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Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 30.12.2011, 17:32
von Gornarak
Galighenna hat geschrieben:Wenn du bei Esche keine Ringe abnehmen kannst, solltest du das dringendst üben. Ehrlich! Üben Üben Üben !!! Nimm dir ein anderes Stück Esche und übe so lange bis du bei Esche nen Ring sauber runterkriegst.
Oder nimm dir ne Kiefernbohle Bauholz aus dem Baumarkt und übe daran. Die kostet keine fünf Euro. Ich hab das zumindest so gemacht.
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 30.12.2011, 17:34
von Galighenna
Bei meiner Esche ist Üben auch direkt am Stave möglich. Bevor der erste gute Rückenring kommt müssen 50 dünne Ringe abgetragen werden

Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 30.12.2011, 19:29
von _Mongole_
Galighenna hat geschrieben:Bei meiner Esche ist Üben auch direkt am Stave möglich. Bevor der erste gute Rückenring kommt müssen 50 dünne Ringe abgetragen werden


also entwender sind die Ringe richtig klein oder der Stave ist richtig fett das du dir sowas erlauben kannst
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 30.12.2011, 19:40
von Galighenna
Die Ringe die runter müssen sind alle so etwas unter einen Millimeter. Die Esche stand wohl in einem Wald und wurde von anderen Bäumen überwachsen.
Ich hab sie schon gefällt bei einem Holzhandel gekauft.
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 30.12.2011, 19:55
von _Mongole_
Ich kann mir wirklich beim bessten Willen nicht vorstellen das man exakt dann mit dem Holzabnehmen aufhört, wenn man beim neuen Jahresring ankommt. Bei einer Länge von 170cm schneidet man doch bestimmt mal an einer Stelle einen halben Milimeter zu viel ab. Muss man dann nochmal einen kompleten Ring abtragen oder macht das nix wenn man ein klein wenig zu viel wegschneidet? Gibt es da vielleicht eine Regel die besagt wie viel man maximal zu viel abtragen kann ohne von vorne anzufangen?
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 30.12.2011, 21:10
von Galighenna
Hmm, wie ich weiter vor schonmal gesagt habe, bei keinem Holz geht das so leicht wie bei Esche. Zwischen den Jahresringen befindet sich eine bröselige Schicht. Die warnt einen vor, bevor man in den darunter liegenden Ring schneidet. Schau dir dein Eschenholz mal genau an. Dein Ziehmesser sollte allerdings auch ordentlich scharf sein. Desto weniger kraft brauchst du für die Arbeit und desto genauer kannst du Arbeiten.
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 30.12.2011, 21:15
von Wilfrid (✝)
was ist ein klein wenig? Eigentlich geht das bei Esche kaum, wenn man das bröselige wegnehmen will, ins Feste zu hauen. Das richtig scharfe Messer sucht sich den Weg. Wenn helle Stellen kommen, Naß!!!! machen und das Zeg mit nem Schwamm oder den Daumen wegwischen
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 31.12.2011, 10:30
von _Mongole_
ok und was ist mit andern Hölzern? Da geht das ja nicht so leicht.
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 31.12.2011, 11:39
von Gornarak
Bei anderen Hölzern fällt es manchmal schwer früh von Spätholz zu unterscheiden, weil der Kontrast schwach ist. Da hilft es dann, das Holz immer wieder nass zu machen.
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 31.12.2011, 11:42
von Wilfrid (✝)
oder einfachn nur Rinde ab, der erste wird der Rücken
Ahorn, Prunus,Hasel, Hainbuche
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 31.12.2011, 12:17
von Galighenna
@wilfrid
Das ist aber gerade nicht sinn der Sache hier, sondern es geht ums Ringe freilegen.
@Mongole
Mach einfach... Das ist genau wie mit allen anderen Sachen auch, man muss sie machen, und üben um zu lernen wie es geht. Fang mit Esche an, da ist es sehr einfach. Etwas schwieriger ist es bei Eibe, aber mit Geduld und Aufmerksamkeit geht das auch ganz gut.
Nicht antun würde ich mir Hasel oder Ahorn. Da siehst du den übergang zwischen zwei Ringen so gut wie gar nicht.
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 31.12.2011, 14:43
von Wilfrid (✝)
Zum Freilegen Üben ist Kiefer nd Lärche gut, gibt zwar keine guten Bögen, eigentlich garkeine, aber das Freilegen der Jahresringe etc kann man gut üben. Auch Splint Kernverhältnis
Re: Eschebeurteilung
Verfasst: 31.12.2011, 15:41
von Snake-Jo
Man sollte unterscheiden zwischen Jahresringen, die man optisch erkennen kann (fast alle Nadelhölzer) oder Jahresringen bei vorzugsweise ringporigen Hölzern, die man aufgrund der Strukur optisch untescheiden kann, aber auch physisch über die Kraft, die man benötigt, um das weichere ringporige Holz (Frühholz) abzutragen. Das macht man am Schluss meist mit dem Ziehmesser schabend oder mit der Raspel plus Feile oder mit einem Flot.
Auch bei Eibe hat man, wenn man sich von der Rinde nach unten arbeitet, irgendwann das helle, schwammige Frühholz des drüber liegenden Jahresringes und darunter eine Schicht, die gelber und härter und glatter ist: das Spätholz des nächsten, tiefer liegenden Jahresringes. Man muss das einfach mal gemacht haben, nur lesen reicht nicht.
Naja, wär vieleicht ein Thema beim nächsten Bogenbauertreffen.