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Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 17.01.2013, 19:17
von Alexander
Alexander´s Kirsche, Post 4

zu Post 3

Heute nur ein ganz kurzer Bericht,
ich habe den Rohling heute in den Keller gepackt, da die Temperatur in meiner Werkstatt die letzten Tage nie über 0°C ging (ohne Gasbrenner), und ich heute eine Idee hatte, wie ich das Teil im Keller festspannen UND biegen kann. Das Feuchtemessgerät zeigt mir noch 16-18% Feuchtigkeit im Holz an.
So lasse ich Ihn bis Samstag liegen, dann schaue ich nochmal..............

@ Gornarak, vielen Dank für das Lob (hoffentlich wird´s ein schußfähiger Prügel ;) )

@ acker, was hälst Du von einem kleinen Heizlüfter oder Brenner IN der Werkstatt und DÜNNEN Handschuhen zum Arbeiten?

Bis bald
Alexander

Gornarak, Bluthasel, Holmegaard, 12, Rückenringe

Verfasst: 17.01.2013, 19:50
von Gornarak
<- Vorhriger Beitrag

1260 g - 3,1 % - nada

Ich hab mich wieder über den Rücken hergemacht und hab den Eindruck, dass das Freilegen immer besser funktioniert. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, woran es liegt. Entweder es liegt dran, dass das Holz trockener ist und das Ziehmesser besser auf dem Rückenring entlanggleitet, das Holz dunkelt nach und ich seh die Übergänge besser, der gelegentliche Wechsel auf die Ziehklinge oder ich hab einfach mehr Praxis (obwohl es ja beim Probestück von Anfang an geklappt hat).

Vielleicht ist es ja ne Kombination aus allem. Solang es nur funktioniert, soll es mir recht sein.

Unter dem einen Wurfarm verbergen sich in Längsrichtung richtige Wellentäler. Da komm ich nur mit ner Schwanenhalsklinge zurecht. Die hab ich bisher fast nie gebraucht.

Nach dem Kratzen zehn Gramm weniger = 1250 g

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Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 17.01.2013, 21:21
von eddytwobows
vorheriger Holler Post...:
http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 25#p374825

So, erstmal die Dichtemessung nachreichen...

Gemessen wurde ein Reststück Holunderholz, daß jetzt seit der "Ernte" (06.01.2013) draußen gelegen hat.
Gemessen wurde mittels Laborwaage.

Die Maße des Testkörpers betragen:
L= 2,6 cm // B= 1,75 cm // T= 1,3 cm
was ein Volumen von 5,915 cm^3 ergibt.

Das Wiegen per Laborwaage bei etwa 0° C ergab eine Masse von 5,21g, was dann nach Adam Riese und Eva Zwerg
einer Dichte von 0,8808 g per cm^3 Volumen entsprechen dürfte.

Der Testkörper wurde zur weiteren Trocknung und anschließender Kontrollmessung in etwa 7 Tagen in die Wohnung verbracht.

;) ;D ;D

Anschließend habe ich weiter mit / an meinem Holunder-Rohling rumgemacht und dabei zwei Sachen gelernt...:

1 Sache ganz neu... nämlich daß man Holler max. nur EINMAL mittels trockener Hitze biegen oder richten sollte... beim zweiten Mal, nur wenige mm neben der ersten Stelle, hats dann beim aufspannen ganz kurz und trocken "Knack" gesagt...
Völlig unspektakulär, einfach so... :P

Also merken...: Holler mags wohl lieber, feucht und heiß gebogen / gerichtet zu werden... ;) :D

Die 2´te Sache war nicht ganz so neu, hat sich aber halt bestätigt,
nämlich daß man Holler ohne Probleme bis zum dorthinaus biegen kann...
Siehe auch ackers Bruchtest... einfach Wahnsinn, das Zeugs... :o ;D

Dabei herausgekommen ist jetzt ein Bogen, den ich eigentlich gar nicht so bauen wollte...
Ganz gar furchterbar asymetrisch... :o
(unterer WA hat nur 50cm mit Fadeout bis zum Nock, oberer WA hat 73 cm mit F.o. bis z. N.)
Aber immerhin erfüllt er die vorgegebenen Kriterien, nämlich min. 30# und das auch noch bei 28" Auszug...

Aber mehr Daten und Bilder gibbet erst morgen...oder so...demnächst halt... ;) ;D ;D

LG
etb

Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 17.01.2013, 23:37
von arcus (✝)
so, nach 4 Tagen der Trocknung auf dem Heizkörper verlieren die Staves nur noch 7 g am Tag --also Zeit weiterzumachen
Hab beim Hasel den Breitenverlauf der Wurfarme angezeichnet--der Liguster wird "frei Schnauze" ohne anzeichnen gebaut

Arcus

Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 17.01.2013, 23:42
von Frankster
Hallo Eddy,

auch ohne Bilder klingt der Bogen nach Stacking beim unteren Wurfarm. Es sei denn du hast geflippt oder Dir noch irgendwas Spezielles einfallen lassen. Hatte bis vor wenigen Tagen einen ähnlichen Bogen im Einsatz, minimal länger, sehr kurzer unterer Wurfarm mit natürlichem Reflex. Der Bogen hatte keinerlei Handschock und war wunderbar zu schießen. Doch ich schätze mal nach gut 1000 Schuß hat es den unteren Wurfarm zerrissen. Strange, es gab bis dato keinerlei Anzeichen für eine Schwachstelle. Dennoch hab ich den Eindruck das sich das Holz bei extremen Konstruktionen z.T. delaminiert.

@Arcus
Bogendesign "Frei Schnauze" finde ich gut!

