Bogenbau aus Birke

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Galighenna
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Galighenna »

Naja ich hab den Bogen wohl beim Abspannen überlastet. Man lernt ja nie aus.

Ich glaube aber nicht das es am Holz lag. Hier nochmal ein Bild vom "zerstörten" Bereich:
Bild

Man sieht es am richtigen Bogen besser, aber wenn man genau hinschaut sieht man das das Holz genau an der dünnsten Stelle die Falten bekommen hat. Ich hab dort versehentlich an dieser Stelle etwas zu viel geraspelt.

Ich hatte das Problem, dass der eine Wurfarm sich viel stärker gebogen hat als der andere und sich gleichzeitig auch noch verdreht hat. Deshalb musste ich den zuerst sehr stark bearbeiten, damit ich das Problem in den Griff bekam.
Der andere Wurfarm war viel steifer und ich habe etliche Male geraspelt um ihn zu schwächen. aber er wurde und wurde nicht schwächer, bzw. nur sehr wenig und langsam.
Dabei ist mir dann der Fehler mit der dünnen Stelle passiert. und der steife Arm hat an der dünnen Stelle nachgegeben.

Aber beim nächsten Mal wirds hoffentlich besser. Ich habe ja noch Birkenholz übrig. Ich werde es bald nochmal versuchen, darauf könnt ihr euch verlassen.

@Christopher
Ja ich weiß, die Enden waren noch recht dick, ist mir auch aufgefallen. Aber ich hatte irgendwie die Sorge das die sich mitbiegen oder so... Ist einfach Erfahrungssache.

Der nächste wird besser! ;)
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Al Fadee
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Al Fadee »

also noch ist meiner heile. hab noch nicht weitergearbeitet und jetzt brauch ich leinenstoff als backing. eigentlich wollte ich keins machen aber die rinde geht so schwer ab, da bin ich ein paar mal ausgerutscht und am ende hab ich dann gedacht das ich ein backing machen kann und der äussere jahresring nicht mehr so wichtig ist.

Q gali: mein beileid. aber mein lateinlehrer ist ja auch immer über fehler froh von daher haste auf jeden fall etwas gelernt auch wenn er nicht fertig geworden ist.

al fadee
Ist das Design oder kann das weg?
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Galighenna
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Galighenna »

Ja Ich werde Beizeiten meinen zweiten Stave rauskramen und dann nochmal von vorn anfangen. Ich hoffe der ist in sich weniger schief. bis jetzt sieht er noch gut aus.

Ich hab in der Tat viel gelernt. Allein die Arbeit mit Holz ist schon nicht einfach so aus dem Ärmel zu schütteln, selbst wenn man sich viel Theorie angelesen hat. Die Praxis ist eine ganz andere Welt.
Schon nach kurzer Zeit merkt man wie sich langsam ein Gefühl für die Werkzeuge und das Holz in Armen, Händen und Fingern einstellt.
Erfahrung halt....

Ich werde wieder berichten, wenn ich wieder beim tillern angelangt bin. Vielleicht stellt sich dann ja noch wieder die ein oder andere Frage.

Gruß
Gali
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moose
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von moose »

Mein Stave ist nun drei Monate alt ca und wird nächste Woche aus der Rinde geklopft. Damit sollte auch die Frage, wie man die Rinde schonend runterkriegt beantwortet sein - ein Bekannte hat mir geraten die Rinde solange sachte zu klopfen bis sie sich löst und gewarnt auf gar keinen Fall ein scharfes Metall ans Backing zu lassen - denn Birke soll da extrem heikel sein.

Birke hatte ich noch nie, ich frage nur mal nach welche Richtwerte ihr für die Breite der Wurfarme habt - mir wurden gesagt 7 cm sollten die Wurfarme schon breit sein bei 50#. Dass der Birkenbogen ein Flachbogen wird ist ohnehin klar, wenn ich eure Diskussion richtig mitverfolgt habe.

Die klassische Form aus der Bogenbauerbibel ist, so nehme ich weiters an, das Grundgerüst für den Birkenbogen...

Lieben Gruß vom Moose.

28. 12. 2007: Weihnachtsturnier Dorfstetten im Waldviertel

http://www.bogensport-waldviertel.at/bo ... r_2007.pdf
Christopher
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Christopher »

Naja, ich glaube nicht, dass das mit dem Klopfen so gut ist :-\

zieh sie mit dem Ziehmesser ab, den Bast(das braune Zeuchs halt) kannst du mit einem Messer oder einer Ziehklinge abschaben. Den Jahresring gar nicht zu  beschädigen ist so ne Sache, wenn man ihn geringfügig beschädigt, macht das auch nichts.

