meine ersten Fichtenholzpfeile

Alles zum Thema Pfeilbau.
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mahagugu
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von mahagugu »

Hab mich dann auch entschlossen, aufschraubbare Spitzen herzustellen.
Dann hab ich noch die Federn für die restlichen Pfeile zurechtgeschnitten und gestern
auch gleich einen Bohrer aus einer Schraube hergestellt. (schaut so aus wie mein Druckretouchierer
(pressure flaker)) ...

Das mit dem Fluflu habe ich vorerst aufgegeben. Schien mir dann zu kompliziert bzw. zu undefiniert
und hab so die Erfahrung gemacht, dass der Spiral-fluflu hier im Forum nicht sonderlich geschätzt wird.
Dürfte so eine flämische/belgische Eigenheit sein --- so weit ich in Erfahrung bringen konnte.

@Onkel Tom
Das mit den Federn vom Ende her aufreißen oder spalten hat funktioniert. Am anderen Ende
halt den Kiel großzügiger wegschneiden (also den Teil mit dem dicken runden Ende und der
Spitze) und man erhält eine zugeschnittene Feder mit relativ dünnen Kiel.
Optimal ist halt der mittlere Teil der Feder, weil breit genug zum Anpicken ...
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angeschraubte stumpfe Holzspitzen mit zusätzlichem Gewicht
angeschraubte stumpfe Holzspitzen mit zusätzlichem Gewicht
Bohrer und abgesägte Schraube
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Zuletzt geändert von mahagugu am 23.09.2015, 19:18, insgesamt 1-mal geändert.
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mahagugu
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von mahagugu »

Der "broadhead" oder die Dreiecksspitze/breite Pfeilspitze.

Wie gesagt der Grund warum ich nach Jahren begann mich wieder für Pfeil und Bogen zu interessieren.
Habe auf den Fotos ein paar Skizzen angefertigt , die die Herleitung einer Pfeilspitze aus einfachen
Vielecken zeigen.

Ist in der Natur ein Prozess , der auch ohne denkende Wesen stattfindet und den auch jeder hier schon
mehr oder minder bewusst vollzogen hat.

Die Skizzen sind selbsterklärend. Die erste Skizze zeigt die Herleitung einer Dreickspfeilspitze aus
einem kreisrunden Flaschenboden. Auf der anderen Achse muss die Spitze dann natürlich linsenförmig sein
und in der Fabrikation entstehen die gezackten Schneidflächen automatisch (sind natürlich nicht eingezeichnet).
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Pfeilspitze aus zwei kubischen Beziere-Kurven ...
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Ähnliches aus einem gleichseitigen Dreieck
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Herleitung aus einem kreisrunden Flaschenboden/Flake
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mahagugu
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von mahagugu »

killerkarpfen hat geschrieben:
Einfach eine gekaufte Truthahnfeder in voller Länge drumwickeln. Im Aussehen ähnlich wie Deine oder wie auf diesem verlinkten Bild.
Erstmal danke für die Antwort. Habe feststellen müssen , dass meine gefundenen schwarzen Federn nicht
der Qualität von gekauften Truthahnfedern entsprechen und sich auch nicht so gut wickeln und zuschneiden
lassen.

Nehme mal an , mit nur einer Wicklung lasse ich dann die weiße Feder auf den Bild einfach weg.
Auf dem Bild sinds max. 8 Wicklungen für die Runde feder macht , dann bei ca. 10 cm ...
alle 12,5 mm eine Wicklung.

Werd das als Vorbild für die "dekorative" Fadenwicklung um die Federn verwenden. In der Werbung von
Gervase ist auch so ein Pfeil mit Wicklung ... werd ich mir genauer anschauen.
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killerkarpfen
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von killerkarpfen »

??? ich verstehe zwar nicht all Dein Vorgehen ;)
irgend wie kriegst Du das schon hin.

