Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
- fka
- Hero Member

- Beiträge: 993
- Registriert: 09.05.2016, 17:14
- Hat gedankt: 95 Mal
- Hat Dank erhalten: 81 Mal
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Ich rate dir auch dich nicht so sehr mir Plänen aufzuhalten sondern einfach wie Mühle geschrieben hat die gesamte Breite zu nutzen. Die dicke ergibt sich dann automatisch indem du so lange am Bauch Holz weg nimmst bis du bei deinem Zuggewicht bist.
-
andi-mit-i
- Newbie

- Beiträge: 20
- Registriert: 06.11.2018, 17:55
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Welche Art von Sehnenkerben verwendet ihr ei Tips von 1 cm Breite?
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Da kannst eigentlich nur Overlays mit der Kerbe oben auf machen. Schau mal in die Praesis. Da findest du zig Beispiele
Zuletzt geändert von fatz am 10.11.2018, 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
Haben ist besser als brauchen.
- fka
- Hero Member

- Beiträge: 993
- Registriert: 09.05.2016, 17:14
- Hat gedankt: 95 Mal
- Hat Dank erhalten: 81 Mal
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Also bei einem Zentimeter sollten doch selfnocks noch gut gehen?! Rabe hat glaube ich mal geschrieben 4mm Holz zwischen den kerben sind ausreichend.
Ich würde aber overlays drauf machen und unter einen Zentimeter gehen.
Eins noch, baue den Bogen lieber semi-pyramidal. Also 2/3 volle Breite und dann erst schmäler machen. Dann bekommst am Bauch nicht so schnell Knitterfalten wenn der Tiller nicht ganz perfekt ist.
Ich würde aber overlays drauf machen und unter einen Zentimeter gehen.
Eins noch, baue den Bogen lieber semi-pyramidal. Also 2/3 volle Breite und dann erst schmäler machen. Dann bekommst am Bauch nicht so schnell Knitterfalten wenn der Tiller nicht ganz perfekt ist.
- Neumi
- Forenlegende

- Beiträge: 6598
- Registriert: 12.10.2013, 23:37
- Hat gedankt: 257 Mal
- Hat Dank erhalten: 348 Mal
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Yep, yep, find ich auch besser - müssen keine 2/3 parallel sein, aber für Esche ist breit und dünn immer ne gute Option.
...Versuch und Fehler bevor die Sarg-Nägel eingeschlagen werden...
- schnabelkanne
- Forenlegende

- Beiträge: 6177
- Registriert: 11.10.2012, 05:36
- Hat gedankt: 66 Mal
- Hat Dank erhalten: 212 Mal
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Servus, lass die Tips am Anfang noch etwas breiter mind. 1,5 cm damit du wenn du auf Standhöhe bist die Sehnenlage noch korrigieren kannst. Auch den Griff noch etwas breiter, da kannst du dann eine Sehnenschieflage auch noch etwas ausgleichen.
Mach den Bogen möglichst lang für soviel Auszug, die Risse an den Stirnseiten sind nicht so schlimm, die letzten 10 cm biegen ja eh fast nicht mit und du kannst ja Overlays drauf machen oder die Risse mit Sekundenkleber füllen, das hält dann schon.
Also mind. 180 cm lang sollte er schon sein für 30" Auszug.
lg Thomas
Mach den Bogen möglichst lang für soviel Auszug, die Risse an den Stirnseiten sind nicht so schlimm, die letzten 10 cm biegen ja eh fast nicht mit und du kannst ja Overlays drauf machen oder die Risse mit Sekundenkleber füllen, das hält dann schon.
Also mind. 180 cm lang sollte er schon sein für 30" Auszug.
lg Thomas
The proof of the pudding is in the eating!
-
andi-mit-i
- Newbie

- Beiträge: 20
- Registriert: 06.11.2018, 17:55
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Die Biegung wird das eine Ende bekommen. Wird das zu ner Schwachstelle?
Muss ich da von vorne herein den Bauch dicker stehen lassen?
Dieser Knick muss im Tiller nicht ausgeglichen werden, oder?
Muss ich da von vorne herein den Bauch dicker stehen lassen?
Dieser Knick muss im Tiller nicht ausgeglichen werden, oder?
- schnabelkanne
- Forenlegende