7cm halte ich für sehr überdimensioniert, nimm höchstens 6, bei 7 würd er glaub sehr schlecht werfen, je schmaler du ihn machst, desto schneller wird er(bis zu einem gewissen Maß, ca.3-3,2cm), die neutrale Zone wird dadurch aber auch größer.
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Squid (✝)
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Squid (✝) »

Hmm, da bin ich anderer Meinung.
Anhand der Infos aus der TBB und auch nach diversen anderen Erfahrungen ist es für schlechte Bogenhölzer sinnvoll, auf Breiten von 6,5 - 7,5 cm zu gehen, so etwa für Kiefer und Weide, die ja bekanntermaßen zum Bogenbau kaum geeignet sind.
Und die hiesige Birke ist nach wohl überwiegenden Berichten einiger Mitglieder hier ein denkbar unwilliges Bogenholz...
Aber genau in diese Richtung soll der Test ja auch gehen... daher würde ich auf größtmögliche Breite gehen, auch wenn du dich später hinter dem Bogen umziehen kannst  ;D

Das mit dem Klopfen ist nicht sinnvoll - diese Technik stammt z. B. aus dem outdoor Weidenflöten- bzw. -pfeifenbau, wo man Basthülle weichklopft und abzieht, weil man sie heil und im Stück benötigt...
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 08.12.2007, 20:33, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist mir egal ob schon mal jemand sowas gebaut hat.
Ich will ja nicht unken, aber in der überwiegenden Zahl der Fälle geht das schief.
Christopher
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Christopher »

@Squid: da hast de sicher recht... besser für die Haltbarkeit ist es bestimmt, ich glaube, dass nur die Leistung etwas darunter leidet. Ich seh das halt so, lieber ein guter Bogen, der auch gut wirft, und vielleicht bei der Herstellung kaputt geht, als etwas, was man mit allen mitteln versucht, einigermaßen schießbar zu machen, mit dem man dann aber keine wirkliche Freude beim Schießen hat.
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Squid (✝)
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Squid (✝) »

Sch.... was auf die Leistung  ;D bzw. aufs Ausreizen der max. Leistung.
In diesem Falle geht es, so glaube ich dem bisherigen Thread entnommen zu haben, eher um eine "Machbarkeitsstudie" zum Thema Birke. Und unter dieser Voraussetzung ist viel Breite wichtig. Wenn es um einen schnellen, schlanken Bogen gehen soll, wären ja die etablierten Hölzer gewählt worden.
Zuletzt geändert von Squid (✝) am 08.12.2007, 22:15, insgesamt 1-mal geändert.
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moose
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von moose »

Es freut mich ja fast diebisch, dass die Diskussion wieder in Fahrt kommt.

Das Rindeabklopfen ist mir bei der Betratchtung des Staves auch etwas spanisch vorgekommen, ich werde das Grobzeug wie üblich mir dem Reifmesser abziehen und dann das feine mit einem Putzchwamm aus Kunststoff fein abwaschen - da kann dem Rücken nix passieren und die Erfahrung ist dabei auch schon entsprechend.

Breite des Bogens - auch da beruhigt mich die Aussage, dass 7 cm die total übersichere Seite sind - ich mag nämlich eigentlich keine Ruderblätter schnitzen sondern Bögen. Also wird der Bogen, nach dem Schälen und Begutachten des Teils entweder sofort eingeheizt  ;D oder 67" lang und ca 2", evetntuell 2 1/4" breit an der breitesten Stelle. Wie stark er werden wird das werden wir dann eh sehen.

Und wie gesagt - es geht ja drum: Machbar oder nicht...  :D

Die nächste Nachricht, eventuell mit Bild - nach dem Entrinden und Aufreissen oder Zsammschneiden - je nachdem...

In diesem Sinne,

schönen Gruß vom moose
Mandala
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Mandala »

Hallo, dies ist ein Test,die Vorschau scheint Ladehemmung zu haben!

oh da hab ich doch glatt auf schreiben statt auf Vorschau gedrückt  ;-)
O.K. Jetzt weiß ich wie das mit den Bidern einfügen geht.
Das mach dann mal jetzt.
Der Text folgt dann noch.


Bild

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Jetzt hat es so halbwegs geklappt. Das wird schon noch!

Vor lauter Aufregung mit den Bildern einfügen hab ich die begrüßung und die Vorstellung meinerseits ganz  übergangen.

Also erst mal Danke für dieses Tolle Forum und an die Leute die hier so frei ihr wissen preisgeben .
Hat mir schon viel und öfters weitergeholfen auf dem Weg zum Selfbow.
Zu nennen wären hier viele Namen......

