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Re: Spine von schweren Kriegspfeilen
Verfasst: 05.02.2011, 14:31
von Agroman
Edradour hat geschrieben:
Direkter Beschuss:
allein die Bildquellen sprechen dafür, auf vielen sieht man direkt und indirekt.
Klar, ich denke auch, dass es Direktbeschuss gab. Warum auch nicht, die Wirkung ist effektiver als beim indirekten Schießen, und wenn der Gegner dann erst mal näher als 80 Meter herannaht, kann man ihm die Pfeile auch direkt in die Fre**e, etc. jagen

!
@Selfbower
Kein Ding, ich kenn' den Stress ja selbst^^
Re: Spine von schweren Kriegspfeilen
Verfasst: 07.02.2011, 18:23
von Ralph
Um das Ganze mal auf eine andere Ebene der Authentizität zu heben:
Werden die besagten Pfeile auch mit einer authentischen Sehne verschossen ?
ich meine also eine aus gedrehtem HAnf, der natürlich nicht unauthentisch aus dem Baumarkt , sondern handgeschöpft und selbst büttengehämmert vor der eigenen Haustür angebaut wurde oder zumindet für authentische Silbermünzen beim Seilmacher erworben wurde (englischem Seilmaacher wohlgemerkt - hoffentlich wurde der Einfuhrzoll berücksichtigt und die Zeit, die das authentische Ruderboot brauchte, um die Ware über den kanal zu schippern, bevor sie per Fuß oder Pferdekarren nach Dtl. kam...).
Wenn nicht, so bietet sich vielleicht auch noch eine Sehne aus authentischem Katzengedärm an. Hier in der Nähe gibts dahingehend sicher Abnahmedankbare Tierheime... .
Und bitte nicht vergessen, das Birkenpech zum Ankleben der Federn oder den Hautleim selbst herstellen... und das Ankleben bitte ohne oder nur mit authentischem Befiederungsgerät.....
Viel Spaß beim basteln
Ralph
P. S.: Lichtmachen zum Basteln in den jetzigen Abendstunden bitte nur mit authentischer Kerze...
Re: Spine von schweren Kriegspfeilen
Verfasst: 07.02.2011, 18:47
von Agroman
Ich schieße regulär natürlich meist mit normalen Dacron-Sehnen, aber für solche Zwecke gedenke ich schon, mir eine Hanfsehne zuzulegen, aber wohl eher zu Demonastrationszwecken beim Reenacting, ansonsten gehen die einfach schneller kaputt.
Das Argument mit "muss aber aus England sein" finde ich zugegebenermaßen mehr als lächerlich, weil das hat nichts mehr mit authentischen Materialieren, sondern mit Spinnerei zu tun. Wenn ich Hanfsehnen von gleicher Qualität in DE bekomme, werde ich diese Möglichkeit auch nutzen, lol

...
Btw., du hast es nicht verstanden, oder? Ich baue mir meine Pfeile nicht selbst, sondern lasse sie von einem Pfeilmacher herstellen, der verwendet aber auch durchaus authentischen Leim (Birkenpech ist da nicht die einzige Möglichkeit).
Und, weiß du was? Ich werde schummeln

und meine Pfeilspitzem mit modernem Kleber festmachen lassen (lose Bienwachs-Befestigung hat beim Übungsschießen wohl wenig Sinn, hä

?)
Mal ehrlich: Wenn du keine mittelalterlichen Replika-Waffen in authentischer Bauweise magst, dann sags doch. Wenn du einfach nur pingelig drauf rumhacken und unnötige Lästereien loslassen wolltest, lass es sein.
Re: Spine von schweren Kriegspfeilen
Verfasst: 07.02.2011, 18:49
von Heidjer
Ralph hat geschrieben:ich meine also eine aus gedrehtem HAnf, der natürlich nicht unauthentisch aus dem Baumarkt , sondern handgeschöpft und selbst büttengehämmert vor der eigenen Haustür angebaut wurde oder zumindet für authentische Silbermünzen beim Seilmacher erworben wurde (englischem Seilmaacher wohlgemerkt - hoffentlich wurde der Einfuhrzoll berücksichtigt und die Zeit, die das authentische Ruderboot brauchte, um die Ware über den kanal zu schippern, bevor sie per Fuß oder Pferdekarren nach Dtl. kam...). ...
Nur als Hinweis, die besten Sehnen waren aus Leinen (Flachs) und kamen aus Gent und Antwerpen, daher auch "Flämisch" und das auch vor 700 Jahren. Die Engländer haben nicht nur die Eiben Importiert sondern auch die Sehnen, nur für die Pfeile haben sie selbst gesorgt!
Gruß Dirk
Re: Spine von schweren Kriegspfeilen
Verfasst: 07.02.2011, 19:42
von Mandos
Dirk M hat geschrieben:
Nur als Hinweis, die besten Sehnen waren aus
Leinen (Flachs) und kamen aus Gent und Antwerpen, daher auch "Flämisch" und das auch vor 700 Jahren. Die Engländer haben nicht nur die Eiben Importiert sondern auch die Sehnen, nur für die Pfeile haben sie selbst gesorgt!
Gruß Dirk
Woher hast du diese Information?
Durch die höhere Reißfestigkeit sollte Hanf doch wahrscheinlicher sein.
Ich dachte, es gäbe keine eindeutigen Belege für Sehnengarn englischer Kriegsbögen im MA.
Später wurde Leinen def. verwendet.
Re: Spine von schweren Kriegspfeilen
Verfasst: 07.02.2011, 20:39
von Ralph
Agroman hat geschrieben:
Mal ehrlich: Wenn du keine mittelalterlichen Replika-Waffen in authentischer Bauweise magst, dann sags doch. Wenn du einfach nur pingelig drauf rumhacken und unnötige Lästereien loslassen wolltest, lass es sein.
Ich sags mal so, da Du es nicht verstanden zu haben scheinst:
Mach es Dir nicht unnötig schwer ! Eine genaue Authentizität wird niemand je erreichen, da eben die heutigen Zeiten andere sind und einiges nicht mehr nachzuvollziehen ist (Vgl. schon die voranstehende Diskussion zu den Sehnen....).
Wenn Du Dich an ehemalige Zustände annäherst reicht es - wenn Du Dich weiter anzunähern versuchst, als es realiter möglich ist, wird es nicht nur nicht reichen, sondern Du über den Gram darüber nicht nur nicht zum Schießen kommen, sondern auch den Verstand verlieren.
Du müßtetst Dich und Dein gesamtes Umfeld zurückversetzen in die damalige Zeit ... und dann würden wir zuletzt nicht hier kommunizieren dürfen, wie wir es gerade tun, da es das Internet zu den hier betreffenden Zeiten wohl nicht gabe.
Amen
Re: Spine von schweren Kriegspfeilen
Verfasst: 07.02.2011, 21:26
von Agroman
Naja, ich will ja nicht in der Zeit zurückreisen, sondern schießen wie damals. Und das ist eigentlich ganz gut möglich, wenn auch nicht perfekt, natürlich. Man weiß nie zu 100%, was da alles so am Start war.
Aber ich hatte dich wohl missverstanden, entschuldige.
Re: Spine von schweren Kriegspfeilen
Verfasst: 07.02.2011, 21:30
von Ralph
Kein Thema. Entschuldigung brauchts nicht.