- Beiträge: 6177
- Registriert: 11.10.2012, 05:36
- Hat gedankt: 66 Mal
- Hat Dank erhalten: 212 Mal
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Servus,
an den Tips ist eine Dicke von ca. 1,2 cm bei einer Breite von 1,2 ausreichend, die Enden sollen ja möglichst leicht sein, aber wie gesagt erst schmälern wenn du auf Standhöhe bist.
Vorsicht bei der deflexen Stelle, dort sollte der Bauch nicht genau parallel zum Rücken sein, nur dort etwas dicker lassen.
Mach noch keine Overlays drauf, dann kannst du die Enden ja immer noch leicht flippen(Reflex biegen) — falls der Sehnenwinkel über 90 Grad wird.
Lg Thomas
an den Tips ist eine Dicke von ca. 1,2 cm bei einer Breite von 1,2 ausreichend, die Enden sollen ja möglichst leicht sein, aber wie gesagt erst schmälern wenn du auf Standhöhe bist.
Vorsicht bei der deflexen Stelle, dort sollte der Bauch nicht genau parallel zum Rücken sein, nur dort etwas dicker lassen.
Mach noch keine Overlays drauf, dann kannst du die Enden ja immer noch leicht flippen(Reflex biegen) — falls der Sehnenwinkel über 90 Grad wird.
Lg Thomas
The proof of the pudding is in the eating!
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Das ist doch max. 10cm vom Ende. Da biegt sowieso nix mehrandi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 19:48 Die Biegung wird das eine Ende bekommen. Wird das zu ner Schwachstelle?
Haben ist besser als brauchen.
-
andi-mit-i
- Newbie

- Beiträge: 20
- Registriert: 06.11.2018, 17:55
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Servus Thomas,
danke für die vielen Tipps!
Wie kann ich aber meine Tillersehne spannen
ohne die Overlays? Was würde bei einem Sehnenwinkel von mehr als 90 Grad passieren?
Was für ein Material empfiehlst du für die Overlay Tips?
LG Andi
danke für die vielen Tipps!
Wie kann ich aber meine Tillersehne spannen
ohne die Overlays? Was würde bei einem Sehnenwinkel von mehr als 90 Grad passieren?
Was für ein Material empfiehlst du für die Overlay Tips?
LG Andi
- Becknbauer
- Hero Member

- Beiträge: 935
- Registriert: 12.01.2014, 06:43
- Hat gedankt: 44 Mal
- Hat Dank erhalten: 49 Mal
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Um den Bogen während des tillerns zu spannen sind entweder provisorisch ins Holz gefeilte Nocken die später wieder durch verschmälern wegfallen, oder provisorische Wickelnocken üblich.
Für Overlays taugt alles, was härter als dein Holz ist. Horn, Micarta oder Hartholz sind die üblichen Materialien.
Bei einem Sehnenwinkel ab 90 Grad ziehst du den Bogen nicht mehr in größere Spannung, sondern du ziehst so zu sagen das Holz in die Länge. Das geht aber nicht. Bedeutet, du investierst sehr viel Zugkraft ohne mehr Anschub für den Pfeil damit zu erreichen. Dein Auszug wird bretthart und es bringt nichts für den Pfeil.
Für Overlays taugt alles, was härter als dein Holz ist. Horn, Micarta oder Hartholz sind die üblichen Materialien.
Bei einem Sehnenwinkel ab 90 Grad ziehst du den Bogen nicht mehr in größere Spannung, sondern du ziehst so zu sagen das Holz in die Länge. Das geht aber nicht. Bedeutet, du investierst sehr viel Zugkraft ohne mehr Anschub für den Pfeil damit zu erreichen. Dein Auszug wird bretthart und es bringt nichts für den Pfeil.
Gruß Wolfgang/Beck ' n ' Bauer
第一条
人人生而自由,在尊严和权利上一律平等。他们赋有理性和良心,并应以兄弟关系的精神相对待。
(Internationale Menschenrechtscharta Artikel 1)
第一条
人人生而自由,在尊严和权利上一律平等。他们赋有理性和良心,并应以兄弟关系的精神相对待。
(Internationale Menschenrechtscharta Artikel 1)
- schnabelkanne
- Forenlegende

- Beiträge: 6177
- Registriert: 11.10.2012, 05:36
- Hat gedankt: 66 Mal
- Hat Dank erhalten: 212 Mal
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Servus, die Sehnenkerben zum Tillern aber nur seitlich anbringen auf keinen Fall am Rücken, schau im Wiki nach.
The proof of the pudding is in the eating!
- Ravenheart
- Forengott

