laminat aus Robinie mit hinein. Angestrebtes Zuggewicht: 50 lb bei 28"
Zur Zeit schiesse ich vom Pferd aus 40 lb. Die vorhandenen 28 lb sind mir zu wenig und an die Wand hängen...da ist eh kein Platz mehr.
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Hi Snake!
Hätte ich mir gar nicht gedacht, dass sich die Eibe dann so leicht verwindet.
Ein schmaler Bogen mit viel Reflex ist eine ziemliche Herausforderung und die Mehrschichtmethode da auf jeden Fall eine sehr gute Lösung um Stabilität zu gewinnen.
Da ja der Sehnenbelag großteils die Zugbelastung übernimmt ist es natürlich ein guter Zug die Wurfstarke Robinie ins Spiel zu bringen. Ich hätte als Mittellage Bergahorn gewählt, da er den Hautleim aufsaugt wie kein anderes Holz. Je nach Baum kann ja Ahorn um einiges leichter als Robinie sein, die Wurfarmmasse und den Handschock senken und die Pfeilgeschwindigkeit erhöhen.
Da du aber Bambus auf der Bauchseite hast, ich nehme an auf die starken Kraftfasern reduziert und eine sehr dünnen Lage, kommt auch ein großer Teil der Mittellage in den Genuss der Druckbelastung. Hier kann dann die Robinie ihre Wurfkraft ausspielen, wo der Bergahorn vielleicht etwas schwächer auf der Brust wäre.
Alles in allem würde es wahrscheinlich keinen Unterschied in der Pfeilgeschwindigkeit machen, ob nun Ahorn oder Robinie in der Mitte drin sind, wenn Robinie schwerer und schneller ist und Ahorn leichter und langsamer. Aber aufgrund der besseren Verklebung würde ich Ahorn bevorzugen.
Osage würde ich als Mittellage komplett ausschließen, da es einfach zu schwer ist und auch zu teuer um in einem relativ neutralen Bereich eingesetzt zu werden.
Die Idee Siyahs nur aus Geweih zu machen ist genial, wenn das Zuggewicht zum Siyahgewicht passt, eine super Kombination bei diesen Verwindungsfreudigen Bögen.
Ich wünsch dir gutes Gelingen beim Aufsägen. Wallhanger sind einfach out, stundenlang an einem Bogen zu arbeiten nur damit er über dem Fernseher hängt geht bei mir auch nicht.
Halt uns auf dem Laufenden!
Matthias
Hätte ich mir gar nicht gedacht, dass sich die Eibe dann so leicht verwindet.
Ein schmaler Bogen mit viel Reflex ist eine ziemliche Herausforderung und die Mehrschichtmethode da auf jeden Fall eine sehr gute Lösung um Stabilität zu gewinnen.
Da ja der Sehnenbelag großteils die Zugbelastung übernimmt ist es natürlich ein guter Zug die Wurfstarke Robinie ins Spiel zu bringen. Ich hätte als Mittellage Bergahorn gewählt, da er den Hautleim aufsaugt wie kein anderes Holz. Je nach Baum kann ja Ahorn um einiges leichter als Robinie sein, die Wurfarmmasse und den Handschock senken und die Pfeilgeschwindigkeit erhöhen.
Da du aber Bambus auf der Bauchseite hast, ich nehme an auf die starken Kraftfasern reduziert und eine sehr dünnen Lage, kommt auch ein großer Teil der Mittellage in den Genuss der Druckbelastung. Hier kann dann die Robinie ihre Wurfkraft ausspielen, wo der Bergahorn vielleicht etwas schwächer auf der Brust wäre.
Alles in allem würde es wahrscheinlich keinen Unterschied in der Pfeilgeschwindigkeit machen, ob nun Ahorn oder Robinie in der Mitte drin sind, wenn Robinie schwerer und schneller ist und Ahorn leichter und langsamer. Aber aufgrund der besseren Verklebung würde ich Ahorn bevorzugen.
Osage würde ich als Mittellage komplett ausschließen, da es einfach zu schwer ist und auch zu teuer um in einem relativ neutralen Bereich eingesetzt zu werden.
Die Idee Siyahs nur aus Geweih zu machen ist genial, wenn das Zuggewicht zum Siyahgewicht passt, eine super Kombination bei diesen Verwindungsfreudigen Bögen.
Ich wünsch dir gutes Gelingen beim Aufsägen. Wallhanger sind einfach out, stundenlang an einem Bogen zu arbeiten nur damit er über dem Fernseher hängt geht bei mir auch nicht.
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Matthias
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
@Steilpass: Ja, sehe ich auch so.
Inzwischen habe ich den Bogen wieder zerlegt; hat mit der elektr. Stichsäge rund 20 min gedauert. Es war nicht ganz so einfach, genau zwischen Sehnenbelag und Bambus den Schnitt zu setzen. Verkanten war nicht drin, jedenfalls nicht an den Enden, wo die Laminate getapert und entsprechend dünn sind. Inzwischen habe ich eine neue Mittellage aus Robinie aufgeleimt und nun wird erst mal getillert (über den Rücken).