Archerbalds Eibenästle

Verfasst: 17.01.2013, 23:51
von Archerbald
-> Beitrag 1

Beitrag 2
Hallo zusammen,

noch ein Frage zum Spleißen: meine Eiben-Äste will ich auch per Diagonal-Spleiß im Griff verbinden. Ist es sinnvoll den Spleiß mit zwei Holzdübeln zu verstärken, oder schwächt man die Verbindung durch's anbohren vom Holz eher? Als Kleber sollte ein guter Holzleim reichen, da die Klebeflächen dank Bandschleifer recht eben sind.

Gruß
Archbald

Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 18.01.2013, 07:44
von Gornarak
Ein einzelner Dübel kann sinnvoll sein, damit man den Spleiß zum Verleimen stärker zusammenpressen kann.

Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 18.01.2013, 08:43
von Chirion
Ein Dübel beim Spleißen hat die Funktion ein Verrutschen der Klebeflächen unter dem Anpressdruck zu verhindern. Wenn das ganze ausgehärtet ist trägt der Dübel nur wenig zur Festigkeit der Verbindung bei, ein Problem beim Schrägspleiss bei Saplingen ist dass diese wenn sie die nötige Länge aufweisen in die Fades hineinragen (es sei denn der Griff ist entsprechend lang). Bei recht kutzem Griff würd ich immer einen V-Spleiss bevorzugen.

Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 18.01.2013, 11:45
von acker
@Alexander : Nichts, Werkstatt ist zu groß ;)

Ich bin mal gespannt was dass Wochenende bringen wird, auf Holler 1 und 2 möchte ich Griffhölzer aufleimen und dann mal so grob in richtung Bodentiller bringen .

Snake-Jo, Holler, Post 3: Billetts spleißen

Verfasst: 18.01.2013, 13:43
von Snake-Jo
HIer geht es zum Post 2:
http://www.fletchers-corner.de/viewtopi ... 20#p373540
@Acker: Ich bin schon weiter. Nach dem völligen Entrinden der vorab teilentblößten Billets habe ich nun vor ein paar Tagen zwei passende Billets (Stöcker) mit einem V-Spleiß versehen, antrocknen lassen und dann 2 Tage später verleimt. Ein schmaler Streifen Holz verstärkt den Griff. Dann noch etwas getillert und fertig.
Werkzeuge: Ziehmesser, Raspel, Japansäge.
Holler-Spleiß.jpg
Der Spleiß von 140 mm Länge in den Stäben vom Holler
Holler-Griff.jpg
Schmale Holzleiste bauchseitig aufgeleimt

Bisherige Arbeitszeit:
Post 2: 2,5 min
Entrinden: 2 min
V-Spleiß sägen: 5 min
Verleimen und zwingen: 4 min
Griffholz aufleimen: 2 min
Gesamt bislang: 15,5 min

Snake-Jo, Holler, Post 4: Tillern und schießen

Verfasst: 18.01.2013, 14:03
von Snake-Jo
Heute nun den Bogen sorgfältig getillert: 10 min
zuvor noch die Nockkerben geraspelt: 2 min
gesamt: 15,5 plus 12 = 27,5 min bis schussfertiger Bogen.

Ans Bord, Vollauszug bei 29" und geschossen: Weicher Auszug, leider noch nicht bei den geforderten 30 lb, daher muss ich noch kürzen oder einen neuen bauen. Ich habe ja noch zwei dickere Billetts.
HIer die Gesamtzeiten:
Trockenzeiten für die Stäbe: rund 2 Wochen
reine Bauzeit ohne Deko, ohne Wicklung , ohne Sehnenbau: 27,5 min
bislang außer Konkurrenz, da noch zu schwach
Der Bogen hat jedoch 190 cm bei rund 25 mm Stärke und sollte daher noch zu kürzen sein.

Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 18.01.2013, 15:03
von Wilfrid (✝)
so die Füße sind noch kalt, die Finger schon warm, der Erfolg des Tuns:
Bild
http://flecomedia.de/view_item.php?item ... lection=85
Knospen waren keine, aber ich denke, das es Holunder ist , kann man erkennen

Gornarak, Bluthasel, Holmegaard, 13, Rückenringe

Verfasst: 18.01.2013, 17:49
von Gornarak
<- Vorheriger Beitrag

1230 g (-2,4 %) - niente

Leider keine Zeit zum Bauen heute, aber so vermeide ich, dass bei Beitrag 13 was schiefgeht :)

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Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 18.01.2013, 19:02
von Bowster
Leider muss ich einen ersten Todesfall bekannt geben, der Eschensapling ist leider gerade eben ins Brennholz eingegangen, leider mit bereits aufgeklebten Hornnocks. Der Stave war 194cm lang, sollte eigentlich ganz unkompliziert bis 28" zu ziehen sein.
Die Ursache ist wahrscheinlich ein zu dünner Rückenring(weniger als 1mm), es sieht so aus, als hätte er da angefangen zu reissen.
Der Tiller sah eigentlich total gut aus.
3 Fotos habe ich vom Bruch gemacht, Meinungen und Hinweise werden dankend angenommen.

Mein Hartriegel ist übrigens ebenfalls schon aus dem Rennen, der hat sich extrem verdreht und verzogen.

Re: "saplingbow" Bogenbauturnier 5

Verfasst: 18.01.2013, 19:39
von Ravenheart
Bowster hat geschrieben: Die Ursache ist wahrscheinlich ein zu dünner Rückenring(weniger als 1mm), ...
Oh ja, wahrscheinlich, SEEEHR wahrscheinlich... ::) :-[ :-X

Rabe