vom Graubart...
Moin Moin ihr Schloßschützen,
'Nen Teil habt ihr ja schon erkannt u. nachgebessert.
Turnierausschreibungen sollten, müssen klar u. deutlich Aussage treffen über das beabsichtigte Turnier. Dies hat auch für Turniere Gültigkeit, die im historischen, mittelalterlichen Bereich stattfinden.
Wo sonst soll sich der Interessent die nötigen Informationen holen.
Ist dies nicht der Fall, so wird sich, wie in eurem Fall, dies durch Fernbleiben der Bogner bemerkbar machen.
Auch das Startgeld sollte in dieser Sache so niedrig, wie möglich gehalten werden, wenn nicht gar entfallen. Immerhin tragen die Bogner ja zum Bild des Geschehens mit bei (wobei 15 € schon etwas heftig sind, zumal die meisten traditionellen Turniere mit 12€ zu Buche schlagen).
12 Pfeile vorzugeben entspricht auch nicht dem Üblichen, bei Zeitschießen würden auch 6 Pfeile genügen, dafür lieber die zur Verfügung stehende Zeit halbieren.
Manch Bogner hat eben mal 9 Pfeile (6 normale u. 3 FluFlu’s) in seinem Köcher, ausgenommen die Golftaschenträger.
Turniere mit mittelalterlichen Ambiente bitte nicht an andere Veranstaltungen (schon gar nicht an einer solchen, wie „Die Herausforderung“ aufhängen) der Moderne anlehnen, denn das mag nicht sonderlich zusammen passen.
Immerhin gibt es zur Genüge Möglichkeiten das Mittelalter u. das Bogenschießen (auch vor Publikum) zu verbinden, dass der Bogner (natürlich auch der Veranstalter) auf der einen Seite gefordert, aber dennoch nicht durch übertrieben Sicherheitsmaßnahmen gegängelt wird.
Eine Ausschreibung muss enthalten:
-veranstaltender Verein, veranstaltende Gruppe
-Ort u. Datum des Turniers
-Höhe des Startgeld
-Beginn der Einschreibung, Beginn des Turniers
-Bogen- u. Altersklassen
-Anzahl u. Art der Scheiben, Sonderscheiben etc.
-Besonderheiten (z.B. Flu Flu’s)
-geforderte Bekleidung (z.B. möglichst authentisch, o. ans mittelalterliche angelehnt)
Hab ich was vergessen???
Ach ja, ein Herold sollte Schützen, wie auch das Publikum durch das Turney führen, moderieren sozusagen. Damit entfallen die vielen Mitarbeiter an den Scheiben u. können „Bewahrer der Sicherheit“ eingesetzt werden.
Beispiel:
In Waldreichenbach (das Turnier organisieren die Neckar Highlanders u. die Bogljødr für den Veranstalter Armati Equites) ist die Turnierteilnahme kostenlos!
Auch der Eintritt wir gewandeten Bognern erlassen!
Den Gabentisch „treiben“ wir bei den Handwerkern u. Händlern als Steuern ein.
Alles findet auf dem Turney-Platz u. vor Publikum statt, ohne, dass selbiges u. die Bogner von Sicherheitsgebaren „erschlagen“ werden.
Max. 3 Pfeile dürfen geschossen werden.
Holzbogen u. damit’s kein Getöse gibt Reiterbögen (egal, ob mit, o. ohne Leder) sind zugelassen.
Samstags gibt’s ein „Ausscheidungs-Schießen auf eine Scheibe, bei dem die besten 10 Herren u. die besten 4 Damen ermittelt werden.
Beginnend bei 10 Schritt, wird nach jedem Durchgang die Entfernung um 5 Schritt verlängert.
Am Sonntag dann das Finale auf Klappscheiben (die Zuschauer sollen ja auch was zu sehen bekommen), nach beschrieben Muster.
Solltet ihr Fragen haben, kommt rüber damit, viel zu wenig wird für das Schießen auf Märkten getan u. das, obwohl Bedarf dafür da ist.
So, nu hab ich nicht nur gemeckert, sondern war auch noch konstruktiv zugange.

:knuddel