Die Sehnenschicht auf rund 2-3 mm Robinien-Laminat habe ich mal daneben gelegt. Sie wird ja nach dem Tillern wieder aufgeleimt. Man sieht gut, wie die Sehne nach dem Auftrennen die Leiste stark nach hinten zieht.
Inzwischen habe ich den Bogen wieder zerlegt; hat mit der elektr. Stichsäge rund 20 min gedauert. Es war nicht ganz so einfach, genau zwischen Sehnenbelag und Bambus den Schnitt zu setzen. Verkanten war nicht drin, jedenfalls nicht an den Enden, wo die Laminate getapert und entsprechend dünn sind. Inzwischen habe ich eine neue Mittellage aus Robinie aufgeleimt und nun wird erst mal getillert (über den Rücken).
Die Sehnenschicht auf rund 2-3 mm Robinien-Laminat habe ich mal daneben gelegt. Sie wird ja nach dem Tillern wieder aufgeleimt. Man sieht gut, wie die Sehne nach dem Auftrennen die Leiste stark nach hinten zieht.
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Du machst sachen, 16 fps über dem Durchschnitt und dann kaputt sägen...
Was meinste , bleibt es nach dem zusätzlichen Laminat bei den 16 fps oder wird es mehr werden ?
Und, Jo du brauchst eine Bandsäge , diese rumhampelei mit der Stichsäge hat doch keinen Nährwert.
Bin gespannt wie es weiter geht.
Gruß acker
Was meinste , bleibt es nach dem zusätzlichen Laminat bei den 16 fps oder wird es mehr werden ?
Und, Jo du brauchst eine Bandsäge , diese rumhampelei mit der Stichsäge hat doch keinen Nährwert.
Bin gespannt wie es weiter geht.
Gruß acker
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
spannend, spannend....
Rabe
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
@Acker: Ja, es soll mehr werden, mehr, mehr, mehr...............acker hat geschrieben:Du machst sachen, 16 fps über dem Durchschnitt und dann kaputt sägen...
Was meinste , bleibt es nach dem zusätzlichen Laminat bei den 16 fps oder wird es mehr werden ?
Und, Jo du brauchst eine Bandsäge , diese rumhampelei mit der Stichsäge hat doch keinen Nährwert.
Bin gespannt wie es weiter geht.
Gruß acker
Kaputt? Eher nicht, sondern wie Rabe schrieb: Einen Eingriff für bessere Leistung. Gesundung?
Bandsäge: Ich hatte früher den Zugriff auf eine sehr große Bandsäge mit Transmissionsriemen-Antrieb über ein riesiges Schwungrad. Seitdem mag ich die kreischigen Bandsägen aus dem Baumarkt nicht mehr und für eine große fehlt das Geld.
Rumhampeln tu ich nicht, da ich mit der Stichsäge fast täglich zu arbeiten habe und dadurch gewinnt man große Übung. Zudem kann man mit den entsprechenden Blättern auch sehr ene Kurven sägen.
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Zwischenzeitlich hat sich bei einem Wurfarm am Rücken ein großer Splinter abgehoben, sodass ich nochmals eine Schicht bis zur Griffmitte heruntersägen und ersetzen mußte. Habe mich bei der Holzqualität wohl ein wenig geirrt.
Jedenfalls nun der Zwischenstand:
Der Bogen (Länge Kerbe zu Kerbe 152 cm) hat bei einer Wurfarmbreite von 27 mm eine Tiefe von 11 mm und wurde nun (ohne das Laminat mit der Sehne) getillert und die Zugkraft (zeichnerisch) ermittelt: 50 lb bei 28", ausgezogen bislang bis 25".
Der Bogen macht einen sehr leichten und grazilen Eindruck. Ein Siyah fluchtet hervorragend, der andere neigt sich zur Seite.
Nächste Arbeitsschritte:
- den einen Siyah stabilisieren durch seitlich angeleimtes Holz von 2 mm Stärke nur im Kasanbereich
- den Bogen einschießen und weiter runtertillern auf 40 lb
- die Sehnenschicht mit dem Holzlaminat (rund 5 mm Stärke gesamt) aufleimen - alles unter Perry-Reflex (versteht sich).
Jedenfalls nun der Zwischenstand:
Der Bogen (Länge Kerbe zu Kerbe 152 cm) hat bei einer Wurfarmbreite von 27 mm eine Tiefe von 11 mm und wurde nun (ohne das Laminat mit der Sehne) getillert und die Zugkraft (zeichnerisch) ermittelt: 50 lb bei 28", ausgezogen bislang bis 25".
Der Bogen macht einen sehr leichten und grazilen Eindruck. Ein Siyah fluchtet hervorragend, der andere neigt sich zur Seite.
Nächste Arbeitsschritte:
- den einen Siyah stabilisieren durch seitlich angeleimtes Holz von 2 mm Stärke nur im Kasanbereich
- den Bogen einschießen und weiter runtertillern auf 40 lb
- die Sehnenschicht mit dem Holzlaminat (rund 5 mm Stärke gesamt) aufleimen - alles unter Perry-Reflex (versteht sich).
