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Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 14:08
von Wilfrid (✝)
Jung, Du hast Dir ne Sehne gezerrt, das kommt in den besten Familien vor und hätte auch mit nem 8#er passieren können.
mit 135# natürlich wahrscheinlicher. Macht dolle aua ...., das ganze drumherum ist "entzündet".

Das kann natürlich von einer dauernden Überlastung kommen, aber eher , in diesem Fall, hurra, schönes Wetter , dran zerren ohne pumpen. Tschak, aua, oder nach dem Schießen tut aber doch weh? Liest sich nach tschak, aua. Also hat sich einer an 135# vergriffen. Denk nicht sooo drüber nach, wenn s Koffertragen nicht weh tut, tuts schießen auch nicht.

60 kg mit den letzten Fingergliedern der rechten Hand sind zwar viel, aber jetzt auch nicht sooo viel, das man das als grenzwertig betrachten muß. Zumindest nicht für trainierte, sowas wie bei Dir kann auch mit 30# passieren.

Gute Besserung, hör auf Deinen Arzt und bleib ganz ruhig

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 14:50
von Bauer 1525
Hättest Du jetzt Tennis gespielt und die gleiche Art von Verletzung wäre passiert , würde man sagen: "Das kommt vor".
Nimms gelassen Agro,ist kein Beinbruch und schon gar kein Sehnenriss.
Irgendwann "stemmen" deine Sehnen den 130# ohne beschwerden.Ist nämlich nur ne Frage der Zeit bei deinem Trainingsaufwand bezüglich Warbow schießen :D
Bis dahin lass es ruhig angehen.Guter Rat hast Du ja zur genüge bekommen.

Gruß Bauer1525

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 14:55
von Hetzer
Meine Gedanken dazu: Der Arzt meint sicherlich, das man mit dem Training deshalb nicht völlig aufhören sollte, damit sich eben Muskeln etc nicht so schnell wieder abbauen in der Heilungszeit.
Ich vermute eher, daß dahinter eher das kollektive Interesse von Krankenkassen und Arbeitgeberverbänden steht, um Krankenstände zu drücken.
Denn bei der aktuellen explosionsartigen Ausbreitung solcher und ähnlicher "Zivilisations- und Volkskrankheiten" aufgrund ungesunder Rationalisierungen und Lebensumstände besteht auch ein großes finanzielles Interesse. Krankheitsbedingte Ausfälle sind der Sand im Getriebe der Wirtschaft - der berechtigte Wunsch des Individuums nach Genesung hat sich eben einfach den vorherrschenden Arbeitsstrukturen unterzuordnen und wenn das nicht kurzfristig klappt, wird eben eine Nummer durch eine andere aus der allzeit verfügbaren Arbeitsmasse ersetzt - Stichwort "amerikanische Verhältnisse". Wenn du da von deinem Jahresurlaub drei Wochen am Stück entnimmst, kann es sein, daß bei deiner Rückkehr ein anderer deinen job hat. Bei Krankheit ebenso... da kommt man dann auch gern mal mit Gipsbein das Bruttosozialprodukt ankurbeln... aber ich schweife ab. :P :D

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 15:44
von Galighenna
Ja du schweifst ganz ordentlich ab ;)
Bewegung etc sorgt halt auch für eine verbesserte Durchblutung der entsprechenden Bereiche, so das dies durchaus eine Heilung unterstützen kann.
Es ist ja nicht so das die Sehnen/Bänder deutlich physikalisch beschädigt, im Sinne von an- oder gar ganz gerissen, sind. Das Gewebe wird gereizt sein. Sei es durch eine kurzzeitige blöde Belastung wegen Aufwärmfehler, oder wegen dauernder Überbelastung.
Es kann also nicht schaden, das Gewebe weiterhin in Bewegung zu halten, aber in einem Maße das sich die Reizung etc nicht verschlimmert. Da kommt es halt auf das "Augenmaß" und die Erfahrung des Arztes und das Gefühl des Patienten für seinen Körper an.

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 15:55
von Sateless
@ Agro: Ich hatte das auch schon. Mit 105# weniger. Bin zum Arzt, hab mich dran gehalten, was der mir gesagt hat - der sagt das ja nicht, weil es grade aufm Teleprompter steht - und nach ner Woche war es bei mir wieder gut. Gib dir die 3-4 Tage Ruhe, und trainier dann wieder vorsichtig, da dein Arzt das sagt, passt das schon. Wenn aus den 3-4 Tagen Ruhe 5-7 werden ist das auch kein Abbruch. Hör auf deinen Körper, der weiß auch was los ist.

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 15:58
von Tom Tom
Als ob Agroman noch irgendwas spürt von seim Körper bei 135# ;)

Naja aber ganz ohne is des Thema ja nich

lg Tom Tom

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 16:06
von skerm
Sateless hat geschrieben:Gib dir die 3-4 Tage Ruhe, und trainier dann wieder vorsichtig, da dein Arzt das sagt, passt das schon. Wenn aus den 3-4 Tagen Ruhe 5-7 werden ist das auch kein Abbruch. Hör auf deinen Körper, der weiß auch was los ist.
Das ist sicher nicht leicht, da einfach mal Ruhe zu geben, vor allem wenn man schon eine Veranstaltung im Kalender hat und der Ehrgeiz geweckt ist. Aber mit ein paar Tagen mehr oder weniger kann man wahrscheinlich nicht viel gewinnen, sondern eher viel verlieren wenn man sie nicht nimmt. Sind ja keine olympischen Spiele, wo man seine letzte Chance vorm altersbedingten Karriereende hat.