- Beiträge: 22616
- Registriert: 06.08.2003, 23:46
- Hat gedankt: 13 Mal
- Hat Dank erhalten: 168 Mal
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Klar, wieso nicht, so wild ist der nich...andi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 22:33 Nun würde ich den Bogen aber gerne länger bauen. Sollte ich hierzu den Reflex mitnutzen?
Halbpyramidal, die Steinzeitbogen sind für Fortgeschrittene...andi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 22:33 Ich habe im Netz verschiedene Zeichnungen gefunden und bin noch ratslos welcher Typ für mein Holz zu empfehlen wäre. Holmegaard / Moellegabet / Pyramidalbogen ? Was würdet ihr empfehlen?
Gerade dann brauchst Du VIEL biegenden Bereich - je mehr sich die Biegung "verteilt", desto besser hält der Bogen!
Holmi und Mölle nutzen die Länge nicht aus, als Anfänger tut man aber gut daran, das zu tun!
https://bogensportwiki.info/index.php?t ... idal-Bogenandi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 22:33 Hat jemand von euch eine bemaßte Zeichnung zu einem Pyramidal-Bogen?
Ja...andi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 22:33 Die Tips hab ich momentan mit 1,5 cm angezeichnet - ich hab Angst vor so dünnen Stöckchen.. 0,5 cm bis 1 cm - kann das echt halten???
Biegungs-Spannung berechnet sich Kraft x Hebel-Länge. An den Kerben ist die Länge 0, daher auch die Biegung.andi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 22:33 Ich glaube ich verstehe diese Bogen-Physik noch nicht..
Es treten also nur "Scherkräfte" auf, (d.h.: Die Kraft möchte die Sehne durch das Holz durchziehen...)
4 mm Holz von z.B. 1 cm Dicke leisten da genügend Widerstand.
Neinandi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 22:33 Die Biegung wird das eine Ende bekommen. Wird das zu ner Schwachstelle?
Nein, aber er soll auch auf keinen Fall DÜNNER werden, daher lieber 1 - 2 mm zugeben...andi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 22:33 Muss ich da von vorne herein den Bauch dicker stehen lassen?
Die letzten 10 (- 15 cm des Bogens, je nach Gesamtlänge) sollen eh steif sein. Das erreicht man, indem ab ca. 12 (- 17) cm vor dem Ende einfach die Dicke bis zum Ende erst mal konstant lässt (bzw. weniger abnehmen lässt als im übrigen Bogen).andi-mit-i hat geschrieben: ↑11.11.2018, 22:33 Dieser Knick muss im Tiller nicht ausgeglichen werden, oder?
Wenn Du mit dem Taper (=Dicken-Abnahme) vom Griff aus an der "Welle" angekommen bist, zeihst Du die Dicke, (sagen wir mal als Beispiel: 12 mm) einfach erst mal per Lineal bis zum Ende gerade durch. Dann kannst Du in der Mitte der Welle die Dicke auf 13 - 14 mm reduzieren. Schöne weiche Übergänge machen. Dann vermisst Du Dicke noch mal genau, und hast Du nirgens die 12 mm unterschritten kannst Du ab der Welle zum Ende hin noch auf 10 mm reduzieren - (muss aber auch nicht, SOO viel macht das bischen Holz nicht aus...)
So ist es... Arcus hat auch schon 3 mm gemacht. Das sind aber mal wieder Extreme, als Anfänger darf man ruhig 2 mm zugeben...
Muss m.E. nicht, als Anfänger muss man nicht an's Limit gehen!
Rabe
-
andi-mit-i
- Newbie

- Beiträge: 20
- Registriert: 06.11.2018, 17:55
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Ich bin ganz begeistert von eurem Engagement!
Vielen Dank für die Zeit, die Ihr einem Neuling schenkt, dieses Forum ist wirklich Klasse!
Liebe Grüße, Andi
Vielen Dank für die Zeit, die Ihr einem Neuling schenkt, dieses Forum ist wirklich Klasse!
Liebe Grüße, Andi
-
andi-mit-i
- Newbie

- Beiträge: 20
- Registriert: 06.11.2018, 17:55
Re: Gebrochener Esche-Bogen nach dem Typ „Tybrind Vig“
Jetzt bekommt der Bogen langsam eine Form. Folgende Fragen stellen sich mir jetzt:
1. Wie weit darf ich zu Beginn des Tillerns den Bogen auf dem Tillerstock spannen?
2. Wie peilt man nun die gewünschten 45# an?
3. Wann versuche ich den Bogen auf die Standhöhe zu spannen?
1. Wie weit darf ich zu Beginn des Tillerns den Bogen auf dem Tillerstock spannen?
2. Wie peilt man nun die gewünschten 45# an?
3. Wann versuche ich den Bogen auf die Standhöhe zu spannen?