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Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 17.09.2011, 22:04
von Ravenheart
Selfbower hat geschrieben:danke nochmal, dass Euch der Rohling gefällt

ich werde ihm natürlich einen schönen Griff bescheren und ihn dann
jemanden zum Geburtstag schnenken
Über so ein Geschnenk freut sich jeder! 3. August! Adresse sende ich Dir gerne per IM...
Rabe
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 17.09.2011, 22:27
von Hairun
Hier ne interessante Homepage bez. Schmieden:
http://www.anvilfire.com unter iforge gibts viele Anleitungen auch zu Zangen etc.
Wenn der Threadstarter nichts dagegen hat stell ich meine selbstgebaute Esse auch hier in den Thread rein

Achja und es reicht wiklich ein kleineres Gebläse (Hairun der einen etwas überdimensionierten Radiallüfter nutzt

)
Gruß
Hairun
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 17.09.2011, 22:47
von Selfbower
@hairum : kd mach mal

bin gespannt, mit was andre so schmieden
@Rabe: da ist aber noch ordentlich Zeit hin
vl. hab ich ja mal Zeit und bau dir was schickes

Aber das Messer ist quasi schon verplant
LG. Daniel
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 12:22
von Hairun
So nun von mir noch ein paar Bilder:
Zum Schmieden nehm ich das was von den Lagerbeständen von meinem Opa (Schlosser) noch übrig ist. Leider ist darin ne gute Portion Schwefel, Problem mein Körper findet Schwefel nicht so toll....
Darum klopf ich nicht allzu oft auf Stahl rum

evtl. hilft da ein anderer Brennstoff.
Gruß
Hairun
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 16:02
von Galighenna
Also wenn du den schwefel nicht verträgst, was ich gut verstehen kann, dann kannst du auch Holzkohle verwenden. Da braucht man etwas mehr, weil der Heizwert kleiner ist, aber es geht sonst genau so gut, dafür völlig schwefelfrei.
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 16:12
von Hairun
Jap Holzkohle hab ich schon besorgt (vorletztes Bild)

.
Werds beim nächsten mal versuchen, meine Befürchtung ist nur, dass sich das in Richtung Himmel verabschiedet wenn von unten geblasen wird (ohjee was fürne Beschreibung

)
Gruß
Hairun
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 16:51
von Selfbower
naja wie schon angesprochen braucht man, um Stahl schmiedbar zu bekommen, nun ja kein Düsengebläse, wo dann Temperaturen rauskommen, die dann ausreichen, um Stahl zu falten, sprich zu schweißen. Wenn du das mchen willst, dann brauchst du natürlichne eine höhere Temperatur

Und je geringer der Luftstrom, desto weniger schnell verbrennt die Kohle dann. Du musst also den Mittelweg zwischen Temperatur und Effizienz finden.
LG. Daniel
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 17:04
von Wilfrid (✝)
Also, richtig gemacht, blästs die Holzkohle nicht in den Himmel. Dann kann man mit Holzkohle durchaus die zum Feuerschweißen nötige Temperatur erreichen, ich verwende auf meiner Esse auch meist Holzkohle. Wurde ja seit Beginn der Eisenzeit verwandt. Auch mit Wind von unten.
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 17:05
von Galighenna
Hairun hat geschrieben:Jap Holzkohle hab ich schon besorgt (vorletztes Bild)

.
Werds beim nächsten mal versuchen, meine Befürchtung ist nur, dass sich das in Richtung Himmel verabschiedet wenn von unten geblasen wird (ohjee was fürne Beschreibung

)
Gruß
Hairun
Um Stahl mit Holzkohle auf Schmiedetemperatur zu bekommen, das schaffe ich sogar mit dem Mund durch Pusten. Je mehr Luft du rein pustest, desto schneller ist die Kohle futsch. Es macht sehr viel aus, WIE man die Kohle über dem Werkstück aufschichtet. Wenn man das geschickt anstellt, dann kann man von unten einen leichten Luftstrom in die Kohle führen (über die Luftzufuhr) Gleichzeitig ist die Kohle aber nach oben so "dicht" gepackt, das die ganze Wärme drinnen bleibt. Dann reicht 2-3x die Minute langsam und tief mit dem Mund rein pusten und du hast den Stahl auf Gelbglut. Je nach Werkstückgröße dauert das dann mehr oder weniger Lange.
Mit so einem Radiallüfter wird dir mit Sicherheit die Holzkohle wegfliegen.
Achja und die Größe der Kohlestücke ist auch nicht unwichtig. Ganz kleines grumselzeugs kannste dafür genauso knicken wie die großen Brocken. Die feine Kohle liegt zu dicht und lässt nicht genug Luft durch und die Großen Stücke halten die Wärme nicht gut genug im inneren. Deshalb zerkleinere ich die Holzkohle immer auf das richtige Maß. Die Stücke sollten mindestens 1cm, optimal so um die 2-3 und Max. 4cm groß sein. Damit gehts am besten...
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 17:13
von Wilfrid (✝)
Holzkohle in größeren Stücken zerplatzt, so das die Stückigkeit ziemlich schnell gegeben ist.
Schmeiß in die Esse, steck an und Wind durch, das wird schon warm, schnell sogar. Die Windzufuhr mit deinem Riesengebläse kannst du ja im Zweifel mit nem Schieber drosseln, ein Haarfön ist allerdings für´n richtiges Feuer zu klein. Damit wärmt man sich n Wolf.
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 17:40
von Galighenna
Bei mir bleiben die Riesen-Stücke immer groß... OK nach ner Weile sind sie klein gebrannt... aber platzen tut da nichts großartig. Nur selten...
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 19:18
von Hairun
Hui Input

Beim Bau der Esse (bzw. Infosammelei) hab ich gelesen, dass man bei Holzkohle eher seitlich die Luft zuführt...
Aber Probieren geht über Studieren ich test einfach beim nächsten mal, mit dem Gebläse kann man ja spielen.
Gruß
Hairun
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 20:04
von Wilfrid (✝)
Meine Reise , Waldesse aufm markt ist nur ein erhöhtes Lagerfeuer mit 2 Windbeuteln, und reicht für Pfeilspitzen und kleinkram.
je höher der Steinhaufen, um so weniger Wind muß man wegen der Kaminwirkung dazu geben
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 23:27
von Selfbower
also das allergrößte Problem, welches ich mit Holzkohle bisher IMMER hatte, war, dass die extremst Funken geschlagen hat. Ganz kleine extrem feine Funken. Wie ein Feuerwerk hat das gesprüht... ab einer bestimmten Temperatur ging das los und hörte leider erst nach weitestgehendem Verglühen der Kohle auf. :/
jemand Tips, wie man das unterbinden kann?
LG. Daniel
Re: Erster Erfolg beim Schmieden
Verfasst: 20.09.2011, 23:52
von Galighenna
Ja... das ist die falsche Kohlesorte. WAS genau das auslöst udn warum das so ist kann ich dir nicht sagen. In der Grillkohle habe ich entdeckt, das es da so Stücke gibt die relativ porös sind und ein wenig wie Glas, aber schwarz, glänzen. Diese Stücke sind es die extremst platzen und einen Funkenregen auslösen. Da hilft nur, solche Stücke auszusortieren, oder wenn zu viel davon darin ist, eine andere Sorte kaufen.
Weiß das jemand, woher diese glänzenden prösen Stücke in der Kohle stammen? Ist hier ein Köhler anwesend? *gg*