medieval archer hat geschrieben:Leute, in einem anderen Tread wurde es bereits von Ravenheart angesprochen, es herrscht hier doch Meinungsfreiheit. Auch die untere Gesellschaftsschicht (in dem Fall ich) ist befugt, hier etwas zu schreiben.
Was ihr hier wieder einmal machen wollt, ist eure Meinung durchzusetzen (de Meinung von FC). Die das wäre, zum Üben wurden damals keine Kolbenpfeile verwendet (ist ein Fehler des Malers), sondern die teuersten Eisenspitzen, die sich schnell im Gegner (beim Üben ist das der Boden einer Wiese) verloren haben, weil sie ja auch nur mit Wachs aufgeklebt wurden. Meistens waren es fette Bradheads, damit man sie nicht mehr aus der Erde bekam. Das war ja damals auch zu üben
Damit Ruhe ist, sage ich jetzt einfach mal, dass ihr Recht habt

Die Meinung von FC? Aha. Wir sind alle einer Meinung und nur gegen dich. So wird es sein.
Dann will ich meine Sicht der Dinge einmal näher erläutern.
weil sie ja auch nur mit Wachs aufgeklebt wurden.
Ich bin nicht der Meinung, dass sie nur mit Wachs aufgesetzt waren, auch im Krieg nicht! Denn Mark Stretton hat gezeigt, dass ein Pfeil mit locker aufgesetzter Spitze weit weniger in Metall eindringt als eine festgeklebte, den bei einer losen Spitze kann der Pfeil wieder von der Rüstung abprallen, obwohl die Spitze steckt (Impulserhaltungssatz). Dies erfordet Energie, die nicht mehr vorhanden ist, die Spitze weiter in den Ritter zu treiben.
Nun, welcher Kleber konnte benutzt werden? Zum einen standen tierische Kleber zur Verfügung. Ich habe Mark mal gefragt, ob er das schon ausprobiert hat. Ja, hat er und die Spitzen hielten sogar. Obwohl der Kleber eigentlich für die Verbindung Holz-Metall ungeeignet ist. Er versprödet nur schnell und ist auf Dauer nicht sonderlich haltbar.
Dann wäre da Birkenpech, das sicher besser funktioniert. Gab es denn noch einen Kleber? Vielleicht andere Harze.
Meistens waren es fette Bradheads
Ich bin
nicht der Meinung, dass Broadheads im Krieg große Verwendung fanden.
Die Gründe stellen sich folgendermaßen dar. Erstens haben diese eine viel geringere Eindingtiefe als kurze Bodkins, wenn es an Plattenrüstung geht. Zweitens braucht man für einen Bodkin eine Schmiedezeit von rund 10 Minuten. Bei einem Broadhead rangiert diese zwischen 30 und 45 Minuten. Man bedenke nun die Stückzahl an Spitzen, die gebraucht wurden, um die Bogenschützen eines Feldzuges auszurüsten. Folglich war ein Bodkin (Type 10, heavy diamond bodkin, Type 9, Tudor bodkin, ...) wohl die bevorzugte Spitze.
Die das wäre, zum Üben wurden damals keine Kolbenpfeile verwendet (ist ein Fehler des Malers)
Nein, ich sage, dass bestimmt
nicht nur Kolbenpfeile verwendet wurde. Außerdem
könnte es ein Fehler des Malers gewesen sein. Auf größere Distanzen sind die Flugeigenschaften einfach zu unterschiedlich, um Kolbenpfeile für das Training verwendet zu haben.
Auch die untere Gesellschaftsschicht (in dem Fall ich) ist befugt, hier etwas zu schreiben.
Es gibt hier keine gestaffelten Gesellschaftsschichten. Und ich sehe keinen Punkt, an dem dir deine Meinungsfreiheit abgesprochen wurde.

Gegenargumente solltest du aber im Rahmen einer sachlichen Diskussion vertragen.
Damit Ruhe ist, sage ich jetzt einfach mal, dass ihr Recht habt
Das wäre der falsche Weg. Zum Beispiel habe ich durch dich erfahren, dass vielleicht auch Kolbenpfeile für das "Shooting at the butts" verwendet wurden. So nahe hatte ich mir die Illustrationen zuvor nicht angesehen.
Und ich bin mir sicher, dass einige mir in meinem Punkten sicher widersprechen würden, denn es gibt keine "Meinung von FC". FC ist
kein homogenes Gebilde, dessen User alle diegleichen Ansichten vertreten. Schließlich haben wir die DDR (hoffentlich) hinter uns.
Grüße
Mandos
PS. Ich hoffe dir mit diesem Beitrag eine differenzierte, sachliche Sicht der Dinge aufgezeigt zu haben. Das ist meine Meinung und sie mag in Punkten falsch sein. Jedoch erhoffe ich mir hier weniger Pauschalisierung nach dem Motto "das war so", "
nur das und das" etc. Die Quellenlage ist leider dünn und vieles kann nur approximiert werden. Wichtig sind praktische Tests. Sie können Theorien bestätigen, sie platzen lassen oder gar neue Erkenntnisse liefern!
PPS. Zwar ist das alles OT, das hat sich aber leider so ergeben. Die Ausgangsfrage habe ich hoffentlich zu Beginn beantwortet. Es war ja nach dem modernen Weg gefragt.