Vor langer Zeit habe ich einmal angefangen Bögen zu bauen. Dann habe ich gemerkt, dass der Pfeilbau viel schwieriger ist als einen Bogen zu machen. Also habe ich mir meine Pfeile erst gekauft.
Errechne und Plane Dir erst einmal einem guten Pfeilschaft mit seinem richtigen Spienwert bevor Du Dir Gedanken über die richtigen Spitzen machst.
hier etwas zur inspiration... Das "Archers Paradox" ...
Eppur si muove
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mahagugu
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von mahagugu »

killerkarpfen hat geschrieben:...
hier etwas zur inspiration... Das "Archers Paradox" ...
Das Video hab ich schon gesehen. Das dann trotz Schussfenster, der Pfeil bricht , gibt Grund zur Sorge.

Meine fünf Pfeile sind jetzt fertig... also alle fünfe sind befiedert....

kurzum ich hab feststellen müssen - dass es zwischen Federn arge Unterschiede gibt
- Hautleim zum Befiedern nicht grade sehr handlich und produktiv ist
- die Federwicklung beim besten Wille nicht so funktionieren will

Mal sehen ob sie trotzdem halbwegs ordentlich fliegen und wenn nicht dann halt wieder von Neuem.
Da hilft alles nichts. Zum Glück wurden die Schäfte ja kaum also fast gar nicht beschädigt und was man
an Zeit verloren hat, ist man dafür an Erfahrung reicher.
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von Blacksmith77K »

Dass im Endeffekt deine Pfeile ggf. nicht fliegen kann auch am Bogen liegen. ;D
...du biegst nicht den Bogen, der Bogen biegt Dich!

76" Yew Warbow (ELB) 135#@32"
74" Yew Warbow (ELB) 105#@32"



...and several yew warbows...
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von Snake-Jo »

Edit: letzte beiden Beiträge gelöscht.

Bitte nicht öffentlich über jemand herziehen, auch wenn es nicht böse gemeint ist. Immer dran denken: das liest die ganze Welt!

LG,
Jo
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von Wilfrid (✝) »

Nach meiner bescheidenen Erfahrung sind selbst gesammelte schwarze Federn meist Krähe, die wickelt man am besten mit Nähseide und ner engen Wicklung, ähnlich wie die Fasanenfedern der Kyudoka.

Und wickelt man erst, richtet dann die Federn aus und verteilt dann entlang der Kiele irgendeinen dünnflüssigen Leim, halten die Federn ewig am Pfeil.
Das ganze ist Übungssache und übt sich eben
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mahagugu
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von mahagugu »

@Wilfrid

Danke. Deine Beschreibung passt genau zu den von mir gefundenen Federn.

Bezüglich der Federwicklung hab ich dann auf bogensportwiki.info folgendes interessante Bild/Beschreibung
gefunden. Leider hab ich dann die Federn schon irgendwie angebracht.

http://bogensportwiki.info/index.php?ti ... chtung.jpg

(falls der Link nicht funktioniert .... es geht dabei darum dass die einzelnen Granen/Strahlen schräg am Kiel
angebracht sind und man das bei der Wicklung beachten muss)

Werd mal nachschauen wie die Kyudoka die Fasanfedern wickeln ...
Bin optimistisch ,dass die nächsten sechs Pfeile besser werden.
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und bei den nächsten sechs mach ich auch gleich einen neuen Köcher ...
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mahagugu
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von mahagugu »

Heute habe ich dann meine ersten Pfeile ausprobiert.
Geschossen habe ich ausnahmslos in eine Rasenwand auf 12 Schritt Entfernung.

Bis auf den Spiral-fluflu war die Befiederung bei allen fünf Pfeilen
gut bis sehr gut. D.h. die Pfeile sind gerade geflogen.
Der Spiral-fluflu ist katastrophal geflogen, weswegen ich diese Befiederung
nicht weiter verwenden werde.

Von den Spitzen waren nur die angeschraubten wirklich verwendbar.
Von meinem besten Pfeil habe ich dann Fotos gemacht. Hat mich auch gewundert
das das improvisierte Krähenfeder-Fletching so gut war. Man muss auch
bedenken , dass ich das gemacht hab, bevor ich den Eintrag über die durchlaufende
/durchgängige Federwicklung im wiki gelesen habe.

