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Grundierung
Verfasst: 30.09.2005, 12:07
von osage
Sagt mal mit was grundiert ihr die Pfeilschäfte bevor ihr sie lackiert?
Im Bogenshop sagte man mir mit weißer Holzgrundierung, damit die Farbe intensiver wird
und damit der Lack nicht ins Holz einzieht.
Eine Folge von fehlender Grundierung soll eine ungewollte Gewichtszunahme der Schäfte sein.
Auf welcher Basis muß die Holzgrundierung hergestellt sein?
Danke
gruss
ich nix grundieren
Verfasst: 30.09.2005, 12:25
von Dustybaer
@Osage
ich lackiere mit Clou Treppen und Parketversiegelung direkt auf die nackten Fichte-Schaefte. Sehen toll aus und halten einiges aus. Und wenn ich die Schaefte spleisse, einfach wieder den Klarlack drueber und du siehst den Spleiss kaum.
[navy]edit: Oooops, Frage falsch verstanden und desshalb quatsch geantwortet. Aber mal ne Gegenfrage: genügt es nicht Pigmente in den Klarlack zu mischen, wie merdman2 das gemacht hat? Ich finde seine (und besonders Sonja's Pfeile) von der Farbe, Deckkraft und Brillanz eigentlich toll. Und soweit ich weis sind die nicht grundiert[/navy]
Verfasst: 30.09.2005, 12:31
von Peter O. Stecher
Osage, das ist so gemeint:
Wenn Du einen Schaft, sagen wir, gelb lackieren willst (od. Crown dip) dann kommt die helle Farbe besser wenn die Schäfte od. Schaftzone vorher weiß lackiert /grundiert wird.
Verfasst: 30.09.2005, 12:53
von osage
@ negley
das hab ich schon begriffen.
Ich will mir nur paar bunte Pfeile bauen die ich schnell wiederfinde.
Also habe ich im Bogenshop Fletch-Lac gekauft.
Die Grundierung kostet aber 28 € und ich brauche nur paar Tropfen. Was kann ich aus dem Baumarkt für eine Holzgrundierung kaufen, damit der Fletch-Lac hält?
Danke
PS Schaft wird rot und die Federn gelb
Verfasst: 30.09.2005, 12:56
von Peter O. Stecher
Ich kenn den Fletch-Lack nicht - vielleicht weiß das jemand Anderer.... 8-|
Fletch-Lac
Verfasst: 30.09.2005, 13:02
von osage
Na dann schreib ich mal was von
dem Gläschen ab.
FLETCH-LAC
STIR WELL FLAMMABLE
The Bohning Company Ltd
Made in USA
1 oz - Burgandy
Gruss
Verfasst: 30.09.2005, 13:14
von Ravenheart
ICH würde für Grundierungen NUR ein dafür vorgesehenes Produkt des selben Herstellers (<Lack) nehmen! Jede andere Kombination KANN daneben gehen!
Rabe
ICH nehme für farbige Anstriche Consolan, die deckt klasse, und lackiere klar drüber.
Rabe
Verfasst: 30.09.2005, 13:16
von Peter O. Stecher
Rabe hat recht - das Bohning-System wurde genau aus diesem Grunde entwickelt - alle Komponenten sollen zusammenpassen.
Danke!
Verfasst: 30.09.2005, 13:44
von osage
Dann werd ich mich mal im Baumarkt nach Consolan umschauen.
Einen Test mit dem anderen Lack werde ich aber auch mal machen.
gruss
Schaftbeschichtung im Patchwork...
Verfasst: 30.09.2005, 16:57
von holsche
Ich unterteile den Schaft in 3 Bereiche:
1.) Spitze bis Federanfang:
hier wird Leinölfirnis verwandt, nach dem austrocknen mit Bienenwachs zusätzlich versiegelt, und im späteren Gebrauch mit Tierowa Lederfett nachgefettet, poliert...
Vorteile:
die eindringende aber offenporige Behandlung läßt das Holz deutlich mehr arbeiten / atmen, als es ein Lack täte... und die unvermeidlichen Beschädigungen der Oberfläche durch seitliche andere Pfeiltreffer, sonstwas, in JEDEM Fall aber die Abnutzung durch den Rein-Raus Kontakt mit Scheibenmaterial (wer schon mal dunkel lakiert/lasiert hat, hat's bestens vor Augen) ist jederzeit reparabel, keine Abplatzer, Bläschen, Ein- und Unterwanderungen durch Feuchtigkeit - die dann eventuell schlecht wieder raus kann ausm Holz...
Außerdem bringts optisch den Charakter des Holzes gut zur Geltung
2.) Bereich der aufgeklebten Befiederung (ca. 6-7 Zoll zwischen Anfangs- und Endwicklung)
hier lasiere ich in dunklem ton... die übergänge zum Vorderschaft und zum Nockbereich werden durch Angfangs- und Endwicklung der Kiele verdeckt, also schmaddert da nix...
Vorteil:
auf der Lasur läßt sich die Befiederung gut aufkleben, in Kombination mit Vor- Durch- und Schlußwicklung in abgesetzter Farbe ergibt sich ein reizvoller Kontrast zum geölten Vorderschaft.
hier im hinteren Bereich treten Verletzungen der Lasurschicht - somit Feuchtigkeitseindringen, etc - siehe oben- weit weniger auf..
3.) der Nockbereich:
Selfnocks, eingesetzte Nocks aus Rindcerhorn, Knochen, Geweih..
hier verwende ich einen 2-Komponenten Klarlack, dessen Flexibilität vermeidet, das es zu "spinnennetzartigen" Rißmustern kommt, wie ich sie bei meinem vormals verwendeten Einfachklarlack besonders unter Neonlicht beobachten konnte.
Einfache Holz-selfnocks könnte man auch nur ölen, bei eventuel nötigen Klebereparaturen stört hier aber das eingezogene Öl ebenso, wie auch beim befiedern...
Somit hat der einzelne Schaft eigentlich ein Pätschwörk aus drei veraschiedenartigen Oberflächenbereichen, die in erster Linie von der Belastung, Anwendung vorgegeben werden.
Der Holsch
Verfasst: 01.10.2005, 17:21
von Pit
Hallo, ich verwende auch Lasur für die Erstbehandlung, trage sie aber mit einen Tuch auf. Nach Cresting und Befiederung, verwende ich dann einen Aryllack, für die Endbehandlung.Klappt bis jetzt, ganz hervorragend,habe keine Probleme damit.