In der Zwischenzeit kannst ja deine Leber für Rhenen trainieren, das könnte auch helfen. :D

Gruß,
Daniel

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 16:26
von Agroman
Danke für die netten Aufmunterungen, aber die Ruhetage halte ich schon aus :) .

Am Wichtigsten ist mir, dass ich in Rhenen wieder schießen kann, am Besten auch mit meinen 135#, aber das muss sich dann zeigen...

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 16:27
von walta
Zunächst einmal: Ich finde es schön wenn bekannte Bogenschützen unseren Raben zitieren ;-)

Und zu deinem Problem - was soll ich jetzt nur tun bei so vielen Meinungen? Du kennst dich und deinen Körper am besten (nehme ich mal an) - also entscheide selber welcher Ansatz dir am plausibelsten vorkommt. Ich persönlich höre mir gerne verschiedene Fachmeinungen an und nehme mir die welche mir am besten passt.

Und zum Thema Schmerzmittel: die sollte man nicht zu niedrig dosieren sondern am Anfang eher einen ordentliche Dosis und den Schmerz schnell stoppen dann kann man relativ schnell ausschleichen und braucht in Summe weniger Chemie als wenn man vorsichtig anfängt und dann immer mehr steigern muss. Ausserdem sollte man nicht vergessen das manche Schmerzmittel Entzündungshemmend wirken und dadurch die Heilung fördern - die Schmerzbekämpfung ist dann sozusagen eine Nebenwirkung.

walta
my 2 cent :-)

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 16:40
von Agroman
Jo, mir wurde ja extra ein entzündungshemmendes Mittelchen verschrieben, das allerdings auch ein Schmerzmittel ist. Wobei für mich nur das mit dem Entzündungsstopp wichtig ist, Schmerzen habe ich ja nur dann, wenn ich das Ganze belaste ;).

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 16:54
von corto
ich sag immer:

wenn du schon mal ne Achterbahnfreikarte bekommst, dann fahr auch mit soviel du darfst.

will heißen: auch wenns nicht muss, die kopfkirmes ist verordnet - also repektiere deinen Arzt und geh auch hin :D

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 17:35
von the_Toaster (✝)
Jung, gehs LANGSAM an.
Ein Sehnen, Bänder oder Knorpelschaden jeder Art braucht LANGE bis er verheilt ist.
Belastest du die Schadstelle zu hoch vernarbt sie und du kannst in den nächsten Jahrzehnten als Wetterhahn rumlaufen.
Also: Nimm nen 30 oder 40 # Bogen und halte Deinen Kadaver damit gängig.
Auch wenns Dir im Geiste schmerzt und Du noch so sehr an diesem Wettbewerb mitmachen willst.
DAS IST ES NICHT WERT!

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 07.03.2012, 18:46
von Eberesche
Hallo,
als Medizinstudent im 8. Semester senfe ich nur ganz kurz:
Von völliger Ruhigstellung ist man bei vielen Verletzungen wieder weg, weil man damit zwar dem geschädigten Gewebe Ruhe zum Regenerieren gibt, sich aber gleichzeitig andere Probleme einhandelt. Vom Muskelabbau über steif werdende Gelenke bis hin zum erhöhten Thromboserisiko. Aber eine Ruhigstellung im Sinne von Gips oder Schiene hast du ja jetzt nicht.

Schonung ist definitiv vernünftig, vorsichtiges (!) Beüben, solange schmerzfrei, auch. Halte dich an den Arzt und deinen gesunden Menschenverstand. Aber, bei allem Ehrgeiz, nichts überstürzen. Wenn du zu früh zu viel von deinem Körper verlangst, kann das Ganze langwieriger werden als dir lieb ist.

Gute Besserung,
Anna

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 08.03.2012, 16:11
von Lord Hurny
Agro,
mir ist das Selbe oder Ähnliches bei 55# vor 2 Jahren passiert (genauer kann ichs nicht sagen, weil ich nicht beim Arzt war).
Ich hab ganz normal weiter Pfeile geschossen (ca. 5x die Woche) wie vorher, nur mit einem Bogen der so leicht war das ich absolut nichts von der Verletzung gespürt habe (begonnen bei 30# und langsam gesteigert). Der problemlose und schmerzfreie Heilungsprozess bis zur völligen Genesung dauerte ungefähr 2 Monate (ich bin aber auch schon doppelt so alt wie du ;) ).

Das ganze hatte bei sogar einen sehr angenehmen Nebeneffekt: durch das trainieren mit den leichten Zuggewichten hat sich meine Schiesstechnik stark verbessert 8) .

Kopf hoch, nix passiert ohne Grund - always look on the bright side of life :)

Re: Hohe Zuggewichte und Verletzungen

Verfasst: 11.03.2012, 10:58
von HJM-Weib
Ich hatte selbst schon mehrfach Probleme mit Bändern und Sehnen. Beim Sehnenriss (vorne) und der gleichzeitig beidseitigen Überdehnung hat nur eines geholfen: Ruhe - und davon am besten ganz viel! Bei meinen Überbelastung hat völlige Ruhe eher geschadet und es kam zu dem weiter vorne beschriebenen Ruheschmerz. Bewegung ohne große Belastung hat am besten geholfen. Wenn's weh tut, mehr schonen. Es kann also beides richtig sein, vermutlich je nach Stelle oder Art der Verletzung/Überbelastung. Ich hoffe für Dich, dass es Dir soweit gut geht und Du mit "milderem" Training gut voran kommst. Ich wünsch noch gute und vor allem schnelle Besserung. ;)