Zu dem Bogen, es ist einer von einigen, die ich bis jetzt gebaut habe, und der dritte mit einem backing aus Leinentuch.
Baumwolle habe ich an einem Ahornbogen probiert, das hat ihn glaube ich zerlegt.
Zu diesem Birkenbogen habe ich jedoch vertrauen,  aufgrund des Backings.
Der Bogen stammt aus einem 10 cm Stämmchen, der im Sommer geschlagen wurde und aufgrund seiner geradheit und Reflexes mehr als nur Brennholz ergab.
Vor dem Tillern hatte er einen Reflex von 7,5 cm jetz nach ein paar Hundert Schuß hat er direkt nach dem Abspannen so 1,5 cm und nach einer gewissen Zeit 2,5 cm Reflex.
Ja er hat leider auch ein paar Stauchrisse im oberen Wurfarmbereich bekommen von denen ich aber glaube, das ich dies mir selber zuzuschreiben habe,da ich ihn wohl zu früh hab am Tillerstock hängen lassen, wollte sehen ob man Set entdeckt nachdem man sich richten könnte.Hab ich dann auch getan,und ich glaube das hat da oben nachdem die Stelle entschärft wurde nur noch wenig bedeutung , aber man wird sehen.
So noch schnell zu den Daten, da ich gleich aufhören muß zu schreiben:
Der Bogen ist ca. 170 cm Lang und ander breitesten stelle 5,2 cm.
Zuggewicht bei 28" 40 #

Liebe Grüße Mandala
Zuletzt geändert von Mandala am 09.12.2007, 20:42, insgesamt 1-mal geändert.
Christopher
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Christopher »

Hmmm also wie breit willst du den Bogen machen?

Also ich würd dir mal 6cm empfehlen....

ach ja und soll es eig. ein reines Testobjekt werden, oder willste mit dem Teil auch schießen?

Also die Frage ist:Bogen oder Ruder? ;D
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von moose »

Also das Teil von Mandala scheut echt gut aus, die Daten sind auch graqd ideal - also ran ans Gerät. Und nein, es wird kein Ruder.

Mit dem Ding wird geschossen werden :-)

Lieben Gruß vom moose
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Ravenheart
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Ravenheart »

@Mandala: Zuerst mal willkommen in der FC!!

Schöne Bilder! Sieht gut aus, lediglich etwas plötzlicher Wechsel vom biegenden zum steifen Teil in Griffnähe... (Ich hätte Stauchrisse eher dort erwartet! Kannst Du mal einzeichnen, WO sie genau sind?)..

Ansonsten sind 40# bei Birke schon ganz schön heftig...

Rabe

P.S.: Die kursive Schrift ist nicht so gut lesbar... Lieber sparsam einsetzen...
P.P.S.: Die Vorschau-Funktion funzt leider eh nicht... Die Seite wurde erst vor kurzem auf eine andere Software umgestellt, nachdem ein Hacker sie alte "zerlegt" hatte, und ist immer noch in Teilen "buggy"....
Mandala
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Mandala »

Hallo,

@ ravenheart 

Danke für das Willkommen!

Habe die Stauchrisse eingezeichnet.
Tja Rabes Auge trügt nicht, ja tatsächlich befinden sich in den unteren bereichen wie angezeichnet  ganz feine Risse jedoch nur ganz außen am Rande.
Während Sie  im oberen Bereich über die ganze breite zu sehen sind.
Die unteren wollte ich wohl nicht sehen. ::)
Bild 
Mit dem Übergang zum Griffnahen Bereich hast Du schon recht, da hat mich meine Frau auch schon drauf hingewiesen. Gesehen hab ich es auch ,da hätte wohl noch was weggekonnt.
Ob ich da jetzt noch was dran machen sollte?
Ursprünglich sollte er 45 Pfund haben, durch die Kommpressionsrisse im oberen Bereich bin ich dann auf 40 Pfund runter, hoffe das sie das entlastet. Oder bringt das Backing da die nötige Sicherheit ?


Liebe Grüße Verrain

P.S. Ob wohl jemand aus dem FC in meiner nähe wohnt ?
        Ich wohne bei Salzwedel  Sachsen-Anhalt 
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Re: Bogenbau aus Birke

Beitrag von Ravenheart »

Leider bringt ein Backing bei Stauchrissen gar nix, es verstärkt sie höchstens...

Bevor sich die Stauchrisse so weit "reingearbeitet" (also vertieft) haben, dass ihn quasi nur noch das Backing zusammenhält, ist der Bogen längst so aus der Form gekommen, dass Du ihn freiwillig längst beiseite gelegt hast...

Einzige Gegenmaßnahme ist das Auflegen von z.B. Glasfasergewebe (in Epoxi) und da drüber eine Wicklung. Doch auch das hilft nur temporär, denn durch die Versteifung der Stelle entstehen dann oft daneben neue Risse...

Rabe
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