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Komme gerade leise weinend aus dem Keller: Es hat den Bogen zerlegt.
Naja war voraus zu sehen: Da hab ich einfach zuviel dran rumgetrickst.
Der mit einer neuen Schicht versehene Bogen hatte anfangs rund 50 lb, die sich aber schnell auf 38 lb einpendelten, typischer Perry-Reflex-Effekt. Danach kam die Sehnenschicht mit rund 2 mm Holz wieder drauf. Das war dann doch etwas zu mächtig, der Bogen hatte dann geschätzte 80 lb. Bevor ich ihn überhaupt mit der Originalsehne bestücken konnte, hat es ihn am oberen Ende, wo sich eigentlich nicht mehr viel bog, delaminiert und gleichzeitg zerrissen. Eine Analyse ergab eine schlechte Leimung (mit Ponal, seit langem die erste, die versagte) und ein gebrochenes Laminat darunter.
Fazit: Ist nicht so leicht zu bauen, so ein reiner Holz-RB in schmaler Bauweise, nur mit Sehnenbacking.
Positiv: der 38 lb-Bogen und vorher der 28er schossen beide wunderbar. Die Hirschgeweih-Siyahs in wirklich schmalster Ausführung haben hervorragend gehalten, auch die Klebeverbindung mittels V im Schichtverfahren war o.k., also mehr ein Versagen vom Holz und vom Kleber. Irgendwann muss ich da nochmals ran, aber momentan gibt es wichtigeres.
@Acker: Eventuell muss ich doch mal zu Bindan. Kannst du mir eine PM mit den Daten schicken (Bestelladresse etc.)?
Naja war voraus zu sehen: Da hab ich einfach zuviel dran rumgetrickst.
Der mit einer neuen Schicht versehene Bogen hatte anfangs rund 50 lb, die sich aber schnell auf 38 lb einpendelten, typischer Perry-Reflex-Effekt. Danach kam die Sehnenschicht mit rund 2 mm Holz wieder drauf. Das war dann doch etwas zu mächtig, der Bogen hatte dann geschätzte 80 lb. Bevor ich ihn überhaupt mit der Originalsehne bestücken konnte, hat es ihn am oberen Ende, wo sich eigentlich nicht mehr viel bog, delaminiert und gleichzeitg zerrissen. Eine Analyse ergab eine schlechte Leimung (mit Ponal, seit langem die erste, die versagte) und ein gebrochenes Laminat darunter.
Fazit: Ist nicht so leicht zu bauen, so ein reiner Holz-RB in schmaler Bauweise, nur mit Sehnenbacking.
Positiv: der 38 lb-Bogen und vorher der 28er schossen beide wunderbar. Die Hirschgeweih-Siyahs in wirklich schmalster Ausführung haben hervorragend gehalten, auch die Klebeverbindung mittels V im Schichtverfahren war o.k., also mehr ein Versagen vom Holz und vom Kleber. Irgendwann muss ich da nochmals ran, aber momentan gibt es wichtigeres.
@Acker: Eventuell muss ich doch mal zu Bindan. Kannst du mir eine PM mit den Daten schicken (Bestelladresse etc.)?
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Oh Schreck, so ein Käse, soviel Arbeit und alles für die Katz, bis auf die theoretischen Erkenntnisse natürlich !
PM ist unterwegs.
Gruß acker
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Gruß acker
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Schade! Ich wär neugierig gewesen, wie das Holz da klargekommen wäre.
Gruß,
Daniel
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Naja, ich will solche Misserfolge auch nicht vorenthalten. Ich hab halt unendlich oft am Sehnenbelag rumgemacht, das kostet Zeit und Nerven und dann zig-mal irgendwelche Stellen verstärkt, neu gewickelt etc.
Der größte Fehler war: Ich hatte, um das Holz aufzurauhen, die Oberflächen mit Wasser benetzt (Schwamm) und zu früh mit dem Ponal eingepinselt. Der mag das offenbar überhaupt nicht, so wässrige Untergründe. Genau diese Stelle ist aufgegangen.
Das Modell scheint zu taugen, aber ich muss da nochmals ran, irgendwann.
Der größte Fehler war: Ich hatte, um das Holz aufzurauhen, die Oberflächen mit Wasser benetzt (Schwamm) und zu früh mit dem Ponal eingepinselt. Der mag das offenbar überhaupt nicht, so wässrige Untergründe. Genau diese Stelle ist aufgegangen.
Das Modell scheint zu taugen, aber ich muss da nochmals ran, irgendwann.
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Re: Holz-RB mit Sehnenbacking
Mein Beileid, war wirklich ein Schmuckstück …
LG Niels
War der Tag nicht dein Freund, war er dein Lehrer … (unbekannt)
Gut ist das was man tut. Nicht das wofür man betet. (Terry Pratchett)
War der Tag nicht dein Freund, war er dein Lehrer … (unbekannt)
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