Der Pfeil ist dann auch gleich mit der relativ stumpfen Spitze in der Rasenwand
stecken geblieben und ist bei mehrmaliger Verwendung auch nicht kaputt gegangen.
Insgesamt habe ich 31 Schüsse abgegeben.

Somit bin ich optimistisch das die nächsten fünf optimal fliegen und ihren
Zweck erfüllen werden.
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hab dann bei der Befiederung echt die Nerven weggeschmissen ... Krähenfedern sind halt ziemlich weich ....
hab dann bei der Befiederung echt die Nerven weggeschmissen ... Krähenfedern sind halt ziemlich weich ....
man sieht noch die Erde dran ... hab ich bewusst nich entfernt
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von schnabelkanne »

Hallo,
die Befiederung sind ja schon ganz gut aus, für die Spitze würde ich doch eine fertige Schraubspitze nehmen.
Wenn nun Pfeile und Bogen fertig sind - fehlt nur noch die Präsentation.
Gruss Thomas
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von Gornarak »

Hattest du beim Flu Flu die geiche Spitze? ansonsten kann die auch der Grund für falsches Flugverhalten sein, wenn das Gewicht nicht stimmt.
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mahagugu
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von mahagugu »

@Gornarak

Die Spitzen hatten alle mindestens 60 Grain Gewicht und waren ähnlich aufgebaut.
Der Spiralfluflu ist auf 10 Meter , fast 10 Meter in die falsche Richtung geflogen.
Das hab ich dann nicht okay gefunden und ihn noch gestern neu befiedert.

Da die Aufsteckspitzen generell nicht gehalten haben , habe ich ihn dann halt ohne
Spitze geschossen. Die anderen Pfeile ohne Spitze sind gerade ausgeflogen und
so habe ich halt daraus geschlossen, das liegt eindeutig an der Befiederung.

@Thomas

Habe heute eine neue Endlossehne gedreht , weil der Eschenbogen wegen der Sehnenkerben
nur mehr drei einhalb Finger oder ca. 6 cm Standhöhe hatte und das beim Schießen nicht gerade
angenehm ist.
Vielleicht schaff ichs dann morgen mit den Fotos und wenn ich dann mit Gimp oder einem anderen
Programm noch einen Raster einfügen kann , dann hätte ich eigentlich alles für die Präsentation
beieinander.
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Ösi
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von Ösi »

Servus,
ohner deine Versuche abwerten zu wollen, dieses Forum ist wirklich gut und du solltest dir einfach mal helfen lassen.
Man muss den Bogen- und Pfeilbau als Anfänger ja nicht gleich neu erfinden, den gibts schon, hier sind echt tolle Leute
die dir helfen wollen mit ihren Erfahrungen.

Aber man muss sich halt auch helfen lassen. Wenn ein Pfeil mal 45° von der gewollten Richtung "abbiegt", dann liegt das nicht
an der Befiederung und sollte einem mal zu denken geben. Sowas ist dann GEFÄHRLICH!!!!!!!!!
nomen est omen!
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mahagugu
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Re: meine ersten Fichtenholzpfeile

Beitrag von mahagugu »

So sieht der Spiralfluflu jetzt aus. (ist natürlich jetzt keiner mehr ...)

Dank dem bogensportwiki.info hab ich jetzt einfach mehr und flacher
umwickelt.

Wegen dem Wicklungsgarn. Da gehört wahrscheinlich viel dünneres .... vielleicht
so etwas drei Haar dünn ... aber das hatte ich grad so zur Hand und man braucht einen
guten Klafter an Faden/Garn (eigentlich ein bissi weniger).

@Ösi
Wenn ich ohne Spitze geschossen habe und es wirklich nicht die Spiralfluflu-befiederung war
dann kanns eigentlich nur der Schaft sein.
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wenns falsch ist muss ichs halt noch mal probieren bzw. den Schaft weghauen
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